Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

27.07.2007 um 04:05 Uhr

Blütenpollen - ein Lebenselixier

Die Bienen sammeln winzig große Pollenkörner von blühenden Pflanzen und stecken diese in ihr Pollenkörbchen. Wenn das Pollenkörbchen gefüllt ist, wird es Pollenhöschen genannt. Am Flugloch lässt sich anhand der Farbe des Pollenhöschens bestimmen, von welchen Blüten die Bienen gesammelt wurde.

Bienen ernähren sich vegetarisch. Blütenpollen sind für sie deshalb aufgrund ihres Reichtums an Proteinen wichtig.

Das Sammelgut wird nach Hause getragen, dort abgestreift und in spezielle Waben, die als Vorratskammer für die Versorgung der Brut dienen, "eingestampft" und deponiert. Doch nicht nur die Larven benötigen die eiweißreiche Kost, auch die Ammenbienen stärken sich damit.

Auch für uns Menschen hat der Blütenpollen eine enorme gesundheitliche Bedeutung. Er enthält eigentlich alles, was wir zum Leben brauchen, u. a. jede Menge Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme. Theoretisch könnten wir allein mit Bienenpollen ohne jede Mangelerscheinung leben.

Hier einige Wirkungen des Pollens zum Überblick:

  • Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels
  • Unterstützung bei Gefäßerkrankungen
  • Desensibilisierung bei Pollenallergien
  • Erhöhung von Konzentrations- und Gedächnisleistungen
  • Positive Beeinflussung der Lernfähigkeit
  • Stärkung des Immunsystems
  • Günstige Einwirkung auf nahezu alle Stoffwechselerkrankungen
  • Anti-Aging-Wirkung

Blütenpollen – ein wahres Lebenselixier!
Und ein Jungbrunnen!

Hier meine Fotos zum Thema:

Eine neues Rähmchen wird von den
Bienen zum Pollenlager bestimmt.

Der Pollen wird ganz fest in
die Waben hineingestampft.



Pollen von verschiedenfarbigen Blüten:
rot, gelb, blau ...

 
Fast wie bunte Bilder -
- Kunstwerke der Natur

Wer bei diesem Vergleich bleiben und noch etwas über die Farben dieser „Naturbilder“ erfahren möchte:

Die Farbpalette der Pollen ist riesengroß. William Kirk schreibt in seinem Buch “A colour guide to pollen loads of the honey bee” (Farbrichtlinien der Pollenladungen der Honigbienen), 1994, dass er bei 268 Pflanzenspezies über 563 Farben vorfand. Darüber hinaus können sich die Farben ändern; daraus entstehen dann weitere Nuancen.

Beispiele:
  • Während des Fluges von Blüte zu Blüte werden die Pollenkörner von den Bienen nach und nach mit Nektar umhüllt. Je reicher der Nektar an Mineralsalzen ist, desto dunkler wird die Pollenfarbe.
  • Je höher der Wasseranteil im Pollen, desto heller die Farbe.
  • Je länger der Pollen in Kontakt zur Sonne steht, umso mehr verliert er seine Farbintensität.


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