Dr. Ecksack & B. A. Dass - Die Expertenrunde

31.01.2009 um 17:31 Uhr

Die Nachrichten der Woche

von: BADass   Kategorie: Nachrichten

AFP: Die Essener Warenhauskette Hertie will 19 ihrer 73 Filialen in Deutschland schließen. Zudem sollen Stellen in der Unternehmenszentrale in Essen gestrichen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt seien etwa 520 Arbeitsplätze betroffen. Die Filialen sollten geschlossen werden, sobald mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich erreicht worden sei, sagte ein Unternehmenssprecher. Demnach befinden sich zwölf der 19 von der Schließung betroffenen Kaufhäuser in Nordrhein-Westfalen. Hertie hat derzeit mehr als 3400 Mitarbeiter. Hertie war 1993 von Karstadt übernommen und 2005 an die britische Dawnay Day Group verkauft worden.
PS.
Meldung vom 28.01.2009: Der Warenhauskette Hertie droht noch im Frühjahr die komplette Schließung. Hertie-Insolvenzverwalter Biner Bähr sagte in Essen, das Aus für die vor allem in kleinen und mittelgroßen Städten vertretene Warenhauskette sei unvermeidbar, wenn sich der Hertie-Gesellschafter und Eigentümer der meisten Warenhäuser, der britische Finanzinvestor Dawnay Day, nicht zu drastischen Mietsenkungen bereit erkläre. Derzeit zahle Hertie in vielen Filialen bis zu 20 Prozent des Umsatzes an Miete, marktüblich seien fünf Prozent.
„Dawnay Day hat als Gesellschafter Hertie Mieten aufgebürdet, die nicht zu finanzieren sind“, sagte Bähr. „Das ist von keinem Kaufhaus der Welt zu erwirtschaften.“ Ohne eine drastische Senkung der Mieten habe das Unternehmen keine Zukunftsaussichten. Wenn sich Dawnay Day nicht bis Ende Februar bewege, werde er deshalb das Kaufhaus schließen müssen. Noch im März werde dann der Ausverkauf beginnen. Spätestens im April würden dann die Tore geschlossen. Dawnay Day habe sich trotz zahlreicher Gespräche in den vergangenen sechs Monaten aber noch nicht bewegt.
Drastisch fiel das Urteil des Insolvenzverwalters über den Londoner Finanzinvestor aus. Er sei eine „Heuschrecke“, habe über die Mieten Geld aus dem Unternehmen gezogen, ohne zu investieren, und sei an der Warenhauskette offensichtlich nicht interessiert.
Warenhauskette Hertie will 19 Filialen schließen


Spiegel: Kahlschlag bei Europas größtem Software-Hersteller: Bei der Präsentation der vorläufigen Jahresbilanz hat SAP den Abbau von gut 3300 Jobs angekündigt. SAP weitet angesichts der Konjunkturkrise sein Sparprogramm aus: Europas größter Software-Hersteller teilte am Mittwoch mit, weltweit solle die Stellenzahl bis Jahresende auf 48.500 von zuletzt 51.800 sinken. Das sind knapp sechs Prozent der Belegschaft. Nach Firmenangaben ist es der erste Stellenabbau seit dem Börsengang 1988. SAP-Aktien legten nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich zu. Händler sprachen von "guten Zahlen, aber einem vorsichtigen Ausblick". SAP will 2009 trotz der Finanzkrise eine Dividende zahlen. Die Ausschüttungsquote werde weiterhin bei 30 Prozent liegen, sagte Finanzvorstand Werner Brandt bei der Vorlage der Jahreszahlen.
SAP streicht mehr als 3000 Jobs


HR-online: Bei EDS geht seit Monaten die Angst um. Der Mutterkonzern des IT-Dienstleisters, der US-Konzern Hewlett Packard (HP), plant massive Stellenstreichungen. Weltweit will das Unternehmen über 24.000 Arbeitsplätze abbauen. In Deutschland sollen bei HP 350 und bei EDS 1.150 Stellen wegfallen, wie der EDS-Betriebsrat sowie die Gewerkschaften IG Metall und ver.di am Donnerstag in Rüsselsheim im Rahmen eines europaweiten Streiktags mitteilten. Am Standort Rüsselsheim sollen 500 von 1.600 Arbeitsplätzen betroffen sein.
EDS-Mitarbeiter drohen mit Streik


FAZ: Wegen der schwachen Nachfrage arbeitet der Nutzfahrzeughersteller und Maschinenbauer MAN AG alleine im ersten Halbjahr nur etwa zwei Wochen pro Monat. Die Lkw-Produktion ruhe an insgesamt 70 Tagen, sagte ein Sprecher der Nutzfahrzeugsparte des Münchener DAX-Konzerns am Montag zu Dow Jones Newswires. Für das zweite Halbjahr gebe es noch keine Planungen. "Wir würden gerne mehr arbeiten", sagte der Sprecher. Bei einer anhaltenden Flaute seien weitere Produktionsstopps nicht auszuschließen.
Von der Kurzarbeit in den drei deutschen Werken sind rund 9.400 Mitarbeiter in der Fertigung betroffen.
MAN stoppt Nfz-Produktion an 70 Tagen im ersten Halbjahr


FAZ: Die Lufthansa Cargo wird angesichts der weltweit rückläufigen Nachfrage nach Luftfrachtkapazitäten Kurzarbeit beantragen. Darauf hätten sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat verständigt, teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Von Kurzarbeit wären rund 2.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa-Frachttochter in Deutschland betroffen. Durch die Maßnahmen könne das Unternehmen seine Personalkapazitäten den Nachfragerückgängen entsprechend flexibel anpassen. "Die Nachfrage nach Luftfrachtkapazitäten ist weltweit stark rückläufig. Unter den Produktionsstopps der verschiedenen Industrien leidet die gesamte internationale Logistikindustrie - auch und besonders die Luftfrachtbranche", sagte Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo.
Die Lufthansa hatte bereits Mitte 2008 Neueinstellungen in weiten Teilen des Konzerns gestoppt. Der Einstellungsstopp gelte zunächst unbefristet. Außerdem würden der Überstundenabbau vorangetrieben und verstärkt Teilzeit-Modelle angeboten.
Meldung vom 05.01.2008: Die Lufthansa schafft in diesem Jahr rund 4300 neue Arbeitsplätze in Deutschland. Der Konzern suche 2000 Flugbegleiter, 1000 Mitarbeiter für die Fluggastbetreuung an den Flughäfen München und Frankfurt sowie Auszubildende, Hochschulabsolventen und 360 Pilotenschüler, sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Bis Ende 2008 sind bei der Airline damit rund 10.000 neue Jobs entstanden.
PPS. Ähnliche Meldungen hatte man in diesem Jahr über Edeka gehört. Wie viele der neuen Stellen dann tatsächlich entstehen, wie viele Stellen zuvor bei anderen Discountern abgebaut werden, um diese dann in Teilzeitstellen umzuwandeln, kann man den Massenmedien zu einem späteren Zeitpunkt weniger entnehmen. Dafür hat der Chef der Lufthansa-Cargo in der
FTD am 17.06.2008 bemerkt: Gleichzeitig aber baut die vom Boom verwöhnte Luftcargo-Branche scheinbar unbeirrt Überkapazitäten auf. Lufthansa-Cargo-Chef Carsten Spohr erwartet, dass allein auf Verbindungen in Richtung Europa bis 2012 bis zu 50 Frachtflieger zu viel in der Luft sein werden. "Massives überproportionales Angebotswachstum führt zu weiterem Preisdruck", sagt der LH-Cargo-Chef.
Wissentlich, dass
exponentielles Wachstum nicht möglich aber nötig ist, erhalten die Führungskräfte entsprechend Millionenschwere Vergütungen, bevor ein Reinigungsprozess für entsprechende (Massen)Arbeitslosigkeit sorgt. Nicht in den Vorstandsetagen, wie die "Finanz- und Bankenwelt" aktuell bis auf einige Ausnahmen eindrucksvoll nachweist. Auch den sogenannten goldenen Rettungsschirm, sollte eine so genannte Führungskraft den Millionenschweren Vorstandssessel räumen müssen. (Artikel in dieser Wochen Presseschau über die HRE und die "Entlohnung" des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden in diesem Zusammenhang beachten)
Lufthansa Cargo will Kurzarbeit beantragen


Reuters: Der Druckmaschinenhersteller Manroland will wegen der Flaute in der Branche offenbar bis zu tausend Stellen streichen.
Bis zu jeder neunte der insgesamt rund 8800 Arbeitsplätze könnte wegfallen, sagte eine mit der Situation vertraute Person Reuters am Freitag und bestätigte damit mehrere Medienberichte.
An den Bogendruck-Standorten Offenbach und Mainhausen hatte die frühere MAN-Tochter bereits am 1. Oktober Kurzarbeit für Produktion und Verwaltung eingeführt; sie wurde zwischenzeitlich noch ausgeweitet. Das Werk Mainhausen könnte den Kreisen zufolge ganz geschlossen werden.
Im Rollendruck, wo hauptsächlich Zeitungsdruckmaschinen produziert werden, will Manroland nach eigenen Angaben womöglich ab März auf Kurzarbeit umschwenken. Bis dahin behelfe man sich mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten und Zeitarbeitsplätzen.
Druckmaschinenbauer Manroland will hunderte Stellen streichen


