Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

19.01.2007 um 04:05 Uhr

Bier ist gesund

von: buchzeiger   Kategorie: Getränke

Was wir schon immer geahnt haben -
jetzt ist es endlich amtlich!



Überarbeitet? Bier hilft entspannen!
Nervös? Bier beruhigt die Nerven!
Verkrampft? Bier lockert die Glieder!

 

Die Äbtissin Hildegardis von Bingen war die berühmteste Ärztin des 12. Jahrhunderts. Ihr Rat: "Cerevisiam bibat! - Trinkt Bier!

1725 schrieb der kursächsische Arzt Henckel: "An einem guten Biere ist mehr gelegen als an medizinischen Goldessenzen, Herzpulvern und derlei Siebensachen. Brauhäuser und Bierkeller sind die vornehmsten Apotheken."

31.12.2006 um 08:30 Uhr

Silvesterpunsch – Teepunsch

von: buchzeiger   Kategorie: Getränke

Ich wünsche allen ein
gutes neues Jahr 2007!

 

Silvesterpunsch Teepunsch

Haben Sie zu Silvester schon einmal
einen Punsch zubereitet?

Schon Friedrich Schiller hat sich daran versucht:

Vier Elemente, innig gesellt,
bilden das Leben, bauen die Welt.
Presst der Zitrone saftigen Stern!
Herb ist des Lebens innerster Kern.
Jetzt mit des Zuckers linderndem Saft
zähmet die herbe, brennende Kraft!
Gießet des Wassers sprudelnden Schwall!
Wasser umfänget ruhig das All.
Tropfen des Geistes gießet hinein!
Leben dem Leben gibt er allein.
Eh‘ es verdüftet, schöpfet es schnell!
Nur wenn er glühet, labet der Quell.

 

Sie können sich Ihren Punsch nach den Anweisungen
Schillers zusammenbrauen oder das folgende Rezept
(für 4 Personen) ausprobieren:

 

2 Flaschen Rotwein
6 Stück Würfelzucker
Saft von 1 Zitrone und 2 Orangen (unbehandelt)
100 g Zucker
1/2 Zimtstange, 3 Nelken
1/2 Liter Tee

Der Würfelzucker wird an den Zitronen- und Orangenscheiben abgerieben. Die Zitrone und die Orangen werden ausgepresst und der Saft über die Zuckerwürfel gegossen. Dazu kommen Rotwein, Zucker, Zimtstange und Nelken. Das Ganze wird erhitzt (nicht kochen lassen!). Nachdem man die Gewürze entfernt hat, wird der heiße Tee dazugegossen. Wer will, gibt noch einen Schuss Rum hinzu.

Sehr heiß servieren!

25.11.2006 um 15:00 Uhr

Weinquiz

von: buchzeiger   Kategorie: Getränke

Weinquiz

Das Lösungswort erhält man, wenn man die
Buchstaben der richtigen Lösungen in der
Reihenfolge 1. bis 6. aneinanderreiht.
Das Wort kommt aus dem Lateinischen und
bedeutet auf Deutsch: "Es möge nützen"!

Viel Spaß !!!




1.) Ende September, Anfang Oktober werden die Weintrauben geerntet. Wie nennt der Winzer diesen Vorgang?

P – Lese
B – Schreibe
L – Faulenze

2.) Die geernteten Trauben werden in der Traubenmühle oder Traubenquetsche zu einem Brei zerquetscht. Wie nennt man das Ergebnis?

A – Märzsche
R – Maische
Z – Novembersche

3.) Die unter 2.) hoffentlich richtig erratene Sache kommt nun in die Traubenpresse, wo sie zu Saft gekeltert wird. Dieser frische Press-Saft, der süß, unvergoren und noch trübe ist, heißt nach dem lateinischen Wort "mustus"(jung, frisch):

P – Mus
N – Mist
O – Most

4.) Der nächste Schritt ist die Vorklärung der unter 3.) erratenen Sache. Durch Absitzenlassen oder Zentrifugieren werden Schwebstoffe und Trübteilchen aus dem frischen Press-Saft entfernt. Dann kommt der geklärte Saft in Fässer oder Tanks. Nach einigen Tagen setzt ein Umwandelungsprozess ein. Die Weinhefe, die sich von Natur aus in dem Press-Saft befindet, wandelt den natürlichen Zucker in zwei Spaltprodukte um: in Kohlensäure und ...

Q – Wasser
S – Alkohol
W – Milch

5.) Es arbeitet kräftig in dem jungen Press-Saft. Man sagt dazu:

Y – er gart
I – er gärt
H – er giert

6.) Aus dem Press-Saft wird dabei der trübe, hefereiche "Federweiße". Dazu passt ganz wunderbar

Z – Honigkuchen
D – Schokoladenkuchen
T – Zwiebelkuchen

15.01.2006 um 07:25 Uhr

Grüner Tee

von: buchzeiger   Kategorie: Getränke

Grüner Tee

Herkunft

Die Wiege des grünen Tees steht in China. Hier wurde er bereits 600 Jahre vor Christus in medizinischen Büchern erwähnt. Buddhistische Mönche bereiteten ihn als Heiltrank zur inneren Sammlung und geistigen Stimulierung. Das traditionelle Stammgewächs für grünen Tee ist Camellia sinensis, die chinesische Teepflanze.

