Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss

21.09.2011 um 02:55 Uhr

Es gibt ihn wieder !

Liebe Gemeinde

 

Herr P. lebt!  

14.07.2009 um 00:34 Uhr

Da ist er wieder

Lieber Leser

 Kaum zu glauben. Aber so ist das halt nunmal. Und hier bin ich wieder. Und werde versuchen weiter zu erzählen. Denn ich habe das Bedürfnis und ich ferue mich auf alle unter Euch die eine kleine Rundfahrt gebucht haben

LG

02.02.2009 um 03:24 Uhr

Winterzauber

Guten Morgen

Was soll man da sagen? Letzter Eintrag im Dezember! Leere Versprechungen über vermeintlichen Update zu Herrn P.s aktuelle Ereignisse.

Mir fehlt heute leider die nötige Kreativität, an Ideen mangelt es allerdings nicht. Nur in Kürze: Herr P. scheint sich festgelegt zu haben. Geistige Trennug von Streshase ist durch (wir berichteten). Und die Dame aus D ist und bleibt die Verheissung. JA, so ist das. Also, das Thema wäre geklärt. Weiter gehts mit unglaublichen Geschichten au dem Leben des Herrn P. Und wenn Ihr auch nur einen Zacken in der Krone habt, dann lest Ihr nicht nur sondern schreibt Kommentare. Reinhauen Leute!  

10.12.2008 um 21:29 Uhr

Diversity-Parkhäuser

Heute las Herr P. in der Zeitung von der Einweihung des ersten Adipositas-Krankentransporters in der Region. Klasse! Nicht dass jetzt hier irgendwer auf den Gedanken käme, Herr P. würde mit dem Schicksal jeglicher Randgruppen Schindluder treiben. Aber man muss doch anerkennen, dass ein solcher Spezialtransporter eine ungeheure Entlastung für das in diesen Krisenzeiten gebeutelte Budget der gesamten Menschheit darstellt. Denn Herr P. erinnert sich nur zu gut an einen im deutschen Fernsehen gezeigten Beitrag über den Abtransport eines dann doch sehr übergewichtigen Menschen in ein Krankenhaus. Mit Hilfe eines Spezialkranes wurde dieser -selbstverständlich erblich belastete - Dauerkarnivore über das Geländer seines Balkones im 3.Stock in einen Muldenkipper verfrachtet. Was am Ende selbst Herrn P. zu Tränen rührte war die Tatsache, dass der Karnivore auf keinen OP-Tisch passte. Was letztendlich erklärt, warum Herr P. den Bericht über den adipösen Krankenwagen als eine sehr selige Errungenschaft betrachtet.

Ja. Wahrscheinlich gibt es dann demnächst in all den schönen Parkhäusern neben den Frauen, Behinderten, Dauerparkern, Mama-Kind Parkplätzen auch noch separate Parkbuchten für adipöse Kleintransporter-Geh-Hilfen. Es lebe die Diversity!  

10.12.2008 um 07:31 Uhr

Neues von Herrn P.

Die nun wohl bereits auf drei angestiegene Fangemeinde des Herrn P. wird sich schon Sorgen gemacht haben. Muss sie aber nicht. Herrn P. sind wundersame Dinge widerfahren und meiner einer hat sich das Ganze erst einmal aus der Ferne angeschaut. 

Und in Kürze wird es wieder Neues zu berichten geben. Soviel vorweg. Herr P. hat sich von Stresshase frei gemacht. Jawoll! Und die mail, liebe ins Gästebuchschreiberin, ja diese besagte mail, hatte durchschlagende Wirkung.

Herr P. fährt nun vermehrt auf deutschen Autobahnen. Aber dazu bald viel mehr. 

11.11.2008 um 02:20 Uhr

Loslassen oder The Great Rock'n Roll Swindle

Manchmal fragt man sich, warum viele Dinge auf einmal passieren obwohl man den Glauben verloren hat, es würde überhaupt noch etwas geschehen. Sie erinnern sich an die Geschichte mit dem letzten Telefonat von Herrn P. mit Glückshase? Herr P. hat den Instinkt eines Schakals wenn es um Glückshase geht. Und Herr P. hat die Gabe, Dinge im Voraus zu träumen. Nur nutzen tut ihm das in der Regel nicht. Ohne jetzt umfassend auf die lange Geschichte mit Glücks- respektive Stresshase einzugehen, gestatten Sie uns ein paar erklärende Worte.

Glückshase lief Herrn P. irgendwann vor einigen Jahren sehr schicksalhaft über den Weg. Daraus entwickelte sich eine sehr innige Freundschaft die von tiefem gegenseitigem Verständniss geprägt war, ja man kann schon fast sagen es war eine Seelenverwandtschaft. Immer um Haaresbreit an einer Liebschaft vorbei, musste Glückshase in ihrem damals zarten Alter doch erst einmal ihren eigenen Weg finden. Während Herr P. seinen Emotionen stets auf der Spur war und irgendwann dem heranreifenden Hasen den prächtigsten Saal in seinem Herzen widmete, versuchte sich Glückshase mit dem Leben, gab Herrn P. immer wieder das Gefühl, dass die Zeit für sie beide spiele, und transformierte in der blossen Absicht des Heranreifens zum Karnickel und damit für Herrn P. zum Stresshasen.