Spiegel: Die Absatzkrise zwingt Deutschlands Autobauer zu immer drastischeren Maßnahmen: Opel und Ford planen erneut Kurzarbeit, VW will seine Produktion weiter drosseln.
Wie die Konzernmutter klagt auch Volkswagen-Tochter Audi über die Krise: "Der Januar ist grottenschlecht", sagte Audi-Chef Rupert Stadler bei einem Auto-Kongress am Mittwoch in Bochum. Bereits in den vergangenen drei Monaten seien die Auftragseingänge deutlich zurückgegangen. "Derzeit merken wir, dass überall Geld knapp ist." Vielleicht werde Audi seine Ziele später erreichen als geplant, sagte er, ohne Details zu nennen.
Opel und Ford weiten Kurzarbeit aus


RP-Online: Für die Schlecker-Mitarbeiter beginnt eine Zeit der Unsicherheit: Die Gewerkschaft Verdi befürchtet die Schließung von rund 4000 kleineren der insgesamt rund 10.000 Schlecker-Filialen in Deutschland und warnt vor "drohenden Massenentlassungen" in diesem Jahr. Es gebe ein "extrem hohes Arbeitsplatzrisiko für potenziell 12 000 Beschäftigte" des führenden deutschen Drogerieunternehmens, sagte der Verdi-Unternehmensbetreuer für die Schlecker-Beschäftigten, Achim Neumann, der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung". Damit wäre fast jede dritte Stelle bei Schlecker in Deutschland in Gefahr. Im Inland kämpfe der Drogeriediscounter wegen der Konkurrenz vor allem der Wettbewerber dm und Rossmann seit längerem mit massiven Umsatzeinbrüchen, sagte Neumann. Jüngst veröffentlichte Umsatzzuwächse für 2008 von sechs Prozent auf 7,42 Milliarden Euro seien allein dem Geschäft im Ausland zu verdanken.
Verdi sieht Tausende Schlecker-Filialen bedroht


Spiegel: Die Krise trifft unter anderem den weltgrößten Autozulieferer Bosch mit voller Wucht. Umsatz und Ergebnis des Unternehmens blieben im Jahr 2008 deutlich hinter den Erwartungen zurück, wie Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Mittwoch in Stuttgart mitteilte.
Mit Personalabbau und drastischen Kostensenkungen will Fehrenbach gegensteuern. Wie viele Jobs gestrichen werden sollen ist bisher noch unklar. Außerdem sollen die Investitionen zurückgefahren und Ausgaben für Zukäufe gesenkt werden.
Bosch streicht Stellen


Focus: Die Commerzbank hat bei der Bundesagentur für Arbeit wegen Einführung von Kurzarbeit vorgefühlt. Betroffen ist vor allem die nach Übernahme der Dresdner Bank üppig besetzte Kreditabteilung. Ein offizieller Antrag auf Kurzarbeit ist nach Auskunft der Bank aber nicht gestellt.
PS. Nachdem der Steuerzahler bereits die Übernahme der Dresdner Bank finanziert hat, sollten weitere staatliche Hilfeleistungen eigentlich kein Problem sein. Das gerade die KREDITabteilung aus Staatssicht nicht kurzarbeiten sollte, ist ein anderes Thema.
Commerzbank denkt über Kurzarbeit nach


n-tv: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) rechnet angesichts der Wirtschaftskrise mit massiven Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt. Bereits jetzt seien Hunderttausende in Kurzarbeit, sagte er der Tageszeitung "Die Welt". Und es könnten noch mehr werden. "Im Jahresschnitt rechne ich mit 250.000 Kurzarbeitern, viele aber nur für eine überschaubare Zeit", sagte der Arbeitsminister.
Scholz: "Wichtig ist: Wir sind auf einen großen Ansturm auf die Kurzarbeit vorbereitet. Wir haben die finanziellen Möglichkeiten und den Willen, sie einzusetzen." Er verwies auf die im letzten Jahr erlassene Verordnung, mit der die Förderdauer der Kurzarbeit von sechs auf 18 Monate erhöht wurde. Finanziert werden diese Arbeitsmarkt-Maßnahmen aus dem Haushalt der Bundesagentur für Arbeit. "Wir haben 16 Milliarden Euro Rücklagen. Das Geld reicht bis weit in das nächste Jahr", sagte Scholz. Sollte die Krise Ende kommenden Jahres noch nicht überwunden sein, bekomme die Bundesagentur ein Darlehen aus dem Bundeshaushalt, mit dem die Maßnahmen weiterfinanziert werden könnten, ohne den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung erhöhen zu müssen.
PS. Ein Darlehen muss es wieder einmal richten. Dabei haben die Großkoalitionäre erst die erneute Senkung der Arbeitslosenversicherung durchgesetzt. Zusätzlich wurde eine viel zu geringe Ausgabenhöhe für das Kurzarbeitergeld 2009 im BA-Haushalt berücksichtigt. Anstelle der unwichtigen finanziellen Details haben die Herrschaften in Berlin dafür die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes drastisch verlängert. Kurzarbeiter zählen nicht als arbeitslos und im Wahljahr zählt jeder Scheinarbeitslose, solange er von Herrn Weise nur nicht als arbeitslose statistisch berücksichtigt werden muss. Die verbleibende Wählerschaft soll nicht nur mit einem Kugelschreiber oder einem Dauergrinsenden Plakat am Straßenrand belohnt werden. Die kontinuierliche Schwächung der sozialen Sicherungssysteme muss natürlich zu einem späteren Zeitpunkt ausgeglichen werden. Wie dieses Darlehen zurückbezahlt wird, erwähnt der soziale Agenda Genosse natürlich nicht. Details gibt es immer erst nach den Wahlen. Dass der Wähler die Leute erneut betätigen wird, welche ihm durch die Wahlgeschenke weitere Lasten aufbürden werden, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Meldung vom 12.01.2009: Der Bundesanstalt für Arbeit lagen zum Jahresende bereits Anträge auf Kurzarbeit für 300.000 Menschen vor, ein Jahr zuvor waren es 10.000 gewesen.
Meldung vom 22.01.2009: Die deutliche Zunahme der Kurzarbeit in diesem Jahr kann die Bundesagentur für Arbeit bis zu 1,5 Milliarden Euro kosten. Laut Haushaltsplan seien aber nur 300 Millionen Euro veranschlagt.
Prognose zur Kurzarbeit


Bundesagentur für Arbeit vom 29. Januar 2009:

Arbeitslosenzahl im Januar: +387.000 auf 3.489.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -170.000
Arbeitslosenquote im Januar: +0,9 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Dezember 2008 auf Januar 2009 um 387.000 auf 3.489.000 erhöht (West: +248.000 auf 2.306.000; Ost: +139.000 auf 1.182.000). Im Januar ist eine beträchtliche Zunahme der Arbeitslosigkeit – allein schon aus jahreszeitlichen Gründen – üblich. Der aktuelle Anstieg war allerdings deutlich stärker als in den vergangenen beiden Jahren, seit Einführung des Saison-Kurzarbeitergeldes zur Abfederung der so genannten Winter-Arbeitslosigkeit. Im aktuellen Anstieg der Arbeitslosigkeit widerspiegelt sich sowohl die relativ kalte Witterung als auch der wirtschaftliche Abschwung.
Das Saisonbereinigungsverfahren errechnet für Januar erneut eine Zunahme, und zwar um 56.000. Diese entfiel auf beide Rechtskreise. Ausschlaggebend waren erheblich mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Januar 170.000 weniger Arbeitslose gezählt. Dieser Rückgang erklärt sich noch mit den saisonbereinigten Abnahmen der Arbeitslosigkeit, die bis zum Oktober 2008 reichten und vor allem von dem Aufbau der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung getragen waren.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Dezember auf 3,25 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 7,4 Prozent.
Die Zahlung von Kurzarbeitergeld soll Arbeitnehmern ihre Arbeitsplätze und Betrieben ihre eingearbeiteten Mitarbeiter erhalten und damit Arbeitslosigkeit vermieden werden. Vor Beginn der Kurzarbeit müssen die Betriebe eine Anzeige über den Arbeitszeitausfall erstatten. Diese Anzeigen sind als potenzielle Zugänge in die Kurzarbeit zu interpretieren. Im Dezember gingen Anzeigen für 404.000 Kurzarbeiter ein, darunter 295.000 für konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Im Vergleich zum Vormonat war das ein Anstieg um 240.000 (konjunkturelles Kurzarbeitergeld + 158.000) und im Vergleich zum Vorjahr um 302.000 angezeigte Kurzarbeiter (konjunkturelles Kurzarbeitergeld + 286.000). Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der Kurzarbeiter in den nächsten Monaten infolge der konjunkturellen Abkühlung deutlich erhöhen wird.

