Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

05.11.2007 um 17:40 Uhr

Bienengift

Bienengift –
ein Wundercocktail der Natur


Die perfekte Waffe zur
Verteidigung des Bienenvolkes.


In wohl dosierten Mengen von einem erfahrenen Therapeuten verabreicht, kann Bienengift für die menschliche Gesundheit von hohem Wert sein. Vor allem rheumatische Erkrankungen werden erfolgreich behandelt. Es kommt dabei pro Behandlung eine Dosis zum Einsatz, die circa 100 bis 300 Bienenstichen entspricht.

Bei Personen mit Bienengiftallergie kann diese Therapie selbstverständlich nicht genutzt werden.



Was steckt drin im Bienengift?

Neben Wasser (65-70%) ist das Bienengift eine Kombination von vielen nützlichen Bestandteilen. Moderne biochemische Analysemethoden wurden zur Identifizierung der verschiedenen Bestandteile verwendet. Hier das Erfolgsrezept aus dem Bienenstock:

Peptide

Melithin
  • Melithin F
  • Apamin
  • Peptid 401 (MCD) zur Entkristallisierung der Mastzellen
  • Sekarpin
  • Tertiapin
  • Adolapin
  • Proteaseinhibitor
  • Prokamin A, B
  • Minimin
  • Kardiopep
Enzyme

  • Phospholipase A2
  • Hyaluronidase
  • Phosphomonoesterasesäure1
  • Glukosidase
  • Lysophospholipase
Aktive Amine

Histamine
  • Dopamin
  • Norepinephrin
  • Leukotrien
Nichtpeptid-Bestandteile

Kohlenhydrate
  • Glukose
  • Fruktose
Lipide

  • 6 Phospholipide
Aminosäuren

  • r-Aminobutyrsäure
  • B-Aminoisobutyrsäure

 

Ein wahres Arsenal guter biochemischer “Waffen”

Ist es nicht merkwürdig, dass Tiere und Menschen im Lauf der Evolution keine biochemische Methode gefunden haben, um den Schmerz zu neutralisieren, welchen das Bienengift (Melithin) verursacht?

Mutter Natur ist viel klüger als wir denken. Würde der Schmerz wegfallen, dann wären die Bienen wahrscheinlich bereits verschwunden, gefressen von Bären, Vögeln und – warum nicht? – von hungrigen Menschen.



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