Flammen in den Bergen

31.08.2007 um 00:55 Uhr

Warum....??

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: ursache, grund

Stimmung: besser
Musik: Something - The Beatles

von der PS aufgenommen

Jetzt wo etwas Ruhe eingekehrt ist beginnt bei uns das Raten... wer und warum....Fest steht, daß es Brandstiftung war, 2 Tage vorher 9 Leute von der Mafia verhaftet worden sind, davon 5 aus meiner Stadt. Die Feuer insgesamt waren aber so gut organisiert, daß dies eigentlich nicht in zwei Tagen möglich ist. Nicht nur bei uns, im Kreis Palermo waren in gleichen Nacht ungefähr 32 große Brände. Angefangen hat es am Meer und in den Bergen war es ca. eine Stunde später aber alle so weit auseinander, daß die Feuerwehr nicht in der Lage war, überall zu sein. Wer hat also unseren Berg mit auf die Liste gesetzt?

Das Feuer ist mit Holzkohle zum Grillen gelegt worden, den ich fotografiert habe, haben sie in der Nacht 25./26.6.2007 entzündet und dabei die anderer Seite abgefackelt. Denke mal das Feuer was von hinten auf Basile, mein Nachbar von drüben, zukam, war auch ein Haufen Holzkohle, der noch vernichtet werden mußte.

Was ich nicht verstehe, daß wir nicht gesehen haben, wer diese Holzkohle wieder entzündet hat. Wir waren diese Nacht wach und vorbei fuhr nur die Forestale und Polizei?

Ich werde jetzt mal anfangen mein Grundstück aufzuräumen und denke noch ein bißchen darüber nach, wie ich in Zukunft Schäden in diesem Ausmaß vermeiden kann.

Als erstes haben wir den Baum der über der Privatstraße quer lag zerkleinert damit wir was zu Essen holen können, wir und meine Hunde hatten keine Vorräte mehr. Ich bin gefahren und mein Mann hat weiter Wache geschoben, weil der Müll, den alle an der Brücke, die über den Bach geht werfen, immer noch ab und zu Flammen von sich gab.

Als ich zurückkam erzählte er, daß er mit der Forstverwaltung den Telefonmast wieder auf zwei Brettern aufgestellt hat und eine Stütze auf der anderen Seite. Er lieferte die Nägel und Hammer und der Bauer, der dringend Wasser für seine Kühe brauchte, die Bretter. Damit war die Provinzstraße wieder befahrbar, er richtig gut drauf, muß lustig gewesen sein.

Traurig sah es Richtung Stadt aus, an drei Stellen war wirklich nichts mehr, alles schwarz. Als ich wieder hochfuhr, sah ich zum erstenmal die Ecke hinter uns, mein Gott....der einzige der sich hier über Wasser gehalten hat, war die Plantage mit Pfirsichbäumen und das wahrscheinlich auch nur, weil er die Bewässerung für die Bäume nicht auf dem Boden sondern in den Bäumen hängen hat.

Hinter der Fiat war der Hang bis an die Spitze abgebrannt, nur wo die Häuser sind sind noch ein paar grüne Flecken, teilweise ist aber das Feuer bis ins Haus gekommen.

Zum Glück sind hier keine Menschen ums Leben gekommen.

Aber auf der anderen Seite der Provinzstraße, Richtung Stadt, sind drei Hunde verbrannt und einem Kollegen von meinem Mann sind die Hunde an Rauchvergiftung gestorben und die Hasen verbrannt. Ich weiß nicht wieviel wilde Tiere, wie Schlangen, Eidechsen, Stachelschweine, Füchse, Frösche und was noch alles bei uns im Wald gelebt hat, verbrannt sind.

 

 

 

 


 

28.08.2007 um 03:12 Uhr

geschmolzen...und nicht mehr da

von: Irmgart1911   Kategorie: Topfpflanzen   Stichwörter: Stecklinge, Rosen, Orleander, Azaleen, und

Stimmung: stinksauer
Musik: sally

Die Töpfe aus PVC sind geschmolzen,die anderen verbrannt

Das ist das Ergebnis aus den abgebrannten Frühbeeten. In den Töpfen aus PVC hatte ich junge Rosen und Oleander. Die roten Töpfe sind restlos verbrannt übrig war die total dem Wasser entzogene Erde, die kann man nur noch für Kakteen nehmen. Zwischen den Töpfen war das Glas der Scheiben, teilweise hatte es sich wie eine Haube darüber gebogen.

