Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

05.12.2006 um 04:05 Uhr

Die einen schützen, die anderen fressen?

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Die einen schützen, die anderen fressen?

Die Tatsache, dass die Tiere, die dem Menschen den größten "Nutzen" bringen am schlechtesten behandelt werden, ist keine Neuigkeit, sie ist ein Stück Alltag, eine "Normalität", eine grausame und tierverachtende Realität, die immer dort zu Tage tritt, wo mit Tieren viel Geld verdient wird. Im Sinne von "Nutzen" ist hier aber einmal nicht der "Gewinn" des Tierhalters, des Landwirtes oder des Massentierhalters gemeint.

Verzicht (?) auf Fleisch

Wenn wir uns die zahlreichen, mühevollen, und unbestritten ernsthaften und ebenso wichtigen Aktivitäten bestimmter "Tier"schützer ansehen, werden wir mit einem Rassismus konfrontiert, der förmlich zum Himmel stinkt! Es wird alles getan, dass es ihnen gut geht, den zahlreichen Katzen, Hunden, Meerschweinchen und all den anderen "Streicheltieren". Es wird kastriert, es wird vermittelt, es wird um Spendengelder geworben für all die Tiere, die ob der Nähe zu uns Menschen wohl besonders privilegiert zu sein scheinen. Man scheut keine Mühe, keine Arbeit um das Los dieser Tiere zu verbessern, aber das einfachste, hier sogar in Form von "Nichttun", das schaffen diese Tierschützer anscheinend nicht: Den Verzicht (?) auf "Fleisch"!

Die einen fress´ ich, die anderen streichel ich

Kein Fleisch zu essen bedeutet, etwas für die Tiere jenseits unserer Wohnzimmer zu tun. Was unterscheidet denn den niedlichen Kater, der abends von Frauchen zärtlich gekrault wird, von dem Schwein, das "nach Verarbeitung" als "fein drapierte Tierleiche" auf Frauchens oder Herrchens Teller landet? Hatte dieses Schwein kein Recht auf Leben? Dürfen wir wirklich unterscheiden zwischen essbaren - sprich nutzbaren Tieren - und Tieren, die es "Wert" sind gestreichelt zu werden? Kann es für ernsthafte Tierschützer eine Zweiklassen-Gesellschaft geben: Die einen fress´ ich, die anderen streichel ich?

Das Leiden der so genannten "Nutz"tiere ist zweifelsfrei um ein Vielfaches (nicht nur zahlenmäßig) höher und brutaler, als das der Straßenkatzen oder der ausgesetzten Hunde, die in den total überlasteten Tierheimen ihr Dasein fristen. Die Menge und der Umfang des Tierleids können es also nicht sein - woher also kommt das inkonsequente Verhalten dieser (Streichel-)Tierschützer?

Mehr Informationen bei Tierschutz-online !!!

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenborderworld schreibt am 05.12.2006 um 06:54 Uhr:hallo °^^
    wollt dir ein liebes Grüßchen hierlassen und ein fettes ++ für FLEISCHLOS glücklich!
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 05.12.2006 um 07:05 Uhr:Herzlichen Dank, borderworld, für deinen Besuch und Kommentar! Ich wünche dir einen harmonischen Tag ohne Streit!
    Buchzeiger
  3. zitierenborderworld schreibt am 05.12.2006 um 07:11 Uhr:danke, das is aber lieb :-)
    auch dir einen erfüllten Tag und alles Liebe!
  4. zitierenElin schreibt am 05.12.2006 um 09:47 Uhr:Oh ja, das ist ein heißes Thema! Ein echter Zwiespalt: Einerseits gibt es bei den Haustieren viel Elend, verursacht durch menschliche Dummheit und Gleichgültigkeit. Da finde ich es schon wichtig, dass es Menschen gibt, die sich um diese Tiere kümmern und dafür sorgen, dass sich das Elend nicht noch vermehrt. Die Lösung, die Tiere wie in anderen Ländern tot zu spritzen oder zu vergasen, finde ich nicht akzeptabel… Andererseits kann ich aus eigener Erfahrung (ich habe mich mal eine ganze Weile in einem größeren Tierheim im Ruhrgebiet engagiert) berichten, dass sich einige Ehrenamtliche die sich dort tummeln zum Teil (no offence!) nicht gerade sehr differenziert mit dem Problem auseinander setzen. Symptomatisch sind die allsonntäglichen Auftritte in „Tiere suchen ein Zuhause“: „Und hier haben wir noch ein armes Dackelchen, geht brav am Leinchen, frisst sein Fresschen, sucht ein neues Frauchen…“ Wenn ich da jetzt anfange, finde ich kein Ende.

    Was den Fleischkonsum von Tierfreunden und Nicht-Tierfreunden angeht, träume ich immer noch vom goldenen Mittelweg: Wenn Otto-Normal-Konsument sich angewöhnen würde, deutlich weniger Fleisch zu essen, hätte er auch Geld, qualitativ hochwertigeres Fleisch aus besserer Haltung zu kaufen. Das gilt für mich nicht nur für Fleisch. Keiner ist unfehlbar und natürlich kaufe ich auch konventionelle Produkte und wenn mich der Heißhunger packt auch mal was richtig Ungesundes (*grins*), aber letztlich sage ich mir: Wir reden von LEBENSmitteln. Das ist das, was unser Körper zum Leben braucht. Da sollte man schon ein wenig nachdenken, was man sich so „reintut“. Jetzt muss ich nur noch meine beiden Katzen (auch Produkte menschlicher Grausamkeit) dazu kriegen, das gute Futter aus Bio-Schlachtabfällen zu fressen… *seufz*
  5. zitierenbuchzeiger schreibt am 05.12.2006 um 10:07 Uhr:Danke für deinen interessanten und differenzierten Beitrag. Schön, dass du wieder da bist, Elin!
  6. zitierenleo14 schreibt am 06.12.2006 um 09:15 Uhr:Ich schließe mich buchzeiger an, elin wurde schon vermisst und es ist jetzt doppelt schön, dass man auch Einträge lesen kann.
    leo14

Diesen Eintrag kommentieren