Leistungsempfänger Arbeitslosengeld I: 1.116.671
(Oktober 2008: 776.736 / November 2008: 807.556 / Dezember 2008: 904.612)
Leistungsempfänger Arbeitslosengeld II: 4.788.052
(Oktober 2008: 4.859.630 / November 2008: 4.778.782 / Dezember 2008: 4.771.367)
Leistungsempfänger Sozialgeld: 1.797.349
(Oktober 2008: 1.860.585 / November 2008: 1.812.973 / Dezember 2008: 1.800.779)
Gesamtanzahl ALG I + ALG II: 5.904.723
(Oktober 2008 : 5.674.579 / November 2008: 5.586.338 / Dezember 2008: 5.675.979)
Gesamtanzahl Leistungsempfänger: 7.702.072
(Oktober 2008: 7.496.951 / November 2008: 7.399.311 / Dezember 2008: 7.476.758)
Gesamtanzahl Arbeitsuchender inkl. stiller Reserve - optimistische Schätzung: 8,5 Millionen
(ohne Berücksichtigung der 4,8 Millionen geringfügig Beschäftigten, welche nicht als arbeitslos zählen)
Gesamtdeutsches Stellenangebot auf dem ersten Arbeitsmarkt
lt. IAB III Quartal 2008: 829.000
Analyse der Jobbörse der BA über die Qualität der Stellenangebote
Juli 2008 waren etwa 1,35 Millionen Menschen auf ergänzende ALG II-Bezüge angewiesen

Bestand alle Stellen bei der BA: 485.000
(Oktober 2008: 571.000 / November 2008: 539.000 / Dezember 2008: 503.000)
Ungeförderte sozialversicherungspflichtige Stellen bei der BA: 277.000
(Oktober 2008: 362.000 / November 2008: 337.000 / Dezember 2008: 300.000)

Die (statistische) Verdummung der Bevölkerung wächst weiter und die Nachfrage nach geschönten Daten bewegt sich auch weiterhin auf konstant hohem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise.

Im Monat Januar befanden sich 1,54 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme. Das ergab im Vergleich zum Vormonat (1,64 Millionen im Dezember 2008) eine Abnahme von 100.000. (Seite 6 aktueller Monatsbericht)

Während nach Angaben der BA die Arbeitslosigkeit um 387.000 in Gesamtdeutschland zugenommen hat, ergeben sich rechnerisch 228.744 mehr Arbeitslose in der Gesamtanzahl der ALG I + II Empfänger zum Vormonat.
Im Dezember 2008 betrug die Arbeitslosigkeit im Westen 2.059.000. Laut BA hat die Arbeitslosigkeit im Januar im Westen um 248.000 zugenommen. Dies ergibt rechnerisch einen Wert von 2.307.000. Die BA hat hier einen Wert von 2.306.000 veröffentlicht.

Die kontinuierlich sinkende/stabile Anzahl von ALG II Empfängern ist durch die neue Wohngeldreform zu erklären. Durch zusätzliche Zahlungen erhalten die Betroffenen in der Summen nicht mehr Geldleistungen, fallen aber aus dem ALG II Bezug.
Welt vom 29.01.2009: Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit. Er lobte die Anfang des Jahres in Kraft getretene Wohngeldreform. Damit bekommen 600.000 Haushalte durchschnittlich 140 statt 90 Euro im Monat als Zuschuss zu ihren Wohnungskosten.

BA Chef Weise sieht trotz seit Monaten sinkenden Stellenangebot aktuell besser Chancen für Arbeitslose, einen neuen Job zu finden, da die Mitarbeiter seiner Behörde jetzt noch viel schneller und gezielter in nicht vorhandene Stellen vermitteln können. Zitat: Arbeitslose haben heute nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) eine höhere Chance auf eine erfolgreiche Jobvermittlung als noch 2005. „Wir bekommen von den Arbeitgebern wesentlich mehr Stellen gemeldet. Wir nutzen auch Stellen, die man uns gar nicht direkt übergibt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der „Thüringer Allgemeinen“. Zugleich verteidigte Weise öffentlich geförderte Beschäftigungsprojekte wie die Bürgerarbeit. „Wenn alle Instrumente, also eigenes Bemühen, Qualifizieren, Heranführen an Arbeit, auch über den Ein-Euro-Job nicht funktionieren, dann sollte man auch noch so etwas wie Bürgerarbeit haben“. Wenn man alle Vorstufen zur Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt ergebnislos versucht habe, sei eine würdevolle, subventionierte Beschäftigung besser als Arbeitslosigkeit. „Ich glaube sogar, wenn man es gesamtwirtschaftlich rechnet, stellt sich das nicht schlecht dar“.
PS. Da die BA die Anzahl der „eigenen“ zur Verfügung stehenden Stellen nicht weiter verfälschen kann, müssen nun auch nicht direkt übergebene Stellen für die Vermittlung herhalten. In diesem Zusammenhang sollte man die aktuelle Auswertung des IAB und somit des „Hauseigenen“ Institutes
über das Gesamtdeutsche Stellenangebot im pdf-Format beachten. (eine aktuellere Auswertung liegt erst im Frühjahr 2009 vor)
Gesamtdeutsches Stellenangebot 2008 lt. IAB für den ersten Arbeitsmarkt:
1. Quartal: 958.000 / 2. Quartal: 946.000
3.Quartal: 829.000
Nicht Saisonbereinigt Stellen der BA: Juli 2008: 588.000 / August 2008: 586.000 / September 2008: 585.000 / Oktober 2008: 571.000 / November 2008: 539.000 / Dezember 2008: 503.000 / Januar 2009: 485.000.
Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Januar 2009 - Seite 47


net-tribüne: Der Volkswagenkonzern stellt nach Angaben der Stadt Wolfsburg die Gewerbesteuervorauszahlungen «bis auf weiteres» ein. Als Grund nannte Oberbürgermeister Rolf Schnellecke in einer Pressemitteilung verschlechterte Konjunkturaussichten und eine Ankündigung von Volkswagen, für das 1. Quartal 2009 rote Zahlen zu schreiben.
VW stellt Vorauszahlung von Gewerbesteuern ein


Spiegel: In einem vertraulichen Brief befürchtet Tschechien als EU-Ratsvorsitz ein Scheitern der Banken-Rettungspakete in vielen Ländern. Trotz der staatlichen Milliardenhilfen für die Banken habe sich die Misere für Unternehmen noch verschärft: Geld gibt es demnach gar nicht oder nur zu abnorm hohen Preisen.
Tschechien schlägt Alarm: Ungeachtet der milliardenschweren staatlichen Rettungspakete für die Banken habe sich die Situation in vielen Ländern seit vergangenen Oktober noch verschlimmert. Anderslautende Statistiken entsprächen nicht der Realität. Das gehe aus einer vertraulichen Analyse der Regierung in Prag hervor, berichtet die "Financial Times Deutschland". Tschechien hat den EU-Ratsvorsitz inne.
EU-Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia ist nach FTD-Informationen außerdem der Meinung, dass die europäischen Regierungen mehr Druck auf die Banken ausüben müssen, damit die Kreditinstitute die Staatshilfen an die Wirtschaft weitergeben. Dem Steuerzahler seien die Rettungspakete nicht zu vermitteln, wenn Banken der Wirtschaft die Kredite verweigerten.
PS. Seit wann entsprechen amtliche oder bezahlte (Lobby)Statistiken der Realität?
EU warnt vor Scheitern der Bankenrettung


Spiegel: Es waren bemerkenswerte Sätze, die Angela Merkel jüngst bei einer Abendveranstaltung der Privatbank Metzler in Frankfurt am Main aussprach. Ungeschönt warnte die Bundeskanzlerin da vor übergroßer Staatsverschuldung und ihren Folgen. "Es gibt das Gerücht, dass Staaten nicht pleitegehen können", sagte Merkel. Dann machte sie eine kurze Pause und fuhr schließlich fort: "Dieses Gerücht stimmt nicht."
Die Botschaft ist klar: Es gibt keinen Grund sich zurückzulehnen, sich in diesen Zeiten nur auf den vermeintlich so starken Staat zu verlassen. Man darf den Staat nicht überstrapazieren, wenn es darum geht, die Wirtschaft zu retten. Sonst stehen am Ende nicht mehr die Unternehmen, sondern der Staat selbst vor dem Bankrott. Denn selbstverständlich, auch Staaten können pleite gehen. Dann nämlich, wenn erst die Schulden steigen und steigen, so hoch, bis sie irgendwann die Zinsen nicht mehr bezahlen können.
PS. Dass der Zinsauslösende Kredit eigentlich auch zurückgezahlt werden muss, scheint beim Spiegel niemanden aufzufallen. Versuchen sie einmal als Privatperson einen Kredit bei der Bank ihres Vertrauens zu bekommen und handeln gleichzeitig nur die Rückzahlung der anfallenden Zinsen, aber nicht des Kreditbetrages aus. Es wird Ihnen schlichtweg nicht gelingen. Den Staaten weltweit gelingt dieses Kunststück seit Jahrzehnten. Um die
Zinsen bedienen zu können, werden wiederum Staatsanleihen aufgelegt. Im Fall Madoff bezeichnete man diese Vorgehensweise noch als Schneeballsystem.
Finanzkrise treibt Neuverschuldung auf Rekordniveau


