Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

01.11.2005 um 07:14 Uhr

Stopfleber

Der frühere James-Bond-Darsteller Roger Moore (77) ruft wegen der "grausamen Produktionsmethoden" zu einem Boykott der Stopfleber auf. "Stopfleber ist eine Krankheit und und kein Leckerbissen", wendet sich der britische Ex-007 gegen die vor allem in Frankreich weit verbreitete Methode, Enten und Gänse mit Hilfe einer Schlundsonde zu überfüttern. Moore engagiert sich gegen die Stopfleber in einem in Monaco vorgestellten Video der US-Tierschutzorganisation PETA.

dpa / Oktober 2005

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSigrid Stark schreibt am 21.12.2008 um 23:54 Uhr:Leider ist das Thema nicht vom Tisch:
    Zitat aus der Antwort von Familie Ritzinger am 20.12.2008,
    der Betreiber des Restaurants Kitzebichl in Bolsterlang, auf meine ganz nett und freundlich formulierte Bitte, Stopflebergerichte doch wieder von der Speisekarte zu nehmen:
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    Servus Frau Stark
    Vielleicht verzichten Sie auch mal auf ein Medikament für das Tiere ihr Leben lassen, aber uns Menschen das Leben erträglich machen könnte. Wissen Sie Frau Stark - uns Köchen die nur um das Wohl unserer Gäste und Mitarbeiter besorgt sind, mit solchen E-Mails das Leben schwer zu machen - gelingt nicht. Ich stehe dazu. Solange Gänsestopfleber nicht vom Markt genommen oder verboten wird, wird dies ein Bestandteil unserer Gourmetküche bleiben, da ich auf diesen Gästekreis der diese Leber mit Genuß verspeist, auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht verzichten kann.
    Und nun würde ich Sie bitten uns oder andere Kollegen mit Ihrer Hetzkampagne zufrieden zu lassen. Wir tun nichts verbotenes.
    Herzlichst
    Fam. Ritzinger

    www.kitzebichl.de
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    Solange mit "wirtschaftlichen Gründen" und "es ist ja nicht verboten" argumentiert wird, aber jegliche ethischen Überlegungen kategorisch abgelehnt werden, wird sich nichts ändern. Klingt aber schon verdammt nach "in die Ecke getrieben und wild um sich schlagend"...

    Ach ja: Medizinisch gesehen ist eine verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Gemäß Punkt 2.2 der Anlage 1 der Fleischhygiene-Verordnung hat ein Tier, dessen Produkte für den deutschen Markt verwendet werden sollen, auf „eine Störung des Allgemeinbefindens oder Erscheinungen einer Krankheit“ hin untersucht zu werden. Die Lebensmitteluntersuchung sowie die Fleischhygiene sind in Deutschland darauf ausgerichtet, keinesfalls kranke Tiere oder kranke Tierteile in den Lebensmittelkreislauf gelangen zu lassen. Die Stopfleber dürfte nach den Hygienevorschriften daher gar nicht zum menschlichen Verzehr angeboten werden.
  2. zitierenJens Treig schreibt am 23.12.2008 um 00:26 Uhr:Ja, das ist wirklich eine Unverschämtheit. Gerade als "gehobener Gastronom" sollte er Umgangsformen bewahren und wenn ihm schon echte Argumente fehlen und er sich mit dem Rücken an der Wand fühlt, sollte er lieber gar nicht antworten statt Gäste zu beschimpfen.
  3. zitierenTEufelchen schreibt am 24.12.2008 um 00:23 Uhr:Unglaublich, was sich manche Leute herausnahmen.
    Erst anTierquälerei beteilingt sein und dann noch Kunden, die das nicht toll finden, verächtlich machen und beschimpfen. Ich dachte immer, Nobelrestaurants würden sich durch bessere Manieren auszeichnen. Offenbar allenfalls vor der Küchentür...
  4. zitierenDer Alleswisser schreibt am 25.12.2008 um 13:53 Uhr:Eigentlich sollte man nicht nur solche Restaurants meinen, sondern auch gleich die Urlaubs-Gemeinden, die sich mit sowas "schmücken" und noch stolz darauf sind

    PS Spamschutz-Bild funktioniert erst nach mehrmaligen Versuchen

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