So wertvoll ist Honig!
Emsiges Treiben vor dem Flugloch:
So wertvoll ist Honig:
Gespräch mit der Bienenkönigin aus
"So denkt die Maus am Donnerstag"
von Josef Guggenmos:
Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.
Ich möchte ein Glas Honig haben.
Was kostet’s? Ich bin zu zahlen bereit.
Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid.
Sie wollen was Gutes für Ihr Geld?
Sie kriegen das Beste von der Welt!
Sie kaufen goldenen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein!
Was Bessres als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis? Ich verrechne Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammenzukriegen.
Ja, meine Leute waren fleißig!
Die Stunde? Ich rechne zwei Mark dreißig.
Nun rechnen Sie sich’s selber aus!
27.000 kommen raus.
27000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, ich bitte sehr!
aus: Josef Guggenmos:
Was denkt die Maus am Donnerstag?
In altägyptischen Schriften, in der heiligen Schrift der Hindus , im Koran und im Talmud kann man über die Heilwirkungen des Honigs nachlesen. Bis zum Mittelalter wurde er zu Heilzwecken angewendet, ohne dass man jedoch seine Wirkungsweise genauer kannte. Auch heute noch verabreicht man Honig als Hausmittel bei Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen. Mittlerweile wurde der Honig als Therapeutikum genauer untersucht. Die positiven Wirkungen des Honigs lassen sich auf eine Kombination von rund 200 Inhaltsstoffen zurückführen.
Der Traubenzucker im Honig muss bei der Verdauung nicht weiter aufgespaltet werden, daher geht er direkt ins Blut und steht sofort als Energielieferant für Muskeln und Gehirn zur Verfügung. Zudem wirkt er stärkend und beruhigend. Ein Löffel Honig wirkt bei Müdigkeit und Abgespanntheit Wunder! Im Gegensatz zu raffiniertem Industriezucker lässt Honig den Blutzuckerspiegel weder stark ansteigen noch schnell abfallen. So wird der Heißhunger auf Süßes, wie er bei Produkten mit weißem Industriezucker auftritt, stark abgebremst.
Das im Honig enthaltene Hormon Acetylcholin hat anregende und regulierende Wirkung auf das Herz. Es normalisiert den Herzrhythmus.
Auch an Mineralstoffen hat der Honig einiges zu bieten. Eisen, Kobalt und Mangan sind am Aufbau des Blutfarbstoffes beteiligt und fördern die Blutbildung. Die Leber wird bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützt.
Im Honig sind 7 wichtige Enzyme vertreten. Enzyme, auch Fermente genannt, sind Eiweißverbindungen, die im Körper einiges zu leisten imstande sind. Invertase spaltet Mehrfachzucker in Einfachzucker und besitzt so eine verdauungsfördernde Wirkung. Zu beachten ist, dass Eiweiße bei einer Erwärmung über circa 40 °C ihre Struktur verlieren und nicht mehr funktionsfähig sind. Es ist deshalb wichtig, Honig zu kaufen, der nicht erhitzt, sondern kalt geschleudert wurde!
Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Honig sind legendär. Die moderne Wissenschaft hat inzwischen bestätigt, was in der Volksheilkunde schon seit Jahrhunderten bekannt ist. Verschiedene pflanzliche Hemmstoffe, vor allem die Inhibine wie z. B. das Enzym Glucoseoxidase, wirken im naturbelassenen Honig antibakeriell. Dieses Wissen wird sowohl bei der Wundheilung als auch bei der Bekämpfung von Erkältungskrankheiten genutzt. Besonders viele entzündungshemmende Stoffe sind in Tannen-, Kastanien-, Thymian-, Gebirgs- und Waldhonig enthalten.
Wabenhonig, heute eine seltene Köstlichkeit, enthält zusätzlich Spuren von Pollen, Propolis und Deckelwachs und eignet sich dadurch zur Vorbeugung bei Heuschnupfen. Da die Pollen, die eine Allergie auslösen, im Wabenhonig in "homöopathischer" Verdünnung vorliegen, kann der eine allmähliche Desensibilisierung mit sich bringen. Besonders Honigsorten, die in der Umgebung des betreffenden Allergikers entstanden sind, können diese Wirkung hervorrufen.
Es darf in diesem Zusammenhang allerdings nicht verschwiegen werden, dass Honig genau wie Zucker Karies hervorrufen kann. Nach dem Verzehr eines leckeren Honigbrötchens ist also Zähneputzen oder das Kauen eines zuckerfreien Kaugummis angesagt!




8 kg guten reifen Honig - und noch ein bisschen unreifen, unverdeckelten für die Winterfütterung.