Spiegel: Axel Wieandt bittet offen um Hilfe: Der Chef der Hypo Real Estate (HRE) fordert in der "Süddeutschen Zeitung" einen schnellen Staatseinstieg bei dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer. "Die Hypo Real Estate hat nur mit Unterstützung des Bundes eine positive Zukunft", sagte Wieandt.
Wieandt warnte zugleich davor, die Hypo Real Estate fallenzulassen: "Ein Zusammenbruch unserer Bank birgt hohe Risiken für andere Elemente des Finanzsystems.
Im Falle eines Einstiegs des Bundes sei der Vorstand der HRE zur Absenkung des Gehalts auf 500.000 Euro bereit: "Der Vorstand würde das natürlich akzeptieren und die Gehälter, wo erforderlich, auf das notwendige Niveau senken."
Bonuszahlungen an Mitarbeiter schließt Wieandt auch nach einem größeren Engagement des Bundes nicht aus. "Die Vergütung der Mitarbeiter hat sich auch an der wirtschaftlichen Lage der Bank zu orientieren. Allerdings müssen wir in einigen Bereichen beste Spezialisten beschäftigen - und da müssen wir im Interesse der Bank flexibel sein", sagte er der Online-Ausgabe der "Bild"-Zeitung.
PS. HRE Vorstand benötigt Kleingeld, um weiterhin nur 500.000 Euro verdienen, nein erhalten zu können. Erwirtschaften kann er dieses Geld scheinbar nicht. Dafür der kleine Hinweis, dass der Zusammenbruch des Finanzsystems ohne Steuergelder die Folge wäre. Für vor Ort angestellte Spezialisten (wie die Vergangenheit erwiesen hat, sehr erfolgreiche Spezialisten) sollen auch weiterhin Bonuszahlungen ausgezahlt werden. Dieses neue Geschäftsmodell nennt sich allgemein freie Marktwirtschaft. Die Wahrheit über den tatsächlichen Zustand seines Geldinstitutes gibt der neue Vorstand immer noch nicht preis. Warum sollte er auch? Wenn der Staat ganz involviert ist, wird sich dieser kaum im Wahljahr aus dem Fenster lehnen und die ständigen Milliardengeschenke an die HRE publizieren. Dies sollte dann im dunklen Hinterzimmer der Finanzmafia ablaufen.
weissgarnix vom 29.09.2008: Die Medien sprechen von rund 35Mrd Euro, die jetzt aufgewendet werden müssten, um den Geschäftsbetrieb der Hypo Real Estate (HRX) kurzfristig aufrechterhalten zu können. Wir jedoch wagen einen kurzen Blick in die hinteren Seiten des jüngsten Quartalsberichts der HRX, um uns zu vergewissern, dass da noch ganz andere Summen als Risiko im Raum stehen: kurzfristig mindestens 184Mrd Euro! Banken und Kreditinstituten schuldete die HRX per 30. Juni demnach imposante 128Mrd Euro, davon 43Mrd bereits fällig, sowie weitere 71Mrd im Laufe der nächsten 9 Monate. Ihren Kunden schuldet die HRX auch ein paar Mark, nämlich runde 5Mrd, die aktuell fällig sind, sowie weitere 6Mrd Euro, die in den nächsten 9 Monaten fällig werden. Und schließlich hat die HRE - wie jede andere smarte Bank in Zeiten wie diesen - natürlich auch einen Haufen Schulden in verbriefter Form: schlanke 20Mrd, die aktuell fällig sind, sowie weitere 39Mrd, die in den nächsten 9 Monaten zur Tilgung anstehen.
Oktober 2008: Wer ist Georg Funke ? - (Das war der Bankmanager, der die Hypo-Real-Estate bis zur Pleite gemanagt und ein 500 Milliarden-Rettungspaket der Bundesregierung ausgelöst hat) Wenn ihm nicht auf spektakuläre Weise der Prozeß gemacht werden wird, wird er der Öffentlichkeit auch weiterhin unbekannt bleiben. Georg Funke wurde mal fürstlich dafür bezahlt, dass er das ihm anvertraute Geld so seriös einsetzt, als wäre es sein eigenes. Nachweislich achtete er jedoch mehr darauf, seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen und fremde Milliardenwerte in den Sand zu setzen.
Als Pension steht ihm ein Ruhegeld von stolzen 560.000 € pro Jahr zu. Um sich das besser vorstellen zu können: Das sind 46.666,66 € im Monat. Sind Sie auch Rentner, kommt ihnen ein ähnlicher Betrag geläufig vor, der Ihnen monatlich als Rente überwiesen wird ??
Um die Härten des Rentnerdaseins etwas abzufedern, hat er deshalb auf eine zusätzliche satte Abfindung bereits Ansprüche angemeldet, mit der Begründung, dass ihm das vertragsmäßig zustehen würde, wenn er selbst kündigt.
Für 1 Jahr und 2 Monate Tätigkeit als Vorstand meint dieser Mensch, mit 53 Jahren (geb. 29.04.1955) einen Anspruch auf Altersvorsorge zu haben, für den der Durchschnittsrentner erst einmal 1.770 Jahre arbeiten müsste.
Meldung vom 21.12.2008: Die schwer angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) will mehr als jede zweite Stelle streichen, um nach Milliardenlöchern wieder auf die Beine zu kommen.
Von den rund 1800 Mitarbeitern müssten bis 2013 etwa 1000 gehen, kündigte der neue Vorstandschef Axel Wieandt am Samstag an.
Meldung vom 17.01.2009: Auch in der Bankenkrise, die 2007 in Deutschland bei der vergleichsweise kleinen Industrie-Kredit-Bank (IKB) begann, wurde schnell die Verflechtung und Bedrohung des gesamten Finanzystems deutlich bzw. behauptet. Ebenso wurden hinter den Kulissen zwischen Bundesregierung und Bankenlobby schnelle Entscheidungen getroffen. Das Parlament blieb ausgeschaltet, als der Staat (zunächst) zehn Milliarden für die IKB und (zunächst) 50 Milliarden für die Hypo Real Estate aufwandte. Der Finanzmarkt-Stabilisierungs-Fonds mit (zunächst) 500 Milliarden Euro wurde zwar im Bundestag beschlossen. Er stellt aber einen Blankoscheck an die Banken dar: Sie können das Geld und die Garantien ohne öffentliche Diskussion, ohne Rechenschaftspflicht und außerhalb des Bundeshaushalts untereinander verteilen.
Bei der staatlich geretteten Hypo Real Estate übernimmt die Deutsche Bank, die der Hauptgläubiger ist, den Vorstand. Hier ist der Staat nur Geldgeber und Garant. Personal wird in großem Umfang abgebaut. Eine öffentliche und demokratische Prüfung der Verbindlichkeiten, die mit Staatshilfe erfüllt werden, gab und gibt es nicht. Alle Finanzprodukte, die zur Finanzkrise geführt haben, sind weiter erlaubt.
Meldung vom 21.01.2009: Und noch ein Garantierahmen für die Hypo Real Estate – diesmal in Höhe von zwölf Milliarden Euro. Zusammen mit bereits zuvor gegebenen Garantien erhöht sich die Summe, mit der der Steuerzahler für die Rückzahlung von durch den Immobilienfinanzierer emittierte Wertpapiere gerade steht, auf 42 Milliarden Euro. Ach ja, und dann waren da noch die 50 Milliarden Euro, die im Herbst vergangenen Jahres dem Konzern über Nacht zugeschossen werden mussten. Eine Kapitalzufuhr, ohne die der Konzern den darauffolgenden Morgen wohl nicht mehr erlebt hätte. Macht 92 Milliarden Euro.
92 Milliarden Euro für einen Konzern, der an der Börse gerade noch 400 Millionen Euro wert ist. Das Absurde daran: Längst ist klar, dass der Konzern das viele Geld wohl nie wieder einspielen wird. Jedem sollte daher klar sein: Es geht bei der HRE nicht darum, einen Konzern wieder auf Vordermann zu bringen, sondern seinen ungeordneten Zusammenbruch zu verhindern..
Hypo Real Estate fleht um Staatsbeteiligung


