Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

23.08.2007 um 04:06 Uhr

Bestäubungsleistung


Bienenleistungen

Zum Nutzen von Mensch und Natur

Für 300 g Honig muss die Biene rund 20.000 Mal ausfliegen.

Von der Leistung, die das Einzelvolk erbringt, kann der Imker den Überschuss ernten (10 bis 30 kg).

Von einem Sammelflug bringt eine Arbeiterin 25 bis 35 mg Nektar oder bis zu 2,3 Millionen Pollenkörner zum heimatlichen Volk (Stock) zurück.

Bienen sind ein wichtiges Bindeglied in vielen natürlichen Lebensgemeinschaften. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernehmen sie auch ganz nebenbei auch die Bestäubung der Blüten. So sorgen sie bei Wild- und Nutzpflanzen für reichen Fruchtansatz und sichern damit auch Wildtieren die Nahrungsgrundlage.

Für die Obstbauern und Landwirte sind die Bienen unverzichtbare Helfer. Die Bestäubung darf nicht dem Zufall überlassen werden. Bienenvölker sind notwendig. Imker wandern gezielt mit ihren Völkern in die Obst- und Rapsblüte.

Finstere Gestalten:
Vorbereitungen
zum Bienenwandern

von Pieter Bruegel d. Ä.
um 1565

So wurde Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert
gewandert:

Heute "wandert" man mit dem Auto.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenbeastlover schreibt am 23.08.2007 um 07:17 Uhr:hui...interessante fakten.
  2. zitierenleo14 schreibt am 23.08.2007 um 09:38 Uhr:Deine Bienenkunde macht wieder einmal klar, dass Bienen nahezu unverzichtbar für das Funktionieren unsere Öko-Systems sind. Wer sonst könnte diese Funktionen übernehmen?? Die Wespen sind zu wenig arbeitsam, die anderen Blütenbesucher unverlässlich ...
    Oder was sagt die Expertin dazu?

    leo14
  3. zitierensoJA schreibt am 23.08.2007 um 12:35 Uhr:Da kann ich Leo nur zustimmen. Es kann gar nicht oft genug gesagt werden wie wichtig Bienen sind. Ohne die Bestäubung durch Bienen hätten wir keine Äpfel, Tomaten, Kartoffeln usw.
  4. zitierenbuchzeiger schreibt am 23.08.2007 um 16:25 Uhr:Es gibt noch einige andere Bestäuber außer der Biene, z. B. die Hummeln (diese gehören allerdings ebenfalls zur Gattung der Bienen).

    Hervorzuheben ist allerdings auch die Bestäubungsleistung des Windes.

    Es gibt Pflanzen, die nur durch den Wind bestäubt werden können, da die Mundwerkzeuge von Bienen zu kurz sind, um deren Nektar zu erreichen, z. B. die Tabakpflanze (vielleicht zum Glück, wie würde wohl Tabakhonig schmecken???).

    Darüber hinaus können sich viele Pflanzen selbst bestäuben, wobei bei ständiger Selbstbestäubung mit der Zeit vermehrt Erbkrankheiten auftreten können (Inzucht).

    Pflanzen, die durch den Wind bestäubt werden, sind entsprechend angepasst. Sie besitzen häufig keine oder sehr kleine Blüten bzw. Blüten ohne Farbe, da ja keine Tiere angelockt werden müssen. Sie bilden viel Blütenstaub, der durch den Wind weit verbreitet wird.

    Dass jedoch Bienen weitaus effektiver bestäuben, sieht man z. B. an Obstbäumen usw. Auf den Wind ist ja nicht immer „Verlass“ – mal weht er und mal nicht. Verformte Äpfel lassen auf solche Bestäubungsfehler schließen.

    Bienen sind auf jeden Fall viel gründlicher und zuverlässiger.

