Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

29.11.2006 um 20:00 Uhr

Umfrage-Ergebnis

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das


Ergebnis der Umfrage:
Welche Länderküche bevorzugen Sie?
Stand: 29. November 2006

 

Welche Länderküche bevorzugen Sie?

Deutsche Küche 9 %
Italienisch 31 %
Griechisch 18 %
Französisch 15 %
Chinesisch 7 %
Skandinavisch 11 %
Sonstige 10 %
Stimmen insgesamt 165


Interessant für mich ist auch die Kategorie "Sonstige". Mag jemand davon berichten, welche (vegetarische) Länderküche er besonders mag und warum?

28.09.2006 um 04:48 Uhr

Bekannte Vegetarier

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Hier ein paar bekannte ethische Vegetarier:

Buddha, Dalai Lama, Zarathustra, Pythagoras, Empedokles, Sokrates, Platon, Aristoteles, Horaz, Ovid, Seneca, Plutarch, Franz von Assisi, Leonardo da Vinci, Isaak Newton, Voltaire, Jean-Jacques Rousseau, Alexander von Humboldt, Leo Tolstoi, Wilhelm Busch, Rudolf Steiner, Thomas Alva Edison, Ralph Waldo Emerso, George Bernard Shaw, Rainer Maria Rilke, Richard Wagner, Albert Einstein, Mahatma Gandhi usw.

Von den vielen Vegetariern der Gegenwart ganz zu schweigen.

Schon immer hat es große Kulturen und Persönlichkeiten gegeben, die den Tieren den Respekt, der ihnen gebührt, zukommen ließen.

 

11.09.2006 um 18:30 Uhr

Auflösung

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das   Stichwörter: Kunst

Kubismus - Der Kaffeesack

Das Stillleben (Ölfarbe auf Leinwand) stammt aus dem Jahre 1920. Es ist im Kunstmuseum zu Basel zu sehen und stammt von dem 1887 in Madrid geborenen und 1927 in Paris verstorbenen Künstler Juan Gris (eigentlich: José Gonzales). Titel: Der Kaffeesack.

Juan Gris schrieb über sein Bild:

"Ein Tisch ist für mich ganz einfach das Zusammenspiel von flächigen und farbigen Formen. [...] Wer beim Malen einer Flasche daran denkt, ihre Stofflichkeit auszudrücken, statt ein Zusammenspiel von farbigen Formen zu malen, der sollte Glasmacher sein und nicht Maler."

02.09.2006 um 12:00 Uhr

Murmeltiere: Fleischlos glücklich

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das   Stichwörter: Vegetarische, Mitbewohner, Murmeltiere


Alpen-Murmeltier (Marmota marmota)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)


Das Alpen-Murmeltier ist in den Alpen zuhause. Je nach Region hat es unterschiedliche Namen: in Bayern heisst es Mankei, im Allgäu Murmele, in der Schweiz Murmeli und in Frankreich Marmotte. Die alten Römer sprachen von der Alpenmaus (siehe Plinus: "Es lebt in den Löchern und pfeift wie eine Maus"). Die Männchen werden auch als "Bär" und die Weibchen als "Katze" bezeichnet.

Was isst das Murmele besonders gerne? Auf seiner Speisekarte stehen frische, saftige Alpenpflanzen, Kräuter und Wurzeln. Seine Lieblingsspeisen sind Schafgarbe, Bärenklau, Grindwurzel, Löwenmaul, Klee, Sternblumen und Alpenwegerich. Wie die meisten Winterschläfer entwickeln sich Murmeltiere im Spätsommer und Herbst zu wahren "Vielfraßen" und werden ungemein fett (siehe Bild).

Vielfraß? Was sagt der Duden (Etymologie der deutschen Sprache) zum Thema Vielfraß?

"Vielfraß m: Mnd: vilvraz, ahd. vilifraz "der Gefräßige" ist eine Zus. mit ahd. fraz "Fresser". Zum Namen der nordischen Marderart wurde das Wort wohl durch hansische Pelzhändler des 15 Jh.s, die den älteren Namen des Tieres, fjeldfross "Bergkater" zu mnd. velvratze, velevras "Vielfresser" umdeuteten."

