"Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins"

02.05.2005 um 20:35 Uhr

Lebenszeichen

Stimmung: unsicher
Musik: Norah Jones

Ich schreibe viel und ich schreibe gerne, nur meistens nicht das, was andere interessiert: das sollte auch nicht das Erstrebenswerte am Schreiben sein.

Wichtig ist, dass ich mich übers Schreiben ausdrücken, meinen Gedanken freien Lauf lassen und mich von dem ganzen Mist, der mich täglich tangiert befreien kann. Jetzt, wo ich vor dem PC sitze und versuche die richtigen Worte zu finden (überhaupt erstmal ins Schreiben zu kommen), will mir nichts einfallen. Hab momentan weder die Muse noch die Zeit, wobei hier und jetzt immer der optimalste Zeitpunkt ist etwas zu tun (?) ...

Komisch, dass ich sowas sage, denn gerade ich bin der ambitionloseste Mensch, der auf dem Erdball wandelt ...Theoretisch müsste ich jetzt nämlich in meinem Arbeitszimmer sitzen und ein Studienblatt über den Klassizismus anfertigen, das nach der Zensierung in den Tiefen meiner Ramschkiste verschwindet ... ich bin so ein schrecklich unordentlicher Mensch ...

 Zu sein ist einfach, aber dann über das nachzudenken, was man ist, fällt sehr schwer und kann manchmal sehr erschreckend sein. Was bin ich, was kann ich, wo will ich hin? Auf all diese Fragen habe ich momentan keine Antwort, ich weiß das ich die einzige bin, die diese Fragen beantworten kann. Vielleicht hilfts mir ja zu schreiben ... das tue ich schon so lange, irgendwie habe ich Angst davor, dass andere meine Gedanken mitlesen können, aber vielleicht bringt mich gerade das weiter, denn ich bin einsam ...

Ich habe Leute um mich herum und gehe auch aus und unternehme viel mit anderen, aber trotzdem ist da eine Leere in mir, die einfach keiner ausfüllen kann, ich bin einsam, denn ich finde niemanden, der so ist wie ich bin, oder wie ich ihn mir wünsche