Stopfleber
Der frühere James-Bond-Darsteller Roger Moore (77) ruft wegen der "grausamen Produktionsmethoden" zu einem Boykott der Stopfleber auf. "Stopfleber ist eine Krankheit und und kein Leckerbissen", wendet sich der britische Ex-007 gegen die vor allem in Frankreich weit verbreitete Methode, Enten und Gänse mit Hilfe einer Schlundsonde zu überfüttern. Moore engagiert sich gegen die Stopfleber in einem in Monaco vorgestellten Video der US-Tierschutzorganisation PETA.
dpa / Oktober 2005



Zitat aus der Antwort von Familie Ritzinger am 20.12.2008,
der Betreiber des Restaurants Kitzebichl in Bolsterlang, auf meine ganz nett und freundlich formulierte Bitte, Stopflebergerichte doch wieder von der Speisekarte zu nehmen:
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Servus Frau Stark
Vielleicht verzichten Sie auch mal auf ein Medikament für das Tiere ihr Leben lassen, aber uns Menschen das Leben erträglich machen könnte. Wissen Sie Frau Stark - uns Köchen die nur um das Wohl unserer Gäste und Mitarbeiter besorgt sind, mit solchen E-Mails das Leben schwer zu machen - gelingt nicht. Ich stehe dazu. Solange Gänsestopfleber nicht vom Markt genommen oder verboten wird, wird dies ein Bestandteil unserer Gourmetküche bleiben, da ich auf diesen Gästekreis der diese Leber mit Genuß verspeist, auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht verzichten kann.
Und nun würde ich Sie bitten uns oder andere Kollegen mit Ihrer Hetzkampagne zufrieden zu lassen. Wir tun nichts verbotenes.
Herzlichst
Fam. Ritzinger
www.kitzebichl.de
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Solange mit "wirtschaftlichen Gründen" und "es ist ja nicht verboten" argumentiert wird, aber jegliche ethischen Überlegungen kategorisch abgelehnt werden, wird sich nichts ändern. Klingt aber schon verdammt nach "in die Ecke getrieben und wild um sich schlagend"...
Ach ja: Medizinisch gesehen ist eine verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Gemäß Punkt 2.2 der Anlage 1 der Fleischhygiene-Verordnung hat ein Tier, dessen Produkte für den deutschen Markt verwendet werden sollen, auf „eine Störung des Allgemeinbefindens oder Erscheinungen einer Krankheit“ hin untersucht zu werden. Die Lebensmitteluntersuchung sowie die Fleischhygiene sind in Deutschland darauf ausgerichtet, keinesfalls kranke Tiere oder kranke Tierteile in den Lebensmittelkreislauf gelangen zu lassen. Die Stopfleber dürfte nach den Hygienevorschriften daher gar nicht zum menschlichen Verzehr angeboten werden.
Erst anTierquälerei beteilingt sein und dann noch Kunden, die das nicht toll finden, verächtlich machen und beschimpfen. Ich dachte immer, Nobelrestaurants würden sich durch bessere Manieren auszeichnen. Offenbar allenfalls vor der Küchentür...
PS Spamschutz-Bild funktioniert erst nach mehrmaligen Versuchen