Leo hat ganz genau recherchiert! Das beachtliche Ergebnis kann hier eingesehen werden!

Nun aber ganz schnell wieder zurück zu den Murmeltieren - die gucken schon ganz mürrisch!

Von links nach rechts:
Vroni, Wolferl, Reserl, Wastl, Ignaz, Friedl, Nannerl.

Nicht mit im Bild: die Regisseurin Karla Kunstwadl.

29.08.2006 um 10:00 Uhr

Wer ist Karla Kunstwadl?

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Das sind meine vegetarischen Hausgenossen!

Von links nach rechts:

Vroni, Wolferl, Reserl, Wastl, Ignaz, Friedl, Nannerl.
Nicht mit im Bild: die Regisseurin Karla Kunstwadl.

Quizfragen:

1. Um welche Spezies handelt es sich hier?
2. Was essen diese Tiere besonders gern?

Zurück ... zur Homepage

 

08.07.2006 um 07:21 Uhr

Haben Tiere eine Seele?

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Tiere haben eine Seele
von der Verhaltensforscherin Charlotte Probst

"Konrad Lorenz, dessen Haus inmitten eines parkähnlichen großen Grundstückes gelegen ist, teilte seinen Alltag mit Hunden, Katzen Vögeln, Fischen. Auch Igel, Eichhörnchen, Frösche und was weiß ich noch, alles tummelte sich in seiner Nähe. Als ich das Areal betrat, traute ich meinen Augen kaum, mit welcher Zutraulichkeit mich die Tiere umringten. Auch Vögel flogen aus einem großen, saalähnlichen Raum beim Fenster hinaus und kamen zwanglos wieder "nach Hause"! Eine wunderbare, wundersame Harmonie, die zeigt, wie schön es sich auf dieser Erde zwischen Mensch und Tier leben ließe. Mit Tieren leben heißt auch, die Tiere "kennenlernen". Ihr Verhalten beobachten, ihre Freuden und Wünsche zu deuten, ihre Verstimmungen, Ängste, Vorsichtsgebärden, ja, ihre Trauer erkennen lernen, ist auf diese Weise möglich. Wenn z.B. Hunde friedlich neben ihrem Herrn schlafen und man bei ihnen in gewissen Situationen die Pulsschläge misst, so kann man feststellen, daß diese sich bei einem aufregenden Traumerlebnis deutlich erhöhen. Hört ein Hund sogar die Schritte vom Briefträger, dem er die Hosen zerschlitzen möchte oder er riecht etwas für ihn Aufregendes, so "fliegt sein Herz"! Die Schlaggeschwindigkeit des Herzens erhöht sich beträchtlich. Betrachtet man also die Schlaggeschwindigkeit des Herzens als Maß für die Stärke der seelischen Erregung, so ergibt sich aus diesen Beobachtungen eine Folgerung, die Menschen, die mit Tieren - in welcher Form auch immer - zu tun haben, zu denken geben müßte! Die allen Menschen die Achtsamkeit Tieren gegenüber zur ethischen Verpflichtung werden lassen müßte, da der Mensch die Tiere seiner Umgebung zu beherrschen gelernt hat. Das Phänomen der Gefühle existiert bei Mensch und Tier gleichermaßen! Ja noch ärger! Was die Stärke der Gefühle angeht, so sind uns die Tiere haushoch überlegen: Sie haben eine vehemente Wut, eine große Angst, eine zum Himmel springende Freude, eine alles erlahmen lassende Trauer, eine Art Hoffnung oder aber auch offene Begierde, Anhänglichkeit und Treue, ein Sympathiegehabe für Freunde, eine Abwendungszeigefähigkeit bei Feinden, eine hinreißende Urgewalt in allen Gefühlsäußerungen, kurzum, nicht gekünstelt wie oft bei Menschen, nicht verdeckt, nicht verfälscht oder "eingefärbt". Das Vorhandensein einer Seele – in diesem Sinne – ist offenkundig! "Zwei elementare Hauptgefühle zeigen Tiere", sagt Konrad Lorenz, Lebensfreude und Todesangst." Dies alles sollte der Mensch wissen und respektieren, wenn er einem Tier entgegentritt. "

