Neckarsteinach - Nibelungenlied
Was hat das Nibelungenlied
mit Neckarsteinach zu tun?

Uns ist in alten mæren wunders vil geseit
von helden lobebæren, von grôzer arebeit,
von freuden, hôchgezîten, von weinen und von klagen,
von küener recken strîten muget ir nu wunder hœren sagen.
Was im Nibelungenlied geschieht:

„Das Nibelungenlied ist das bekannteste und wichtigste deutsche mittelalterliche Epos. Es entstand um das Jahr 1200. Der Autor, der sich nicht nennt, wurde bisher im Passauer Raum vermutet. Seit 1995 aber deuten neueste Forschungen auf den Neckarsteinacher Minnesänger Bligger II. als Dichter hin, dessen Lebenszeit von 1152 bis 1210 urkundlich belegt ist. Er war Begleiter von drei deutschen Kaisern: den Staufern Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. sowie dem Welfen Otto IV.
In der Heidelberger Manessischen Liederhandschrift (Universitätsbibliothek) sind drei Gedichte von Bligger II. erhalten geblieben, er selbst und sein Schreiber sind dort in einer Miniatur abgebildet. Seine Dichtkunst und sein Harfenspiel werden von den zeitgenössischen Minnesängern Gottfried von Straßburg und Rudolf von Ems hoch gerühmt. Doch sein besonders gelobtes Meisterwerk, der „umbehanc“ gilt als verschollen. Der Wormser Historiker Dr. Jürgen Breuer und sein Bruder, der Germanistikprofessor Dr. Dieter Breuer, haben aber inzwischen in mehreren Veröffentlichungen überzeugend belegt, dass der „umbehanc“ und das Nibelungenlied wahrscheinlich identisch sind.
Im Jahre 2000, als bundesweit unter dem Motto „800 Jahre Nibelungenlied“ an die Entstehung dieser Dichtung erinnert wurde, nahm der Heimat- und Verkehrsverein sein 75jähriges Bestehen zum Anlass, zu Ehren Bliggers, dieses bedeutenden Sohnes der Stadt, hier den Nibelungengarten einzurichten. Die sechs Stelen tragen die von dem Seckacher Künstler Paul Wagner geschaffenen Sandsteinköpfe, die die wichtigsten Figuren des Nibelungenliedes symbolisieren sollen.“
In der Heidelberger Manessischen Liederhandschrift (Universitätsbibliothek) sind drei Gedichte von Bligger II. erhalten geblieben, er selbst und sein Schreiber sind dort in einer Miniatur abgebildet. Seine Dichtkunst und sein Harfenspiel werden von den zeitgenössischen Minnesängern Gottfried von Straßburg und Rudolf von Ems hoch gerühmt. Doch sein besonders gelobtes Meisterwerk, der „umbehanc“ gilt als verschollen. Der Wormser Historiker Dr. Jürgen Breuer und sein Bruder, der Germanistikprofessor Dr. Dieter Breuer, haben aber inzwischen in mehreren Veröffentlichungen überzeugend belegt, dass der „umbehanc“ und das Nibelungenlied wahrscheinlich identisch sind.
Im Jahre 2000, als bundesweit unter dem Motto „800 Jahre Nibelungenlied“ an die Entstehung dieser Dichtung erinnert wurde, nahm der Heimat- und Verkehrsverein sein 75jähriges Bestehen zum Anlass, zu Ehren Bliggers, dieses bedeutenden Sohnes der Stadt, hier den Nibelungengarten einzurichten. Die sechs Stelen tragen die von dem Seckacher Künstler Paul Wagner geschaffenen Sandsteinköpfe, die die wichtigsten Figuren des Nibelungenliedes symbolisieren sollen.“

Kunst in Neckarsteinach:
Das Personal des Nibelungenliedes
von Paul Wagner



