Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

18.08.2007 um 04:05 Uhr

Honigbiene - Apis - Imme

Die Honigbiene

Ein großes "kleines Wunder" der Natur

Bienen gehören zu den Staaten bildenden Insekten.

Zu einem Bienenvolk gehören:

  • eine Königin als begattetes Weibchen (Weisel)
  • mehrere Hundert Drohnen (männliche Bienen)
  • 30.000 bis 60.000 Arbeiterinnen.

Die Arbeiterinnen haben im Laufe ihres rund 60 Tage währenden Lebens immer neue Aufgaben:

Zunächst sind sie Putzbienen, dann Ammen für die Bienenlarven, dann Baumeister der Waben. Sie bereiten den begehrten Honig, verarbeiten eingetragenen Pollen (Blütenstaub) und bilden den königlichen Futtersaft (Gelée Royale). Schließlich fliegen sie aus, um Vorräte zu sammeln.

Mit Hilfe ihrer Tanzsprache können Honigbienen ihren Kolleginnen im Stock (Nest) mitteilen, wo sich eine ergiebige Futterquelle befindet.

Auf der Abbildung kann man gut erkennen, woher das Wort Bienenstock stammt. Das Wort "Stock" bezeichnet den Baumstumpf (Wurzelstock oder Klotz). Ursprünglich war der Bienenstock also ein ausgehöhlter Klotz. Baumstümpfe waren die ersten Klotzbeuten für Bienen. ("stockdunkel" wird in diesem Zusammenhang ebenfalls deutlich).

Das abgebildete 12. Kapitel "Von den Vogelen" (Hortus sanitatis, Straßburg um 1500) beginnt mit den Worten: "Apis ein yme."

Apis ist der lateinische Name für Biene. Mit yme ist die Imme gemeint, noch heute ein landschaftlicher Ausdruck für Biene. Mittelhochdeutsch "imme" oder "imbe" war der "Bienenschwarm" oder "Bienenstand", bezeichnete also das gesamte Kollektiv. Davon abgeleitet: der Imker, die Imkerin. Erst später änderte sich die Bedeutung von "Imme" und wurde zur Bezeichnung des Einzelwesens Biene.

Interessant: Was Flügel hatte, wurde zu den Vögeln (Vogelen) gezählt.

Der erste Satz des o. g. 12. Kapitels: 

"Ein yme ist ein rotund thier hat ein glidlin uß seine mund gon durch welches es rücht und schmeckt ..."

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierennightlight schreibt am 18.08.2007 um 12:14 Uhr:Es kommt nun ein lustiger Zeichentrickfilm über Bienen ins Kino^^
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 18.08.2007 um 15:57 Uhr:Ja? Wie heißt er? Ich habe noch nichts davon gehört!
  3. zitierensoJA schreibt am 18.08.2007 um 18:23 Uhr:Stockdunkel - über dieses Wort hatte ich bisher auch noch nie nachgedacht.
    Die Arbeiterinnen müssen wohl am meisten arbeiten, ist wohl da und auch bei den Menschen so.
  4. zitierenbuchzeiger schreibt am 18.08.2007 um 19:42 Uhr:Die Arbeiterinnen arbeiten wirklich Tag und Nacht und schlafen nicht.

    Die ständige Eierlegerei der Königin würde ich ebenfalls als Arbeit bezeichnen. Sie legt circa 1.500 Eier am Tag, was in etwas ihrem Körpergewicht von 0,25 Gramm entspricht.

    Die Drohen sind nur für die Befruchtung der jungen Königin da. Sie arbeiten nichts und werden sogar noch gefüttert. Bis zur so genannten Drohnenschlacht am Ende des Sommers, wo alle unnötigen Fresser in einer grausamen Aktion aus diesem Paradies vertrieben werden. Drohnen haben keinen Stachel und können sich nicht dagegen wehren, aus dem Stock hinausgeworfen zu werden. Da sie sich nicht selbst ernähren können, sterben sie.
  5. zitierensoJA schreibt am 18.08.2007 um 22:13 Uhr:Vielleicht ist es für die Drohnen auch Arbeit. Wie oft muß denn die Königin befruchtet werden. Wieviele Drohnen gibt es im Stock? Ist das nicht Vielmännerei?
    Ja, das Leben ist grausam, auch das der Drohnen!
  6. zitierenbuchzeiger schreibt am 19.08.2007 um 08:43 Uhr:Die Königin wird einmal in ihrem Leben, auf dem Hochzeitsflug, begattet. Dies genügt für lebenslanges Eierlegen. Je nach Stärke des Volkes gibt es zwischen 500 und 1.500 Drohnen.

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