Handelsblatt: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat sich erstmals öffentlich für die Einrichtung sogenannter „Bad-Banks“ für Problempapiere der Finanzinstitute ausgesprochen. Jede Bank in Schieflage solle eine eigene Stelle einrichten, um faule Wertpapiere auszulagern.
"In Anerkennung der Auswirkungen fauler Wertpapiere in den Bilanzen der Banken stellt sich die Frage, ob nicht jedes einzelne Institut die Möglichkeit bekommt, Problempapiere aus seiner Bilanz auszulagern und so neu durchzustarten
", sagte Steinbrück. Die Verantwortung für die Risikopapiere bleibe dann bei der jeweiligen Bank, nicht beim Steuerzahler. "Der abgetrennten „Good Bank“ müsste dann gegebenenfalls über den Rettungsschirm geholfen werden.", so Steinbrück weiter.
Allerdings hat die Bundesregierung noch keine endgültige Entscheidung getroffen, wie Banken ihre Bilanzen von toxischen Wertpapieren befreien können, ohne dem Steuerzahler hohe Lasten aufzubürden.
Wahrscheinlich ist, dass betroffene Banken jeweils eigene Bad Banks gründen, die dann durch Garantien des staatlichen Rettungsfonds Soffin gestützt werden. Bei den Bad Banks könnte es sich auch um rechtlich selbstständige Zweckgesellschaften handeln, die die Wertpapiere – von Studentendarlehen über griechische Anleihen bis hin zu strukturieren Papieren – bis zur Endfälligkeit halten.
Volkswirte warnen zudem vor horrenden Belastungen für die Steuerzahler. So sollen Banken darauf pochen, dass ihre toxischen Papiere verzinst werden. Die Bundesbank hat das Volumen dieser Wertpapiere bei den 20 größten deutschen Banken mit 300 Mrd. Euro beziffert. Davon soll erst ein Viertel abgeschrieben sein. "Wenn man annimmt, dass die toxischen Papiere mit vier Prozent verzinst werden, wird die Zinslast des Staates im besten Fall um rund 0,4 Prozentpunkte des Bruttoinlandsprodukts pro Jahr ansteigen", rechnet Thorsten Polleit, Chefvolkswirt Deutschland bei Barclays.
PS. Jetzt zeigt sich, warum Steinbrück vor einer Woche noch skeptische Äußerungen über EINE Bad Bank von sich gegeben hat. Weil er mehrere bevorzugt.
Und plötzlich über Nacht sind alle Schulden verschwunden. Allerdings nur die der Banken. Private Verbindlichkeiten dürfen weiterhin bedient werden. Den Finanzsozialismus gibt es allerdings nur gegen einen Zinssatz! Aber nicht für den Steuerzahler, sondern für die Banken! Ist das Ansinnen als Karnevalsscherz zu verstehen? Sicher nicht! Nur zu ruhig bleibt der Deutsche Michel, wenn es sich um den Finanzsektor handelt. Der Staat und somit Steuerzahler soll den Banken Milliardenfachen Schrott in Form von so genannten toxischen Papieren abnehmen, neues Eigenkapital zur Verfügung stellen und gleichzeitig dafür noch ZINSEN zahlen. Die wahren Herrscher im Lande einmal mehr beim Auspressen des Steuerzahlers. Denn die Inanspruchnahme eines Rettungsschirmes belastet sehr wohl den Steuerzahler, auch wenn das Finanzgenie Steinbrück das Gegenteil behauptet. Fragen Sie doch vor der nächsten Bundestagswahl den Kandidaten Ihres Vertrauens, warum Ihre Kredite und Schulden nicht ebenfalls ausgelagert werden, damit Sie einen Neustart wagen können.
Steinbrück: Jeder Bank in Not eine Bad Bank


n-tv: Trotz Finanzkrise haben die deutschen Parteien im vergangenen Jahr die meisten Großspenden aus der Bankenbranche erhalten.
Allein die Deutsche Bank überwies im letzten Quartal insgesamt 500.000 Euro an CDU, SPD und FDP: Jeweils 200.000 Euro gingen an die CDU und die FDP, 100.000 Euro gingen an die SPD. Zu den Förderern gehörten auch die Commerzbank, der Finanz- und Versicherungskonzern Allianz sowie die Privatbanken Sal. Oppenheim und Berenberg.
Größere Parteispenden kamen im vergangenen Jahr insbesondere auch aus der Metall- und Elektroindustrie. Unter den Geldgebern waren auch Autokonzerne wie Daimler und BMW.
Mit Abstand die meisten Großspenden aus der Wirtschaft und von Privatleuten bekamen die Unionsparteien. Nach den Bundestags-Zahlen erhielten CDU und CSU insgesamt mehr als 3,5 Millionen Euro. Es folgen die FDP mit mehr als 930.000 Euro, die SPD mit mehr als 650.000 Euro und die Grünen mit 60.000 Euro.
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken im Bundestag, Dagmar Enkelmann, erklärte zu den Zahlen: "So sieht Dankbarkeit aus." Nachdem der Bundestag mit den Stimmen von Union, SPD und FDP zulasten des Steuerzahlers großzügige Hilfe für die Banken beschlossen habe, hätten diese sich umgehend revanchiert. "Man darf gespannt sein, wie sich die deutsche Automobilindustrie für das Konjunkturpaket II bedanken wird."
Großspenden der Großbanken


Handelsblatt: Der Staat muss den mit 22 Mrd. Euro hochverschuldeten neuen Autozulieferer Schaeffler-Continental mit einer Mrd. Euro stützen. Die Bundesländer Bayern und Niedersachsen werden voraussichtlich jeweils eine halbe Milliarde Euro bereitstellen.
Damit tritt der Staat das erste Mal seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise unmittelbar als Retter großer Industrieunternehmen in Deutschland auf den Plan. Laut bayerischem Wirtschaftsministerium müssten bestimmte Voraussetzungen bei Hilfen erfüllt sein, wenn Steuergeld eingesetzt werde.
PS. Den Spaß, Schulden mit Schulden abzubauen bzw. daraus Vermögenswerte zu generieren, haben uns in der Vergangenheit erfolgreich die Akteure der Finanzbranche weltweit vorgemacht.
Nachdem der deutsche Steuerzahler bereits die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank absichern durfte, ist jetzt Steuerzahlerhilfe für Schaeffler angesagt. In der Endkonsequenz richtig, da derartige Hilfen nicht nur im Finanzbereich stattfinden sollten. Der Gleichheitsgrundsatz würde sonst verletzt. Und Gleichheit geht vor Schulden, vor allem wenn diese dem Steuerzahler aufgelastet werden können. Dieses Unternehmen hat ein verschuldetes Unternehmen „gekauft“ um seinen eigenen Schuldenstand zu erhöhen. Mit diesem aufgetürmten Schuldenberg ist man zu seinem Landesfürsten gegangen und hat ihn erpresst. Entweder Staatsknete oder Tausende von Arbeitslose. Wer möchte das im Wahljahr schon erproben? Dass der Autozulieferer in einer aktuell sehr schwächelnden Branche agiert, interessiert im neuen Finanzsozialismus auf politischer Eben nicht. Analog Qimonda werden Milliarden verbrannt, bis erkannt wird, dass der immense Schuldenberg niemals abzutragen ist. Dem Wähler sind die zusätzlichen Milliardenausgaben egal, da gerade eine neue Staffel DSDS läuft, welche zuvor noch mit dem Dschungelcamp in Verbindung viel wichtiger ist.
Politik soll Conti-Übernahme sichern


Statistisches Bundesamt: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Bauhauptgewerbe im November 2008 in Deutschland in Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten die preisbereinigten Auftragseingänge 17,4% niedriger als im Vorjahresmonat. Dabei nahm die Baunachfrage im Hochbau um 2,0% und im Tiefbau um 30,1% ab.
Im Zeitraum Januar bis November 2008 sind die Auftragseingänge preisbereinigt um 3,8% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken.
November 2008: Aufträge im Bauhauptgewerbe real – 17,4% zum Vorjahr


Netzeitung: Nach Monaten des Abschwungs sehen die deutschen Unternehmen erstmals wieder einen Silberstreif am Horizont. Der als wichtiges Stimmungsbarometer für die Wirtschaft geltende Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg im Januar überraschend von 82,7 Punkten im Vormonat auf 83,0 Zähler. Das teilte das Forschungsinstitut am Dienstag in München mit. Dass der monatelange Abwärtstrend gebrochen wurde, lag vor allem an den etwas optimistischeren Erwartungen der befragten Unternehmen. Während sie ihre aktuelle Geschäftslage nochmals schlechter einschätzten, gaben sie sich für die kommenden Monate wieder zuversichtlicher. Laut Ifo hat sich das Geschäftsklima vor allem im Einzelhandel verbessert. Auch im Großhandel und im Baugewerbe sei die Stimmung etwas besser als im Vormonat gewesen. Im Exportgeschäft rechnen die Unternehmen demnach mit einer anhaltenden Abwärtstendenz. Geräte und Maschinen seien erheblich weniger ausgelastet als noch im vergangenen Herbst, viele Firmen planten den Abbau von Personal.
PS. So überraschend wie Finanz- du Wirtschaftskrise das Ifo Barometer seit 7 Monaten in den Sinkflug schickte, so überraschend legt es jetzt um ganze 0,3% zu. Grund dafür sind keine Tatsachen und Fakten, sondern Erwartungen. Wenn das mal keine Überraschungen vor Ort, beim abzubauenden Personal hervorruft. Denn die Einschätzung der aktuellen Lage hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigen 86,8 Punkte nach zuvor gemessenen 88,8 Punkten an.
Nachdem
im Oktober bereits einbrechende Aufträge im Bauhauptgewerbe gemeldet wurden, hat sich Lage im November stabilisiert. Nachdem die Bauunternehmen real im Oktober 2008 ein Minus von 20,5 Prozent weniger Aufträgen im Vergleich zum Vorjahresmonat wegstecken mußten, waren es im November 2008 nur noch 17,4%. Der Aufschwung scheint kurz vor der Ifo-Tür zu stehen.
Stimmung in Firmen bessert sich überraschend


