Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

13.06.2010 um 08:02 Uhr

Rharbarber- und Erdbeertörtchen

von: buchzeiger   Kategorie: Süßes

Was macht man, wenn man von einer Kollegin mit Garten 2 kg Rhabarber geschenkt bekommt und keine Lust hat, den Backofen für einen Kuchen anzuwerfen?

Rhabarberkompott !

Ich habe den Rhabarber geschält und in mundgerechte Stückchen geschnitten. Dann - es ginge auch Zuckerwasser - 1 Flasche süßen Cidre doux aufgekocht und die Rhabarberstücke portionsweise darin garziehen lassen. Fertig gekaufte Tarteletts mit geschlagener Sahne gefüllt und das Kompott darüber verteilt:

Rhabarbertörtchen

Ähnliches am nächsten Tag mit Erdbeeren und Erdbeersahne:

Erdbeertörtchen

Foto (s): Brigitte Stolle 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenNeosWelt schreibt am 13.06.2010 um 13:19 Uhr:als marmelade (=gsälz ;-) schmeckt das gemixt auch seeeehr lecker!
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 13.06.2010 um 14:08 Uhr:Dass man im Schwäbischen Gsälz zu Marmelade sagt, hab ich erst vor ein paar Tagen im Radio gehört. Und nun noch von dir. Vorher wusste ich es nicht und dachte, Gsälz sei irgendetwas pikant gewürztes / gesalzenes (vgl. Gselchtes).
  3. zitierenNeosWelt schreibt am 13.06.2010 um 18:58 Uhr:ich war mal (vor gefühlten hundert jahren ;-) in der nähe von hamburg auf einem einsiedlerhof... mehr oder weniger urlaub... da hab ich die hausherrin irgendwann mal in der küche angetroffen als sie gerade "marmelade einkochte"... ich dann in bemühtem hochdeutsch *gg* "ohhh, was gibt es denn für ein gsälz?" ... diesen gesichtsaudruck von ihr werde ich mein leben nicht vergessen *lach*

    ...und du liegst nicht so falsch mit der ableitung -->
    ne erläuterung zur (vermutlichen) herkunft des wortes...
    "In dem Wort "Gsälz" steckt das Wort "Salz", welches früher das wichtigste Mittel war, Lebensmittel zu konservieren. So entstand das Wort "Sulze", wodurch das "Gesälz" zunächst lediglich konserviertes Obst war, ohnehin war Zucker früher Mangelware. Erst später wurden dann Beeren mit Zucker eingemachtÉ Heftige Zustimmung erntete Wax schließlich dafür, dass "Gsälz" auch viel besser schmecke als Marmelade, da "Gsälz" eben selbst gemacht sei." Quelle H. Wax
  4. zitierenbuchzeiger schreibt am 13.06.2010 um 19:47 Uhr:Vielen Dank für diese Info. Toll. Das ist sehr interessant und nun auch nachvollziehbar.
  5. zitierenbuchzeiger schreibt am 14.06.2010 um 04:10 Uhr:Was aber ist ein Gsälzbär?
  6. zitierenNeosWelt schreibt am 14.06.2010 um 07:50 Uhr:ein gsälzbär ist so ne art kosename für einen etwas tapsig, ungeschickten und/oder albernen (in meinem fall) hund ;-)
    woher das kommt kann ich dir aber nicht sagen *lach*
  7. zitierenOddvar schreibt am 14.06.2010 um 10:17 Uhr:Gsälz für Marmelade auch in Bayern.
    ( vielleicht im ganzen oberdeutschen
    Sprachraum ? )
  8. zitierenbuchzeiger schreibt am 14.06.2010 um 18:03 Uhr:Neo: Ein Gsälzbär ist eben ein Hund so süß wie Marmelade :-)

    Oddvar: Zu "Gsälz" hab ich bei Wikipedia eine interessante Tabelle zum Thema "Regionale Küchenbegriffe" gefunden. Dort steht, dass Gsälz = schwäbisch und Marmalad = bayerisch. Aber gewiss gibt es sprachliche Überschneidungen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Regionale_K%C3%BCchenbegriffe

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