 

Herstellung

Sie erklärt sowohl den Namen als auch den wesentlichen Unterschied zum Schwarztee: Beim grünen Tee werden nach dem Pflücken und Welken die Blätter mittels Dampf erhitzt. Das unterbindet die Oxidation der Zellsäfte, die Blattsporen schließen sich. Der gedämpfte und anschließend gerollte Tee wird mit Heißluft getrocknet und durch Aussiebung in verschiedene Blattgrade oder Standards eingeteilt. Beim schwarzen Tee werden die Blätter nach dem Pflücken und Welken zuerst gerollt. Die Zellwände brechen, der Saft wird langsam an die Oberfläche gepreßt. Die anschließende Fermentation wandelt durch Oxidation der Zellsäfte an der Luft den frischen grünen in schwarzen Tee um.

Zubereitung

Für alle Teesorten gilt: nur frisches Wasser verwenden. Im Unterschied zu Schwarztee sollte die Wassertemperatur bei der Zubereitung jedoch lediglich bei 60 bis 80 Grad liegen, für sehr feinen grünen Tee sogar nur zwischen 50 und 60 Grad. Dazu das Wasser kurz zum Kochen bringen, dann fünf bis zehn Minuten abkühlen lassen. Die Blätter zum Aufgießen lose in die Kanne geben und je nach Geschmack ein bis zwei Minuten ziehen lassen.

Sorten

Bancha (Japan): frischer, leicht herber Charakter. Enthält von Natur aus etwa halb soviel Koffein wie übliche Sorten grünen Tees. ChunMee (Formosa): leicht herb und erfrischend blumig. Wird von Kennern hoch geschätzt und mit größter Vorsicht und Sorgfalt produziert. Gunpowder (China): herb-frisch, aromatisch. Das kugelförmig gerollte Blatt aus der ersten Pflückung gibt dem Tee seinen Namen. Kuchicha (Japan): leichter, feinherber, duftig frischer und aromatischer Geschmack mit dem typischen Charakter guter japanischer Tees. Sencha (Japan): ein Hauch von süßer, feiner Bitterkeit und frischem Grün. Ein Tee der Extraklasse.

Neue Erkenntnisse

Grüner Tee senkt den Cholesterinspiegel und verringert so das Risiko der Arterienverkalkung, reguliert den Blutdruck, entschlackt und entgiftet den Körper und wirkt vorbeugend gegen Karies. Jetzt entdeckten amerikanische Forscher vom Medical College of Ohio in Toledo sogar, dass grüner Tee eine Substanz enthält, die Krebszellen an ihrem Wachstum hindern soll.

19.01.2005 um 15:43 Uhr

Gesund: Unpasteurisiertes Bier

von: buchzeiger   Kategorie: Getränke

Lutterbach:
Ein Kurpfälzer braut köstlichen Gerstensaft in der ältesten und kleinsten Brauerei des Elsass

Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516, einer der ältesten lebensmittelrechtlichen Verordnungen, darf Bier nur aus den Zutaten Malz, Hopfen, Hefe und Wasser hergestellt werden. Von den frommen Mönchen, die im Jahre 1648 – übrigens in jenem Jahr, in dem der Elsass im Westfälischen Frieden erstmals Frankreich zugeordnet wurde – in ihrer Lutterbacher Abtei eine Brauerei gründeten, wurde die Einhaltung dieses Gebotes weniger aus lästiger Pflichterfüllung denn mit Berufsstolz praktiziert.

Heute, gut 350 Jahre später, wird in der ehemaligen Abtei noch immer – und immer noch voller Stolz – auf traditionelle Art gebraut. Zwar hat sich in der Zwischenzeit viel getan. Ein ständiges Auf und Ab: wechselnde Betreiber, Kriege (im Zweiten Weltkrieg zum Beispiel dienten die alten Gemäuer als Luftschutzbunker), schwierige wirtschaftliche Verhältnisse und wachsende Konkurrenz zwangen die alte Brauerei in der Rue du Houblon, der Hopfenstraße, zeitweise fast in die Knie. Das Ende zeichnete sich in den späten sechziger Jahren ab: 1968 wurden die Pforten geschlossen, drei Jahre später der Gebäudekomplex fast vollständig abgerissen. Wie schon so oft hatten die „Großen“ einen „Kleinen“ vom Markt vertrieben. Der Schock bei den rund 6000 Lutterbacher Bürgern saß tief, ein Stück Heimat war verloren, eine Einnahmequelle versiegt, Arbeitsplätze vernichtet. Schlimmer war jedoch der Verlust der lokalen Identität: Nach Jahrhunderten wurde „La Lutter’ Bier“ nicht mehr gebraut!

