Stimmung: traurig
Mein liebster Schatz,
Tag 2 … und meine Sehnsucht nimmt nicht ab. Wie auch! Es ist ja grad mal 2 Tage her, dass du gegangen bist, obwohl es sich anfühlt, als wärst du schon Monate weg ... was du ja eigentlich auch bist ... seit Monaten weg.
Eigentlich weiß ich gar nicht was ich schreiben soll, denn mit ist bewusst, dass es eigentlich egal ist.
Nichts von dem, was ich schreibe oder sage, kann dich von deiner Entscheidung abbringen. Nichts von dem, was ich schreibe oder sage, wird dich mir zurück bringen. Nicht jetzt.
Ich würde dir gern sagen, dass du mich nach hause kommen lassen sollst, denn mein Zuhause bist du.
Ich würde dir gern sagen, dass ich mich in Nürnberg informiert hab, ob es eine Stelle in Berlin gibt.
Ich würde dir gern sagen, dass ich in meinem Bauch fühle, dass alles wieder gut wird.
Ich würde dir gern sagen, dass mein Kopf mir ständig das Gegenteil sagt, was mein Bauch von sich gibt.
Ich würde dir gern sagen, dass mich dieser Kampf auffrißt.
Ich würde dir gern sagen, dass ich dich so sehr vermisse.
Ich würde dir gern sagen, dass es sich anfühlt, als würde ein wichtiger Teil von einfach nur Urlaub machen.
Ich würde dir gern sagen, dass ich nur noch bei DIR sein will.
Ich würde dir gern sagen, wie sehr ich dich liebe.
Ich würde dir gern sagen, was für ein besonderer Mensch du bist.
Ich würde dir gern sagen, dass ich für dich da sein will.
Ich würde dir gern sagen, dass ich ständig an dich denke.
Doch das alles kann ich dir nicht sagen. Denn es würde nichts ändern.
Ich würde dich gern fragen, wie es dir geht.
Ich würde dich gern fragen, wie du dich fühlst.
Ich würde dich gern fragen, wie ich für dich da sein kann.
Ich würde dich gern fragen, ob es dir leid tut.
Ich würde dich gern fragen, ob du jetzt glücklicher bist.
Ich würde dich gern fragen, ob es ein Zurück gibt.
Ich würde dich gern fragen, ob du mich vermißt.
Ich würde dich gern fragen, wie es weitergeht.
Ich würde dich gern fragen, warum mich der Türke in dir nicht liebt.
Ich würde dich gern fragen, warum du mich wegschickst.
Ich würde dich gern fragen, wie ich dir helfen kann.
Doch auch diese Fragen kann ich dir nicht stellen. Denn sie würden ebenfalls nichts ändern.
Du fehlst mir so sehr. Es fühlt sich an, als hätte man mir einen Teil von mir gestohlen oder amputiert. Und doch tut es nicht weh. Es gibt keine Verzweiflung in mir, keinen Schmerz, kein Leid.
Ich fühl mich einfach nur ohnmächtig und traurig.
Ich weiß, dass diese Zeilen nichts ausrichten können. Nicht jetzt … aber vielleicht irgendwann.
Ich liebe dich von ganzem Herzen und aus tiefster Seele.