Flammen in den Bergen

29.07.2007 um 22:29 Uhr

Asche......

von: Irmgart1911   Kategorie: Eichenwald   Stichwörter: Eichen

Stimmung: besser
Musik: Burning

Asche waren die BäumeDas war der Rest von den Eichen oberhalb von meinem Grundstück anliegend an dem Zaun meines Nachbarn über mir.

Als die Feuerwehr wieder kam, konnte sie an einer engen Kurve unserer kleinen Privatstraße nicht mehr weiter, die Mannschaft des Wagens suchte eine Möglichkeit wie sie den Schlauch am besten nach oben legen konnt. Erst wollten sie über die Einfahrt von mir aber dann hatten sie doch der Straße den Vorzug gegeben. Es mußte schnell gehen, der Holzhaufen stand in hellen Flammen und das Feuer lief am Zaun entlang Richtung unserer Privatstraße.

Sie brauchten nicht lange und dann fingen sie an zu löschen, fürs erste waren die Flammen erstickt und wir holten Luft. Mein Mann löschte mit unserem Schlauch und Wasser an der Straße entlang und die Feuerwehr ging zum Ende der Straße nach oben.

Das Feuer von oben an der Spitze des Berges brach nach unten durch und bis in diese Höhe kamen sie nicht mit dem Schlauch. Es war jetzt hell und die Flugzeuge konnten eingesetzt werden, sie riefen bei der Einsatzstelle an und versuchten ein Löschflugzeug zu bekommen, die waren aber im Moment alle im Einsatz. Die einzigen die frei waren war ein Abteilung der Forstverwaltung und die war bereit anzurücken.

Aufgeregt kam meine Gegenüber angefahren, hatte den Schlüssel vergessen und mußte ihren Mann anrufen. Sie parkt bei uns, weil sonst die Feuerwehr nicht wegfahren konnte und wartete auf ihn. Als sie hörte wie es um das Haus von ihrem Cousin ganz oben bestellt war und dort nicht gelöscht werden konnte, hielt sie nichts mehr. Wir gingen mit ihr die Straße hoch und sie war außer sich, daß da niemand was machen konnte. Ihr Bruder arbeitete bei der Forstverwaltung und sie versuchte das Kommen der Gruppe etwas zu beschleunigen, was ihr auch gelang.

Die Feuerwehr fuhr ab und ein paar Minuten später war die Forstverwaltung da und auch der Mann von ihr. Das Feuer war an meinem Gegenüber vorbeigelaufen, sie hatten quasi nichts, zum Glück. Aber oben gab es eine Gefahr, wir erklärten wie die Leute auf das Grundstück kommen konnten und sie und ihr Mann rannten mit nach oben.

Es war jetzt 13.oo Uhr und ich und mein Mann waren ab 3.oo Uhr nachts nur am Löschen und befeuchten, daß das Feuer nicht übergreift. Ich muß zugeben so langsam wurde ich müde.

Der Scirrocco und das Feuer hatten die Temperatur auf über 50 Grad gebracht und es baute sich ein richtiger Starkwind auf. Ich kam kaum um die Hausecke so hatte er aufgefrischt.

Sie und ihr Mann kamen wieder nach unten, winkten und fuhren. Anscheinen wurden sie von der Forstverwaltung weggeschickt. Die konnten zwar verhintern, daß das Haus abbrennt, aber bei ihrem Cousin waren sämtliche elektrische Außenleitungen und die Dachrinne auf der Hinterseite geschmolzen. Die Männer kamen so langsam den Berg runter und der Wind trieb das Feuer hinterher. Einer wäre beinah vom Feuer eingeschlossen worden, so schnell habe ich noch nie jemand Äste abschneiden sehen um einen Fluchtweg frei zu machen.

Es war unser 26. Hochzeitstag aber das hatten wir beide im Moment vergessen.

Das Feuer von oben war ungefähr noch hundert Meter entfernt und wir wurden so langsam nervös, so wie es aussah, schafften es die Leute der Forstverwaltung nicht und die Löschflugzeuge waren alle wo anders im Einsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

28.07.2007 um 02:56 Uhr

Aussichtslos.....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Rex, Minni, Asterix, Donald

Stimmung: gut
Musik: Gangsters Paradise

 

   Ich habe meinen Hund Rex gesucht, der vor den Flammen geflüchtet war und bin dabei über ein sauber geschütteten Holzkohlehaufen mit Papier gestossen. Dieser hatte sich nicht entzündet und sollte die andere Seite des Berges anstecken.

Die Feuerwehr war da, rechtzeitig genug um das überschlagen der Flammen zu verhindern. Es ging mir richtig gut.

Wir wurden aber gewarnt, auch von der Spitze des Berges kam ein Feuer durch den Wind nach unten.

