Yüan Me, Gemüse-Chop-Suey und "Hüpfender Braten"
Umfrage: Welche Länderküche bevorzugen Sie?
Bei meiner „Fleischlos-glücklich“-Umfrage fallen zurzeit 15% der abgegebenen Stimmen auf die chinesische Küche. Auf „Sonstige“ fallen immerhin 13% der Stimmen. Hierbei würde mich interessieren, an welche Länderküchen die betreffenden Leser und Leserinnen bei "Sonstiges" gedacht haben. Hat jemand Lust, von seiner Lieblingsküche zu berichten und möchte vielleicht ein vegetarisches Rezept vorzustellen? – Ich würde mich freuen! Herzlichen Dank!
Mit der chinesischen Küche habe ich meine Probleme. Einerseits liebe ich alles, was mit Gemüse zu tun hat, heiß und innig. Auch Chinesisches gehört dazu, z. B. herrliche Leckereien aus dem Wok.
"Die Schönheit eines Gemüses sind Reinheit,
Sauberkeit, Duftigkeit, Zartheit.
Aber wer so sagt, weiß nicht, dass die ganze
Schönheit, durch die es über allem Fleisch steht, nur in einem Wort liegt: Frische."
aus: Yüan Me. Speiseliste des Gartens des Beliebens.
Hier ein Rezept für
Gemüse-Chop-Suey:
gefunden in: China bittet zu Tisch.
Kochbuch mit 110 Rezepten (1956)
Buchtipp:
Die vegetarische chinesische Küche von Ho Fu-Lung.
Aus dem Klappentext:
Jetzt kommt das große "ABER" ...
Wer meine Fleischlos-glücklich-Seite regelmäßig "konsumiert",
weiß, dass nicht nur leckere vegetarische Rezepte vorgestellt
werden (oft garniert mit appetitanregenden Bildern),
sondern dass auch häufig Themen wie
Tierschutz und Tierrecht zur Sprache kommen.
Und diese sind meist weniger „lecker“.
Wenn ich im Zusammenhang mit Essen und Trinken an China denke, überkommt mich oft ein gewisser Ekel – und eine große Wut. Lesen Sie bitte nur weiter, wenn Sie starke Nerven haben ...!
Kein Horrorfilm für Sadisten, sondern grausame Realität ist die Zubereitung von Gerichten, die übersetzt soviel wie „Hüpfender Braten“ oder „Miauendes Kätzchen“ heißen.
Diese "Leckereien" werden z. B. im Pekinger Nobelrestaurant "Tenah Koi" angeboten. Der interessierte Gast darf sich ein Kätzchen aussuchen. Der Koch zieht ein blitzendes Rasiermesser und rasiert dem Kätzchen das Fell vom Körper. Dann hackt er ihm mit einem Beil alle vier Pfötchen und den Schwanz ab. Während das Blut aus den klaffenden Wunden läuft und das verstümmelte Tier vor Qualen schreit, übergießt er es mit Öl und wirft es wie ein rohes Steak auf den glühenden Stein! Die Schmerzensschreie des Kätzchens gellen durch das Lokal, wenn es bei lebendigem Leib gebraten wird und schwarzer Qualm von seiner gerösteten Haut aufsteigt. In einem verzweifelten Reflex, sein Leben zu retten, zuckt das kleine Tiere in furchtbaren Krämpfen und versucht, von der glühenden Platte zu springen. Die Gäste lachen über den Todeskampf und machen mit Armen und Beinen die hilflosen Bewegungen des Kätzchens heiter nach! Minutenlang weiden sich die Zuschauer am entsetzlichen Leiden der gequälten Kreatur, bis der Tod das arme Wesen endlich von seinen schrecklichen Qualen erlöst. Und wenig später sticht der Gast mit seiner Gabel ins gebratene Katzenfleisch ... Guten Appetit!
Einige „Schrecklichkeiten“ aus den Küchen dieser Welt habe ich auch in meinem Buch „DIE KÖCHIN“ zur Sprache gebracht. Um meinen Leserinnen und Lesern nicht allzu viele schlaflose Nächte zu bereiten oder zu Depressionen beizutragen, habe ich mich dabei allerdings ziemlich zurückgehalten.
Die „Zweite, korrigierte Ausgabe 2006“ ist dieser Tage erschienen und ab sofort erhältlich. Interessierte beachten die neue, jetzt 13-stellige ISBN-Nummer: 978-3-924944-67-4.
Zu bestellen über den Buchhandel
oder direkt beim Verlag
Edition Thaleia
Aus dem Klappentext:
"Wahrscheinlich wird sich der geneigte Leser bei seinem nächsten Besuch in der gehobenen Gastronomie mit einer leichten Gänsehaut an dieses Buch erinnern." (Mannheimer Morgen)




Die Geschichte über den Katzenfleischverzehr in China ist wirklich fürchterlich.... Nicht auszudenken... Das treibt einem die Tränen in die Augen! Aber leider regen sich viele Leute (damit meine ich natürlich NICHT Dich!) über so etwas auf und wie das Schnitzel auf ihrem Teller zu Tode gekommen ist, ist ihnen sch***egal! Und ein Ei darf nicht mehr als 15 cent kosten etc etc...
Wirklich widerlich! Wir sollten uns öfter daran erinnern, dass Lebensmittel, die Dinge sind, die unser Körper zum LEBEN braucht und da sollte man schon überlegen, was man kauft. Dann lieber weniger, aber dafür hochwertig und aus vernünftiger Quelle. So wäre schon viel erreicht.
Aber das ist ja nicht das Thema. China ist mir unheimlich, wie dort mit Tier- und Menschenleben umgegangen wird.... :-(
wir lieben halt den streichelzoo und denken beim essen einer wurstsemmel nicht mehr an tiere ...
grüße
leo14
verarbeitungsmethoden ausblendest, sondern der fleischkonsument im allgemeinen, wer hühner so hält wie wir, ist selbst schuld, wenn die vogelgrippe dann die freilufthaltung von "glücklichen Hühnern" verbieten muss - wie dekadent ist doch unserre welt.
grüße leo14