Duden-Kartoffel / Kartoffel-Duden
Kartoffel
Die Heimat der zu den Nachtschattengewächsen gehörenden Kulturpflanze ist Südamerika. Von dort brachten sie die Spanier im 16. Jh. nach Europa, und zwar einmal unter dem aus der Quechuasprache der Inkas stammenden Namen spanisch papa „Kartoffel” (diese Bezeichnung blieb auf das Spanische beschränkt), zum anderen auch als spanisch batata, patata (das Wort entstammt der Indianersprache von Haiti und bezeichnet eigentlich die zu den Windengewächsen gehörende Süßkartoffel, deren Wurzelknollen besonders in den Tropen ein wichtiges Nahrungsmittel sind). Die letztere Bezeichnung gelangte aus Spanien auch in einige andere europäische Sprachen (beachte z. B. italienisch patata, englisch potato […]). Andere europäische Sprachen wiederum prägten für die Kartoffel eigene Namen, die sich vorwiegend auf die knolligen Wurzeln dieser Pflanze beziehen. So gab es im Italienischen für die Kartoffel auch den Namen tartufo, tartufolo. Das Wort bezeichnet eigentlich den essbaren Trüffelpilz. […] Zur Bezeichnung für die Kartoffel wurde es aufgrund einer Verwechslung der unterirdisch heranwachsenden knollenartigen Fruchtkörper der Trüffel mit den Wurzelknollen der Kartoffel. Während das Wort tartufolo im Italienischen nun hinter patata völlig zurückgetreten ist, lebt es in unserem daraus entlehnten Wort Kartoffel (18. Jh., durch Dissimilation aus älterem Tartuffel, Tartüffel entstanden) fort. In deutschen Mundartbereichen gelten für Kartoffel zahlreiche zusammengesetzte Bezeichnungen wie Erdapfel, Erdbirne, Grundbirne (daraus entstellt rheinhessisch und pfälzisch Krumbeere) usw. Ähnlich heißt die Kartoffel im Französischen pomme de terre (eigentlich „Erdapfel”).
festkochend / mehligkochend
Wenn von festkochenden Kartoffeln oder anderem Festkochendem die Rede ist, schreibt man „festkochend” zusammen: Für Pellkartoffeln sind festkochende Sorten geeignet. Gleiches gilt für halbfestkochend: Folienkartoffeln bereitet man aus halbfestkochenden Kartoffeln zu. Die getrennt geschriebenen Varianten „fest kochend, halbfest kochend” sind zwar nach den Rechtschreibregeln nicht auszuschließen – gebräuchlicher und von uns empfohlen ist aber in jedem Fall die Zusammenschreibung. Auch für mehligkochend ist die Zusammenschreibung zu empfehlen: Kartoffeln des Kochtyps mehligkochend.
Aus der Duden-Redaktion, Mannheim




Bei mir jedenfalls nicht. Die Süßkartoffel habe ich noch nicht gekostet.
"Wat de Bur nich kennt, dat fret he nich!" Ich muss mich bessern!
LG
bElla