Springerle
Springerle
Ein traditionelles Weihnachtsgebäck aus dem alemannischen Raum. Urschwäbische Spezialität, Schweizerisches Traditionsgebäck. In der Schweiz werden die schwäbischen „Springerle" Anisbrötli genannt. Der lustige Name „Springerle" kommt daher, dass sie beim Backen hochspringen, also aufgehen und so ein weißes „Köpfle" und leicht gebräunte „Füßle" bekommen. Die Tradition geht bis ins Mittelalter zurück. Das Gebäck, das früher auch unter dem Namen „Bauernmarzipan" bekannt war, hat eine zarte Anis-Gewürznote und wird mit Hilfe von Holzmodeln hergestellt. Die Motive der Holzmodeln hatten Symbolcharakter. Ein Handschuh galt bei Verlobten als Treueversprechen, wer einen Löwen bekam, dem wünschte man Stärke.
Das Grundrezept:
2 Eier (Größe M bis L)
250 Gramm Puderzucker
1 Prise Salz
1 Messerspitze Hirschhornsalz
250 Gramm Mehl
2 Esslöffel Anissamen
1 Teelöffel Kirschwasser
Die Eier werden mit dem Puderzucker und der Prise Salz zu einer SEHR schaumigen Masse aufgeschlagen (ein altes Kochbuch schreibt von „1 Stunde Rühren", was mit einem Elektrogerät nicht notwendig ist, aber zeigt, dass die Masse wirklich sehr dickschaumig sein muss!). Danach rührt man mit einem Holzlöffel das Kirschwasser und nach und nach das gesiebte und mit dem Hirschhornsalz vermische Mehl darunter. Auf der bemehlten Arbeitsfläche wird ein geschmeidiger Teig geknetet, wobei noch soviel Mehl daruntergearbeitet wird, dass der Teig nicht klebt.
Es entsteht ein weicher geschmeidiger Teig
Der Teig wird circa 1 cm dick ausgerollt, die Modeln daraufgelegt und mit dem Handballen fest eingedrückt, damit die Konturen scharf hervortreten.
Dann legt man die ausgeschnittenen Springerle auf ein Backblech mit Backpapier, auf das Anissamen ausgestreut wurden. Sie müssen mit einem Tuch bedeckt 24 Stunden ruhen und trockenen.
Die Springerle werden mehr getrocknet als gebacken. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Gebäckstücke mit Pergamentpapier belegen und vorsichtig und langsam bei 180 Grad ungefähr 20 Minuten backen.
Die „Füßle" dürfen zart goldgelb werden und die „Köpfle" müssen weiß bleiben. Das Füßchen, also das gleichmäßige Aufspringen ist Zeichen eines gut gelungenen Springerles, Qualitätsmerkmal, Prüfstein und Ehrenpunkt :-)
Weißes Köpfchen, goldgelbes Füßchen
Das Grundrezept habe ich zweimal abgewandelt. Einmal wurde das Kirschwasser durch Rosenwasser ersetzt und der Anissamen weggelassen, bei der zweiten Abwandlung habe ich den Anissamen nicht nur als „Backunterlage" verwendet, sondern zusätzlich 1 Esslöffel in den Teig hineingearbeitet. Man kann das Kirschwasser auch durch Rum oder Zitronensaft ersetzen. Sehr apart schmecken auch Springerle mit provençalischer Note, die auf Lavendelblüten gebacken werden.
Meine Rosenwasser-Variante ohne Anissamen:
Springerle brauchen circa 4 Wochen Ruhezeit, um weich und mürbe zu werden, sollten jetzt also bald gebacken werden.




Bidde, back mia a Springerle mit
oim Gehirn. I brauch Weisheid !
das erinnert mich immer an einen spruch von einer meiner nichten als sie 4 war "ich mag käse mit ohne brot" *lach*