Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

19.04.2007 um 04:10 Uhr

Fitness-Drink

 

Fitness-Drink mit Honig

Schnell – gesund – einfach!

Für 4 Personen braucht man:

4 EL guten Imkerhonig
2 Päckchen TK-Himbeeren
1 Liter Buttermilch
1 Becher Sahne

Und so geht’s:

Himbeeren auftauen lassen. Mit der Buttermilch und dem Honig pürieren. Kalt stellen. Kurz vor dem Servieren wird die Sahne steif geschlagen und untergehoben.

Die Himbeer-Buttermilch in hübsche, möglichst hohe Gläser füllen. Mit einem langen Löffel und / oder Strohhalm servieren.

Sehr erfrischend an warmen Tagen.
Weckt die Lebensgeister!

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Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensoJA schreibt am 23.04.2007 um 18:00 Uhr:Welche Empfehlung kannst Du geben für den Kauf von "gutem" Honig?
    Es gibt überall nur den Eu- und nicht EU-Verschnitt.
    Im Reformhaus gibt es ca. 15 Sorten Honig, die meisten aus Ungarn, Rumänien und Brasilien, allerdings mit Ökozeichen. Zwei Sorten gibt es aus Deutschland.

    Andere Frage, wenn ich bei einem Imker kaufe, kann ich da sicher sein, daß sein Honig auch geprüft wird. Manchmal sehen wir unterwegs beim Radfahren, daß jemand Honig verkauft.
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 24.04.2007 um 05:22 Uhr:Liebe soJA; deine Frage zum Kauf von „gutem“ Honig ist nicht ganz einfach zu beantworten.

    Es ist sehr schwer, Bio-ImkerIn zu werden. Es müssen Auflagen erfüllt werden und man muss den Standort und den Honig regelmäßig kontrollieren lassen. Rückstände im Honig dürfen z. B. bestimmte, festgelegte Höchstmengen nicht überschreiten. Bio-Honig nach deutschen Bio-Richtlinien wie er z. B. im Naturkostladen zu haben ist, finde ich durchaus empfehlenswert. Seit August 2000 sind die Richtlinien für ökologische Bienenhaltung durch die EU-Bio-Verordnung festgelegt. Damit ist der Begriff "Biohonig" geregelt. Deutsche Bio-Honighersteller ernten auch im Ausland und legen dabei diese Bio-Verordnung zugrunde (z. B. Allos).

    Die wichtigsten Richtlinien der EU-Verordnung im Überblick:
     kein Einsatz von synthetischen Chemikalien bei Honigernte, Behandlung von Krankheiten oder zur Desinfektion
     Bienenkisten nur aus natürlichen Materialien (Holz, Lehm, Stroh)
     Anstriche der Bienenkisten nur von außen und mit schadstoff-freien Farben
     wenn eine Winterfütterung erlaubt ist, so muß der Anteil biologischer Zutaten 100 % betragen
     nur Bienenwachs aus der eigenen oder anderen anerkannten Bio-Imkereien
     kein Beschneiden der Flügel der Bienenkönigin
     bei der Honigverarbeitung darf die Bienenstocktemperatur nicht überschritten werden

    Verschnitte finde ich – ähnlich wie bei Wein – für den „Honig-Feinschmecker“ nicht unbedingt empfehlenswert.

    Bei deutschem Bienenhonig wird von ganz anderen Richtlinien ausgegangen:

    „Echter Deutscher Honig“ ist ein eingetragenes Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes e. V. (D.I.B.). Honig, der die Banderole (Gewährverschluss) mit diesem Schriftzug trägt, muss den strengen Qualitätsrichtlinien des D.I.B. entsprechen. Der D.I.B. legt den Grenzwert für den Wassergehalt auf 18% (Heidehonig 21,4%) fest. Der zulässige HMF-Gehalt ist auf 15 mg/kg begrenzt. Ferner muss die Invertase-Aktivität bei mindestens 64 Einheiten pro kg liegen. Und, wie der Name schon sagt, der Honig muss aus dem Gebiet der BRD stammen.

    Deutscher Bienenhonig ist zwar ein Naturprodukt, aber nicht a priori ein Bioprodukt. Es sei denn, der Imker ist gleichzeitig Bio-Imker (Demeter usw.).

    Letztendlich kommt es darauf an, einen Imker seines Vertrauens zu finden, mit dem man sich auch einmal unterhalten und den man nach seiner Betriebsweise fragen kann. Zwar sind bestimmte Dinge, die im Ausland erlaubt sind, bei uns absolutes Tabu. Andererseits weiß man als Verbraucher ja nicht, was so ein kleiner Imker alles treibt.

    Ich ziehe deutschen Honig aus der Region von ernsthaften Imkern, die ihre Bienen lieben (und z. B. nicht der Königin die Flügel stutzen und dies noch mit „nicht schmerzhaft“ und „notwendig“ rechtfertigen) vor. „Aus der Region“ ist für Pollenallergiker von Vorteil, da diese schon über den Winter eine systematische Desensibilisierung betreiben können. Gesünder und häufig effektiver als mit den entsprechenden Tabletten allemal !

