Bericht zum Wanderritt 31.05-01.06.08
Ilse (mit Nico), Sabrina ( mit Riko) und Petra ( mit Merlin) haben sich zu einem 2-tägigen Wanderritt angemeldet. Nach einigen Übungsausflügen sollte es am Samstag den 31.05. endlich losgehen. Am Freitagabend traf man sich noch mal am Stall, um Sättel und Trensen zu putzen und alle Sachen für den Ausflug bereit zu legen.
Am Samstag waren wir dann um 7.00 Uhr in der Früh bei Theissen auf dem Hof. Die Pferde wurden gefüttert, geputzt und es wurde gemistet. Satteltaschen wurden schon mal befestigt und alle Sachen ins Auto eingeladen. Dann wurden die Pferde verladen, was auch bei Riko und Nico sehr gut klappte, nur Merlin hatte sich wohl überlegt, lieber nicht mitfahren zu wollen. Nach einigen Fluchtversuchen, einem Sprung über die Longe, einer wunden Hand und vielen Schweißperlen konnten wir ihn doch noch überzeugen auf den Hänger zu gehen.
Endlich fuhren wir, schon etwas entnervt, zum Islandpferdehof Grenzdyck in Sonsbeck. Von dort aus wollten wir starten. Es gab dann noch ein paar Schnittchen und Kaffee bevor es losging.
Merlin war ziemlich aufgeregt und wich keinen Zentimeter von Nico und Rikos Seite. Es kostete einige Nerven ihn zu satteln und alles (Halfter, Regendecke und Satteltaschen) zu befestigen. So gegen 11.00 Uhr ging es endlich los, mit 17 Pferden.
Wir ritten sehr abwechslungsreiche Strecken: Asphalt-, Feld-, und Waldwege und auch mal was zum Klettern. Nach einer kurzen Pipipause, trennte man sich in zwei Gruppen. Eine Gruppe mit Leuten die gerne galoppieren wollten und eine für die, die lieber nur traben wollten. Da der Waldboden ziemlich matschig war, entschieden wir uns dann lieber fürs Traben.
Als wir gerade angetrabt waren und Nico die Führung übernommen hatte, passierte es. Riko, unserem alten Hasen, schlug es seine langen Beine im Matsch weg. Sabrina und er gingen zu Boden, zum Glück landete er nicht ganz auf Sabrina. Ihm war glücklicherweise gar nichts passiert und Sabrina hatte erst mal einen Schock und merkte erst später was ihr alles wehtat. Gut das sie ihre neue Reitkappe auf hatte, denn wie sich erst später herausstellte, hatte sie eine leichte Gehirnerschütterung.
Gegen 15.00 Uhr kehrten wir dann am „Haus Nachtigall“ zum Mittagessen ein. Dort gab es ein Süppchen zur Stärkung, der einzige Nachteil war nur, es gab keine Möglichkeit die Pferde anzubinden und so mussten wir in Etappen essen gehen. Das war ehrlich keine wirkliche Erholung.
So gegen 15.45 Uhr brachen wir zur letzten Etappe des Tages auf. Die führte uns dann zum schönen Schneiershof in Uedem. So gegen 18.00 Uhr kamen wir dort an, brachten die Pferde auf die Wiese und verstauten unsere Reitutensilien. Nachdem wir unser Zimmer bezogen und erst mal geduscht hatten, fühlten wir uns fast wie neu geboren.
Als wir unsere Pferde gefüttert hatten, fing für uns der gemütliche Teil des Abends an. Wir hatten eine wirklich nette Truppe von Reitern erwischt und unsere Gastgeber auf dem Hof war eine sehr herzliche Familie bei der man sich einfach wohl fühlen musste. Wir wurden dann mit einem leckeren Grillen und Akkordeonmusik verwöhnt, beim Lagerfeuer fing es nur leider an zu Gewittern, es wurde dann aber einfach drinnen weiter gemacht.
Sabrina und Petra gingen dann auch bald ins Bett. Ilse, unsere „Älteste“, hielt es noch etwas länger aus. Sie war auch nach einer am Morgen prophylaktisch genommenen Voltarentablette, einem Prosecco und einigen Feuerreiterschnäpsen völlig entspannt. Sabrina zählte dann im Bett noch einige Male auf, was ihr alles vom Sturz wehtat. Aber irgendwann schliefen wir alle völlig groggy ein.
Am nächsten Morgen traf man sich dann, nachdem die Pferde schon gefüttert waren, zum gemeinsamen Morgenimbiss. Frisch gestärkt, nach einem sehr guten Frühstück, wurden die Pferde geputzt und gesattelt.
So gegen 11.00 Uhr zog der Trupp wieder los. Am zweiten Tag war man nur noch mit 13 Pferden unterwegs. Die Pferde, selbst Merlin, waren sehr entspannt oder waren sie vielleicht nur noch so fertig vom Vortag? Es waren immerhin ungefähr 20 Kilometer. Die Strecken waren wieder toll.
Unsere absolute Lieblingsstrecke war ein stillgelegter Bahndamm auf dem man, in ein paar Metern Höhe, kilometerlang traben konnte. Unsere Pferde hatten ganz schön Probleme mit den kleinen Powerpaketen, den Islandpferden, mit zu halten.
So gegen 14.00 Uhr kehrten wir dann in der „Villa Reichwald“ zum Mittag ein. Es gab verschiedene sehr leckere Suppen und tollen Kuchen zum Nachtisch. Frisch gestärkt machten wir uns so gegen 15.30 Uhr zu unserer letzten Etappe auf.
Um 17.00 Uhr kamen wir zurück zum Grenzdycker Pferdehof. Dort gab es dann noch mal ein paar Schnittchen und Kuchen und Kaffee. Danach verabschiedeten sich alle, um wieder nach Hause zu fahren. Am Stall waren wir dann so gegen 18.30 Uhr. Die Pferde freuten sich sichtlich wieder daheim in der Herde zu sein, und die Reiter packten nur schnell alle Sachen weg und fuhren zufrieden und erschöpft nach Hause.
Fazit: Es war ein tolles Erlebnis, das wir gerne mal mit der gesamten Stallgemeinschaft wiederholen würden. Vielen Dank auch an Christina, die das ermöglicht hat.
Petra Monsees
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