Da waren mal Blumen

Da waren mal Blumen, das ist direkt hinter dem Haus oben.

26.08.2007 um 18:54 Uhr

Verbrannt....

Stimmung: besser
Musik: Sacrifice -Elton John

Wir machten eine Spaziergang

Meine Hunde, das sind die drei Männer, das einzige Weib was ich habe, hat es vorgezogen zu Hause zu bleiben, gingen mit uns in den verbrannten Wald. Inzwischen sind so alle Bäume, die von innen her brennen, umgefallen oder ausgegangen. Das Bild ist zwei Wochen später aufgenommen.

Am 26. Juni um die Mittagszeit brannte es schon 38 Stunden ohne Unterbrechung. Es war so gegen abend als die Flammen keine Nahrung mehr fanden und die Feuerwehr Entwarnung gab. Ich hatte noch einen Film in der Kamera und fotografierte den Sonnenuntergang, der durch den Rauch vernebelt war.

Sonnenuntergang am 26.6.2007

 

25.08.2007 um 03:42 Uhr

Schreie......

von: Irmgart1911   Kategorie: Eichenwald   Stichwörter: gegenüber

Stimmung: besser
Musik: child in time

Gegenüberliegende Seite

Als mein Mann mich wieder aus dem Schlaf rüttelte war es fast hell, er war hundemüde und sagte mir noch kurz wo ich Feuerwache schieben mußte.

Ich machte unregelmäßig eine Rundgang und meine Hunde folgten mir, er hatte gut gelöscht, zum Glück rauchte es nur noch in allen Ecken, Flammen kamen nicht mehr hoch, obwohl der Scirrocco immer noch mit gleicher Wucht blies. Wir hatten jetzt kurz vor sieben und 47 Grad, der Thermometer im Garten hatte seinen Geist aufgegeben und war an oberster Stelle mit seiner Flüssigkeit stehen geblieben.

Ich ging wieder ins Haus und einige Minuten später hörte ich lautes Schreien und Huben, so schnell war ich noch nie wieder draußen. Jetzt brannte es auf der anderen Seite des Baches. Der Bauer von der anderen Seite versuchte seinen Nachbar, der nur im Sommer in seinem Haus war, Basile, aus dem Haus zu holen. Es antwortete niemand, der Bauer ging zurück auf sein Grundstück mit Olivenbäumen und erstickte die Flammen, die am Rande entlangliefen. Ich dachte Basile wäre mit seiner Frau nach Palermo zurückgefahren und sah zu wie das Feuer so langsam von hinten zum Haus wanderten. Von der Provinzstraße aus kroch ein anderes Feuer Richtung der kleinen Privatstraße. Auch der Bauer bemerkte es und brachte sich in Sicherheit.

Dann hörte ich einen kleinen Hund bellen und kurz danach sah ich Basile mit einem Schlauch über sein Grundstück hetzen, das war knapp. Ich weckte meinen Mann und beide sahen wir zu wie die andere Seite auch abbrannte. Ein Hubschrauber mit Löschwasser ließ eine volle Ladung Wasser über dem Haus von drüben ab, gerettet, zum Glück.

Später erfuhren wir, daß Michele, als er aufwachte und sah wo es brannte, Basile telefonisch aus dem Bett geholt hat. Die Unterstützung per Flugzeug oder Hubschrauber hatte die Feuerwehr angefordert.

Ein Bauer, paar hundert Meter weiter, hat mit dem Bagger die Flammen erstickt. Ein anderer hat ab 4 Uhr morgens nur am Rande seiner Olivenbäume die Flammen erstickt, weiter unten hat ein Nachbar auch die Bäume von den anderen gerettet.

Es gab nicht mehr viel was brennen konnte und es schlich sich ein ungutes Gefühl bei uns hoch. Unten auf der Provinzstraße war eine Ansammlung von Wagen und es wurde in Richtung der der Brücke diskutiert, was war den da passiert?