© Charlotte Probst

02.07.2006 um 08:00 Uhr

Prominente Vegetarier und Vegetarierinnen

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Hier eine kleine Auswahl von prominenten Vegetariern:

Lil Dagover (Schauspielerin)
Karl Heinz Deschner (Schriftsteller)
Eugen Drewermann (Theologe)
Thomas A. Edison (Erfinder)
Albert Einstein (Wissenschaftler)
O. W. Fischer (Schauspieler)
Mahatma Gandhi (Politiker)
Nina Hagen (Sängerin)
Lotte Ingrisch (Schriftstellerin)
Franz Kafka (Schriftsteller)
Manfred Kyber (Lyriker, Märchendichter)
Madonna (Sängerin)
Paul McCartney (Sänger)
Reinhard Mey (Liedermacher)
Christian Morgenstern (Dichter)
Elly Ney (Pianistin)
Madeleine Petrovic (Politikerin)
Volker Elis Pilgrim (Schriftsteller)
Romain Rolland (Schriftsteller, Nobelpreisträger)
Jean Jacques Rousseau (Schriftsteller, Philosoph)
Barbara Rütting (Schauspielerin und Autorin)
Albert Schweitzer (Arzt)
Georg Bernard Shaw (Dramatiker)
Isaac B.Singer (Schriftsteller, Nobelpreisträger)

15.06.2006 um 07:10 Uhr

Speziesismuskritik als Grundlage der Tierethik

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Jean-Claude Wolf:
Speziesismuskritik als Grundlage der Tierethik

von Susann Witt-Stahl

Professor Jean-Claude Wolf tritt für einen "konditionalen Vegetarismus" ein.

Die Tiere aus der Isolation des "metaphysischen Kuriositätenkabinetts" zu befreien und die ethischen Prinzipien des Mitleids und der Gerechtigkeit speziesneutral anzuwenden, ist die zentrale Forderung von Jean-Claude Wolf. Der Schweizer Professor für Ethik und politische Philosophie lehrt an der Universität Fribourg.

In seinem Buch "Tierethik", das er 1992 veröffentlichte, vertritt Wolf die Auffassung, dass es gleichermaßen unmoralisch sei, Menschen und Tiere zu töten. Die Gründe für das Tötungsverbot seien das eigentliche "Rückenmark der Tierethik". Für den Philosophen geht daraus hervor, dass "die Tierethik kein Anhängsel, kein Nebenzweig der Ethik, sondern eine zentrale Weichenstelle für die Art der Begründung in der Ethik überhaupt ist".

[...] Die "vermutlich hartnäckigste Wurzel des Speziesismus" ist, so Wolf, das radikale Festhalten an der Gewohnheit des Fleischessens. Die Vorliebe von Menschen für die blutige Nahrung und nicht plausible moralische Begründungszusammenhänge stünden dem Tötungsverbot im Wege: Selbst wenn empfindungsfähige Tiere nicht die nötige Intelligenz besitzen, den Tod begrifflich zu fassen, so haben die, die über ein rudimentäres Bewusstsein verfügen, also zur Erinnerung und zum Wiedererkennen fähig sind, ein Interesse, am Leben zu bleiben. Ein kontinuierlicher Bewusstseinsstrom ist Voraussetzung für die Leidensfähigkeit. Diese umfasse mehr als punktuelle Schmerzempfindungen. Der Tod bedeutet eine irreversible Unterbrechung der Kontinuität des Bewusstseinsstroms. "Das schützenswerte Gut besteht also, unabhängig davon, ob sich ein Wesen auf sein eigenes Bewusstsein und Selbst beziehen kann - immer, vorausgesetzt, dass irgend etwas für ein Lebewesen für gut oder schlecht befunden werden kann (Sentientismus)". Zu dem Individualwohl eines Lebewesens gehört das Am-Leben-Sein. Wenn wir empfindungsfähige Tiere töten, dann berauben wir sie ihres "praemium vitae", des Guten, das ihnen während ihrer ganzen Lebenszeit widerfahren kann. Daraus leitet Wolf den Wert individuell bewussten Lebens ab. Er weist damit die Auffassung zurück, dass ein Leben durch ein anderes ersetzbar ist, also utilitaristische Ansätze, die beispielsweise der australische Ethiker Peter Singer oder, auf Tiere bezogen, die Befürworter des Artenschutzes vertreten: "Die verbreitete Idee, ein Tier lasse sich durch ein anderes ersetzen, gibt nur Sinn aus der Außenperspektive von Menschen oder Raubtieren, die ihre Beute jagen, ohne sie auszurotten."

