Flammen in den Bergen

06.12.2007 um 01:12 Uhr

Advent, Advent....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Weihnacht

Stimmung: ruhig
Musik: 9.

Im März 2006 war in Sizilien eine Woche Schnee

Das war bei mir in Sizilien letztes Jahr, ich habe es als Weihnachtskarte umgestaltet. Ich liebe diese Zeit, ich glaube vor allem wegen den langen Nächten.

24.10.2007 um 00:56 Uhr

Täuschung

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Nadel, trocken

Stimmung: nun denn, es geht weiter
Musik: Raintrops....

eine Allee

Ich war mit meinen Hunden eines morgens auf dem Berg spazieren, ich gehe fast jeden Tag mit ihnen ein Stück laufen. Die Sonne hatte ein tolles Licht in die Bäume geworfen. Es ist kein Herbst und die Blätter fallen nicht, es sind Pinien und Zypressen, die Ihre Nadeln behalten.

Pininiengruppe

Es ist immer noch alles schwarz, jetzt wo es bei uns anfängt zu regnen wird es immer dunkler, aber es fängt auch wieder an zu wachsen, zumindestens das Unkraut.

Was es bis jetzt noch nicht geschafft hat wieder auszuschlagen fällt der Säge zum Opfer. Auf ein neues, was heißt ich werde mir ein paar neue Bäume pflanzen ind ein paar Sträucher ziehen. Bäume züchte ich nicht selbst aber die Sträucher wie Rosmarin und andere Gewürze sind einfach zu kultivieren.

 

22.09.2007 um 04:40 Uhr

Stromausfall....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: ENEL

Stimmung: gut
Musik: Il senso della vita (Vasco)

Ein schöner Tag und Sicht

Eine Woche später, Montag den 2.7., hatten wir keinen Strom mehr, es stürmte wieder aus südlicher Richtung. Ich dachte die ENEL hat den Strom wegen der Firma, die für die Telecom die verbrannten Masten erneuerte, abgestellt. Aber als die aufhörten, kam der Strom nicht. Ich versuchte die SOS Zentrale (Quasti) zu erreichen, aber dort war nur die elektronische Ansage, welche mir erzählte, daß in meinem Gebiet einige Störungen gemeldet sind.

Als mein Mann kam, versuchte er es auch, nichts zu machen, wir wurden nicht an die Zentrale weitergeleitet. Es wurde dunkel und das Licht ging immer noch nicht. Meine Nachbarn waren alle nicht da, auch auf der anderen Seite des Berges, war schon seltsam. Ich versuchte mit einem Trick, den ich schon einmal angewandt hatte, die Ansage zu übergehen und die Techniker zu erreichen. Das ging, ich meldete einen Quasto an meinem Zähler, ging dann wieder in die SOS Linie und jetzt hoben sie den Hörer ab.

Es war schon tiefste Nacht und die ENEL versuchte die Reparatur auf den Morgen zu verschieben. So aber nicht....nachdem wir vier Stunden versucht hatten jemand zu erreichen. Ich gab den Leuten meine Handy Nummer und sie fuhren Richtung zu uns los um den Defekt zu suchen.

Inzwischen war auch Basile angekommen, er irrte mit der Taschenlampe über sein Grundstück. Er machte dann sein Tor zu und ein kleiner Lichtpunkt wanderte dann Richtung Haus.

Um kurz vor 23.oo Uhr klingelte mein Handy, es waren die Leute von der ENEL, da wo sie uns suchten war Strom. Sie waren eine Privatstraße zu früh abgebogen und dann in die verkehrte Richtung gefahren. Mein Mann ging mit der Taschenlampe bewaffnet runter zur Provincestraße und postierte sich als Markierung an den Rand der Straße.