Wir gingen hinunter, bei uns war eine dicke Eiche umgefallen und lag quer über der Privatstraße und auf der Provinzstraße war ein Telefonmast gekippt und versperrte die Durchfahrt. Ein anderer Mast war von unten her verbrannt und hing nur noch an den Leitungen, der nächste bestand von unten nur noch aus 5 cm Holz der Rest hatte sich verabschiedet.

Die Telefonmasten, ich muß zugeben inzwischen habe ich kein gutes Verhältnis mehr zu diesen, an unserer Privatstraße sind alle aber ohne Ausname restlos verbrannt, was übrig blieb ist die Holzkohle und Stümpfe, die andeuten, daß hier mal ein Mast war.

Die Forstverwaltung rückte an um die Straße freizumachen, aber wie, nichts hatten die dabei.

 

 

21.08.2007 um 04:06 Uhr

Nachtwache...

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Funken, Stichflammen

Stimmung: besser
Musik: Smoke on....

So langsam kam Hunger auf, wir hatten weder gefrühstückt noch etwas mittags gegessen. Mein Mann kochte uns und den Hunden Nudeln. Wir sahen beide immer wieder nach draußen, nervös waren wir, aber im Augenblick war nur Rauch um das Haus, die Flammen waren erstmal erstickt. Der Scirrocco bließ allerdings immer noch mit voller Stärke.

Nach dem Essen gings uns besser. Drei von meinen Hunde waren neben uns und warteten aufs Essen. Donald hatte vor Angst, das Auto immer noch nicht verlassen. Wir mußten ihn holen und vorsichtigt ging er bis ans Haus, als er es erreicht hatte war er wieder ok, denke ich.

Nach einer Tasse Kaffee machten wir einen Rundgang. Die Bäume glimmten, der Wind entfachte immer wieder einige örtliche Feuer, aber die Flammen fanden durch das ABC-Pulver keine Nahrung mehr. Mein Bioabfall brannte schon wieder und der Telefonmast auch. Der war inzwischen zur Hälfte verbrannt und gnädiger Weise Richtung Wald umgefallen, sonst wäre er mir direkt in den Oleander.

Es wurde so langsam dunkel, wir beschlossen Nachtwache zu halten. Die erste Wache übernahm ich, ich so aufgedreht, daß ich nicht schlafen konnte. Ich setzte mich an meinen Computer und sah mir meine Post an. Ich weiß nicht was ich öfters machte, die Briefe lesen oder aus den Fenster sehen. Ich ging hinunter, als ich es nicht mehr aushielt, und machte mit meinen Hunden einen Rundgang. Die Forsteverwaltung fuhr vorbei und eine halbe Stunde später die Polizei. Als ich doch endlich müde wurde weckte ich meinen Mann.

Er weckte mich, so um vier Uhr ich hatte gut 2 Stunden geschlafen, 'Du mußt mir helfen, bei Raffaele brennt es wieder'. Ich war von einer Sekunde zu anderen hellwach. Wir brauchten eine Schaufel und Eimer, dann rannten wir nach oben. Raffaele hatte zwar Wasser aber keine Pumpe, er hatte seinen Strom abstellen lassen, weil er im Sommer nicht kommt. Aber er hatte Sand auf der Terrasse, ein Rest von Bauarbeiten vor ein paar Jahren. Mit den Eimern voller Sand, liefen wir zum Feuer, und kippten sie darüber, immer wieder und wieder. Jetzt ist der Sandhaufen auf jedenfall verlagert worden, er ist jetzt unter seinen Pinien, die an der Stelle restlos verbrannt sind.

 

 

 

 

17.08.2007 um 03:33 Uhr

Flugzeuge....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: abc, pulver, flugzeug

Stimmung: gut
Musik: Clapton

Das Feuer war schon auf der anderen Seite...Aus einem Artikel

Als wir das zweite Flugzeug hörten brachten wir uns unter dem Balkon in Sicherheit. Wir waren beide total naß, müde, erschöpft aber glücklich über die Hilfe. Beim dritten Anflug fingen wir schon an zu trocknen, das Pulver ist wie Seife und die Haut wurde stumpf. Ich hatte meinen Gartenschlauch nicht weit liegen und nahm eine Dusche mit Klamotten unter dem Balkon.