Für den Umgang mit Tieren in der Praxis fordert Jean-Claude Wolf die Abschaffung aggressiver (das Wohl oder die Lebensdauer gefährdender) Tierversuche, wendet sich aber gegen eine Verabsolutierung dieser Postulate. Wolf tendiert zu einer Abstufung des Rechts auf Leben an der Grenze des bloß bewussten zum selbst-bewussten Leben, da bei selbstbewusstem Leben das Recht auf Lebensqualität zusätzlich relevant sei. Er tritt beispielsweise für einen "konditionalen Vegetarismus" ein, der in Fällen von Mangel an vegetarischen Ernährungsalternativen Ausnahmen zulässt. Hinsichtlich der Strategie zur Durchsetzung von Tierrechten plädiert der Moralphilosoph für pragmatische Argumentation und gemäßigten Aktionismus, frei von falscher moralischer Hysterie und "monomanischer Überheblichkeit".

© Susann Witt-Stahl

Literatur:

Jean-Claude Wolf: Tierethik. Neue Perspektiven für Menschen und Tiere. Freiburg (Schweiz) 1992.

 

12.06.2006 um 04:10 Uhr

Ernährungslexikon

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Vegetarier zu sein oder zu werden, bedeutet nicht nur eine besondere Ernährung, sondern ist auch Konsequenz einer bestimmten Lebensweise. Die Vegetarier bilden daher keine einheitliche Gruppe von Menschen, da die Gründe und Ziele ihrer Ernährungsweise recht unterschiedlich sind.

Die vegetarische Lebensweise wird aus gesundheitlichen Aspekten als therapeutische Maßnahme bei Zivilisationskrankheiten (zum Beispiel Übergewicht) eingesetzt und kann diese bei rechtzeitiger Umstellung sogar verhindern und damit prophylaktisch wirken.

Aus ernährungsphysiologischer Sicht wird durch eine vegetarische Kostform vor allem die Fett- und Proteinaufnahme verringert, was sich in kosmetischer Hinsicht u. a. in einer Reduktion des Körpergewichts niederschlagen kann und somit auch einen der zahlreichen Beweggründe für die Ernährungsumstellung darstellt. Auch toxikologische Gründe, das heißt zum Beispiel der Wunsch, die Schadstoffaufnahme durch gezielte Nahrungsmittelauswahl zu verringern sowie ökologische Gründe, wie die Vermeidung von Veredlungsprodukten und die Schonung natürlicher Ressourcen spielen eine bedeutende Rolle bei dem Entschluss sich vegetarisch zu ernähren.

Beweggründe zu einer vegetarischen Ernährungsform können aber auch auf weltanschaulichen Aspekten beruhen, d. h. religiöser sowie auch ethischer Natur (Töten als Tabu) sein oder weil man aus ästhetischen Gründen zum Beispiel den Anblick toter Tiere meiden will und deshalb die bisherige Ernährung umstellt. Nicht zuletzt sind auch philosophische Beweggründe zu nennen, die ihrerseits Einfluss auf die Denk- und Lebensweise und somit auch auf die Ernährungsweise des Menschen haben.

