Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

24.07.2006 um 04:05 Uhr

Honig-Marzipan

Honig-Marzipan

100 g ungeschälte Mandeln
circa 50 g Honig
½ Teelöffel Rosenwasser (Apotheke),
Rum oder anderes (je nach Geschmack!)

Die Mandeln mit kochend heißem Wasser übergießen und circa eine Minute darin liegen lassen. Danach schälen und gut trockentupfen. In einer Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen. Honig und gewünschtes Aroma dazugeben und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Man kann das Marzipan (z. B. in einem Tupper-Gefäß oder Glas) einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Mit der Zeit zieht die Masse etwas an und wird fester.

Honig-Marzipan ist die Basis für Pralinen. Man kann auch Kuchen damit füllen oder überziehen.

Mehr Honigsüßes? -> Hier !!!

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781):
Die Biene

Als Amor in den goldnen Zeiten
Verliebt in Schäferlustbarkeiten
Auf bunten Blumenfeldern lief,
Da stach den kleinsten von den Göttern
Ein Bienchen, das in Rosenblättern,
wo es sonst Honig holte, schlief.

Durch diesen Stich ward Amor klüger,
der unerschöpfliche Betrüger
Sann einer neuen Kriegslist nach:
Er lauscht in Rosen und Violen;
Und kam ein Mädchen sie zu holen,
Flog er als Bien heraus, und stach.

Dieses Aquarell von Albrecht Dürer kann im kunsthistorischen Museum in Wien bewundert werden. Gemäß Theokrit von Syrakus (305 - 260 v.u.Z.) sagt Venus zu dem von Bienen gestochenen Amor:

"Nun heule nur nicht des Stiches wegen, du fügst mit deinen Liebespfeilen den Menschen genauso Stiche zu."

Wabe mit verdeckelter Brut
und Honigkranz:

Foto: Brigitte Stolle


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