Nachdem sie uns endlich gefunden hatten, leuchteten sie die Leitungen ab, kontrollierten die Zähleranschlüße, gingen von der Provincestraße aus, die Kabel in Richtung zu uns ab, kamen wieder hoch, weil dort alles in Ordnung war, als letzte Möglichkeit war Grundstück von Michele geblieben. Sie überstiegen den Zaun und suchten in den teilweise verbrannten Bäumen, da war es, die Stromleitung war angeschmolzen und jetzt bei dem Scirrocco gebrochen. Sie zogen ein neues Kabel fuhren zur Verteilerstelle und dann riefen sie mich an ob wir wieder Strom haben, wir hatten.

Ich muß ehrlich gestehen, ich hatte ein ungutes Gefühl. Die Pumpe fürs Wasser geht ohne Strom nicht und die Brände sind bis jetzt immer in der Zeit zwischen 2 oder 5 Uhr nachts gelegt worden.

 

 

08.09.2007 um 00:46 Uhr

Zufälle...

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Wasser

Stimmung: gut
Musik: tragedy

Da waren mal lauter Büsche und Bäume

Mein Nachbar hat Lungenkrebs, seine Familie und er sind vor der Hitze in Palermo geflohen und wollten am Sonntag zurück. Wegen der Hitze sind sie aber geblieben, hatten aber schon das Wasser abgestellt und alles zusammengeräumt.

Er ist in dieser Nacht nicht mehr an das Absperrventil zum Anstellen des Wassers gekommen, weil sein Pumpenhäuschen in den Flammen eingeschlossen war.

Er erzählte uns, daß schon der wenige Rauch, den er atmend aufgenommen hat, seiner Lunge zu schaffen gemacht hat. Es hätte ihn, so sein Arzt in Palermo, umgebracht, wenn er noch länger geblieben wäre.

Da hat der Instinkt des Menschen, der nicht mehr so ausgeprägt ist, doch genau richtig reagiert, er ist wie ein Blitz geflüchtet, in dem Feuer mit Richtung auf die Provinzstraße.

 

02.09.2007 um 00:52 Uhr

Verkohlt....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Telefonmasten

Stimmung: geht
Musik: Bruce Springsteen

Donald, auch die Reste werden begossen

Also, auch wenn nur noch die zwei verkohlte Reste da waren, die müssen begossen werden. Das waren zwei Stämme für eine Telefonleitung, zwei weil der erste gebrochen war, den hatte Telekom vor einem Monaten mit einem zusätzlichen Mast verstärkt. Donald suchte jeden Mast, er hatte anscheinend ein besonderes Verhältnis zu ihnen. War mir vorher, muß ich ehrlich sagen, nie aufgefallen.

Ich kann es nicht lassen

Der war nicht mehr da, die Klemmen hingen an der Leidung, deren Isolierung verschmort war. Das Bild habe ich am Mittwoch aufgenommen, an dem Tag der Entwarnung durch die Feuerwehr. Es roch überall nach verbranntem Holz und in der Müllecke an der Brücke war es nicht zum aushalten. Ein Tag vorher sind hier einige Behälter mit Gas explodiert, die in den Kühlschränken waren, die die Leute ein paar Tage dort entsorgt hatten. Schlimm...mehr ist nicht dazu zu sagen, irgendwann habe ich mal eine Kamera aufgestellt.

Was mir immer noch nicht klar ist, wie sich das Feuer in dem Müll, der rechts und links unten an der Brücke liegt, entzündet hat. Montags ist es vorbeigelaufen, und durch die Flugzeuge mit Löschwasser haben die Flammen auch nicht übergegriffen. Dienstag, morgens fing es ab der Holzkohle wieder an zu brennen und eins oder zwei Stunden später brannte es auch auf der anderen Seite der Brücke, das Feuer muß von unterhalb gekommen sein, denn zwischen dem ersten und zweiten Feuer ist ein Streifen halbwegs grüner Bäum, der durch die Flugzeuge überlebt hat.

