Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

03.01.2010 um 08:40 Uhr

Von grässlichen Gefahren auf hoher See

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Schiffsmeldungen_1



Im 12. Gesang der Odyssee beschreibt Homer die gefährliche Passage zwischen zwei hohen Felsen, die von Scylla und Charybdis beherrscht werden. Scylla, das grässliche sechsköpfige Ungeheuer, das mit seinen 12 Klauen unfehlbar 6 Mann jedem Schiff entreißt, das ihr zu nahe kommt, und Charybdis, die noch gefährlichere wasserstrudelnde Göttin: „Dreimal gurgelt sie täglich es aus und schlürfet des dreimal schrecklich hinein“.

 

Schiffsmeldungen_2

 


Denn hier drohete Scylla, und dort die wilde Charybdis,
welche die salzige Flut des Meeres fürchterlich einschlang.
Wenn sie die Flut ausbrach: wie ein Kessel auf flammendem Feuer,
brauste mit Ungestüm ihr siedender Strudel,
und hochauf
spritzte der Schaum und bedeckte die beiden Gipfel der Felsen.

Wenn sie die salzige Flut des Meeres wieder hineinschlang,
senkte sich mitten der Schlund des reißenden Strudels,
und ringsum donnerte furchtbar der Fels …

 

Schiffsmeldungen_3 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenleo14 schreibt am 03.01.2010 um 12:11 Uhr:gut, dass wir Landratten bleiben dürfen

    leo
  2. zitierenbuchzeiger schreibt am 03.01.2010 um 14:05 Uhr:Landratte oder Seebär - man muss sich entscheiden !

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