Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

01.05.2010 um 12:00 Uhr

Isländische Wurzeln

Wörter mit isländischen Wurzeln

Daune 

Die Flaumfedern der nordischen Eiderente wurden seit dem Mittelalter aus den nordischen Ländern nach Deutschland eingeführt. So ist mittelniederdeutsch dun[e] (14. Jh.) wie englisch down eine Entlehnung aus gleichbedeutend altisländisch dunn („Flaumfeder, Daune”). Im 17. Jh. erscheint niederdeutsch Dune zuerst mit hochdeutscher Lautung -au-.

Flanieren

„müßig umherschlendern”: Das Verb wurde im 19. Jh. aus gleichbedeutend französisch flaner entlehnt, das auf altisländisch flana („ziellos herumlaufen”) – zur indogermanischen Sippe von Feld – zurückgeht. Vermittelt wurde es wohl durch normannische Mundarten.

Steak 

Die Bezeichnung für „kurz gebratene Fleischschnitte”, häufig als Grundwort in Zusammensetzungen wie Rumpsteak, wurde im 20. Jh. aus gleichbedeutend englisch steak entlehnt. Das englische Wort stammt seinerseits aus altisländisch steik („Braten”, eigentlich wohl „an den Spieß gestecktes Fleisch”). Dies gehört seinerseits zu altisländisch steikja („braten”, ursprünglich „an den Bratspieß stecken”), das mit stechen verwandt ist.

 

 

(Aus der Duden-Redaktion Mannheim)

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