Ich bin dabei meine Frühbeete aufzuräumen, drei Schubkarren, strohtrockene Erde habe ich schon auf meinem provesorischen Kompost, ich werde mir eine neue Ecke suchen, etwas weiter weg vom Wald. Auch wenn die Bäume nicht mehr so schnell nachwachsen, wenn überhaupt, das Unterholz und Gras wächst schon wieder. Meine Grenze zum Garten ist ein Privatgrundstück, nomalerweise müßten sie es sauberhalten, aber was ist hier normal. Wo sauber ist kommt die Forstverwaltung und fragt ob Erde bewegt worden ist und will die Ausweise der Leute. Wo der Wald von unten so bewachsen ist, daß Brandgefahr besteht fragen sie noch nicht mal.

Dabei hatten die zwei Besuche bei uns bestimmt einen anderen Grund, irgend jemand wurde nervös. Es hatte sich rumgesprochen, daß Basile eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet hat.

Ich hatte Basile die Bilder angeboten als Beweis, daß die Anzeige nicht aus der Luft gegriffen war und am Dienstag hatte sich Raffaele für seine Familie in der Stadt, die Bilder von seinem Haus mitgenommen und dabei auch die anderen betrachtet.

Als Raffaele runterfuhr, am Dienstag, lag der Baum quer über unseren Privatsraße, ich habe diesen Mann, noch nie so gesehen....Panik....der Fluchtweg war versperrt.

 

01.09.2007 um 23:34 Uhr

Verbindung tot....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Telefonmasten

Stimmung: gut

Zwei von vielen Telefonmasten die ausgewechselt wurden

Nachdem ich soviel über Telefonmasten geschrieben habe, hier sind zwei noch sichtbar nicht komplett verbrannte. Mein Hund hat von dem ersten, das Ende am Boden gesucht, wo er sein Bein gehoben hat.

 

Einer war total verbrannt der andere hatte jetzt zwei Bretter als Fuß

Das ist der Mast den sie mit Bretter wieder aufgestellt haben, auf der anderen Seite ist ein 4m Brett, Bauholz, als Ersatzmast, aber die Wagen konnten wieder vorbei.

 

 

31.08.2007 um 00:55 Uhr

Warum....??

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: ursache, grund

Stimmung: besser
Musik: Something - The Beatles

von der PS aufgenommen

Jetzt wo etwas Ruhe eingekehrt ist beginnt bei uns das Raten... wer und warum....Fest steht, daß es Brandstiftung war, 2 Tage vorher 9 Leute von der Mafia verhaftet worden sind, davon 5 aus meiner Stadt. Die Feuer insgesamt waren aber so gut organisiert, daß dies eigentlich nicht in zwei Tagen möglich ist. Nicht nur bei uns, im Kreis Palermo waren in gleichen Nacht ungefähr 32 große Brände. Angefangen hat es am Meer und in den Bergen war es ca. eine Stunde später aber alle so weit auseinander, daß die Feuerwehr nicht in der Lage war, überall zu sein. Wer hat also unseren Berg mit auf die Liste gesetzt?

Das Feuer ist mit Holzkohle zum Grillen gelegt worden, den ich fotografiert habe, haben sie in der Nacht 25./26.6.2007 entzündet und dabei die anderer Seite abgefackelt. Denke mal das Feuer was von hinten auf Basile, mein Nachbar von drüben, zukam, war auch ein Haufen Holzkohle, der noch vernichtet werden mußte.

Was ich nicht verstehe, daß wir nicht gesehen haben, wer diese Holzkohle wieder entzündet hat. Wir waren diese Nacht wach und vorbei fuhr nur die Forestale und Polizei?

Ich werde jetzt mal anfangen mein Grundstück aufzuräumen und denke noch ein bißchen darüber nach, wie ich in Zukunft Schäden in diesem Ausmaß vermeiden kann.

Als erstes haben wir den Baum der über der Privatstraße quer lag zerkleinert damit wir was zu Essen holen können, wir und meine Hunde hatten keine Vorräte mehr. Ich bin gefahren und mein Mann hat weiter Wache geschoben, weil der Müll, den alle an der Brücke, die über den Bach geht werfen, immer noch ab und zu Flammen von sich gab.