Tagesspiegel: GfK-Daten: Trotz Angst vor Arbeitslosigkeit wird Geld ausgegeben.
Im Januar wurde in Deutschland trotz Wirtschaftskrise mehr eingekauft. Das ergab die jüngste Umfrage der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 2000 Verbrauchern. Ursächlich für den deutlichen Anstieg der Konsumneigung waren die günstigen Benzin- und Heizölpreise der vergangenen Monate: „Deutlich geringere Energiekosten schonen die Budgets der Haushalte und sorgen zudem generell für eine bessere Stimmung“, teilte die GfK am Mittwoch mit.
Allerdings verursacht die Wirtschaftskrise mehr Angst vor Arbeitslosigkeit. „Die Konsumenten sehen sich zunehmend persönlich betroffen und haben Angst vor einem Jobverlust“, erläuterte die GfK. Sowohl die Einkommenserwartung, als auch die Konjunkturerwartung sind deshalb im Januar gesunken.
Alles in allem ergeben die GfK-Erhebungen somit eine Diskrepanz: Die Bürger beurteilen die Entwicklung der Konjunktur und die Lage auf dem Arbeitsmarkt immer pessimistischer, zeigen sich zugleich aber kauffreudig. Die Folge: Das prognostizierte Konsumklima bleibt laut GfK für den Februar konstant. Der positiven Entwicklung der Konsumneigung stehen die sinkende Konjunkturerwartung und die sinkende Einkommenserwartung gegenüber. “ Nach Einschätzung der GfK macht „ein Arbeitsloser 150 Beschäftigten Angst“.
PS. Während Arbeitslose den Leistungsträgern im Lande Angst einjagen, sehen die Konsumenten die Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Konjunktur pessimistisch entgegen, was sie zum Konsumieren animiert. Fallende Strompreise sorgen zugleich für eine bessere Stimmung, was sich am nachfolgenden Artikel gut nachvollziehen lässt. Im übernächsten Artikel wiederum zeigen die Deutschen starke Verunsicherungen. Dies müssen dann Konsumenten sein, welche die GfK gerade nicht befragen und in ihren Auswertungen berücksichtigen konnte. Nach offiziellen Angaben der BA haben wir inclusive Sozialgeldempfänger über 7 Millionen Betroffene. Diese Zahl mit 150 verängstigten Arbeitnehmern multipliziert, ergeben 1.050.000 000 Angsthasen. Der deutsche Arbeitslose versetzt somit ganz Europa in Angst und Schrecken. Dies sollte schleunigst bekämpft werden. Rechnet man die stille Reserve mit ein, erobert der deutsche Arbeitslose bereits die Welt. Vielleicht ist dies aber auch der Grund, warum die BA unter Mithilfe der Massenmedien kontinuierlich verfälschte Zahlen (geschönt ist in diesem Zusammenhang eher unangebracht) präsentiert. Das Land soll und darf nicht in eine Schockstarre verfallen.
Welt vom 29.01.2009: Teures Gas und Öl haben die Heizkosten in die Höhe getrieben. Nachzahlungen von 30 Prozent werden die Regel sein. Eine Entlastung wird es erst im kommenden Jahr geben. Mieter müssen inzwischen durchschnittlich 34 Prozent ihres Einkommens für eine warme Wohnung aufbringen. Hintergrund sind die 2008 dramatisch gestiegenen Heizkosten. Dies teilte der Deutsche Mieterbund am Donnerstag in Berlin mit.
Die Deutschen kaufen


Kölner Stadtanzeiger: Alle Regionaltöchter des Energiekonzerns wollen zum 1. Februar 2009 die Strompreise anheben. Neben 65 kleineren und mittleren Stadtwerken heben zum 1. Februar 2009 alle Regionaltöchter des Energiekonzerns E.ON ihre Tarife um bis zu 9,4 Prozent an. Betroffen von dieser Preiserhöhung ist laut toptarif.de etwa jeder fünfte Haushalt in Deutschland.
E.ON erhöht Stromtarife


Reuters: Touristikkonzerne bekommen die sinkende Reiselust der Deutschen angesichts der Krisenstimmung zunehmend zu spüren.
Europas Branchenprimus TUI erwartet Kreisen zufolge in seinem Heimatmarkt ein prozentual einstelliges Minus beim Verkauf von Pauschalreisen im laufenden Geschäftsjahr.
Auch beim viertgrößten deutschen Reiseveranstalter Alltours macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar. "Die Leute halten sich mit Buchungen zurück, aber nicht weil sie weniger Geld haben, sondern weil sie verunsichert sind", sagte ein Sprecher.
Auch bei Tourismusfirmen drohen Einschnitte nun für die Belegschaft. Branchenkreisen zufolge erwägt TUI Deutschland Kurzarbeit. "Das ist eine Option. Die Wahrscheinlichkeit, dass das kommt, ist aber nicht sehr groß", hieß es. Gegebenenfalls werde es Call-Center oder die Katalogerstellung treffen, wovon rund 300 Beschäftigte betroffen sein könnten.
PS.
Meldung vom 22.01.2009: Die Bundesbürger verfügen über ein gewaltiges Vermögen. Der Wert des Immobilienbesitzes, von Schmuck, Sammlungen oder Geldvermögen beträgt rund 6,6 Billionen Euro. Statistisch betrachtet hat jeder Erwachsene in Deutschland 88 000 Euro angespart. Der Durchschnitt sagt allerdings nichts über die immer ungleichere Verteilung der Rücklagen aus. Mehr als jeder vierte Bürger hat gar kein Vermögen oder ist sogar verschuldet. Die Spitzengruppe von einem Prozent der Bevölkerung vereint fast ein Viertel des Gesamtvermögens auf sich. Das reichste Zehntel kommt auf 60 Prozent. In den unteren Schichten fällt die Bilanz deutlich magerer aus. Zwei Drittel der Deutschen verfügen über gar keinen oder nur einen geringen Besitz.
Tourismusfirmen kämpfen mit massiven Buchungsrückgängen


FAZ: Die weltweite Wirtschaftskrise setzt dem Sportwagenbauer Porsche massiv zu. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 ging der Umsatz der Porsche Automobil Holding vorläufigen Zahlen zufolge um 14,3 Prozent auf rund drei Milliarden Euro zurück, wie Vorstandschef Wendelin Wiedeking am Freitag in Stuttgart bei der Hauptversammlung mitteilte. Der Absatz sei um 27,3 Prozent auf rund 34.000 Sportwagen eingebrochen. Wiedeking kündigte weitere Produktionskürzungen und einen strikten Sparkurs an.
Porsche will mit einer weiteren Produktionsdrosselung auf die Absatzkrise im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen reagieren. Man plane bis zum Beginn der Sommerpause an weiteren 19 Tagen nicht zu arbeiten. Wiedeking stellte aber klar: „Kurzarbeit oder gar Entlassungen stehen bei uns jedenfalls aktuell nicht auf der Agenda.“
Sparprogramm und Produktionsstopp bei Porsche


Reuters: Im Rahmen seines Sparkurses verzichtet BMW in diesem Jahr auf eine Teilnahme an der zweitgrößten deutschen Automesse. Bei der "Auto Mobil International" (AMI) in Leipzig, die Ende März beginnt, werde der Konzern nicht ausstellen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag zu Reuters. Für den Autobauer bedeutet das dem Vernehmen nach Einsparungen von rund einer Million Euro. BMW will bis 2012 seine Kosten insgesamt um rund sechs Milliarden Euro senken und stellt deshalb alle Ausgaben auf den Prüfstand. Sparpotenzial entdeckte der Konzern bislang vor allem beim Material und beim Personal.
BMW sagt Teilnahme an Automesse in Leipzig ab


Bild: Die unfeine Geschichte aus der feinen Stuttgarter Gesellschaft: Seit Jahren ist Silvija Fröhlich eine begehrte Künstlerin. Als sie Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Günther Oettinger (55) in einem Kunstwerk verewigte, kam der Politiker sogar persönlich zur Ausstellung!
Doch jetzt standen die Künstlerin und Ehemann Timo (38, Webdesigner) vor dem Amtsgericht. Der Vorwurf: schwerer Betrug! Das Paar hatte von 2002 bis 2007 etwa 100 000 Euro vom Arbeitsamt kassiert. Zuletzt als Hartz-IV-Empfänger, trotz geschätzter Einkünfte von 400 000 Euro!
Das Gericht ließ sich davon nicht beeindrucken: Die Künstlerin bekam ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung, ihr Mann zwei Jahre und drei Monate – ohne Bewährung!
Meldung vom 26.01.2009: Im Prozess gegen den ehemaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel hat die Staatsanwaltschaft am Montag ihr Plädoyer verkündet: Sie fordert eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Der Bewährungszeitraum soll auf drei Jahre angesetzt werden. Zumwinkel müsse außerdem eine Geldbuße in Höhe von einer Million Euro zahlen, forderten die Ankläger vor dem Landgericht Bochum. In seinem Plädoyer rügte Oberstaatsanwalt Gerrit Gabriel Zumwinkels Verhalten. Gegen den Angeklagten sei eine über zwei Jahrzehnte "in hohem Maße geplante" Steuerhinterziehung anzuführen. "Der Angeklagte wusste genau, was er da tat. Der ehemalige Top-Manager hatte zu Prozessbeginn am vergangenen Donnerstag gestanden, über eine Stiftung in Liechtenstein knapp 970.000 Euro am Fiskus vorbeigeschleust zu haben.
Meldung vom 26.01.2009: Milde Strafe für Deutschlands prominentesten Steuersünder: Klaus Zumwinkel wurde vom Landgericht Bochum zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von einer Million Euro verurteilt.
Schöne Promi-Malerin zockt über 100 000 Euro ab