Mehr im Online-Ernährungslexikon:  Hier !

03.06.2006 um 07:10 Uhr

Was ist Kelp?

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Kelp, Kelpamare

wird aus der Asche von Seetang hergestellt und gilt als die reichste Quelle von organischem Jod. Es verhindert Kropfbildung und gleicht Mineralmangel aus. Kelp wird als "Entwicklungshelfer" für das Gehirn angesehen. Ein Esslöffel Kelp enthält ein Viertel des täglichen Magnesiumbedarfs und ein Fünftel des Kaliumbedarfs, ist äußerst reich an Vitaminen und Mineralstoffen. In der Küche sollte es als Kochsalz-Ersatz verwendet werden (vorsichtig dosieren!). Es passt zu Gemüsen, Salaten, Suppen aller Art. Verkauft wird es meist flüssig. Es sieht ähnlich aus wie Sojasoße.

Himmel und Erde
Ein klassisches Rezept aus Kartoffeln und Äpfeln mit Kelp

1 kg mehlig kochende Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in Wasser fast gar kochen. Abschütten. 1 kg Äpfel waschen, schälen und in Würfel schneiden. Zu den Kartoffeln dazugeben und beides zusammen auf kleiner Flamme mit etwas Gemüsebrühe oder Kelp fertiggaren lassen. Die Masse sollte breiig, aber nicht flüssig sein. Vorsicht: Brennt leicht an! Deshalb ständig rühren! 2 Zwiebeln in Ringe schneiden, in Öl oder Butter goldgelb braten und über die Kartoffel-Apfel-Masse geben. – Passt gut zu Grünkern- oder anderen Bratlingen.

11.04.2006 um 04:31 Uhr

Vegetarier lieben Gent

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Essen ohne Fisch und Fleisch wird in Flandern immer beliebter. In der belgischen Vegetarier-Hochburg Gent hat sogar eine Infothek für fleischlose Küche geöffnet - nach Angaben der Organisatoren die erste in den Benelux-Staaten. Die historische Universitätsstadt gilt bisher schon besonders "veggie-friendly" und steht in Europa an der Spitze, was die Zahl vegetarischer Restaurants pro Einwohner anbelangt. Gut zehn Restaurants bieten rein pflanzliche Nahrung an. (dpa)

 


04.04.2006 um 04:09 Uhr

Gentechnologie - Erkrankte Mäuse bei Tierversuchen

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Gentechnologie

Mäuse erkrankt!

Australische Forscher brachen eine Studie ab, in der gentechnisch veränderte Erbsen bei Feldmäusen eine Lungenerkrankung auslösten. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

"Die Reaktion der Mäuse könnte etwas widerspiegeln, was auch bei Menschen geschehen würde", begründete Thomas Higgins, Vizechef des australischen Forschungsinstituts CSIRO, den Studienabbruch. Den Pflanzen sei ein Bohnen-Gen eingepflanzt worden, um sie vor dem Befall durch den Gemeinen Erbsenkäfer zu schützen.

16.03.2006 um 04:11 Uhr

Besseres Sehen durch Obst und Gemüse

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Besseres Sehen durch Obst und Gemüse

Die altersbedingte Makula-Degeneration kann durch ausreichende Versorgung mit Antioxidantien verhindert oder verlangsamt werden. Das haben niederländische Forscher in einer Studie mit über 4000 Teilnehmern im Alter ab 55 Jahren ermittelt. Die Probanten, die reichlich Betacarotin, Vitamin C und E sowie Zink mit der Nahrung zu sich nahmen (enthalten in Karotten, grünem Blattgemüse, Zitrusfrüchten, Pflanzenölen, Getreide und Milchprodukten), hatten ein um 35 Prozent geringeres Risiko, an Makula-Degeneration zu erkranken. Die Makula ist ein kleines Areal auf der Netzhaut in der Mitte des Augenhintergrundes, das für scharfes Sehen verantwortlich ist.

Vorschlag für ein augenfreundliches Menü:

Grüner Salat mit einen guten, kalt gepressten Pflanzenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer angemacht.