Trotzdem sind wir nach oben zu unserem Haus gefahren. Mein Nachbar über mir, den hatten wir in der Nacht in der Stadt aus seinem Bett geklingelt, versuchte mit einem Eimer voll Wasser sein Grundstück vor dem Feuer zu retten.

Inzwischen waren bis auf Rex alle Hunde wieder da, nach einer Tasse Kaffee ging ich auf die Suche nach ihm.

Ich habe ihn nicht gefunden, aber der Schwager von meinem Nachbar, als er die Feuerwehr suchte und fand. Mein Hund war schon bei der Feuerwehr. Inzwischen hatte ein Funken das Grillholz zum Brennen gebracht, und das war direkt unter den Bäumen neben dem Grill gelagert. Der Wind tat den Rest und es brandte lichterloh.

Mit hängenden Armen und einem müden Gesicht kam er aus dem Tor -aussichtslos- es war nichts mehr zu machen. Er hatte den Hang hinter seinem Haus fluchtartig verlassen bevor er von dem Feuer eingeschlossen wurde. Mein Mann rettete noch den Rest unseres Schlauches und dann warteten wir vor dem Tor auf unserer Privatstrasse auf die Feuerwehr.

 

20.07.2007 um 02:09 Uhr

Hilfe.....

von: Irmgart1911   Kategorie: Eichenwald   Stichwörter: Nachbar

Stimmung: ausgeruht
Musik: With a little help....

 Auf der Straße sind wir zu unseren Nachbarn gefahren und ausgestiegen, wir haben unsere Grundstücke beobachtet und uns ist immer wieder etwas eingefallen, was leicht abbrennen kann. 'Ich beobachte schon die ganze Zeit mein Holz,' sagte mein Nachbar und ich dachte an die Ecke wo ich meine Bio-Abfälle sammele, alles strohtrocken und genug für die Flammen wieder zum Lodern zu bringen.

Als wir noch oben löschten, hat er versucht die Feuerwehr zu erreichen und hatte Erfolg aber der Wagen kam aus Palermo und wir hatten schon die Hoffnung aufgegeben, daß er rechtzeitig ankommt um das Überspringen des Feuers zu verhindern.

Die Forstverwaltung fuhr mit dem LKW auf der Straße, wir hielten sie an. Sie hatten kein Wasser mehr auf dem Wagen, weil sie weiter unten beim Löschen waren aber eine starke Pumpe. Ich bot Ihnen meine Wasserreserve von 30.000 Liter an und auch meine Nachbarin ihre, sie waren aber nicht bereit zu helfen.

Die Rauchwolke an den Pinien wurde immer grösser, die Nadeln am Boden brannten, dann dauert es nicht lange bis auch die Pinien brennen.

Die zwei Männer von der Forstverwaltung fuhren mit ihrem LKW an unseren geparkten Autos vorbei und waren weg.

 

 

 

 

11.07.2007 um 00:07 Uhr

Feuerwehr....wo war sie?

von: Irmgart1911   Kategorie: Eichenwald   Stichwörter: Pinien, Eichen, Zypressen

Stimmung: schon etwas ausgeruhter
Musik: Child in time

Nachdem sich unserer Nachbarn in Sicherheit gebracht hatten gingen wir zuerst mal ins Haus. Asterix einer meiner Hund hatte sich im Haus versteckt, Rex, Donald und Minni waren geflüchtet.

'So einfach gebe ich nicht auf!' dachte und sagte ich. Aber wo fingen wir an? Wir hatten noch Strom und eine starke Pumpe, nur daß der Anschluß für draußen im Moment abgeklemmt war, weil wir das Pumpenhaus neu gebaut hatten. Die Sisterne war voll und mit fast 7m Gefälle müßte der Druck reichen.

Die Eiche an der Kurve stand in Flammen, also zogen wir den Schlauch nach unten, eine Verlängerung des Schlauches mußte bei, die lag in der Einfahrt. Ich rannte nach vorne holte sie, die Verbindungsstücker waren in der Werkstatt, geholt, verbunden und gezogen. Luciano, mein Mann, schrie von unten, er hatte kein Wasser mehr, diese blöde Verbindung war rausgesprungen. Mit der Taschenlampe tastete ich mich am Schlauch entlang, da war es, Problem gelöst.

Ich blieb unten und löste ihn ab. Als ich einen Blick die Straße hoch warf, traff mich ein ein Schlag, die Flammen waren hinter dem Haus meines Nachbarn in Richtung zu mir unterwegs, aber es war noch viel schlimmer als ich dachte. Nicht nur das der Wind durch den Turbineneffekt das Feuer hinter dem Haus weitertrieb auch unterhalb von uns ca. 300m weiter an der Straße hatten sie Feuer gelegt und das kam den Berg hoch. Es gab nur eine Feuerschneise, die Straße und die war überdeckt mit den Pinien und Zypressen meines Gegenüber. 'Mein Gott, kuck mal da oben!'

