Die meisten Dinge werden viel zu schnell zur Gewohnheit
Heute ist der 12. Juni. Ein ganz normaler Tag möchte man meinen. Dachte ich auch. Aber manche Tage haben es in sich. Ich weiß gar nicht, wieso es mir auf einmal auffällt. Jetzt. Ausgerechnet heute. Wo es doch nur noch 19 Tage sind. Trotzdem vermisse ich... irgendwie. Ich habs nur nicht gemerkt. Weil so viele Dinge nach einiger Zeit viel zu schnell zur Gewohnheit werden. Und man merkt es nicht mal. Plötzlich fehlt einer... und man kann sich gar nicht vorstellen, wie man die Zeit ohne herumbekommen soll. Man muss diesem Jemand noch nicht mal besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Es langt schon ein flüchtiger Blick, einmal am Tag, ohne dass man sich dessen bewusst ist. Und erst wenn dieser Mensch fort ist, fällt einem auf, dass er fehlt. Aber nur für kurze Zeit. Und ich habe es eigentlich nur bemerkt, weil das Gesamtbild nicht gestimmt hat. Und dann kam der Alltag und es wurde zur Gewohnheit, dass er fehlt. Welch Ironie, dass mir das erst jetzt auffällt, nicht mal mehr drei Wochen vor seiner Rückkehr. So wenige Tage noch und doch so viel. Aber was sind schon 19 Tage im Vergleich zu 365? Irgendwie war er ja doch immer da...




