Stimmung: schon etwas ausgeruhter
Musik: Child in time
Nachdem sich unserer Nachbarn in Sicherheit gebracht hatten gingen wir zuerst mal ins Haus. Asterix einer meiner Hund hatte sich im Haus versteckt, Rex, Donald und Minni waren geflüchtet.
'So einfach gebe ich nicht auf!' dachte und sagte ich. Aber wo fingen wir an? Wir hatten noch Strom und eine starke Pumpe, nur daß der Anschluß für draußen im Moment abgeklemmt war, weil wir das Pumpenhaus neu gebaut hatten. Die Sisterne war voll und mit fast 7m Gefälle müßte der Druck reichen.
Die Eiche an der Kurve stand in Flammen, also zogen wir den Schlauch nach unten, eine Verlängerung des Schlauches mußte bei, die lag in der Einfahrt. Ich rannte nach vorne holte sie, die Verbindungsstücker waren in der Werkstatt, geholt, verbunden und gezogen. Luciano, mein Mann, schrie von unten, er hatte kein Wasser mehr, diese blöde Verbindung war rausgesprungen. Mit der Taschenlampe tastete ich mich am Schlauch entlang, da war es, Problem gelöst.
Ich blieb unten und löste ihn ab. Als ich einen Blick die Straße hoch warf, traff mich ein ein Schlag, die Flammen waren hinter dem Haus meines Nachbarn in Richtung zu mir unterwegs, aber es war noch viel schlimmer als ich dachte. Nicht nur das der Wind durch den Turbineneffekt das Feuer hinter dem Haus weitertrieb auch unterhalb von uns ca. 300m weiter an der Straße hatten sie Feuer gelegt und das kam den Berg hoch. Es gab nur eine Feuerschneise, die Straße und die war überdeckt mit den Pinien und Zypressen meines Gegenüber. 'Mein Gott, kuck mal da oben!'
Wir waren beide erschrocken. Das Stromkabel von uns geht durch die Pinien und wir müssen mit den Autos unter ihnen durch um auf die Straße zu kommen.
'Da müssen wir zuerst löschen!'.
Einer zog der andere leuchtete mit der Taschenlampe und löste die Verbindungsstücker aus den Steinen, nichts wie Richtung Einfahrt. Ich hatte noch ein Teilstück von Schlauch dort liegen und es reichte bis auf die Straße. Was ich vergessen habe, hier sind keine 7m Gefälle und der Druck war schwach. Was sollte ich damit löschen? 'Ist das alles an Druck?, fragte ich meinen Mann, während ich die Straße naß machte.
Er rannte zurück zum Haus, für eine Weile sah und hörte ich ihn nicht. Er hat es geschafft die Pumpe direkt auf den Schlauch zu legen und ich hatte genug Druck um die Pinien und das Gras naß zu halten.
Es sah so aus als würde es gelinge, was ich da machte. Der Wind entfachte das Feuer aber immer wieder, es war zum heulen. Als es so aussah als würden die Pinien anfangen zu brennen, hat mein Mann entschieden wir bringen uns und den Hund in Sicherheit.
Er nahm den Schlauch und befeuchtete unseren Fluchtweg, der von diesen Pinien überdeckt ist und die Zypressen. Ich ging ins Haus und nahm meinen Hund, Tasche und Kamera (warum auch immer), machte alle Fenster dicht und Rolläden runter, Schlüssel von den Autos und Zählerkasten Strom und ging.
Es war inzwischen hell geworden und die Feuerwehr war immer noch nicht da.