Stimmung: erkenntnisreich ;o)
Musik: "I learned from the best" - Whitney Houston
So, womit fang ich denn nun an *in die Luft guck & nachdenk*.
War in den letzten 2 Tagen doch einiges, was mich ... *hmm* wie soll ich sagen ... beschäftigt ... nein, nicht das richtige Wort ... beeindruckt ... nö, auch ned ... *hmm* zu neuen Erkenntnissen gebracht hat ... ja, das trifft´s am ehersten.
Besonders heute haben mir bestimmte Menschen einmal mehr auf den Weg zu mir selbst und meinen eigenen Bedürfnissen "geholfen".
Ich hatte heute meine monatliche Sitzung bei meinem Psychologen, zu dem ich eigentlich vor 9 Monaten gegangen bin, um Altlasten aus meinen Ex-Beziehungen, einer Vergewaltigung mit fast 16 und einem damaligen Abgang eines fast 4 Monate alten Embryos (entstanden aus der Vergewaltigung) los zu werden. Altlasten von einem Ex-Mistkerl, der ich mich nach 3 1/4 Jahren Beziehung mit eingebildeten Grund bei Nacht und Nebel und mit Prügel aus der Wohnung geschmissen hat, dieser besoffene, alk-süchtige Dreckskerl (ich glaub, man merkt, das ich diesen Menschen wirklich sehr vermisse *schiefgrins* ... ich liebe Ironie
). Dieser "Mensch" taugt nur zu einem, und wenn man das mit ihm machen würde, würde man zwischen 10 Jahren und Lebenslänglich in irgendeiner netten kleinen JVA kriegen ... life sucks ... maybe sometimes
.
Egal ... auf jeden Fall hatte ich heute diesen Termin und er war wie jeder bisherige Termin bei ihm ... wie soll ich sagen ... sehr aufschlussreich, interessant und hat mir neue Erkenntnisse über mich, meinen Liebsten und meinen Eltern gegeben. Mir geben die Sitzungen sehr viel und ich liebe die Erkenntnisse, die ich immer mehr daraus ziehen kann. Egal, ob sie schmerzhaft, traurig, erleichternd, erkennend oder fröhlich sind. Und meistens sind sie eher von der schmerzhaften und traurigen, aber gleichzeitig von der erleichternden Art. Es hat was leicht masochistisches an sich, zum Psychiater zu gehen
. Der Schmerz erleichtert sehr, wenn man wieder eine alte Seelennarbe öffnet, um den letzten "Eiter" rauszuholen, damit die Wunde endgültig heilen kann.
Aufschlussreich an diesem Termin war, dass ich meine Sichtweisen ein weiteres Mal ordnen konnte. Ich muss mit bestimmten Emotionen umgehen lernen, denn starke Emotionen haben Ursprünge, und diese Ursprünge zu suchen und zu analysieren ist sehr wichtig, um die Altlasten als Erfahrung abzulegen (Betonung liegt auf "abzulegen") und nicht mehr als Bürde zu sehen.
Erkenntnisreich war der Termin was meine Beziehung angeht. Ich dachte in den letzten Wochen oft darüber nach, wie es mit mir und meinem Schatz weiter gehen sollte. Ob wir überhaupt eine gemeinsame Zukunft haben. Er in Berlin, ich hier. Er zieht nicht runter, ich zieh nicht hoch ... scheiß Situation.
Als ich ihm vor einiger Zeit die Frage stellte, ob er sich mit mir eine Zukunft vorstellen könnte, antwortete er, er würde nicht mehr so weit denken wollen, da seine Ehe vor 6 Jahren (im Guten) auseinander ging. Es kommt, wie´s kommt. (Vielleicht ist er deshalb einer der wenigen ausgeglichen Menschen, weil er sich über bestimmte Dinge, die er ja sowieso nicht größtenteils beeinflussen kann, keine Gedanken macht.) ... Nun gut, diese Antwort hatte ich jetzt überhaupt nicht erwartet. Die Antwort war ehrlich und heute weiß ich diese Ehrlichkeit zu schätzen, aber damals tat es einfach nur weh.
Seit dem nagte diese Aussage in mir. Immerwieder brach sie in den unterschiedlichsten Zeitabständen aus und "demoralisierte" und "desillusionierte" mich. Immer öfter beschwerte sich eine innere Stimme über seine Ansicht. Und diese innere Stimme wurde immer lauter ... nicht immer, aber immer öfter. Vor ca. 3 Wochen fingen dann wieder meine Schlafstörungen an, und ich wusste, irgendwas arbeitet massiv in mir. In mir wuchs das Gefühl, dass mir mein Liebster und unsere Beziehung nicht mehr den nötigen Halt geben könnten, und "WIR" einfach im Sand verlaufen würden.
Das hab ich dann auch heut bei meinem Termin mit Dr. B. angesprochen und wir gingen die Situation über eine Systemaufstellung durch.
Am Ende der Aufstellung kam heraus, dass nicht meine Schatz mir den Rückhalt und die Sicherheit für bestimmte Entscheidungen geben kann, sondern meine Mutter der Schlüssel sein könnte oder vielleicht so gar der Schlüssel ist.
Eigene Denkfehler aufdecken ist der einer der wichtigsten Gründe, warum ich diese Therapie mache. Ich will aus meinen alten Denkfallen raus und endlich den Weg zu mir selbst finden, zu dem Menschen, der ich eigentlich bin.
Gute Nacht, liebe Blogger und Bloggerinnen, danke für eure Geduld und eure Aufmerksamkeit.