Die Flammen waren erstickt aber es rauchte noch an allen Ecken. Ich mußte mich umziehen und wir gingen ins Haus. Ich kann nicht beschreiben was ich fühlte aber mich umziehen zu können und auf die Uhr zu sehen, es war inzwischen 17.30 Uhr, war einfach toll.

Dienstag morgens

11.08.2007 um 22:00 Uhr

Panik...

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Rauch, Flammen, Strom

Stimmung: gut
Musik: Knocking on .....

von oben hinter meinem Haus
'Haben wir eigentlich den Strom abgestellt?', fragte ich meinen Mann. Abwesend sah er an mir vorbei und antwortete: 'Ich weiß nicht', und schon war auf dem Weg zu seinem Auto, 'ich seh nach', rief er mir zu und fuhr los.

Ich ging zurück zu meinem Auto und Hund und wartete im Schatten der Pinien, die oben bei mir so gut brannten.

Er kam nicht zurück, wo blieb er nur. Ich entschloss mich hochzufahren und nachzusehen, hoffentlich war nichts passiert, der Strom war abgestellt aber von ihm nichts mehr zu sehen. Rex, mein Hund, wurde nervös, oben bei meinem Nachbar stand eine Pinie in hellen Flammen, ich entschloss mich wieder auf die Straße zu fahren. Bei mir waren am Zaun entlang die Rosmarinsträucher und Oleander verbrannt. An unserer Privatstraße war inzwischen alles abgebrannt, überall knisterten die Bäume und ab und zu gab es wieder Stichflammen.

Raffaele kam mir entgegen, 'wie siehts aus?', fragte er. Als er um 12 in die Stadt gefahren war, hatte es ausgesehen als hätte die Feuerwehr auf seiner Ecke das Feuer gestoppt. 'Deine Pinien brennen', gab ich frustriert zurück. Er machte Platz, daß ich vorbeifahren konnte und fuhr hoch zu seinem Haus.

Ich fuhr nochmal zu dem ersten Platz, nichts, dann fuhr ich zurück und stellte mich wieder in den Schatten, aber so daß ich nah an meinem Haus war. Ich sah zu wie eine Weinrebe nach der andere abbrannte, zum Heulen, die habe ich alle selbst gezogen. Das Feuer die Schattenspender für meine Pflanzen zum Schmelzen brachte und die Hitze meine Olivenernte für diese Jahr niedermachte.

Als ich merkte, daß das Feuer über meinem Haus keine Nahrung mehr fand, stellte ich den Wagen hinter meinen Nachbar Michelle, der mit Frau und Tochter nicht weit entfernt parkte und ging zu Fuß hoch. Bis jetzt hatten die Flammen noch nicht auf das Haus übergegriffen, also konnte ich noch was machen.

Hinten im Garten brannten ein paar Frühjahrsbeete lichterloh, das Feuer hatte noch eine Strecke von drei Meter zu meinen Holztreibhäusern, die direkt am Haus anschlossen. Ich öffnete das Wasser und ließ es laufen, so das es rings ums Haus alles feucht war und räumte alles was Holz und leicht brennbar war von den Hausmauern weg, ich war naß vor Schweiß aber auch dankbar, daß das Haus noch war. Es machte mir Mut, als ich dachte es ist genug, ging ich den Garten und fing an die Frühjahrsbeete zu löschen.

Ich hatte ein paar volle Regenwassertonnen im Garten stehen, ein Teil war von den Flammen angesenkt und hatten sich schon halb entleert, den Rest warf ich um und befeuchtete damit die Erde, daß die Flammen nicht liefen, die anderen kippte ich über das Feuer. Mein Bio-Kompost brannte gut und der Telefonmast nebendran auch, ich hatte nicht gewußt wie gut die brennen.

Ich war so beschäftigt, daß ich kaum bemerkte, daß mein Mann wieder da war, er hatte seine Panik überwunden. Gemerkt habe ich es eigentlich daran, daß ich auf einmal wieder Druck auf meinem Wasserschlauch hatte. Er hatte den Strom wieder angestellt.