Das Wunder geschah Ende der achziger Jahre. Die Gemeinde erwarb das Grundstück und baute über den historischen Kellern ein neues Gebäude. Der Spagat zwischen moderner Architektur und dem Erhalt alter Elemente war gewagt und schwierig. Das Ergebnis kann sich – so fanden spätestens bei der Eröffnungsfeier im Jahre 1994 auch die vormals Misstrauischen – durchaus sehen lassen: Das Gebäude selbst ist hell und modern, der Gastraum befindet sich zum größten Teil in dem alten steingemauerten Kellergewölbe der ehemaligen Abtei, die Inneneinrichtung ist geschmackvoll-rustikal und urgemütlich. Die Mini-Brauerei ist teils im Keller, teils im Restaurant angesiedelt. Insgesamt ist eine äußerst gelungene und interessante Mischung aus Tradition und Moderne entstanden. Zudem sind Arbeitsplätze geschaffen worden.

Im „Restaurant de la Brasserie“ lassen sich nicht nur Bierliebhaber aus ganz Frankreich und aus dem benachbarten Deutschland kulinarisch verwöhnen, auch die Einheimischen treffen sich hier gerne auf ein Glas. Die Küche bietet typische Elsässer Spezialitäten wie Flammakueche, Zwiebelkuchen, Choucroute, Baeckaoffa, Schieffala, Lawerknepfla, Fleischschnackas, Sürlawerla (Saure Leber), Carpes frites (in Bierteig gebackenen Karpfen) zu nicht übertriebenen Preisen. Zum Essen kann selbstverständlich – wir befinden uns schließlich in einem Weinland – auch roter oder weißer Rebensaft getrunken werden. Angesichts des Ambientes von glänzend polierten Kupferkesseln und sonstiger brautechnischer Accessoires in den „Caves“, den ehemaligen Abteikellern, wird der Bierliebhaber jedoch die seltene Gelegenheit wahrnehmen, in einer tra-ditionsbehafteten Umgebung ein „Bière artisanale“, also ein Bier, das nach den -traditionellen Handwerksregeln hergestellt wurde, zu ordern. Der Unterschied zu industriell hergestelltem Bier ist nicht nur für den Kenner leicht zu schmecken. Ungefiltert und unpasteurisiert bewahrt es den aromatischen Eigengeschmack der einzelnen Zutaten. „Da weiß man wenigstens“, frei nach Thomas Mann, „was man verschluckt“!

Der Fachmann sagt dazu: "Der Vorteil eines (im Gegensatz zur Industrie mit ihren haltbarer gemachten Bieren) unfiltrierten und nicht pasteurisierten Bieres liegt zu allererst darin, dass die Hefe noch (lebendig) im Bier ist. Die Hefe enthält allerhand Vitamine, so z.B. die Vitamine der B-Fraktion (B2, B5), Vitamin H und die Folsäure, die auch ein Vitamin ist. Die wenigsten deutschen Brauereien pasteurisieren ihr Bier. In Frankreich nahezu alle. In Deutschland wird meist das Dosenbier pasteurisiert. Weil nämlich die Dose vor der Abfüllung nicht wie eine Flasche gereinigt wird. Eine Pasteurisation hat 2 große Nachteile: der Alterungsprozess des Bieres wird beschleunigt und die Trübung nimmt zu. Und diesen Alterungsgeschmack (Pasteur-Geschmack genannt) erkennt der Fachmann sofort."

Le Maître brasseur, der Braumeister also, hat das Brauer- und Mälzerhandwerk von der Pike auf gelernt – bei der Eichbaum-Brauerei in Mannheim. Nach einem anschließenden Studium der Getränketechnologie an der Technischen Universität in Berlin hat er sich für die Arbeit in der kleinsten und ältesten Ein-Mann-Brauerei im Elsass entschieden. Vorteil: Vom Einkauf über das Brauen bis zur Qualitätskontrolle, d.h. dem Verkosten: alles liegt in einer Hand. Vom Gerstenkorn und Hopfenpellet bis hin zum appetitlich gefüllten Bierglas mit perfekter Schaumkrone: der Werdegang des Produkts wird von einer einzigen Person verfolgt und ständig kontrolliert. Eine Arbeit, die Spaß macht und mit der man sich identifizieren kann. Kein Wunder, dass da neben der Herstellung des beliebten „La Lutter` Bier“ noch genug Lust und Kreativität bleibt, andere, jahreszeitlich wechselnde Biere zu kreieren. Ob Bière de Mars (Märzenbier), Bière de Noel (Weihnachtsbier), ob dunkles oder helles Bier: die Lutterbacher und ihre Gäste sind`s zufrieden!

Infos: Lutterbach ist eine kleine Nachbargemeinde von Mulhouse, an dessen Stadtgebiet sie unmittelbar angrenzt. Von Mannheim kommend fährt man auf der Autobahn in Richtung Basel, passiert den Rhein und die Grenze bei Neuenburg. Weiter auf der A 36 Richtung Belfort, Abfahrt Mulhouse West.

Adresse:
“Restaurant de la Brasserie”,
6 rue du Houblon, 68460 Lutterbach
Tel. (von Deutschland): 0033-389574848.

Brigitte Stolle © 2004