Herr P. wurde dann interessant, wenn Stresshase mal wieder keinen Ausweg wusste. Und erstattete stets Bericht über die Erfahrungen auf dem goldenen Weg der Erkenntnis. Herrn P. blieben keine Einzelheiten verschont, und so kann er sich heute zu einem Kenner der heranreifenden Sexualität einer heute 27 jährigen nennen. Wer, wenn nicht von den Freuden des Masochismus überzeugt, ist gerne Zaungast in der Metamorphose von etwas was er von ganzem Herzen liebt. Beseelt von einer tiefen Überzeugung eines heranreifenden Lebensmodells hielt sich Herr P. stets über Wasser. Und wollte nie wirklich begreifen dass Glückshase in Wirklichkeit eine Illusion war. Glückshase hatte immer Beziehungen, die ihr angeblich schadeten oder nie wirklich erfüllten. Sie gaben Herrn P. noch Bestärkung darin, dass irgendwann der richtige Zeitpunkt kommen müsse. Glückshase lebte nun schon fast ein Jahr in einer solchen unglücklichen Beziehung und es schien fast als wäre die Erkenntnis gekommen, dass man füreinander bestimmt sei, wir erinnern an die Seelenverwandschaft. Nun endlich hatte Glückshase den Entschluss gefasst aus dieser Beziehung auszusteigen und dies am heutig Tage bekundet.

Nicht etwa, wie wir nun alle hoffen würden, um sich ihren vermeintlichen Gefühlen zu Herrn P. nicht nur zu bekennen sondern sie auch auszuleben, sondern weil sie parallel an einer neuen mit einem uns bisher völlig unbekannten Karnickel gearbeitet hat. Herr P. ahnt wer es ist. Es ist ein Netzwerktechniker. Und alles ist ein grosser Schwindel. Herrn P. geht es nicht besonders gut. Erkenntnis kann ganz schön weh tun. Vor allem wenn man sie zum zehnten Mal durchleben muss. Gleichzeitig hat Fräulein E. zu Erkennen gegeben, dass sie sich einer Annäherung vehement widersetzt. Lassen Sie uns die Daumen für Herrn  P. drücken, dass er es diesmal schafft loszulassen.

God save the Queen!  

07.11.2008 um 23:56 Uhr

James Bond blutet nicht!

Lieber Leser. Herr P. hat die Schlacht um den Piemonteser gegen die Obstfliegen nicht wirklich gewonnen. Während Herr P. bereits unpässlich darniederliegt, laben sich die letzten ihrer Art in den Resten des von Herrn P.knapp neben die Tastatur vergossenen Glasses. Es ist zu befürchten dass die Obstfliegen sich weiterhin vermehren während Herr P. friedlich von der Dame aus D. träumt. Da hilft selbst Sigourney Weaver mit ihrem Flammenwerfer nichts, wenn ihr auch zuzugestehen dass sie in ihrer nassen Oberbekleidung stets eine Siegerfigur abgab. 

Ich möchte diese Situation nicht über Gebühr ausnutzen, aber eines möchte ich schon ganz gerne loswerden, jetzt wo Herr P. mein Dasein für ein paar Stunden nicht diktiert. Die Tage widerfuhr mir das Glück, mich auf einer dieser in letzter Zeit doch sehr schick gewordenen Kino-Premieren wiederzufinden. Nein, nicht was Sie jetzt denken. Nicht diese Events, wo durchgestylte und erfolgreiche Filmstars ihre neuesten Filme auf roten Teppichen dahinschreitend vorstellen, während Heerscharen von Fotografen das Geschehen aus nächster Nähe für die Presse digitalisieren. Nein, ich rede davon, dass mittlerweile wohl Siedlungen, die sich eine Kinoleinwand im 16:3 Format leisten können und über eine Bestuhlung verfügen, die über das Ausmass einer Gemeinderatssitzung hinausragt, einen  Sneak-Preview veranstalten, bei dem alles kommt was sonst nicht kommt oder aber sich aber fest einen Sitz in der Golden Globe Academy wähnte, würde sie nur in der Lage sein ein einziges Wort Englisch zu reden. Letzteres trägt seinen Teil dazu bei, dass sneak-previewed Filme im Originalton oft missinterpretiert werden.

Doch nun zum eigentlichen Thema. Eine Horde stadtbekannter schöner und reicher Menschen, geschäftige Händler und Kaufleute, selbsternannte VIPs, sie alle treffen sich zum Stelldichein um den neuen James-Bond-Film zu sehen, und überflüssigerweise hinterher zu kommentieren. Fast konnte man glauben, alle Anwesenden wären Insider oder gar intime Wegbegleiter unseres doch so geschätzten Helden. Und so ist jeder des Lobes vor und nach dem Film. Die Situation erinnerte mich an diverse Vernissagen, wo Menschen über Kunst zu reden sich versuchen, deren eigene Vorstellungskraft über den Gartenzaun nie reichte. 