    Ich freue mich über euer Interesse. Ihr wisst ja: ImkerInnen könnten stundenlang nur über Bienen quatschen!
  5. zitierenleo14 schreibt am 23.08.2007 um 18:01 Uhr:Deine Kenntnisse sind aber auch sehr interessant!!
    leo14
  6. zitierenbuchzeiger schreibt am 24.08.2007 um 05:31 Uhr:Danke, dass ihr BIENEN auch interessant findet. Ich denke, Aufklärung tut oft gut. Gerade wenn man in Städten lebt, geht so Vieles an "natürlichem" Wissen verloren. Beastlover in seinem "Busch" hat wahrscheinlich mehr Naturkontakt als z. B. ich hier in Mannheim. Auch er weiß immer Interessantes über neueste Pflanzungen usw. zu berichten. Wie es bei euch anderen ist, weiß ich ja nun leider nicht so!
  7. zitierensoJA schreibt am 24.08.2007 um 19:28 Uhr:Ich werde auf Firefox umsteigen müssen, denn ich kann hier leider nichts lesen, die Ameisen verdecken das Geschriebene!!
  8. zitierenbuchzeiger schreibt am 24.08.2007 um 19:56 Uhr:Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich habe die Bücher untereinandergestellt wie immer. Und jetzt ragt Freyr vorwitzig in den Text hinein.
  9. zitierenleo14 schreibt am 24.08.2007 um 20:08 Uhr:bei mir ist es ganz normal ... firefox, danke!
    leo14
  10. zitierensoJA schreibt am 24.08.2007 um 20:17 Uhr:Bei uns stand vor kurzem ein Bericht über einen Imker in Manhattan. Also die Bienchen schwirren auch in Großstädten umher. In Manhattan offensichtlich mehr als man glaubt.
    Ist der Bericht von Interesse?
  11. zitierenbuchzeiger schreibt am 24.08.2007 um 21:02 Uhr:Bienen in der Großstadt - immer von Interesse. ALLES über Bienen ist IMMER von Interesse! Danke!
  12. zitierenleo14 schreibt am 24.08.2007 um 22:58 Uhr:ICh halte es auch für wichtig, dass in den Städten Bienen leben. Die vielen Gärten, PArks und Dachbegrünungen bräuchten auch Bienenpflege ... Und wer hat dann die Bienenstöcke? Könnte man die auf einem Dach halten???
    leo14
  13. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.08.2007 um 07:53 Uhr:Ich kenne Leute, die Bienen auf ihrer großen Dachterrasse halten. Manchmal geht das jahrelang gut, weil die Nachbarn nichts davon mitgekommen. Merken sie es, ist es oftmals mit dieser Art Bienenhaltung vorbei, weil dann plötzlich die Angst kommt. Kinder könnten gestochen werden ... Dann müssen die Bienen weg, obwohl jahrelang nichts passiert ist. Grundsätzlich gilt bei uns , dass Bienenhaltung in Wohngebieten zwar nicht verboten ist, aber wenn sich jemand beschwert, hat der Imker keine Chance.
  14. zitierenleo14 schreibt am 25.08.2007 um 09:28 Uhr:Die städtischen Grbiete haben doch ein gro0es Potential (auch in der Zukunft) ---> stelle mir gerade eine neue Sorte vor "Stadthonig"
    leo14
  15. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.08.2007 um 12:19 Uhr:Ja, es gibt Stadtparks, Anlagen, Friedhöfe, zoologische und botanische Gärten - und jede Menge Balkonpflanzen.
    Vorsicht: Geranien sind nichts für Bienen. Bitte anderes auf dem Balkon anpflanzen, z. B. Sonnenblumen.
  16. zitierenleo14 schreibt am 25.08.2007 um 15:48 Uhr:Was haben die Geranien "falsches" an sich???
    leo14
  17. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.08.2007 um 17:20 Uhr:Geranien sind des Balkongärtners liebste Blumen. Sie wirken auf das Auge des menschlichen Betrachters. Aus Bienensicht sind Geranien allerdings nur eine sterile Pracht, die ihnen keinerlei Nahrung bietet. Für die Honigbiene ist im Frühjahr frischer Pollen für den Aufbau der Völker wichtig. Geranien bilden leider nicht genug Pollen.
  18. zitierenleo14 schreibt am 25.08.2007 um 18:11 Uhr:vielen dank für die information, ich mag eigentlich geranien überhaupt nicht, nun habe ich ein gutes argument, sie auch anderen auszureden ....
    leo14
  19. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.08.2007 um 18:13 Uhr:Genau! Pflanzt Bienenblumen!

Diesen Eintrag kommentieren