Als ich zurückkam erzählte er, daß er mit der Forstverwaltung den Telefonmast wieder auf zwei Brettern aufgestellt hat und eine Stütze auf der anderen Seite. Er lieferte die Nägel und Hammer und der Bauer, der dringend Wasser für seine Kühe brauchte, die Bretter. Damit war die Provinzstraße wieder befahrbar, er richtig gut drauf, muß lustig gewesen sein.

Traurig sah es Richtung Stadt aus, an drei Stellen war wirklich nichts mehr, alles schwarz. Als ich wieder hochfuhr, sah ich zum erstenmal die Ecke hinter uns, mein Gott....der einzige der sich hier über Wasser gehalten hat, war die Plantage mit Pfirsichbäumen und das wahrscheinlich auch nur, weil er die Bewässerung für die Bäume nicht auf dem Boden sondern in den Bäumen hängen hat.

Hinter der Fiat war der Hang bis an die Spitze abgebrannt, nur wo die Häuser sind sind noch ein paar grüne Flecken, teilweise ist aber das Feuer bis ins Haus gekommen.

Zum Glück sind hier keine Menschen ums Leben gekommen.

Aber auf der anderen Seite der Provinzstraße, Richtung Stadt, sind drei Hunde verbrannt und einem Kollegen von meinem Mann sind die Hunde an Rauchvergiftung gestorben und die Hasen verbrannt. Ich weiß nicht wieviel wilde Tiere, wie Schlangen, Eidechsen, Stachelschweine, Füchse, Frösche und was noch alles bei uns im Wald gelebt hat, verbrannt sind.

 

 

 

 


 

21.08.2007 um 04:06 Uhr

Nachtwache...

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Funken, Stichflammen

Stimmung: besser
Musik: Smoke on....

So langsam kam Hunger auf, wir hatten weder gefrühstückt noch etwas mittags gegessen. Mein Mann kochte uns und den Hunden Nudeln. Wir sahen beide immer wieder nach draußen, nervös waren wir, aber im Augenblick war nur Rauch um das Haus, die Flammen waren erstmal erstickt. Der Scirrocco bließ allerdings immer noch mit voller Stärke.

Nach dem Essen gings uns besser. Drei von meinen Hunde waren neben uns und warteten aufs Essen. Donald hatte vor Angst, das Auto immer noch nicht verlassen. Wir mußten ihn holen und vorsichtigt ging er bis ans Haus, als er es erreicht hatte war er wieder ok, denke ich.

Nach einer Tasse Kaffee machten wir einen Rundgang. Die Bäume glimmten, der Wind entfachte immer wieder einige örtliche Feuer, aber die Flammen fanden durch das ABC-Pulver keine Nahrung mehr. Mein Bioabfall brannte schon wieder und der Telefonmast auch. Der war inzwischen zur Hälfte verbrannt und gnädiger Weise Richtung Wald umgefallen, sonst wäre er mir direkt in den Oleander.

Es wurde so langsam dunkel, wir beschlossen Nachtwache zu halten. Die erste Wache übernahm ich, ich so aufgedreht, daß ich nicht schlafen konnte. Ich setzte mich an meinen Computer und sah mir meine Post an. Ich weiß nicht was ich öfters machte, die Briefe lesen oder aus den Fenster sehen. Ich ging hinunter, als ich es nicht mehr aushielt, und machte mit meinen Hunden einen Rundgang. Die Forsteverwaltung fuhr vorbei und eine halbe Stunde später die Polizei. Als ich doch endlich müde wurde weckte ich meinen Mann.