Leute! Ich bin mit James Bond aufgewachsen. Nach anfänglichen eher peinlichen Kinobesuchen waren es die 007 Filme die alljährlich das Highlight meiner Sohn-Vater Beziehung manifestierten. Ich kenne sie alle. James hat stets die Welt gerettet, und nicht die Trinkwasserversorgung einiger bolivianischer Hüttendörfer. James hat mit Miss Moneypenny geflirtet und sich nicht permanent mit drittklassigen Schurken geprügelt. Er hatte stets das allerneueste Hochtechnologie-Arsenal und die allergeilsten Autos im Kampf gegen das Böse, nie und nimmer wäre er in einen Ka eingestiegen. Frauen hat er beglückt, stehen lassen hat er sie nie.

Und, lieber Herr Broccoli, und das nehme ich ihnen ganz persönlich übel, James Bond hat nie geblutet! 

Wäre Herr P. jetzt Herr seiner Sinne, er würde mir beipflichten. 

 

07.11.2008 um 19:04 Uhr

Obstfliegen oder wie man sich neuen Stress verschafft

Herr P.kämpft eben mit Obstfliegen. Kennen Sie das? Sie haben wie gewohnt den handlichen Grüncontainer in der Küche nicht rechtzeitig geleert, das im 10 Sekunden-Vitaminwahn während des Wocheneinkaufs erstandene Obst hat längst mit seinem Leben abgeschlossen, und die in der unteren Schublade verstauten Zwiebel-und Gemüsevorräte entpuppen sich trotz mehrfacher fachfraulichen Warnungen als Brutstätte des Grauens. Ist Ihnen noch die Szene in Erinnerung, als Sigourney Weaver in die Tiefen des Abgrunds steigt und auf die vielen lustigen Überraschungseier stösst die dann irgendwann zum blutigen Horror mutieren? 

So sitzt Herr P. vor seinem hübsch anzusehenden Rechenwunderwerk und versucht sich in der Verfassung eines möglichst geistreichen mails an eine neue Figur auf dem grossen Schachbrett der Liebe, wie er so oft zu sagen pflegt. Stresshäschen ist wieder mal untergetaucht, vielleicht ist es ja doch die Finanzkrise, oder aber weil sie in Amerika endlich einen Priester zum Präsidenten gewählt haben. Das haben wir mit Einführung der Päpste schon sehr viel früher gekonnt! Ja, wir können das auch. Hach, Stresshäschen, wohin wird das alles nur führen. Und weil Herr P. sich nur ungern mit seiner kharmischen Aufgabe, der Geduld, auseinandersetzen kann, oder er aber doch insgeheim weiss dass es zu nichts führen wird, streckt er doch immer wieder seine Fühler aus. Vor Tagen berichtet er mir über einen in einem doch sehr zweifelhaften Internetportal geknüpften Kontakt mit einer Dame aus D.

Die Dame aus D. sei sehr bezaubernd, man habe sich sogar schon telefonisch ausgetauscht, berichtet Herr P. mit einem Lächeln im Gesicht. Und so sitzt Herr P.eben hier und versucht jener Dame aus D. eine mail zu schreiben. Um seine Sinne zu entkrampfen, soll ihm ein Glas bester Traube aus den Südhängen des Piemont assistieren. Doch Herr P. hat die Rechnung ohne den sogenannten Wirt gemacht. Ohne auch nur den Anschein zu machen, e-mails zu schreiben, kommen die eingangs genannten Heerscharen des Grauens auf gleiche Idee und wetteifern mit Herrn P. um das Glas aus dem Piemont. Herr P. genügt sich anfangs noch, die nach missglückter Landung ersoffenen Obstfliegen unprätentios mit den Fingern aus dem Glas zu fischen, bemerkt aber schnell dass das zu Rotweinflecken auf der Tastatur führt. Und so ändert Herr P seine Strategie und versucht schneller zu trinken als die Obstfliegen ihren Landeanflug optimieren können. Wir alle wissen noch nicht wie sich das auf Inhalt und Ergebnis dieser mail an die Dame aus D. auswirken wird, aber ich werde berichten.  

  

03.11.2008 um 21:58 Uhr

Weltmännertag - Danke!

Heute wurde im Radio verkündet daß Herr Gorbatschow, seines Zeichens irgendwann mal einer der mächtigsten Menschen auf diesem Planeten, der offizielle Pate des heutigen Weltmännertags sei. Was muss diesem armen Menschen nur widerfahren sein, dass er so was macht? Herr P. mutmasst dass es Stresshasen überall auf der Welt verteilt gäbe, und Herrn Gorbatschow möglicherweise das gleiche Schicksal ereilt.