Reuters: Mit einem landesweiten Streik haben in Frankreich Hunderttausende Arbeitnehmer gegen die nach ihrer Ansicht zu zaghafte Bekämpfung der Wirtschaftskrise durch die Regierung protestiert. In vielen Städten waren am Donnerstag Bahnen und Busse vom Ausstand betroffen, Flüge wurden gestrichen. Auch in Schulen, Banken, Krankenhäusern und Gerichten waren Aktionen geplant. Die Streikenden fordern von der Regierung größere Anstrengungen zum Schutz von Arbeitsplätzen sowie höhere Löhne. Umfragen zufolge unterstützt eine Mehrheit der Wähler die Proteste.
PS. Streik in einem Land, Wiederwahl der etablierten Politiker zur Bestätigung der bisherigen Politik in einem Bundesland in Deutschland.
Hunderttausende Franzosen streiken gegen Wirtschaftspolitik


Zeit: Immer mehr Großkonzerne stemmen sich gegen die Wirtschaftskrise mit massiven Stellenstreichungen. Die Ankündigungen kamen am Montag aus verschiedensten Branchen. Beim Elektronik-Konzern Philips fallen 6000 Jobs weg, bei der niederländischen Bank ING 7000, beim europäischen Stahlkonzern Corus 3500. In den USA streicht der Telekom-Anbieter Sprint Nextel 8000 Stellen, der weltgrößte Baumarkt-Betreiber Home Depot 7000 Arbeitsplätze. Und beim US-Baumaschinen-Hersteller Caterpillar fallen gleich 20.000 Jobs weg.
Stellenstreichungen: Wirtschaftskrise vernichtet 50.000 Jobs an einem Tag


NZZ: Die US-Kaffeehauskette Starbucks will aus Kostengründen weltweit weitere 7000 Stellen streichen und 300 Filialen schliessen. Wie das US-Unternehmen mitteilte, sollen damit weitere 500 Millionen Dollar eingespart werden.
Starbucks streicht rund 7000 Stellen


Reuters: Der US-Fotokonzern Eastman Kodak streicht wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs bei Digitalkameras und Druckerzubehör bis zu 4500 Stellen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sollten neben dem bereits Ende 2008 angekündigten Abbau von 1000 bis 1500 Arbeitsplätzen weitere 2000 bis 3000 Stellen wegfallen.
US-Fotokonzern Kodak streicht bis zu 4500 Stellen


Spiegel: Der französisch-italienische Halbleiterhersteller STMicroelectronics streicht 4500 Stellen. Nach einem nach eigenen Angaben "brutalen Einbruch der Weltwirtschaft" baue das Unternehmen ein Zehntel seiner Arbeitplätze ab und werde drei Werke in den USA und in Marokko schließen, teilte die Gruppe am Dienstagabend in Paris mit. STMicroelectronics machte demnach im vergangenen Jahr einen Verlust von 786 Millionen Dollar.
Nachfrage nach Arbeitskräften bricht ein


der Standard: Die rumänische OMV-Tochter Petrom hat laut der rumänischen Nachrichtenagentur Rompres 3.000 Mitarbeiter dem Arbeitsamt in Prahova zur Kündigung per 1. Februar 2009 angemeldet, erklärte Dragos Parvan, Sprecher des Arbeitsamt am Mittwoch.
Eine Zahl über den geplanten Stellenabbau werde aber nicht kommuniziert. Es stehe noch nicht exakt fest, wie viele Stellen abgebaut werden, erklärte Huemer weiter.
Das Restrukturierungsprogramm läuft seit 2005. Zum Zeitpunkt der Privatisierung 2004 waren bei Petrom 50.100 Mitarbeiter. Derzeit sind laut Rompres rund 33.000 Mitarbeiter beschäftigt.
Petrom dürfte tausende Mitarbeiter abbauen


FAZ: Der ums Überleben kämpfende amerikanische Autobauer General Motors (GM) streicht weitere rund 2.000 Stellen und plant zusätzliche befristete Werksschließungen. In rund der Hälfte der 24 GM-Fabriken in Nordamerika sollen im zweiten und dritten Quartal die Bänder für eine Woche oder länger stillstehen.
Der zweitgrößte amerikanische Chiphersteller Texas Instruments streicht nach einem steilen Gewinnabsturz 3400 Stellen. Insgesamt fallen zwölf Prozent aller Jobs im Konzern weg. Für das laufende Quartal warnte Texas Instruments (TI) vor einem möglichen Verlust.
General Motors streicht erneut 2.000 Jobs / Texas Instruments streicht zwölf Prozent aller Jobs


FTD: Der Computerkonzern IBM entlässt laut einem Zeitungsbericht mehr als 2800 US-Mitarbeiter. Die Beschäftigten aus den Bereichen Verkauf und Software hätten die Entlassungsschreiben in der vergangenen Woche bekommen, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe am Montag. IBM habe lediglich bestätigt, dass es Entlassungen gebe, aber Angaben zum Ausmaß abgelehnt.
PS.
Meldung vom 21.01.2009: Mitten in der Wirtschaftskrise hat der amerikanische Computer- und IT-Konzern IBM für eine positive Überraschung gesorgt. Das Unternehmen peilt nach einem unerwartet starken Gewinnsprung zum Ende des vergangenen Jahres auch für 2009 ein Rekordergebnis an. "Mit einem starken vierten Quartal haben wir ein außergewöhnliches Jahr abgeschlossen", sagte IBM-Chef Sam Palmisano. Der Konzern habe sich in einem extrem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behauptet. "Wir sind zuversichtlich für das neue Jahr."
IBM entlässt mehr als 2.800 US-Mitarbeiter


Kleine Zeitung: Richard Fuld, Ex-Chef der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehmann, hat sein seinerzeit 14 Millionen Dollar (elf Millionen Euro) teures Anwesen in Florida für 100 Dollar - sprich 78 Euro - verkauft. Das große Los gezogen hat wenig überraschend seine Gattin Kathleen. Fuld, der neben einem weiteren Haus noch eine noble Wohnung in der New Yorker Park Avenue besitzt, dürfte mit dem Villenverkauf versuchen, sein Privatvermögen vor der Justiz in Sicherheit zu bringen. Richard Fuld soll in den letzten fünf Jahren 354 Millionen Dollar verdient haben. Von ehemals 26.000 Lehman-Mitarbeitern dürften vielleicht 10.000 bleiben.
Eine Traumvilla für 100 Euro


Junge Welt: Von einem »Rettungspaket« der ganz besonderen Art wußte am Wochenende die Washington Post zu berichten. Die Suppenküchen und Lebensmitteltafeln zwischen New York und Los Angeles wappnen sich dem Artikel zufolge für die größte Herausforderung, der sich dieses Wohltätigkeitssystem seit dessen Aufbau in den Sechzigern stellen muß. Es gebe Planungen, neue, große Einrichtungen zur Nahrungsmittelvergabe in den Städten zu errichten. Das Ziel, besonders den »arbeitenden Armen« genügend Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen, die neuesten Untersuchungen zufolge bereits die größte Gruppe der Unterernährten in den USA stellen. Der Bedarf wachse der ersten Generation der Suppenküchen bereits »über den Kopf«, berichtete Robert Egger, der Präsident das Wohltätigkeitsverbandes Central Kitchen. Insgesamt sind 35 Millionen Bürger der Vereinigten Staaten von Hunger oder Mangelernährung betroffen. Auf der anderen Seite werden laut Erhebungen des US-Landwirtschaftsministeriums jährlich Lebensmittel im Wert von 31 Milliarden Dollar – was etwa einem Fünftel der gesamten Produktion entspricht – vernichtet, da sie auf keine zahlungskräftige Nachfrage treffen. 49 Millionen Menschen hätten mit diesen Nahrungsmitteln ernährt werden können.
PS. Wie sagte schon Genosse Müntefering so treffend! Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Da der Deutsche kontinuierlich den so genannten Volksparteien seine (Wahl)Stimme gibt, werden wir die oben beschriebenen amerikanischen Zustände Wunsch- und Wahlgemäß auch in Deutschland freudig erwarten dürfen.
Not trotz Überfluß


Stern: Die US-Regierung musste der Citigroup mit 45 Milliarden Dollar unter die Arme greifen. Jetzt will die Großbank sich trotz ihrer schlechten finanziellen Situation für ihre Manager offenbar einen neuen Firmenjet kaufen - für 50 Millionen Dollar. Die Bank unterstrich jedoch, dass es strenge Unternehmensregeln zum Einsatz der Firmenjets gebe und die Manager aufgerufen seien, wann immer möglich Linienflüge zu buchen, um Geld zu sparen.
PS.
Meldung vom 27.01.2009: Es kommt selten genug vor, dass sich großverdienende Manager von riesigen Unternehmen mal daran orientieren, was die so genannte breite Masse denkt. Doch es geschehen bekanntlich auch Zeichen und Wunder. So etwa im Falle der Citigroup, einer der großen US-amerikanischen Banken, die nur mithilfe von nicht unwesentlichen Summen aus dem Steuertopf des Landes die Krise ansatzweise meistern konnten.
Immerhin handelte es sich beim bestellten Flieger zudem um ein französisches Fabrikat. Eine prekäre Lage, die man bei der Citygroup jedoch zunächst nicht als störend empfand. Erst heute trat die Bank nun vom Kauf zurück. Nicht jedoch ohne zu betonen, welche Ausfallkosten nun auf das Bankenhaus zukommen durch den Rücktritt.
Citigroup kauft Jet für 50 Millionen Dollar