****************************************

Sesamkarotten:

800 g Karotten
2 Zwiebeln
etwas Öl
2 Esslöffel Sesamsamen
Meersalz, Pfeffer

Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten (Vorsicht: nicht anbrennen lassen!)

Karotten in Scheiben oder in Stifte schneiden. Die Zwiebeln fein würfeln. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen, die Zwiebeln und Karotten dazugeben und kurz unter Rühren anschwitzen. Auf kleinem Feuer abgedeckt (damit Flüssigkeit entsteht) ungefähr 10 bis 15 Minuten weichdünsten (sollte noch Biss haben). Die gerösteten Sesamsamen darüberstreuen.

Dazu passt eine Getreidebeilage nach Wahl (Hirse, Dinkel, Vollkornnudeln, Reis).

****************************************

Nachtisch: Joghurt mit frischen Früchten

02.03.2006 um 04:30 Uhr

Qual auf vier Rädern

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Qual auf vier Rädern

Ausgeschlagene Augen, gebrochene
Beine und blutig gescheuerte Körper –
das ist grausamer Alltag bei Tiertransporten.
Rund 360 Mio. Tiere durchleiden
Jahr für Jahr diese Höllenqual auf
Europas Straßen. Das Leiden der Tiere
muss endlich ein Ende haben!

Mehr Information auf der Homepage
des deutschen Tierschutzbundes.

08.02.2006 um 04:30 Uhr

Natürliche Gesundmacher

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Natürliche Gesundmacher

"Die Nahrung soll euer Heilmittel, die Heilmittel sollen eure Nahrung sein".

Obwohl dieser Ausspruch von Hippokrates rund 3000 Jahre alt ist, hat er nichts von seiner Aktualität verloren.

Hier einige Beispiele, wie naturbelassene Lebensmittel vor Krankheiten schützen können:

  • Sauermilchprokukte wie Buttermilch und Kefir enthalten Bakterienstämme, die vor schädlichen Bakterien schützen. Außerdem regen sie das Immunsystem an.

  • In Vollkornprodukten stecken Ballaststoffe, die Hämorrhoiden vorbeugen und sogar einen Schutz vor Darmkrebs bieten sollen.

  • Nach neuesten Forschungen enthält die Sojabohne einen Stoff, der das Krebskiller-Gen P53 aktiviert.

  • Das Gewürz Kurkuma, das z. B. Bestandteil des Curry ist, hemmt das körpereigene Enzym Cox-2, welches Entzündungen, Herzleiden und Alzheimer verursachen kann. Indien ist das Land mit der weltweit niedrigsten Alzheimer-Rate!

  • Dass Obst und Gemüse gesund ist, wussten schon unsere Großeltern. Und tatsächlich stecken viele gesunde Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe in diesen Nahrungsmitteln. Äpfel enthalten z. B. Flavonoide und Phenolsäuren die freie Radikale hemmen. An der Entstehung vieler Krebsarten, Herzinfarkt, Schlaganfall sind u. a. freie Radikale beteiligt.

  • Flavonoide stecken auch in grünem Tee. Der "grüne Star", eine gefürchtete Augenkrankheit, tritt bei Menschen, die viel grünen Tee trinken, seltener auf.

  • Raps-, Leinsamen- und Walnussöl enthalten hochwertige Fettsäuren, die das Risiko koronarer Herzerkrankungen senken.

24.01.2006 um 04:30 Uhr

Lustigmachen über die Opfer

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Lustigmachen über die Opfer

"Nicht genug, sie zu quälen und zu töten - sie werden auch
noch veralbert, wo es nur geht. Man nimmt ihnen die
Würde, wo man nur kann. Sie sollen als vollkommen
verblödet erscheinen, so blöd, dass sie sich schon
von klein an auf ihre Schlachtung freuen. Lachende
Schweine am Spieß oder mit Kochlöffel - sie würden
sich am liebsten selbst auffressen. Nur die
wenigsten Verbraucher kriegen mit, dass diese
Werbung auf die Verblödung der Menschen hofft ...
"
 

Austellungsobjekt im Schlachterladen
So wird sich über die Opfer lustig gemacht

Besuchen Sie auch die Homepage
von Bernd Höcker !!!