Sie erinnern sich an die nächtliche SMS von Glückshase? Herr P. spürte allerdings bereits nach dem Aufstehen, dass dieser Tag nichts Gutes verheissen würde. Zu diesem Zeitpunkt hätte er den Weltmännertag allenfalls für eine zotenhafte Erfindung von lila gekleideten Frauenrechtlerinnen gehalten. Aber Herr Gorbatschow? Undsonst lief an diesem Tag auch sonst nichts so richtig wie es sein sollte. Mit der Motivation an seinem DAX-Arbeitsplatz war es nicht sehr weit an diesem Tag. Für den Abend war Herr P. beruflich verplant. Ein Abendessen mit gleichstark motivierten Kollegen aus dem fernen Südamerika stand an. Ob das unerhörte Schicksal des Herrn Gorbatschow auch dort bekannt war? Herr P. sollte es nicht erfahren. Das Abendessen wurde abgesagt und Herr P. stand nun da, mit einem freien Abend und der Gewissheit seine Kinder zuhause in geschützter Obhut zu wissen. Wissend, das Glückshase sich im Krankenstand befand, ereilte Herrn P. die seine Laune sofort ins Überschwengliche manövrierende Idee, sich mit Fräulein E. zutreffen. Über Fräulein E. muss zweifelsohne auch noch näher berichtet werden. Eine zauberhafte Frau, doch auch hier gestaltete sich alles mehr als unkompliziert. Fräulein E. hat Montags Sport, wähnt sie ihren durchaus sehr attraktiven Körper für permanent verbesserungswürdig. Danach ginge Fräulein E. mit ihren Freundinnen in die Sauna. Ungemischt, wie Herr P. leidvoll erfahren musste, nachdem er für eine Nanosekunde vom schicksalhaften Sinn des Männertages überzeugt war. Der Versuch, einen spontanen Kneipenmarathon mit seinen Leidensgenossen zu organisieren, scheiterte entweder an deren Unverfügbarkeit oder aber an ihrem bereits fortgeschrittenem Domestizierungsgrad. Der Abend wäre bereits jetzt für Herrn P. gelaufen gewesen, hätte sich Glückshase nicht noch in letzter Sekunde zum bekannten Stresshasen metamorphiert. In einem letzten Anflug von Melancholie erhoffte sich Herr P. durch einen kurzen Anruf bei Glückshäschen die Gewissheit zu schaffen, das es anderen Menschen aufgrund ernsthafter grippaler Infekte weitaus schlimmer ging als ihm selbst. Glückshäschen befand sich allerdings bei Entgegennahme des Telefonats bei widriger und gewiss nicht sehr therapierender Witterung auf dem Fahrrad. Mit dem Ziel "jemanden" auf einen Drink zu treffen. In den Jahren durfte Herr P. lernen was "jemand" bedeutet. Stresshase war wieder mal zum Karnickel geworden.

Lieber Herr Gorbatschow. Stecken Sie sich bitte Ihren Weltmännertag unter ihre russische Pelzmütze.Jawohl! 

  

03.11.2008 um 00:30 Uhr

Schlafen Sie Schön!

Eben ereilt mich zu vorgerückter Stunde noch die freudige Kunde von Herrn P. Aus heiterem Himmel erhielt er heute um 23.38 eine Kurznachricht mit den wundervollen Worten "Schlaf schön :-) ". Absender, lieber Leser Sie vermuten es, Stresshäschen. Hach, das sind die Momente da wird Stresshase zum Glückshasen. Nur wissen wir alle, wie das wieder ausgehen wird. Herr P. wird heute Nacht schlecht schlafen, denn es werden ihn wieder Dinge beschäftigen, die aufgrund einer solchen Nachricht unweigerlich zu regeln sind. Wird Stresshäschen die Farbe an den Wänden gefallen,mag sie die Blumenrabatten im Garten, kommt sie mit der Waschmaschine klar. Für Herrn P. steht fest. Stresshäschen wird demnächst bei ihm einziehen.

Ob das mit schön schlafen gemeint war? 

02.11.2008 um 13:43 Uhr

Die tibetische Tupperparty

Hach! Es ist ja schon wieder November. Endlich beginnen sie, die trüben Monate voller Melancholie. Der Frühling der Depressiven hält Einzug. Doch daran mag Herr P. an diesem nebligen Sonntag ja gar nicht denken. Dafür läuft ja eigentlich alles wie geschmiert.

Das Auto fährt wieder, und das ist ja schliesslich die Hauptsache. Und Angesichts des heranrollenden planetaren Finanz-Holocaust muss man sich jetzt wirklich nicht über eine lumpige Werkstattrechnung in Höhe von 2.100 € echauffieren. Ja, Herr P. ist über die Jahre schon ein sehr gelassener Typ geworden. Und so freut er sich auch sehr über das 30-Sekunden Gespräch mit Stresshase am Ende der vergangenen Woche. Normalerweise nimmt Stresshase kein Gespräch entgegen wenn sie in der Arbeit ist. Diesmal tat sie es. Auch wenn sie beteuert, sie habe nur deshalb abgenommen weil ja irgendetwas hätte passiert sein können, so ist es nach Angaben von Herrn P. ein todsicheres Anzeichen dafür, dass eine Trendwende kurz bevorsteht. Übrigens, uns wurde in diesem Plenum der Hinweis gegeben, dass es möglicherweise die Finanzkrise sei, die Stresshäschens Aufmerksamkeit bindet. Das ist zwar korrekt, nur dauert Stresshäschens Finanzkrise nun schon 27 Jahre an. Herr P. bat mich soeben dem Leser eindrücklichst klarzumachen, welch ein zauberhaftes, intelligentes, zuckersüsses, liebes und traumhaft schönes Wesen Stresshäschen ist. Hach, er hat schon Recht der Herr P. Manchmal. Aber durchaus nicht immer.