Er weckte mich, so um vier Uhr ich hatte gut 2 Stunden geschlafen, 'Du mußt mir helfen, bei Raffaele brennt es wieder'. Ich war von einer Sekunde zu anderen hellwach. Wir brauchten eine Schaufel und Eimer, dann rannten wir nach oben. Raffaele hatte zwar Wasser aber keine Pumpe, er hatte seinen Strom abstellen lassen, weil er im Sommer nicht kommt. Aber er hatte Sand auf der Terrasse, ein Rest von Bauarbeiten vor ein paar Jahren. Mit den Eimern voller Sand, liefen wir zum Feuer, und kippten sie darüber, immer wieder und wieder. Jetzt ist der Sandhaufen auf jedenfall verlagert worden, er ist jetzt unter seinen Pinien, die an der Stelle restlos verbrannt sind.

 

 

 

 

17.08.2007 um 03:33 Uhr

Flugzeuge....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: abc, pulver, flugzeug

Stimmung: gut
Musik: Clapton

Das Feuer war schon auf der anderen Seite...Aus einem Artikel

Als wir das zweite Flugzeug hörten brachten wir uns unter dem Balkon in Sicherheit. Wir waren beide total naß, müde, erschöpft aber glücklich über die Hilfe. Beim dritten Anflug fingen wir schon an zu trocknen, das Pulver ist wie Seife und die Haut wurde stumpf. Ich hatte meinen Gartenschlauch nicht weit liegen und nahm eine Dusche mit Klamotten unter dem Balkon.

Die Flammen waren erstickt aber es rauchte noch an allen Ecken. Ich mußte mich umziehen und wir gingen ins Haus. Ich kann nicht beschreiben was ich fühlte aber mich umziehen zu können und auf die Uhr zu sehen, es war inzwischen 17.30 Uhr, war einfach toll.

Dienstag morgens

11.08.2007 um 22:00 Uhr

Panik...

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Rauch, Flammen, Strom

Stimmung: gut
Musik: Knocking on .....

von oben hinter meinem Haus
'Haben wir eigentlich den Strom abgestellt?', fragte ich meinen Mann. Abwesend sah er an mir vorbei und antwortete: 'Ich weiß nicht', und schon war auf dem Weg zu seinem Auto, 'ich seh nach', rief er mir zu und fuhr los.

Ich ging zurück zu meinem Auto und Hund und wartete im Schatten der Pinien, die oben bei mir so gut brannten.

Er kam nicht zurück, wo blieb er nur. Ich entschloss mich hochzufahren und nachzusehen, hoffentlich war nichts passiert, der Strom war abgestellt aber von ihm nichts mehr zu sehen. Rex, mein Hund, wurde nervös, oben bei meinem Nachbar stand eine Pinie in hellen Flammen, ich entschloss mich wieder auf die Straße zu fahren. Bei mir waren am Zaun entlang die Rosmarinsträucher und Oleander verbrannt. An unserer Privatstraße war inzwischen alles abgebrannt, überall knisterten die Bäume und ab und zu gab es wieder Stichflammen.

Raffaele kam mir entgegen, 'wie siehts aus?', fragte er. Als er um 12 in die Stadt gefahren war, hatte es ausgesehen als hätte die Feuerwehr auf seiner Ecke das Feuer gestoppt. 'Deine Pinien brennen', gab ich frustriert zurück. Er machte Platz, daß ich vorbeifahren konnte und fuhr hoch zu seinem Haus.

Ich fuhr nochmal zu dem ersten Platz, nichts, dann fuhr ich zurück und stellte mich wieder in den Schatten, aber so daß ich nah an meinem Haus war. Ich sah zu wie eine Weinrebe nach der andere abbrannte, zum Heulen, die habe ich alle selbst gezogen. Das Feuer die Schattenspender für meine Pflanzen zum Schmelzen brachte und die Hitze meine Olivenernte für diese Jahr niedermachte.

Als ich merkte, daß das Feuer über meinem Haus keine Nahrung mehr fand, stellte ich den Wagen hinter meinen Nachbar Michelle, der mit Frau und Tochter nicht weit entfernt parkte und ging zu Fuß hoch. Bis jetzt hatten die Flammen noch nicht auf das Haus übergegriffen, also konnte ich noch was machen.