08.06.2005 um 04:20 Uhr

Kuehe ohne Hoerner

von: buchzeiger   Kategorie: Dies und Das

Kühe ohne natürlichen Kopfschmuck Enthornung auf Teufel komm raus!

1. Szene: Ein Bauernhof in Oberbayern. Der Stall liegt direkt an einer kleinen Durchgangsstraße. Der vordere Eingang ist offen, so dass die vorbeischlendernden Touristen, in der Saison Hunderte am Tag, einen freien Blick auf die Kühe im düsteren Gebäudeinneren werfen können. Das Dorf will seinen Sommergästen etwas bieten. „Guckt mal, Kühe!“ ruft ein Vater seiner Familie zu. Alle versammeln sich vor der Stalltür und betrachten die bedauernswerten angeketteten Insassinnen. Ganzjährige Anbindehaltung, die kurze Kette reicht gerade mal aus zum unbequemen Hinlegen. Die Familie plaudert fröhlich, es ist der erste Urlaubstag, die Sonne scheint, man sucht Erholung und will Natur und Tiere genießen. Die Kettenhäftlinge dieses Bauernhofes tragen keine Hörner! In der Regel fällt dieser Umstand den Touristen nicht auf.

2. Szene: Eine kleine Weide im Odenwald. Kühe mit ihren Kälbern verbringen sommers hier die Tage im Freien. Die sportlichen Einlagen der Kälbchen, ihr Rennen, Springen und „Buckeln“ begeistern die Wanderer. Lebensfreude pur. Eine Frau klärt ihre Tochter über den „kleinen Unterschied“ auf: Nur die männlichen Tiere trügen Hörner, Kühe nicht!

3. Szene: „Die Fallers“ – eine beliebte und sympathische Familienserie in Südwest 3. Es geht um die alltäglichen Sorgen und Nöte, um Glück und Leid einer Schwarzwaldfamilie. Im Vorspann werden die Protagonisten vorgestellt, bei der Arbeit in Haus und Garten, in Beruf und Freizeit. Ein typisches Schwarzwaldhaus wird gezeigt: der Fallerhof. Und ganz kurz: eine vorüberziehende Kuhherde. Ein trügerisches Bild der Idylle: Keines der schwarz-weißen Tiere trägt Hörner!

Der Beispiele wären noch mehr aufzuführen. Das Ergebnis ist immer dasselbe. Wir werden überflutet von Bildern mit hornlosen Kühen. Werbung, Filme, Poster, Bücher zeigen uns armselige, amputierte, unmöglich aussehende Kreaturen mit hornlosem Grind. Geben wir es ruhig zu: Es ist uns nicht einmal aufgefallen!

Was ist da los? Haben wir im Biologie-Unterricht nicht aufgepasst? Schauen wir im Zoo nicht richtig hin? Ist uns das natürliche Bild von intakten Kühen verlorengegangen? Oder sind wir Nutztieren gegenüber einfach nur stumpfsinnig und gleichgültig geworden?

Kühe haben Hörner! Und Kühe brauchen ihre Hörner! Schon Plinius der Ältere hat in seinem Werk „Naturalis Historia“ erkannt: „Schändlich ist es, Tiere der freien Luft nur deshalb einzusperren, um sie für die Tafeln der Schwelger zu mästen.“ Enthornt werden Kühe – meist im Alter von zwei Wochen und häufig ohne Narkose, durch Verätzung mit Lauge oder Abbrennen mit einem Brennstab –, um noch mehr von ihnen in Ställen einsperren, um sie noch gewinnbringender zusammenpferchen zu können. Vor allem von betriebswirtschaftlicher Seite wird das Enthornen empfohlen: Gewinnmaximierung, Stallplatzkosten-Minimierung. Aber auch Tierärzte beraten die Bauern dahingehend. Das Enthornen ist in den letzten Jahren große Mode geworden. Wenn diese Quälerei im Kälberalter „versäumt“ wurde, sägt man eben den erwachsenen Tieren ihren stolzen Kopfschmuck ab. Die Befürworter argumentieren mit Verletzungsgefahren für Mensch und Tier. Enthornte Tiere seien „ruhiger und weniger gefährlich“.

