Stimmung: etwas beginnt sich zu ändern ... schön!
und wieder hab ich am Wochenende einiges zum Nachdenken und Umdenken bekommen.
Da ich grad in der Arbeit bin, raff ich das ganze nur kurz zusammen ... vielleicht komm ich später zuhause noch mal dazu, alles für mich komplett aufzusetzen und zu analysieren.
Am Samstag hatte ich ein sehr langes nächtliches Telefonat mit meinem Schatz.
Es hat alles eigentlich mit einer sehr unbequemen Frage angefangen ... ich hab mal wieder am Telefon geschwärmt, was ich alles mit ihm jetzt machen würd, wenn ich bei ihm wär (z. B. diverse Sex-Fantasien, dass ich ihn massieren würde ... solche Sachen eben, schöne Dinge, die man zu zweit eben so macht *fg*). Er meinte dann, dass mein Schwärmen echt schön wär, aber warum ich immer nur Schwärme von diesen Dingen, sie aber, wenn ich bei ihm bin, nicht umsetze.
WUMM - das hatte gesessen! Denn genau die selbe Frage hatte er mir vor einigen Monaten schon mal gestellt. Damals wie gestern, hatte ich keine Antwort auf diese Frage. Damals wollte ich darüber nachdenken, hab aber die Frage dann als "unbequem" abgelegt. Gestern aber, hat er weiter nachgehakt und ich konnte ihm selbst da noch keine Antwort geben. Und dann hat er etwas ausgesprochen, dass mich schon lange selbst an mir sehr stört. Er meinte nur "Du bist inkonsequent geworden. Du lässt deine Worten nur noch selten Taten folgen. Das fühlt sich für mich nicht gut an. Zeigen ist mehr als nur sagen."
Und wie recht er hatte ... pfui, ich hasse es, wenn er recht hat! Ich bin inkonsequent geworden. Etwas, das ich früher nur sehr wenig war. Ich habe früher meinen Worten zu 90 % auch Taten folgen lassen. Das hat in den letzten Jahren, besonders aber in den letzten 7, 8 Monaten immer mehr abgenommen. Ganz besonders, was S. angeht.
Wir haben lange darüber geredet und auch seit langem wieder mal richtig offen und ehrlich über Dinge gesprochen, die uns stören oder die uns aufgefallen sind, dass es nicht mehr wie am Anfang sind.
Einartigerweise stören uns die selben Dinge und fielen uns die gleichen fehlenden Dinge auf ... und wir fanden raus, warum sie uns stören und warum sie langsam verschwunden sind. Wir haben sie verschwinden lassen, aus Rücksicht, dem anderen gegenüber, obwohl diese Dinge den anderen gar ned gestört haben. Scheiß falsche Rücksichtnahme!!!
Da, wo wir Rücksicht hätten üben sollen, haben wir es nicht getan, aber dafür haben wir Rücksicht genommen, wo keine erforderlich gewesen wär!
Einiges hatte auch mit meiner Inkonsequenz zu tun. Er ist ein Mensch der Tat, und da ist es natürlich klar, dass ihn Worte nur im eingeschränkten Maß beeindrucken und "befriedigen". Und da ich meinen Worten aber nur selten Taten hab folgen lassen, wurde es für ihn immer schwerer, mich ernst und für voll zu nehmen.
Ich habe in dem Telefonat einiges an Kritik einstecken müssen, hab aber auch meine Kritik angebracht. Früher hab ich mich selten getraut, meine Meinung oder Kritik am anderen zu äußern, aus Angst, dass ich dann nicht mehr geschätzt und geliebt, sondern verlassen werde. S. hat mir diese Angst genommen, denn es ändert ja nix an unseren Gefühlen zu einander, wenn wir offen und ehrlich über uns und unsere Worte und Taten reden können. Es war ein wunderschönes, konstuktives Gespräch.
Natürlich waren auch Sachen dabei, die im ersten Moment ned unbedingt schön waren, sie zu hören (z. B. dass bestimmte Dinge beim Sex schon mal besser waren und auch ausgiebiger und interessanter). Aber wenn man erst einmal entdeckt hat, dass es was zu tun gibt, dann, so find ich auf jeden Fall, kann man auch was ändern! Woher soll ich wissen, ob ich etwas ändern kann, wenn ich ned weiß, dass es zu ändern wäre. (ich weiß, das ist echt ne gaaaanz alte Weisheit und ich hab damit sicher das Rad ned neu erfunden, aber manchmal braucht man eben solche "Reinkarnationen"
).
Naja, auf jeden Fall haben wir darüber sehr lange gesprochen am Samstag. Wir haben von ca. 21 Uhr bis etwa 1 Uhr darüber geredet, und ich hab für mich einige wichtige Dinge rausgezogen, die ich für MICH ändern will.
Ups ... eigentlich wollt ich das ganze ja raffen
... naja, jetzt ist es eben doch ne etwas längere Raffung geworden
!
Naja, und gestern war ich mit ner ehemaligen Klassenkameradin, die ich seit über 10 Jahren ned gesehen hab, beim Essen.
Auch aus diesem Gespräch hab ich wieder sehr viel für mich gezogen und gelernt. Es war superinteressant, mit ihr über die alten Zeiten zu reden und vor allem auch über ihre Sicht der Dinge von damals.
Es hat mir gezeigt, dass vieles ned so gemeint war, wie ich es damals aufgenommen hab und dass ich wichtiger , als ich gedacht hab, und etwas besonderes war. Das tat sehr gut, denn ich hab meine Schulzeit in keiner guten Erinnerung. Umso wichtiger war es für mich, mit ihr darüber zu reden.
Verdammt! Ich lern ja immer mehr über mich und über mein Leben! Ich werd hier noch zum absoluten Philosophen und zur weisen Frau
! Könnt ja glatt ein Vorteil sein *frechlach*!
So, das war die Raffung ... vielleicht wird´s ja noch ausführlicher!
Jetzt muss ich aber was arbeiten!!!