Beispielsweise heckte Herr P. , von Einsamkeit und Liebesgier getrieben, vor nicht allzu langer Zeit einen teuflischen Plan aus. Notdurft verrichtenderweise las Herr P. im Herbst 2005 den aktuellen Vortragsplan der Volkshochschule. Und stolperte über "Massagen mit tibetanischen Klangschalen". Ohne massgebliche geistige Anstrengung assoziierte Herr P. tantrische Exstasen mit ebenso vereinsamten und vereinigungswilligen Damen. Hätte Herrn P.s' spontaner Fantasieschub nicht bis zum eigentlichen Event angehalten, so wären ihm Kraft seiner Intelligenz sicher ernsthafte Bedenken über das mögliche Klientel und dessen Kleidungsstil im Besonderen gekommen. Und so geschah an einem trüben Herbstsonntag im Oktober genau das was passieren musste. Soviel vorweg, Herr P. war in der Tat der einzig männliche Teilnehmer. Was ihm keine besonderen Vorteile bringen sollte. Denn Herr P. schaffte es mit einem einzigen, jovialen Satz, die gesammelte tantrische Energie schon vor Veranstaltungsbeginn mit punktgenauer Präzision aus dem Raum zu vertreiben. Dieser war liebevoll vorbereitet mit bequemen Isomatten, im Kreis (wie auch anders) verteilt. Herr P. war sich seiner Sache sicher. Das musste eine Riesenschweinerei werden. Doch als er als letzter den Raum betrat, auf dessen Isomatten sitzend (Schneidersitz!) alle Tantraengel überrascht und erwartungsvoll zur Tür blickten, erfassten die Augen des Herrn P. den Klangschalen-Altar in der Raummitte. Auf bunt bestickten und mit allerlei güldnen Fäden versehenen Teppichen waren mindestens 50 Messingschalen verschiedenster Grösse liebevoll und mit irgendeiner Systematik aufgebahrt. Und wieder wurde Herr P. zum Opfer seiner eigenen Spontaneität und seiner einzigartigen Gabe der Nanosekunden-Assoziation. "Hey geil, eine Tupper-Party". Eine sicherlich nicht unrichtige Assoziation, noch viel richtiger, betrachtet man den nun folgenden Verlauf des Seminars. Doch zu diesem Zeitpunkt und mit den auf ihn gerichteten Augenpaaren von etwa 20 Fachspezialistinnen in allen Fragen der Esoterik, schlicht und einfach ein Fauxpas interstellaren Ausmaßes.

Und so blieb es neben der stillen Teilnahme an einem höchst interessantem Pausengespräch über die Erfahrungen im Tanz um afrikanische Buschtrommeln (Herr P. und der geübte Leser wissen ganz genau warum die das machen, zwinker, zwinker) bei einem einzigen tantrischen Augenblick an diesem nebligen Herbsttag. Als nämlich die Herrn P. zugewiesene Massagepartnerin nach erfolgtem Übungsabschnitt nach ihren Wahrnehmungen befragt wurde. Nein, lieber Leser, wir verlassen jetzt nicht wie erhofft die Plattform des Anständigen. Die Übung bestand darin eine Reihe verschieden grosser Klangschalen, die von Nacken bis Gesäss auf dem Rücken des intakt bekleideten Partners (wie vorher wissen müssend mehrheitlich leichtes Baumwolltüll in Lila oder Orange) gefühlvoll anzuschlagen. Nun war es so, dass Herr P. angesichts der anatomischen Ausmasse des Beckens seiner Partnerin C. so seine Mühe hatte, die grosse und dumpf wie ein japanischer Küchengong klingende Schale so zu positionieren, dass das heilende und wohltuende Klangmuster nicht, wie eigentlich instruiert, den unteren Teil der Wirbelsäule anregte, sondern sich sein Ziel durch die beiden Gesässhälften hindurch offensichtlich in Richtung klitoraler Nervenenden suchte. Und so kam es wohl zu dem mit ehrlicher Inbrunst ausgehauchtem, fast befreienden und mit wenigen Worten auf den Punkt gebrachten Ausspruch "Ich spürte Liebe!!!". C. gab Herrn P. später ihre Telefonnummer, noch immer mit einem befriedigtem Lächeln im Gesicht, doch wie wir alle wissen, blieb es bei dieser einen Vereinigung.

Bis heute haben es tibetische Klangschalen noch nicht ins Sortiment einschlägiger Frauenausstatter gebracht.  

 

 

01.11.2008 um 18:53 Uhr

Machen Sie Urlaub in Prag - Ihr Auto ist auch schon da

DieseWoche war Herr P. nach langer Zeit wieder einmal auf Geschäftsreise und ichkonnte die Gelegenheit nutzen, mich ein wenig erholen. Es folgt einReisebericht.

Solltees noch nicht erwähnt worden sein, so arbeitet Herr P. als braver Angestellterin einer sehr grossen Firma, ein namhaftes DAX-Unternehmen wie Herr P. stets zusagen pflegt.  Nun geziemt es sichwohl für jedes namhafte DAX-Unternehmen einmal im Jahr seine ihm wichtigenLemminge zu einer, sagen wir „Geschäftskonferenz“ zu laden. Nun haben Geschäftskonferenzenja eigentlich etwas bi-, wenn nicht sogar multi-direktionales an sich. Wenn manden Ausführungen des Herrn P. Glauben schenkt, sind diese Versammlungenallerdings eher Verkündungsveranstaltungen.

