Innsbruck, die Erste.
Es ist eine Stadt, es wird eine Heimat werden. Das bleibt zu hoffen. Ich sehe mich die Fingernägel in frisch tapezierte Wände schlagen und mich fragen, wer zum Teufel überhaupt auf die Idee gekommen ist, díe heimatlichen Gefilde zu verlassen. Der Kreis wird sich irgendwann schließen und ich kann mich anpassen, atmen, weiteratmen.
Eine schöne Altstadt, italienischer, größer als Aachen, gemütlicher als Köln, zukunftsbeladen, die Vergangenheit wiegt dort wenig. Eine Universität von der ich bislang nur zu träumen wagte, nette Leute überall, wundervolle Berge, Weite und Himmel. Bunte Häuser wie in Dublin, große Leuchtreklamen, Modegeschäfte, ein bisschen Milano, ein bisschen nicht hier. Eine lange, fast meditative Fahrt und die Erkenntnis, dass man auch alleine klarkommt, ganz gut und ganz frei. Das man Babyschritte geht, aber große und wichtige. Und dass man geschafft hat, ein bisschen so zu sein, wie man werden wollte. Will. Der Weg ist noch lang und ich freue mich, dabei zu sein.
