Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

09.12.2005 um 04:06 Uhr

Goethe und Lindenblütentee

"Aus meinen betrübten Umständen muss ich Ihnen noch einen guten Abend wünschen. Ich bin wirklich mit Hausarrest belegt, sitze am warmen Ofen und friere von innen heraus, der Kopf ist mir eingenommen, und meine arme Intelligenz wäre nicht im Stande, durch einen freien Denkaktus den einfachsten Wurm zu produzieren, vielmehr muss sie dem Salmiak und dem Liquiriziensaft [aus der Wurzel der Süßholzes, Succus liquiritiae, gewonnen], als Dingen, die an sich den hässlichsten Geschmack haben, wider ihren Willen die Existenz zugestehen."

Das schrieb Goethe am 27. Februar 1797 an Schiller.

Auch erkältet? Hier ein Rezept für Lindenblütentee:

Lindenblüten (1 Esslöffel pro Tasse) mit kochendem Wasser übergießen und mit etwas Honig süßen. 12 Minuten ziehen lassen. Fünf Tassen über den Tag verteilt trinken!

Lindenblütentee wirkt schweißtreibend und ist daher ein gutes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten. Die ätherischen Öle sorgen für einen heilsamen Schlaf. Bei Husten und Halsweh sollte der Tee mit Honig gesüßt werden.


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