Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

08.06.2006 um 04:00 Uhr

Radieschen

von: buchzeiger   Kategorie: Gemüse

Radieschen

Über die Herkunft von Radieschen herrscht Unklarheit. Als Heimat stehen Vorderasien und China zur Diskussion. In Europa gibt es die mild-scharfen Knöllchen seit circa 400 Jahren. Sie sind keine Zwergform des Rettichs, sondern eine eigene Varietät. Meist haben Radieschen eine kugelige, rote Knolle. Es gibt jedoch auch weiße. Für den typischen, mehr oder weniger scharfen Geschmack sind die enthaltenen Senföle verantwortlich. Radieschen werden fast ausschließlich roh verzehrt, in Scheiben geschnitten und gesalzen auf einem Butterbrot oder als Salat angerichtet. Das Garen von Radieschen ist eher unüblich. Durch das Kochen verblaßt die rote Farbe und der scharfe Geschmack wird gemildert. Bekannter ist die Verarbeitung der jungen, frischen Radieschenblätter zu Suppen oder Soßen.

Tip: Bund-Radieschen bald entlauben. Sie trocknen dann nicht so schnell aus.

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Radieschenblättersuppe

für 4 Personen

50 g Schalotten, fein gehackt
30 g Butter
750 ml Gemüsefond
250 g ungespritzte Radieschenblätter
1 Eigelb
2 EL Sahne
Salz, Muskat
Bohnenkraut, gehackt
Radieschenscheiben und -blätter zum Garnieren

  • Schalotten in Butter dünsten.
    Gemüsefond aufgießen.
    Radieschenblätter waschen, zur Brühe geben und alles aufkochen.
    Suppe fein pürieren und mit Eigelb und Sahne legieren. Die Suppe darf jetzt nicht mehr kochen.
    Mit Salz, Bohnenkraut und Muskat abschmecken.
    Suppe mit Radieschenscheiben und -blättern garnieren.

(Rezept aus: Lieblingsmenüs aus meiner Vollwertküche, Barbara Rütting, Mosaik-Verlag)


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