Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

10.04.2007 um 04:05 Uhr

Bambussprossen

von: buchzeiger   Kategorie: Gemüse

Bambussprossen / Bambusspitzen / Bambusschößlinge

lateinisch: Bambusa vulgaris
japanisch: Takenoko
amerikanisch: Bamboo shoots
englisch: Bamboo sprouts
französisch: Pousses de bambou

Die Bambussprossen sind in den ostasiatischen Tropen beheimatet und werden heute vor allem in China, Japan, Indien, aber auch in Süd- und Mittelamerika kultiviert. Botanisch gehören sie zur Familie der Riesengräser mit verholzenden Stängeln.

Die kegelförmigen, elfenbeinfarbenen Bambussprossen sind circa 15 cm lang und haben einen Durchmesser von 5 bis 8 cm. Die Konsistenz des Fruchtfleisches ähnelt in etwa der des Kohlrabis oder der Sellerieherzen.


Junge Bambussprossen schmecken knackig-zart, süß-säuerlich und kohlrabi-ähnlich.

Von allen Pflanzen haben Bambussprossen den höchsten Anteil an Kieselsäure.

Ernährungsphysiologischer Nutzen von Kieselsäure (die Säure von Siliciumdioxid):


  • widerstandsfähige Haare
  • feste Fingernägel
  • strafft die Haut
  • wertvoll gegen Entzündungen, Verbrennungen usw.
  • Silicium - ein essentielles Spurenelement

Die dekorativen Bambussprossen sind ein wichtiger Bestandteil der japanischen Küche. Sie werden circa 40 Minuten in Salzwasser gegart; anschließend kann man sie ähnlich wie Spargel zubereiten. Zum Rohverzehr sind sie nicht geeignet, das sie Blausäure enthalten, die sich erst durch das Kochen verflüchtigt. Hierzulande sind Bambussprossen nur in Konserven erhältlich.

In Japan und China werden Bambussprossen als Mittel gegen Nervosität und Epilepsie eingesetzt.

Bambusschößlinge, die als sauer-scharf eingelegte Konserve (z. B. in Asia-Läden) angeboten werden, heißen Achia / Atchia.

Ein schönes Foto ist bei pompokaia zu sehen. Danke für die Erlaubnis zum Verlinken!


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