Sopilgern nun Verkündungsempfänger eben dieses DAX-Unternehmens einmal im Jahraus allen Winkeln der Erde zu dieser Veranstaltung um den Visionen ihrertop-Management Kräfte zu lauschen.  Herr P. berichtet weiter, diese Veranstaltungen seien in derRegel das Ende einer nahezu 12 Monate andauernden Ziellosigkeit und eineinschneidender Moment. Denn endlich wisse man endlich wohin die Reise gehe undwas man zu tun habe. Nun denn, mir scheinen die Spielregeln namhafterDAX-Unternehmen ebenso kryptisch zu sein, wie die der seltsamen Beziehung zu Stresshase.Aber nun zum Reisebericht.

Alsanständiger Angestellter haben wir gelernt, dass Herr P. sich im Wesentlichenauf die Offenbarung freut, wenn er einmal im Jahr im Auftrag desDAX-Unternehmens zu pilgern beginnt. In diesem Jahr, um präziser zu sein, indieser Woche, pilgerte Herr P. mit vielen anderen anständigen Angestellten nachPrag. Es wäre nicht Herr P., würden sich nicht seine besonderen Instinkteangesichts eines derart bedeutenden Ereignisses  schon Wochen im Voraus melden. So berichtet Herr P. bereitseinige Tage vor der Reise in heller Aufregung von dem Land in dem der Honig ausden Wasserhähnen fliesse, und von den vielen und durchwegs attraktiven Damen,die für die Liebe sogar die Last auf sich nähmen, stundenlang und bereits kurznach der Grenze am Straßenrand auf das Glück ihres Lebens zu warten. Nachdem esneben Herrn P. noch weitere anständige Angestellte mit ebenso ähnlich geartetenInstinkten gibt, werden alljährlich umfangreiche Internet-Recherchendurchgeführt, um möglichst effizient und zielgenau an dem einzigen Abend, derden Herren zur Verfügung steht, dem wahren Glück ein wenig nachzuhelfen. Deraufmerksame Leser mag dies nun zwar verächten, handle es sich ja nicht geradeum eine Tätigkeit im Sinne eines namhaften DAX-Unternehmens, er beachte aber,dass die Herren dies in der Phase der Ziel- und Orientierungslosigkeit tun, unddas sei ihnen gegönnt. Um es, lieber Leser, kurz zu machen. Die einzigen Damen,die Herr P. und seine Verkündungsempangsgenossen an diesem Tag am Strassenrandzu sehen bekamen, waren Schülerinnen und aufrichtige Teilzeit-Hausfrauen, diemorgendlich auf ihren Nahverkehrsbus warteten. Und mit dem obligatorischenAusflug ins Nachtleben der Stadt wurde aufgrund des überobligatorischen Alkoholkonsumsnach Empfang der Verkündung auch nichts mehr.  Ausserdem weiss doch jedes Kind, dass besagt Damen längst dieGrenzen überschritten haben. Eben!

Herr P. leidet seit Tagen an einer Magenverstimmung. Und Stresshase meldet sich auch nicht! 

 

27.10.2008 um 14:47 Uhr

KNUT oder Wie man die Spreu vom Weizen trennt

Einen Nachtrag zu gestern vorneweg. Herr P. zeigte sich gemässigt echauffiert über die Formulierung "Stresskarnickel", ginge es ja schliesslich um seine Musse der sein Herz nun schon seit Jahren gehört. Nach zähem Marsch durch das Dickicht des deutschen Wörterwaldes konnten wir uns dann schliesslich doch auf einen Namen einigen: "Stresshase". Den Leser bitte ich um Nachsicht.

Wenn Herr P. einen etwas ruhigeren Arbeitstag hat, der zur Ausnahme nicht mit wenig sinnhaften und ebenso mehreren sinnfreien Terminen verplant ist, dann nutzt Herr P. bisweilen die Gunst der Stunde und macht Dinge in der ausgedehnten Mittagspause, für die er sonst nie die rechte Zeit fände. So geschehen heute. Da geht Herr P. gutgelaunt aus dem Büro, den Eindruck hinterlassend er befände sich auf dem Weg zu einem ganz Besonderem und daher allen anderen nicht bekannten Meeting, setzt sich in seinen Dienstwagen und fährt zum schwedischen Möbelhaus IKEA. Das ist dieses Möbelhaus mit den heiteren bis zweideutigen Produktbezeichnungen, die meist an dänische Hardcorepornos der 70er erinnern. Nur einen Augenschlag entfernt, in greifbarer Nähe entfernt sozusagen, befindet sich eines der wenigen noch verbliebenden Tageslicht-Jagdbiotope dieser Nation. Herr P. weiss von ganzen Heerscharen junger Mütter, Erstwohnungsdebütantinnen und Frauen die sich gerade getrennt haben wollen und sich ihr neues Zuhause einrichten. Nach Angaben von Herrn P. ein Mekka für den beutesuchenden Mitvierziger. Die besten Möglichkeiten, schenkt man Herrn P. Glauben, würden sich an den Wühltischen bunter Bettwäsche ergeben. Sollte einem der Sinn nicht nach doppeldeutigen Zoten stehen, so pilgere man am Besten auf direktem Wege zu den Hot Dog Stehtischen am Ende der Kassengasse. Ich stelle mir Herrn P. gerade vor, in seinem grauen Anzug, penibel darauf achtend sich keinen Tropfen schwedischen Gewürzmostrichs auf die Krawatte zu tropfen, umringt von hunderten, nach Überzeugung von Herrn P. in irgendeiner Weise bedingt kopulationswilligen Damen, die sich nach erlegter Einkaufsbeute einen Hot Dog nach dem anderen .... nein lieber Leser. Das stellen wir uns jetzt mal nicht vor. Und eben bestätigte mir Herr P. dass er es bis heute nicht geschafft hat, auch nur irgendeine Beute aus dem Biotop zu schleppen. 