    Wenn man einen Imker fände, der sich auch mal zuschauen lässt und der gegen die Varroa-Milbe mit organischen Säuren vorgeht, wäre schon einiges an Erkenntnis gewonnen.

    Vor allem: Hände weg von importiertem Billighonig aus dem Discounter (China, Amerika).

    Und auch dieser deutsche „Fabrik“honig, der immer flüssig bleibt und sich nicht mehr verändert (warum wohl?), gehört nicht auf den Frühstückstisch.

    Guter Honig kristallisiert, je nach Blütensorte, früher oder später. Es ist dies kein Zeichen von verdorbenem Honig, wie viele Verbraucher vermuten, sondern ein Qualitätsmerkmal. Einfach im Wasserbad erwärmen, bis er wieder flüssiger wird (Achtung: nicht über 40 °C).

    Ein spanischer Kollege hat mir vor ein paar Tagen erzählt, wie Honig in Spanien behandelt wird (kenne ich also nur aus seinem Bericht, nicht aus eigener Anschauung): Dort würden sämtliche Rähmchen ausgeschleudert, also auch die mit Brut. Da die Bieneneier und -larven natürlich Eiweiß enthalten und der Honig deshalb nach kurzer Zeit gären würde, werde er gekocht (!), um ihn haltbar zu machen. Oft werde Zucker zugesetzt. Beides (Kochen und Zucker) geben ihm eine dunkle Farbe.

    Dann doch lieber ein Gläschen während der Radtour beim Imker mitnehmen!
  3. zitierensoJA schreibt am 24.04.2007 um 19:53 Uhr:Für die umfassende Info vielen Dank. Ich werde das ausdrucken und daraus beim nächsten Kauf Fragen stellen.
    Wenn ich alles richtig verstanden habe, kann ich also beruhigt auch Bio-Honig aus EU-Ländern kaufen.
    Aber ich werde mich nach einem Imker hier umschauen (habe auch schon eine Idee).
    Noch eine Frage, warum nur wird der Königin der Flügel gestutzt??
    Nochmal danke, Dein Bericht wäre auch gut im Blog für alle, die jetzt nicht hier in den Kommentaren lesen. Mit Deinen Mädchen das wird immer interessanter.
  4. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.04.2007 um 05:27 Uhr:Das ist eine gute Idee, vielleicht werde ich tatsächlich eine kleine Serie machen über Honig usw.

    Das Flügelstutzen hängt mit dem Schwarmtrieb zusammen. Es ist eine natürliche Art der Vermehrung - und keine Katastrophe, wie viele Imker meinen. Ein Teil des Volkes verlässt mit der alten Königin die Behausung, kurz bevor eine neue, junge Königin schlüpft. Die junge kündigt ihre baldige Ankunft mit einem lauten "Tröten" an, das man sogar von draußen hören kann - wenn man gerade zur Stelle ist. Schneidet man der Königin die Flügel (früher hat man sie sogar ganz ausgerissen), kann sie nicht fliegen und krabbelt nach dem Schwarmversuch wieder in die Beute zurück und ihr Hofstaat hinterher. Der Imker hat keine Bienen verloren und seine Honigernte ist nicht gefährdet.

    Ist ein Volk jedoch in Schwarmstimmung, wird es dieses Vorhaben doch in die Tat umsetzen. Dann schwärmt eben die nächste oder übernächste "neue" Königin.

    Die Schwarmzeit beginnt circa mit der Kirschblüte und dauert etwa 8 Wochen. In dieser Zeit ist es wichtig, die Beuten 1 x pro Woche zu überprüfen und "Nachschaffungszellen", in denen eine neue Königin heranwächst, entweder für einen Ableger zu nutzen oder einfach herauszubrechen. Das ist weniger grausam, als Flügel zu stutzen. Diese sind immerhin mit feinen Äderchen durchzogen. Macht natürlich mehr Arbeit. Flügelstutzen ist mehr etwas für faule Imker, die aber die Arbeit ihrer Schützlinge, den Honig, doch nicht geschmälert haben wollen.

    Viele Imker werden mich jetzt beschimpfen!
  5. zitierensoJA schreibt am 25.04.2007 um 15:12 Uhr:Aber viele Imker werden auch genauso denken.
    Sind Nachschaffungszellen Gelee Royal ??
  6. zitierenbuchzeiger schreibt am 25.04.2007 um 17:54 Uhr:Nachschaffungszellen sind Zellen, in denen die neuen Königinnen heranwachsen.

    Gelée Royale ist der Königinnenfuttersaft, den die Arbeitsbiene in einer bestimmten Phase ihres Lebens erzeugen kann und mit dem ALLE Larven drei Tage lang gefüttert werden, die Königin allerdings ihr ganzes Leben lang. Für die Schwerstarbeit, die sie verrichten muss, braucht sie diesen Kraftstoff. Sie wird dadurch auch viiieel älter als die übrigen Bienenwesen.

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