Jetzt ging es besser, das Feuer lief in Höhe des Hauses, wir mußten verhindern, das es weitere Nahrung fand und Richtung zu uns kam.

Michelle mein Nachbar kam zurück, mein Hund und Wagen standen noch allein auf der Straße. Das Feuer wurde vom Wind in diese Richtung getrieben. 'Mein Hund', und schon war ich auf dem Weg, mein Mann löschte weiter.

Die anderen drei waren noch im Auto meines Mannes, als ich vorbeirannte kam Asterix und Minni aus dem Auto um mich zu begrüssen, Donald verließ das Auto nicht. Muß zugeben, ich bin sportlich, aber eben habe ich alles übertroffen um meinen Wagen zu erreichen, geschafft, zwei Bäume weiter brannte es schon.

Ich fuhr durch die glühende Holzkohle hoch zum Haus und ließ Rex aus dem Auto, der mit den anderen, außer Donald, ins Haus lief. Donald blieb im Auto bis wir aufhörten zu löschen.

Wir hörten ein Flugzeug kommen, und endlich, es war das schon seit Stunden angeforderte Löschflugzeug mit Wasser und es kam dreimal hintereinander. Wir waren von oben bis unten weiß von dem ABC-Pulver, das die verdünnt mit Salzwasser schütten, aber es war mir egal.

Wir brachten uns nach dem ersten in Sicherheit und ließen sie löschen. Ich hätte einen Indianertanz vor Freude tanzen können.

 

 

 

 

 

03.08.2007 um 23:48 Uhr

6 Meter hohe Flammen......

von: Irmgart1911   Kategorie: Eichenwald   Stichwörter: Haus, Eichen, Flammen, Rauch

Stimmung: besser
Musik: Smoke on the water

Es war die Hölle, Die Männer von der Forstverwaltung zogen sich zurück wie das Feuer vorrückte. Sie standen oben an meinen Zaun gelehnt und sahen machtlos zu wie die Flammen auf die Eichen übergriffen.

'Ich glaub wir können gehen, eben ist es aus', sagte mein Mann. Aber ich wollte es weiter versuchen, zog den Schlauch nach hinten in den Garten und befeuchtete die Bäume und Erde. Meine Hunde wurden immer nervöser. Die Flammen waren gut 6m hoch und über mir. 'Mensch, ist das gefährlich', dachte ich, schon wegen dem Funkenflug bei dem Wind.

'Frag doch mal die Männer ob sie noch was machen können?' rief ich meinem Mann zu. 'Nichts!' kam als Antwort, auch sie hatten Verstärkung angefordert, d.h. Flugzeug und Hubschrauber.

Widerwillig ließ ich mir das Wasser abstellen, die Sachen waren noch im Auto, also packten wir unsere Hunde, drei bei meine Mann, einen zu mir und wollten fahren. Die kleine Privatstraße war versperrt von einem Wagen von Mediaset mit zwei Reportern. Sie suchten einen Punkt wo sie das Feuer, vor allen Flammen, gut filmen konnten. Da wir sowieso nicht fahren konnten, ging er mit ihnen los und zeigte ihnen hinter dem Haus einen Platz. Für mein Gefühl brauchten sie ewig lang, wir mußten auch noch meinem Nachbar unten bescheid sagen, daß die Forstverwaltung es für besser hielt, daß wir gehen, weil das Feuer unkontrollierbar den Berg runterkommt. 

Sie kamen zurück und es kam Bewegung auf, Mediaset mit seinen Reportern drehte und fuhr und wir riefen unserem Nachbar zu, was die Männer von der Forstverwaltung meinten und rollten den Berg hinunter.

Mein Mann drehte Richtung Stadt und fuhr und fuhr, wo wollte er denn hin? Alle Handies waren bei ihm im Auto, blöd, sonst hätte ich ihn angerufen. Ich suchte einen schattigen Platz für meinen Hund, und als ich ihn fand bog ich ab. Als er mich nicht mehr im Rückspiegel sah hielt er endlich an. Wir beobachteten wie das Haus immer mehr in den Rauchwolken des Feuers verschwand und ich holte meine Kamera 'Halten wir den Untergang bildlich fest?', sagte ich frustriert.Â