Hinten im Garten brannten ein paar Frühjahrsbeete lichterloh, das Feuer hatte noch eine Strecke von drei Meter zu meinen Holztreibhäusern, die direkt am Haus anschlossen. Ich öffnete das Wasser und ließ es laufen, so das es rings ums Haus alles feucht war und räumte alles was Holz und leicht brennbar war von den Hausmauern weg, ich war naß vor Schweiß aber auch dankbar, daß das Haus noch war. Es machte mir Mut, als ich dachte es ist genug, ging ich den Garten und fing an die Frühjahrsbeete zu löschen.

Ich hatte ein paar volle Regenwassertonnen im Garten stehen, ein Teil war von den Flammen angesenkt und hatten sich schon halb entleert, den Rest warf ich um und befeuchtete damit die Erde, daß die Flammen nicht liefen, die anderen kippte ich über das Feuer. Mein Bio-Kompost brannte gut und der Telefonmast nebendran auch, ich hatte nicht gewußt wie gut die brennen.

Ich war so beschäftigt, daß ich kaum bemerkte, daß mein Mann wieder da war, er hatte seine Panik überwunden. Gemerkt habe ich es eigentlich daran, daß ich auf einmal wieder Druck auf meinem Wasserschlauch hatte. Er hatte den Strom wieder angestellt.

Jetzt ging es besser, das Feuer lief in Höhe des Hauses, wir mußten verhindern, das es weitere Nahrung fand und Richtung zu uns kam.

Michelle mein Nachbar kam zurück, mein Hund und Wagen standen noch allein auf der Straße. Das Feuer wurde vom Wind in diese Richtung getrieben. 'Mein Hund', und schon war ich auf dem Weg, mein Mann löschte weiter.

Die anderen drei waren noch im Auto meines Mannes, als ich vorbeirannte kam Asterix und Minni aus dem Auto um mich zu begrüssen, Donald verließ das Auto nicht. Muß zugeben, ich bin sportlich, aber eben habe ich alles übertroffen um meinen Wagen zu erreichen, geschafft, zwei Bäume weiter brannte es schon.

Ich fuhr durch die glühende Holzkohle hoch zum Haus und ließ Rex aus dem Auto, der mit den anderen, außer Donald, ins Haus lief. Donald blieb im Auto bis wir aufhörten zu löschen.

Wir hörten ein Flugzeug kommen, und endlich, es war das schon seit Stunden angeforderte Löschflugzeug mit Wasser und es kam dreimal hintereinander. Wir waren von oben bis unten weiß von dem ABC-Pulver, das die verdünnt mit Salzwasser schütten, aber es war mir egal.

Wir brachten uns nach dem ersten in Sicherheit und ließen sie löschen. Ich hätte einen Indianertanz vor Freude tanzen können.

 

 

 

 

 

28.07.2007 um 02:56 Uhr

Aussichtslos.....

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Rex, Minni, Asterix, Donald

Stimmung: gut
Musik: Gangsters Paradise

 

   Ich habe meinen Hund Rex gesucht, der vor den Flammen geflüchtet war und bin dabei über ein sauber geschütteten Holzkohlehaufen mit Papier gestossen. Dieser hatte sich nicht entzündet und sollte die andere Seite des Berges anstecken.

Die Feuerwehr war da, rechtzeitig genug um das überschlagen der Flammen zu verhindern. Es ging mir richtig gut.

Wir wurden aber gewarnt, auch von der Spitze des Berges kam ein Feuer durch den Wind nach unten.

Trotzdem sind wir nach oben zu unserem Haus gefahren. Mein Nachbar über mir, den hatten wir in der Nacht in der Stadt aus seinem Bett geklingelt, versuchte mit einem Eimer voll Wasser sein Grundstück vor dem Feuer zu retten.

Inzwischen waren bis auf Rex alle Hunde wieder da, nach einer Tasse Kaffee ging ich auf die Suche nach ihm.