Wir waren beide erschrocken. Das Stromkabel von uns geht durch die Pinien und wir müssen mit den Autos unter ihnen durch um auf die Straße zu kommen.

'Da müssen wir zuerst löschen!'.

Einer zog der andere leuchtete mit der Taschenlampe und löste die Verbindungsstücker aus den Steinen, nichts wie Richtung Einfahrt. Ich hatte noch ein Teilstück von Schlauch dort liegen und es reichte bis auf die Straße. Was ich vergessen habe, hier sind keine 7m Gefälle und der Druck war schwach. Was sollte ich damit löschen? 'Ist das alles an Druck?, fragte ich meinen Mann, während ich die Straße naß machte.

Er rannte zurück zum Haus, für eine Weile sah und hörte ich ihn nicht. Er hat es geschafft die Pumpe direkt auf den Schlauch zu legen und ich hatte genug Druck um die Pinien und das Gras naß zu halten.

Es sah so aus als würde es gelinge, was ich da machte. Der Wind entfachte das Feuer aber immer wieder, es war zum heulen. Als es so aussah als würden die Pinien anfangen zu brennen, hat mein Mann entschieden wir bringen uns und den Hund in Sicherheit.

Er nahm den Schlauch und befeuchtete unseren Fluchtweg, der von diesen Pinien überdeckt ist und die Zypressen. Ich ging ins Haus und nahm meinen Hund, Tasche und Kamera (warum auch immer), machte alle Fenster dicht und Rolläden runter, Schlüssel von den Autos und Zählerkasten Strom und ging.

Es war inzwischen hell geworden und die Feuerwehr war immer noch nicht da.

 

 

 

 

 

08.07.2007 um 22:17 Uhr

Ich dachte es regnet......

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Nachbarn

Stimmung: müde
Musik: Highway to Hell

TraurigIch wurde wach von einem Geräusch, was sich anhörte wie große Regentropfen, es hatte aber als ich ins Bett ging nicht nach Regen ausgesehen.

Ich saß noch am Computer um meine Post durchzusehen und hörte die Tochter unseres Nachbarn heimkommen, das war um 1.30 Uhr. Ist immer die gleiche Zeit und sie hat Angst auszusteigen und hubt ihrer Mutter, die dann aufmacht. Die Mama brauchte diesmal lange anscheinen hat sie schon geschlafen.

Der Scirrocco macht jedem hier zu schaffen und wir hatten noch immer um 1.30 Uhr runde 47 Grad warm. Ich bin dann auch ins Bett, mein Mann schlief schon.Ich dreht mich um als ich glaubte die Regentropfen zu hören, auch mein Mann war am wachwerden: '..regnet es?' fragte ich. Es hatte so eine Lautstärke, daß er aufstieg und aus dem Fenster sah.

'Bei denen brennt es!' rief er entsetzt. So schnell war ich noch nie auf meinen Füßen, mein Gott tatsächlich und drüben rührte sich nichts. Die Flammen waren schon an den Zypressen wo der Gasbehälter stand.

'Der will sich doch nicht umbringen?' sagte ich zu meinem Mann, mein Nachbar hatte Krebs und ist mitten in einer Therapie, denn das war nicht normal, seine Frau ist absolut hellhörig, ihr entgeht nichts. Aber das war uns egal, schon während wir uns notdürftig etwas überstreiften fingen wir beide mit den Handys an zu wählen und zu laufen, die mußten da raus bevor der Behälter explodiert. Mein Mann versuchte die Feuerwehr zu erreichen und ich schrie in Richtung meiner Nachbarn, das sie wachwurden, nichts.

Mein Mann hubte und konnte diese Feuerwehr nicht erreichen, also dann die Polizei, dabei setzte er immer wieder die Hube des Autos in Gang. Meine Stimme war gekippt, also ging er schreien und ich huben, auch die Polizei konnte bei der Feuerwehr nichts ausrichten, die waren im Einsatz. Die Polizei gab meinem Mann zu verstehen, wenn daß was wir im Moment machen nicht hilft, soll er die Tür einschlagen.

Also ist mit einem Fäustel in der Hand über den Zaun geklettert und hat die Eingangstür bearbeitet, nach einigen Seckunden dann hat meine Nachbarin, dahinter ihr Mann, ängstlich die Nase durch einen Türspalt gesteckt und dann aufgemacht als sie sah wer es war und gefragt was ist. 'Bei Ihnen brennt es!' schrie mein Mann aufgeregt.

Sie und er kamen aus der Tür, erschrocken, rannten zurück ins Haus, kamen mit Tochter, Taschen und Autoschlüssel bewaffnet in den Garten geeilt, zu den Autos, umzingelt von Flammen. An der Kurve wo sie zur Straße fahren wollten, war ein Flammenmeer aber sie wollten nicht hochkommen zu uns. Sie starteten und sind in den Flammen zur Straße gefahren.

Aber das war nur der Anfang.