Spiegel: Finanzmanager haben AIG mit riskanten Geschäften an den Rand der Pleite manövriert - jetzt erhalten sie einem Bericht zufolge hohe Boni. Der gestrauchelte US-Versicherer will damit offenbar vermeiden, dass die Fachleute den Konzern verlassen.
Der US-Versicherungskonzern AIG will offenbar 450 Millionen Dollar Boni an rund 400 Mitarbeiter aus seiner New Yorker Finanzabteilung zahlen.
AIG war im September unter der Last fauler Hypothekenkredite fast zusammengebrochen. Die Rettung des einst weltgrößten Versicherers kostete die amerikanischen Steuerzahler bislang rund 152 Milliarden Dollar. In dieser Höhe hat AIG staatliche Notkredite erhalten.
Es wäre nicht das erste Mal, dass AIG nach ihrem Fast-Zusammenbruch durch Vergünstigungen für eigene Mitarbeiter für Negativ-Schlagzeilen sorgte. Nur wenige Tage nach der ersten Rettungsaktion vom 16. September spendierte AIG Mitarbeitern einen Aufenthalt in einem kalifornischen Luxusferiendomizil. Auf der Rechnung in Höhe von insgesamt 440.000 Dollar standen unter anderem Wellness-Behandlungen, Golf-Trips und Galamenüs.
Finanzmanager erhalten millionenschwere Boni


n-tv: Die Serie von US-Bankenpleiten geht auch im neuen Jahr ungebrochen weiter. Als Nummer vier und fünf seit Jahresbeginn traf es nun zwei kleinere Banken in den US-Bundesstaaten Utah und Florida. Für die gescheiterte Magnet Bank in Salt Lake City (Utah) mit einer Bilanzsumme von knapp 293 Mio. Dollar habe sich anders als in den meisten bisherigen Fällen kein Käufer gefunden. Die FDIC geht aber davon aus, dass über sie die Einlagen aller Kunden abgesichert sind. Die Einlagen der ebenfalls zusammengebrochenen Ocala National Bank in Ocala (Florida) gehen den Angaben nach an die Konkurrentin CenterState Bank Florida.
PS. Eine weitere und somit sechste Schließung in diesem Jahr ist n-tv entgangen. Ebenfalls geschlossen wurde die Suburban Federal Savings Bank, Crofton, MD.
Übersicht der
geschlossenen Banken ab dem 01.10.2000 in den USA.
Neue Bank-Pleiten in den USA


Die Presse: Die Arbeitslosenzahl in den USA ist im Jänner auf den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren gestiegen. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, erhielten in der Woche bis zum 17. Jänner saisonbereinigt 4,78 Mio. Menschen Arbeitslosenhilfe. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung 1967.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der abgelaufenen Woche etwas stärker als befürchtet gestiegen. Die Zahl habe um 3.000 auf 588.000 Anträge zugenommen, teilte das Ministerium weiter mit. Volkswirte hatten zuvor mit 575.000 Anträgen gerechnet.
USA: Höchste Arbeitslosigkeit seit 1967


Handelsblatt: In den USA ist das Vertrauen der Verbraucher auf ein neues Rekordtief eingebrochen. Volkswirte hatten eigentlich mit einer Besserung gerechnet. Fazit eines Konjunkturtages: trotz der überraschenden Stimmungswende beim Ifo-Index scheinen Hoffnungen auf eine Trendwende verfehlt.
Momentan glauben die Amerikaner offenbar nur das, was sie sehen und das ist zunächst einmal ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit. Und täglich Horrormeldungen im Fernsehen über den dramatischen Kapitalbedarf wichtiger Unternehmen.
Gestern noch haben die Daten des Conference Boards, ein Institut der Privatwirtschaft, Anlaß zu zarter Hoffnung inmitten der Wirtschaftskrise gegeben. Das US-Konjunkturbarometer ist im Dezember vor allem wegen der Hilfsmaßnahmen der amerikanischen Notenbank überraschend gestiegen. Der Index, der auf zehn wichtigen Wirtschaftsdaten beruht, kletterte um 0,3 Prozent und damit zum ersten Mal seit sechs Monaten. Wichtigster Faktor sei die drastische Ausweitung der Geldmenge durch die Zentralbank gewesen.
US-Verbrauchervertrauen sinkt auf Rekordtief


Reuters: Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal so stark geschrumpft wie seit rund 27 Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt sank mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 3,8 Prozent nach minus 0,5 Prozent im Vorquartal, wie das US-Wirtschaftsministerium am Freitag nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt sogar minus 5,4 Prozent erwartet. Vor allem der private Konsum ließ deutlich nach.
PS. In einem Jahr werden dann
korrigierte Zahlen veröffentlicht, welche dann einen weitaus höheren Wert ausweisen werden.
US-Wirtschaft schrumpft so stark wie seit 27 Jahren nicht mehr

19.01.2009 um 00:21 Uhr

Zurück!

von: BADass   Kategorie: Nachrichten

Stimmung: Rock on!
Musik: Goldfinger - Superman

Ja, wie ihr sicher vernehmen könnt sind wir zurück! Da unser Team aus Computersklaven zu unfähig war, um unsere Probleme zu regeln, mussten wir es halt selbst tun. Natürlich haben wir Experten den Fehler umgehend behoben, und können nun in eine glorreiche Zukunft starten! Und natürlich melden wir uns nur mit einer brisanten aktuellen Nachricht zurück!

WAHLEN IN HESSEN! SIEG DER CDU! ABSTURZ DER SPD!

Die Hängepartie in Hessen ist mit einem klaren Wahlsieg für CDU (obwohl eigentlich niemand so richtig den Hr. Koch leiden kann oder irre ich mich?) und FDP beendet – die SPD (Geh nach Hause, Ypsilanti, geh nach Hause wo du wohnst!) stürzt in ein historisches Tief (Verdacht: Erwartet uns eine erneute USPD?) . CDU-Ministerpräsident Roland Koch (Ich bin so schön...ich bin so toll.. ) hat ein Jahr nach seinem Wahldebakel die Macht zwar mit geringem Zuwachs behauptet, die angestrebte bürgerliche Koalition kommt aber nur dank der deutlich erstarkten FDP (Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!) zustande.

16.12.2008 um 23:49 Uhr

"Mit allem Respekt Sir..." oder "Friss DAS!"

von: BADass   Kategorie: Nachrichten

So kennen wir es. Einmal aus dem Amt, oder auch fast, versuchen wir es an einem anderen Ort. Schröder will die Russen, Bush die Bewohner des Irak (um geschickt die Formulierung "Iraker" zu umgehen, gegen die ich mich, mit Verlaub, doch sehr sträube). Doch er wurde nicht ganz so freundlich wieder nach Hause geschickt, wie man es hätte erwarten können.

Bei einer Pressekonferenz kam dem Irakischen Journalisten Muntader al-Zaidi die spontane Idee, sich seiner Schuhe zu entledigen und sie mit den Worten "Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund!" auf den (Noch-)Staatschef der Vereinigten Staaten von Amerika zu schleudern. Ein sehr amüsantes Vorgehen, muss ich gestehen. Der Präsident jedoch bewies laut Aussage der hiesigen Medien "Göttergleiche Reflexe" (Anmerkung: Er sah zum rechten Zeitpunkt auf den Journalisten) und wich dem ersten Schuh aus. Doch die Sicherheitskräfte waren so freundlich, Herrn al-Zaidi Zeit zu lassen, sodass er auch den zweiten Schuh ausziehen und auf den Präsidenten werfen konnte. Doch dank der Einmischung des Irakischen Gegenpartes konnte auch dieser Schuh abgewehrt werden, und George W. Bush blieb vor einer ernsthaften Verletzung bewahrt.

Im Nachhinein bewieß Bush, ebenso eine Aussage der hiesigen Medien, noch großen Humor indem er über die Schuhgröße witzelte. (Dazu muss ich gestehen, das ich entweder zu dumm bin um darüber zu Lachen, zu enttäuscht oder auch zu intelligent). Jedoch sind wir natürlich froh, das dem Amerikanischen Präsidenten nichts passiert ist, und er keine all zu schlechte Meinung vom Irak zurückbehalten hat. (Anmerkung: Das könnte damit zusammen hängen das er A: Sowieso nicht mehr lange im Präsidentenamt ist und B: er sein Öl schon hat.)

Doch wir wären nicht die kongeniale Expertenrunde, hätten wir nicht auch eine kleine Auflockerung für dieses Thema:

Unter diesem Link können Sie liebe Leser selbst in die Rolle des Schuhwerfers schlüpfen. Und mal ehrlich, das würde doch jeder gerne?

http://bushbash.flashgressive.de/

Und unter diesem Link schlüpfen Sie, liebe Leser, in die Rolle eines US. Security Guards, der mit seinen 2 Pistolen versuchen muss, Bush vor herannahenden Schuhen zu bewahren.

http://kotaku.com/5110547/shoe-attack-on-president-already-turned-into-a-crappy-flash-game

Und hier haben wir noch 2 Bilder des Vorfalls für Sie:

P.S: Man beachte bitte den Irakischen Vertreter. Bild 1 - geheucheltes Mitgefühl, Bild 2 - zufriedenes Lächeln.