Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

21.10.2007 um 06:30 Uhr

Über schnelle Wiesel und lahme Schnecken

250 Wörter pro Viertelstunde

In der FAZ vom 09.04.2005 beschreibt Paul Ingendaay die Arbeitsweise des Schriftstellers Anthony Trollope (Die Türme von Barchester) folgendermaßen:

„Er (Trollope) gewöhnte sich an, überall zu schreiben. (...) Er schrieb regelmäßig. Wenn er zu Hause war, saß er um 5 Uhr 30 am Schreibtisch, revidierte dreißig Minuten lang das am Vortag geschriebene und legte dann los, die Taschenuhr vor Augen. Sein Produktionstempo betrug eine Seite (oder 250 Wörter) pro Viertelstunde. In der Woche brachte er es so auf durchschnittlich vierzig Seiten. ... Trollope führte Buch über seinen Arbeitsrhythmus. Wenn er krank oder indisponiert war, bemühte er sich, das Versäumte wieder aufzuholen. In seiner schnellsten Phase erreichte er ein Tempo von hundert Seiten pro Woche.“

Oh weh, dagegen bin ich eine lahme Schnecke !

Kritzel, kratzel - hier entstehen meine Bücher!

Z. B.:

Die Köchin

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensoJA schreibt am 21.10.2007 um 10:29 Uhr:Es kommt doch nicht auf die Menge der Wörter an, sondern auf den Inhalt.
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 21.10.2007 um 11:50 Uhr:Ich habe leider noch nichts von Anthony Trollope gelesen. Vielleicht ist der Inhalt seiner Bücher genau so bemerkenswert wie sein Schreibtempo. Was ich eben bei Amazon über "Die Türme von Barchester" gefunden habe, hört sich recht interessant an:
    "Seit 1857 war nichts Kurzweiligeres unter der Sonne als dieser himmlische Roman" usw.
  3. zitierensoJA schreibt am 21.10.2007 um 14:40 Uhr:Das habe ich mir auch gedacht, wenn seine vielen Worte so gut wären, dann hätte ich schon mal was himmlisches von ihm gehört.
  4. zitierenbuchfinder schreibt am 22.10.2007 um 14:25 Uhr:Hallo Buchzeiger,
    ich halte mich auch nicht gerade für faul. Meine Seitenzahl liegt zwischen 3 und 15. Aber 15 sind immer die Ausnahme. Denn zwischen der Schreiberei muß ich auch noch immer im Netz recherchieren.
    Was waren das für Zeiten in denen ich wegen jeder aufwenigeren Recherche nach Berlin in die Staatsbibliothek fahren mußte! Mein Gott!
    Und wie geht es bei Dir? Wenn Du recherchieren jmußt? Gehst Du auch ins Netz?
    Grüße gen Mannheim...
    Buchfinder
  5. zitierenbuchzeiger schreibt am 22.10.2007 um 15:47 Uhr:Die Landesbibliothek Speyer ist toll zum Recherchieren. Aber für mich, ohne Führerschein, etwas umständlich zu erreichen. Da ist das Internet heute einfach genial!
    Deine durchschnittliche Seitenzahl zwischen 3 und 15:
    Ist hier die Zeiteinheit STUNDE gemeint?
    Gruß!
  6. zitierenleo14 schreibt am 22.10.2007 um 17:07 Uhr:Wie interessant, wenn die Autoren miteinander fachsimpeln ... *gg* Qualität statt Quantität ???
    leo14
  7. zitierenbuchzeiger schreibt am 22.10.2007 um 17:45 Uhr:So hoffe ich doch !!!
  8. zitierenbuchfinder schreibt am 24.10.2007 um 10:09 Uhr:
    buchzeiger:Die Landesbibliothek Speyer ist toll zum Recherchieren. Aber für mich, ohne Führerschein, etwas umständlich zu erreichen. Da ist das Internet heute einfach genial!Deine durchschnittliche Seitenzahl zwischen 3 und 15:Ist hier die Zeiteinheit STUNDE gemeint?Gruß!


    Natürlich nicht! Pro Tag - und der hat bei mir allemal mindestens10 Sunden!
    Gruß
    Buchfinder

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