Ich habe ihn nicht gefunden, aber der Schwager von meinem Nachbar, als er die Feuerwehr suchte und fand. Mein Hund war schon bei der Feuerwehr. Inzwischen hatte ein Funken das Grillholz zum Brennen gebracht, und das war direkt unter den Bäumen neben dem Grill gelagert. Der Wind tat den Rest und es brandte lichterloh.

Mit hängenden Armen und einem müden Gesicht kam er aus dem Tor -aussichtslos- es war nichts mehr zu machen. Er hatte den Hang hinter seinem Haus fluchtartig verlassen bevor er von dem Feuer eingeschlossen wurde. Mein Mann rettete noch den Rest unseres Schlauches und dann warteten wir vor dem Tor auf unserer Privatstrasse auf die Feuerwehr.

 

08.07.2007 um 22:17 Uhr

Ich dachte es regnet......

von: Irmgart1911   Kategorie: Häuser und Gärten   Stichwörter: Nachbarn

Stimmung: müde
Musik: Highway to Hell

TraurigIch wurde wach von einem Geräusch, was sich anhörte wie große Regentropfen, es hatte aber als ich ins Bett ging nicht nach Regen ausgesehen.

Ich saß noch am Computer um meine Post durchzusehen und hörte die Tochter unseres Nachbarn heimkommen, das war um 1.30 Uhr. Ist immer die gleiche Zeit und sie hat Angst auszusteigen und hubt ihrer Mutter, die dann aufmacht. Die Mama brauchte diesmal lange anscheinen hat sie schon geschlafen.

Der Scirrocco macht jedem hier zu schaffen und wir hatten noch immer um 1.30 Uhr runde 47 Grad warm. Ich bin dann auch ins Bett, mein Mann schlief schon.Ich dreht mich um als ich glaubte die Regentropfen zu hören, auch mein Mann war am wachwerden: '..regnet es?' fragte ich. Es hatte so eine Lautstärke, daß er aufstieg und aus dem Fenster sah.

'Bei denen brennt es!' rief er entsetzt. So schnell war ich noch nie auf meinen Füßen, mein Gott tatsächlich und drüben rührte sich nichts. Die Flammen waren schon an den Zypressen wo der Gasbehälter stand.

'Der will sich doch nicht umbringen?' sagte ich zu meinem Mann, mein Nachbar hatte Krebs und ist mitten in einer Therapie, denn das war nicht normal, seine Frau ist absolut hellhörig, ihr entgeht nichts. Aber das war uns egal, schon während wir uns notdürftig etwas überstreiften fingen wir beide mit den Handys an zu wählen und zu laufen, die mußten da raus bevor der Behälter explodiert. Mein Mann versuchte die Feuerwehr zu erreichen und ich schrie in Richtung meiner Nachbarn, das sie wachwurden, nichts.

Mein Mann hubte und konnte diese Feuerwehr nicht erreichen, also dann die Polizei, dabei setzte er immer wieder die Hube des Autos in Gang. Meine Stimme war gekippt, also ging er schreien und ich huben, auch die Polizei konnte bei der Feuerwehr nichts ausrichten, die waren im Einsatz. Die Polizei gab meinem Mann zu verstehen, wenn daß was wir im Moment machen nicht hilft, soll er die Tür einschlagen.

Also ist mit einem Fäustel in der Hand über den Zaun geklettert und hat die Eingangstür bearbeitet, nach einigen Seckunden dann hat meine Nachbarin, dahinter ihr Mann, ängstlich die Nase durch einen Türspalt gesteckt und dann aufgemacht als sie sah wer es war und gefragt was ist. 'Bei Ihnen brennt es!' schrie mein Mann aufgeregt.

Sie und er kamen aus der Tür, erschrocken, rannten zurück ins Haus, kamen mit Tochter, Taschen und Autoschlüssel bewaffnet in den Garten geeilt, zu den Autos, umzingelt von Flammen. An der Kurve wo sie zur Straße fahren wollten, war ein Flammenmeer aber sie wollten nicht hochkommen zu uns. Sie starteten und sind in den Flammen zur Straße gefahren.

Aber das war nur der Anfang.