Grüner Tee
Grüner Tee
Herkunft
Die Wiege des grünen Tees steht in China. Hier wurde er bereits 600 Jahre vor Christus in medizinischen Büchern erwähnt. Buddhistische Mönche bereiteten ihn als Heiltrank zur inneren Sammlung und geistigen Stimulierung. Das traditionelle Stammgewächs für grünen Tee ist Camellia sinensis, die chinesische Teepflanze.
Herstellung
Sie erklärt sowohl den Namen als auch den wesentlichen Unterschied zum Schwarztee: Beim grünen Tee werden nach dem Pflücken und Welken die Blätter mittels Dampf erhitzt. Das unterbindet die Oxidation der Zellsäfte, die Blattsporen schließen sich. Der gedämpfte und anschließend gerollte Tee wird mit Heißluft getrocknet und durch Aussiebung in verschiedene Blattgrade oder Standards eingeteilt. Beim schwarzen Tee werden die Blätter nach dem Pflücken und Welken zuerst gerollt. Die Zellwände brechen, der Saft wird langsam an die Oberfläche gepreßt. Die anschließende Fermentation wandelt durch Oxidation der Zellsäfte an der Luft den frischen grünen in schwarzen Tee um.
Zubereitung
Für alle Teesorten gilt: nur frisches Wasser verwenden. Im Unterschied zu Schwarztee sollte die Wassertemperatur bei der Zubereitung jedoch lediglich bei 60 bis 80 Grad liegen, für sehr feinen grünen Tee sogar nur zwischen 50 und 60 Grad. Dazu das Wasser kurz zum Kochen bringen, dann fünf bis zehn Minuten abkühlen lassen. Die Blätter zum Aufgießen lose in die Kanne geben und je nach Geschmack ein bis zwei Minuten ziehen lassen.
Sorten
Bancha (Japan): frischer, leicht herber Charakter. Enthält von Natur aus etwa halb soviel Koffein wie übliche Sorten grünen Tees. ChunMee (Formosa): leicht herb und erfrischend blumig. Wird von Kennern hoch geschätzt und mit größter Vorsicht und Sorgfalt produziert. Gunpowder (China): herb-frisch, aromatisch. Das kugelförmig gerollte Blatt aus der ersten Pflückung gibt dem Tee seinen Namen. Kuchicha (Japan): leichter, feinherber, duftig frischer und aromatischer Geschmack mit dem typischen Charakter guter japanischer Tees. Sencha (Japan): ein Hauch von süßer, feiner Bitterkeit und frischem Grün. Ein Tee der Extraklasse.
Neue Erkenntnisse
Grüner Tee senkt den Cholesterinspiegel und verringert so das Risiko der Arterienverkalkung, reguliert den Blutdruck, entschlackt und entgiftet den Körper und wirkt vorbeugend gegen Karies. Jetzt entdeckten amerikanische Forscher vom Medical College of Ohio in Toledo sogar, dass grüner Tee eine Substanz enthält, die Krebszellen an ihrem Wachstum hindern soll.



