Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

18.06.2006 um 07:48 Uhr

Safran macht nicht nur den Kuchen gel

Safran macht nicht nur den Kuchen gel

Safran ist ein Zwiebelgewächs, das zur Krokusfamilie gehört. In einem ägyptischen Papyrus wurde Safran schon um 1.500 vor unserer Zeitrechnung erwähnt, und auch den Griechen und Römern war er bekannt.

Safran ist eines der teuersten Gewürze. Es gibt verschiedene Safranarten, der sativus ist einer der teuersten. Der intensive gelbe Farbstoff mit dem milden Eigengeschmack ist in der guten Küche unentbehrlich. Aber warum ist Safran so teuer? Ganz einfach: Wegen seiner arbeitsintensiven Ernte. Das Pulver wird aus den Staubgefäßen im Inneren der Blüten der Safranpflanze gewonnen. Für ein Kilogramm braucht man fast 150.000 dieser winzigen Dingerchen, und selbst sehr geübte Pflücker ernten höchstens 80 Gramm täglich. Wichtig bei der Zubereitung: Safran in warmer Gemüsebrühe, Wasser, zerlassener Butter lösen, bevor man ihn mit den restlichen Zutaten vermischt.

Safran gehört zu den Grundgewürzen der arabischen und indischen Küche. Man verwendet ihn zum Würzen und Färben von Suppen, Eintöpfen, Reisgerichten, Currys, Couscous, Likören und Käse.

Volksmedizinische Bedeutung: Safran wirkt krampflösend, verdauungsfördernd, magenstärkend und kreislaufanregend.


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