Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

10.06.2011 um 04:00 Uhr

Pont-Saint-Esprit (Département Gard)

von: buchzeiger   Kategorie: Frankreich

Was gibt es über Pont-Saint-Esprit zu berichten?

Unter dem Namen l’affaire du ‘pain maudit’ (etwa: "Affäre des verfluchten Brotes") ist eine Massenvergiftung bekannt, die sich im August 1951 in Pont-Saint-Esprit ereignete. Die Ursache war verunreinigtes Brot einer örtlichen Bäckerei, welches neben Übelkeit und Erbrechen auch psychotische Symptome hervorrief. 7 Personen starben, 50 wurden in psychiatrische Kliniken eingewiesen, weitere 250 Personen litten unter mehr oder weniger schweren Vergiftungssymptomen. Die Einwohner der Stadt gerieten in Panik, und es gab langanhaltende und weitreichende Spekulationen über die Herkunft der Substanz.

Wegen der teilweise halluzinatorischen Symptome wurde von den örtlichen Gesundheitsbehörden eine Mutterkornvergiftung (Ergotismus) vermutet, die aber nicht bestätigt werden konnte. Weitere Hypothesen machten eine Quecksilberverbindung, die zur Desinfektion von Getreide verwendet wurde, und eine Vergiftung durch Mykotoxine verantwortlich. Bis heute gilt die Ursache der Massenvergiftung als ungeklärt.

In einem 2008 erschienen Buch von H. P. Albarelli stellt dieser die Behauptung auf, dass es sich um einen Feldversuch der CIA gehandelt habe, in dem die Wirkung von LSD und dessen Verwendung als Waffe getestet werden sollte. Einwohner und Kenner des Falls halten diese These aber für „an den Haaren herbeigezogen“.

Quelle: Wikipedia

Foto (s): Brigitte Stolle


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