 

 

26.10.2008 um 14:31 Uhr

Dem Luder ist das Rohr geplatzt

Wir wollen mal gleich ins Volle greifen. Herr P. hat wie bereits erwähnt eine Muße. Wobei Herr P. sich nicht ganz genau im klaren über die Begrifflichkeit dieses Wortes ist. Aber eine Rolle spielt es sowieso nicht. Er liebt diese Musse. Nur liebt sie ihn nicht. Parallelen zu LPunkt und 119 sind zulässig, aber nur in sehr eingeschränktem Masse wie wir später noch erfahren werden. 

Wir wollen der Muße fortan einen Namen geben, denn, lieber Beobachter, sie wird uns und Herrn P. vermutlich noch lange begleiten. Stresskarnickel nennen wir sie. Jawohl. Stresskarnickel deshalb, weil sie es mit der Präzision eines Vaginalverjüngungschirurgen immer wieder schafft, Herrn P.in emotiotionale Stresssituationen zu katapultieren. Verstehen Sie uns nicht falsch. Stresskarnickel kann eigentlich gar nichts dafür. Mit 27 kann man evolutionstechnisch sowieso für garnichts etwas. In diesem Alter glaubt man fest daran, dass die Eltern, die Schule und die asozialen Nachbarskinder die Wurzel allen Übels sind und massgeblich an der Entwicklung der eigenen Verhaltensmuster Anteil hatten. Über das Karnickel im Namen werden wir noch später berichten. Soviel vornweg. Sollten sich in Ihrer Fantasie nun irgendwelche Assoziationen in Richtung ausgedehnter, vielleicht sogar ausschweifender sexueller Aktivitäten bewegen, dann liegen Sie absolut richtig. Nur spielte in diesen Aktivitäten Herr P. niemals eine entscheidende Rolle, wenn man davon absieht, dass Herr P. durch die stete Berichterstattung dieser Aktivitäten seinen masochistischen Schmerzschwellen ein ganzes Stück näher kam.   

Herrn P. widerfuhr es nun gestern, dass seinem treuen und ihm auf unorthodoxe Weise doch sehr nahestehenden Fahrzeug während zügiger Fahrt ein Teil der Auspuffanlage kometeneinschlagsmässig um die Ohren flog. Das war nicht nur laut sondern auch ärgerlich. Um die Überschrift verstehen zu können muss man jetzt noch wissen, dass Herr P. seinem Fahrzeug einen liebevollen Namen angediehen hat, der in etwa dem Temperament entspricht. Über tiefgründigere und in der Psychoanalyse verwurzelten Erklärungen darüber wollen wir uns an dieser Stelle nicht auslassen. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu berichten. Die temperamentvolle und zwischenzeitlich stark asthmöse Dame musste von den Engeln der Strasse in die nächste Ambulanz geschleppt werden. Und Herr P. dokumentierte dies mit einer entsprechenden MMS an Stresskarnickel mit den Worten "Scheisse. Auto im Arsch". Man mag sich ja darüber streiten dürfen, ob Wortwahl und Anlass geeignet genug waren, Stresskarnickel in einen Zustand des Mitleids zu bringen, aber es lag Herrn P. schon immer viel daran, Stresskarnickel an den wirklich entscheidenden Dingen seines Lebens teilzuhaben.

Und so geschah es in der Nacht, dass Herr P. wieder einmal eine wunderschönen Traum hatte. Der Traum handelte sich nicht, wie Sie möglicherweise schon erahnen, von Stresskarnickel als solches, nein, er handelte von praktiziertem Austausch von Zärtlichkeiten zwischen ihm und Stresskarnickel. Seit Jahren war dies ein unerfülltes Begehren von Herrn P. und deshalb fand dies ausschliesslich nur in seinen Traumwelten statt. Um eines von vornherein klarzustellen. Der geträumte Austausch von Zärtlichkeiten bewegt sich dabei stets in einem Rahmen, den man selbst bei den ersten heterosexuellen Annäherungen von Kindern im Vorschulalter als bedenkenlos einstufen würde. Herr P. war sich seiner von Stresskarnickel zugedachte Beobachterrolle bei den ausschweifenden Sexualaktivitäten selbst im Traum bewusst.

