Georg Christoph Lichtenberg
"Wer zwei Paar Hosen hat, mache eins zu
Geld und kaufe sich dieses Buch!"
(Georg Christoph Lichtenberg)
Worum geht's?
Die Autorin lässt ihre Kunstfigur - eine schlecht gelaunte Köchin in den besten Jahren - bei zwei Flaschen Wein aus dem Nähkästchen plaudern. Dabei werden interessante Einblicke hinter die Kulissen der gehobenen Gastronomieküche geboten. Von A - wie lebend gehäuteter Aal - bis Z - wie Gerichte für Zahnlose: jedes Schleckermaul darf sich angesprochen fühlen! Absurde Einfälle, aufdringliche Spitzfindigkeiten und boshafte Seitenhiebe gegen alles und jeden steigern sich proportional zur konsumierten Weinmenge, wobei insbesondere aus der Abneigung gegen gewisse männliche Hobbyköche wenig Hehl gemacht wird. Die Leserschaft erfährt, wie Hummer um die Ecke gebracht werden, alte Mousse au chocolat pfiffig entsorgt und die ewig betrunkene Gästeplage veralbert wird, welche Rolle die französische Sprache und der Alkohol in der Profiküche spielen. Der wahre Charakter von Konfuzius wird ebenso abgehandelt wie die mannigfaltigen und bislang weniger bekannten Gründe, sich einen Schluck Wein zu Gemüte zu führen. Unappetitliche Einzelheiten über Wurstwaren und Kakerlaken runden das Ganze liebevoll ab. - Bon appétit!
Der fiktive Text in Form eines Prosa-Monologs bewegt sich trotz - oder gerade wegen - seiner grotesken Grundtendenz erschreckend nahe an der Wirklichkeit.
Näheres dazu kann man hier nachlesen!



