Asche......
Stimmung: besser
Musik: Burning
Das war der Rest von den Eichen oberhalb von meinem Grundstück anliegend an dem Zaun meines Nachbarn über mir.
Als die Feuerwehr wieder kam, konnte sie an einer engen Kurve unserer kleinen Privatstraße nicht mehr weiter, die Mannschaft des Wagens suchte eine Möglichkeit wie sie den Schlauch am besten nach oben legen konnt. Erst wollten sie über die Einfahrt von mir aber dann hatten sie doch der Straße den Vorzug gegeben. Es mußte schnell gehen, der Holzhaufen stand in hellen Flammen und das Feuer lief am Zaun entlang Richtung unserer Privatstraße.
Sie brauchten nicht lange und dann fingen sie an zu löschen, fürs erste waren die Flammen erstickt und wir holten Luft. Mein Mann löschte mit unserem Schlauch und Wasser an der Straße entlang und die Feuerwehr ging zum Ende der Straße nach oben.
Das Feuer von oben an der Spitze des Berges brach nach unten durch und bis in diese Höhe kamen sie nicht mit dem Schlauch. Es war jetzt hell und die Flugzeuge konnten eingesetzt werden, sie riefen bei der Einsatzstelle an und versuchten ein Löschflugzeug zu bekommen, die waren aber im Moment alle im Einsatz. Die einzigen die frei waren war ein Abteilung der Forstverwaltung und die war bereit anzurücken.
Aufgeregt kam meine Gegenüber angefahren, hatte den Schlüssel vergessen und mußte ihren Mann anrufen. Sie parkt bei uns, weil sonst die Feuerwehr nicht wegfahren konnte und wartete auf ihn. Als sie hörte wie es um das Haus von ihrem Cousin ganz oben bestellt war und dort nicht gelöscht werden konnte, hielt sie nichts mehr. Wir gingen mit ihr die Straße hoch und sie war außer sich, daß da niemand was machen konnte. Ihr Bruder arbeitete bei der Forstverwaltung und sie versuchte das Kommen der Gruppe etwas zu beschleunigen, was ihr auch gelang.
Die Feuerwehr fuhr ab und ein paar Minuten später war die Forstverwaltung da und auch der Mann von ihr. Das Feuer war an meinem Gegenüber vorbeigelaufen, sie hatten quasi nichts, zum Glück. Aber oben gab es eine Gefahr, wir erklärten wie die Leute auf das Grundstück kommen konnten und sie und ihr Mann rannten mit nach oben.
Es war jetzt 13.oo Uhr und ich und mein Mann waren ab 3.oo Uhr nachts nur am Löschen und befeuchten, daß das Feuer nicht übergreift. Ich muß zugeben so langsam wurde ich müde.
Der Scirrocco und das Feuer hatten die Temperatur auf über 50 Grad gebracht und es baute sich ein richtiger Starkwind auf. Ich kam kaum um die Hausecke so hatte er aufgefrischt.
Sie und ihr Mann kamen wieder nach unten, winkten und fuhren. Anscheinen wurden sie von der Forstverwaltung weggeschickt. Die konnten zwar verhintern, daß das Haus abbrennt, aber bei ihrem Cousin waren sämtliche elektrische Außenleitungen und die Dachrinne auf der Hinterseite geschmolzen. Die Männer kamen so langsam den Berg runter und der Wind trieb das Feuer hinterher. Einer wäre beinah vom Feuer eingeschlossen worden, so schnell habe ich noch nie jemand Äste abschneiden sehen um einen Fluchtweg frei zu machen.
Es war unser 26. Hochzeitstag aber das hatten wir beide im Moment vergessen.
Das Feuer von oben war ungefähr noch hundert Meter entfernt und wir wurden so langsam nervös, so wie es aussah, schafften es die Leute der Forstverwaltung nicht und die Löschflugzeuge waren alle wo anders im Einsatz.