Im zuverlässigen Eifer, die erträumte Situation mitzuteilen und sie mit schönsten Worten schmackhaft zu machen, teilte Herr P. sich erneut mit, ohne dass er zwischenzeitlich auf sein Malheur mit der Auspuffanlage jemals eine Reaktion bekam. Doch erhielt Herr P. wie oft üblich, über einen längeren Zeitraum (über die Definition längerer Zeitraum muss noch diskutiert werden) keine Antwort von Stresskarnickel. In solchen Situationen diszipliniert sich Herr P. dann mittlerweile gerne mit mantrischen Versen wie z.B "ihr Akku ist bestimmt leer" oder, um Abwechslung ins System zu bekommen "sie hat das Handy in der Tasche nicht gehört". Umso schöner ist dann der Moment wenn der kleine, handliche und stets auf neuestem technischen Stand befindliche Kommunikator mit Hilfe eines kleinen gelben Briefumschlages signalisiert, dass seine Gebete erhört wurden.

Und so kommentiert Stresskarnickel:"Was ist denn Deinem Vehikel passiert?"

Was soll man dazu noch sagen. 

  

26.10.2008 um 13:05 Uhr

Von der Tugend des Mannes Dinge einfach mal so anzufangen

Wie fängt man denn um Himmels Willen einen Blog an? Als Mannin den vermeintlich besten Jahren gehört dies wohl zu den Dingen die uns wederunsere Mütter noch sonstige Institutionen angedient haben.

Aber lassen sie uns einfach starten. Im Übrigen eine derletzten geschlechterspezifischen Eigenschaften die ein Mann noch haben kann,wenn er noch nicht vollständig domestiziert wurde. Einfach mal losmachen ohnezu wissen warum, wie und wozu.

Es geht hier um Herrn P. Herr P. heisst so, weil mirdas gerade so einfiel. Vielleicht wird sich das ändern, aber ich werde das denLeser wissen lassen. Natürlich geht es irgendwie um mich.  Denn obwohl ich mich anfänglich guter Menschenkenntnisrühmte, so musste ich mich in den Jahren doch von dem einen oder anderenAusrutscher inspiriert eines Besseren belehren lassen, und heute kann ich gutenGewissens behaupten, dass ich es bin, den ich unter allen derzeit auf diesemPlaneten verweilenden Personen noch am Besten kenne. Dass es auch hier nochenormes Verbesserungspotenzial gibt, wird der aufmerksame Leser schnellfeststellen.

Es knüpft sich die zweite, und in meinen Augen weitausgewichtigere Frage an. Warum schreibt man einen Blog? Zum einen muss manwissen, dass Herr P. schon in früher Jugend zu den Internet-Junkies gehörte.Ja, die gab es früher. Damals hiess das Ganze noch Datenfernübertragung undsollte Herr P. einmal einen Tinnitus bekommen, dann kann es durchaus daranliegen, dass die Akkustikkoppler der frühen 70er recht unangenehme Frequenzenausstrahlten. Herr P. wähnte die ersten Generationen von Commodore Heimcomputersein eigen und blieb stets am Puls der Zeit. Bis diese ihn irgendwann ohneVorwarnung überholte. Aber dazu im Verlauf dieser langen Geschichte mehr. ZumAnderen muss man wissen, dass Herr P. sich immer wieder die Frage stellt, obdas sich derzeitig in den globalen Fernsehlandschaften feststellbare Phänomen,sich selbst wahlweise zur Schau stellens oder oder zum Affen machens nur eintemporärer Hype ist oder die nächste anstehende Evolutionsstufe des Menschenankündigt. Und nachdem Herr P. sich nicht schon wieder überholen lassen möchte,schreibt er also diesen blog. Besser. Er lässt ihn von mir schreiben . Genugder Vorgeschichte.

Herr P. ist 44 Jahre alt. Ein stolzes Alter wie man meinendarf. Herr P. ist ein fleissiger, pflichtbewusster Mann, der täglich seinerArbeit nachgeht. Er kümmert sich liebevoll um seine Kinder. Altersgemäss ist ergeschieden und hat so seine Probleme in der emotionalen Nachkriegszeit seinenPlatz in der bunten Welt der Beziehungen, Affären und Liebschaften zu finden.

Wenn Herr P. sich Filme ansieht, dann fühlt er sich manchmalwie mitten ins Geschehen katapultiert, fast so wie Jodie Foster durch einWurmloch ihre Kindheit und ihren Vater wieder fand. Nur dass sich Herr P. durchsolche Filme inspiriert meist in der Gegenwart wiederfindet. Und so wurden BillMurray in „Lost in Translations" und auch Kevin Spacey in „American Beauty" zuseinen Erzverbündeten. Wenn man dann noch bedenkt, dass sich Herr P.regelmässig vor dem Badezimmerspiegel mit maskuliner Schmerzfreiheit die grauenBrusthaare einzeln depiliert, wenn man weiß dass seine Muße 27 Jahre alt ist,ja dann könnte man fast meinen, er befände sich mitten in einer Midlife-Crisis.

Wir beide, Herr P. und ich, sein Ghostwriter, laden Sie ein,ihn ein Stück weit des Weges zu begleiten.