Bei meinen Recherchen über die Ursachen dieser systematischen Verstümmelung und mögliche Alternativen bin ich u. a. auf den „Arbeitskreis Hörner tragende Kühe“ gestoßen. Verantwortungsvolle Tierhalter und Biobetriebe haben sich unter dem „Bio-Ring Allgäu“ zusammengeschlossen, um zu zeigen, dass es auch anders geht, dass zum Beispiel die Laufstallhaltung nicht nur mit hornlosen Tieren funktioniert. Hier lässt man den Kühen ihren natürlichen Kopfschmuck und damit ihre Würde und ihr harmonisches Aussehen. Was gegenseitige Verletzungen in Laufställen angeht, da seien die Probleme lösbar – darin sind sich alle Vereinsmitglieder einig: „Es darf nicht der Weg sein, das Tier nach den baulichen Gegebenheiten des Stalles auszurichten. Vielmehr muss der Stall den Bedürfnissen der Tiere angeglichen werden. Man sollte sich eingestehen, dass man in gewissem Sinne versagt hat, wenn einem der Stall nicht so gelungen ist, dass die Tiere behornt sein können.“ und: „Das Horn gehört zur Kuh, also braucht die Kuh auch eine Umgebung, die zum Horn passt“.

Kühe haben einen ruhigen, umgänglichen Charakter, auf den bei der Zucht Wert gelegt werden sollte. Nach Aussage der Landwirte sind gut und liebevoll gehaltene Tiere Menschen gegenüber nicht aggressiv. Sie reagieren – nicht anders als unsere geliebten Haustiere – auf ihren Namen und befolgen die Anweisungen „ihrer“ Menschen gerne. Halter, die auf das Wohlbefinden der Tiere Wert legen, haben kaum Probleme mit ihren Kühen. Voraussetzung ist jedoch stets ein „harmonisches Miteinander von Mensch und Tier“. Selbstverständlich ist bei der Arbeit mit den Kühen absolute Aufmerksamkeit vonnöten. Nie sollte sich der Bauer um ein einzelnes Tier kümmern, ohne das Gesamtgeschehen aus den Augen zu verlieren. Auch der unmittelbare persönliche Kontakt mit jedem Tier ist von großer Wichtigkeit. Ein Landwirt dies in nahezu poetische Worte gefasst: „Man muss lernen, sich zwischen den Kühen zu bewegen, auszuweichen, das eigene Wollen durchzusetzen, aber nicht immer darauf zu beharren. Es ist wie ein Tanz auf einer Tanzfläche, wo sich die einzelnen Paare auch nicht ständig anrempeln.“ Fazit: „Verständnis und liebevoller Umgang machen brave Kühe!“

Rangkämpfe und Rangeleien untereinander werden durch Drücken und Rempeln, also mit Hilfe des Körpergewichts ausgefochten, auch ein schnelles und unvermitteltes Ausschlagen ist sehr beliebt, um sich den nötigen Respekt zu verschaffen. Manchmal genügt jedoch schon die „Ausstrahlung“ einer erfahrenen Kuh, um die eigene Stellung innerhalb der Herde deutlich zu machen und die Herdenstruktur festzulegen. Natürlich werden auch die Hörner eingesetzt, diese haben jedoch als Waffe eine untergeordnete Bedeutung. Es geht von ihnen eher eine Signalwirkung denn eine reale Bedrohung aus: „Durch bestimmte Stellungen von Kopf, Nase, Ohren und Hörnern werden Signale ausgesendet, die eine andere Kuh versteht.“ Zudem ist ein vorsichtiger und kontrollierter Umgang mit ihren Hörnern den Kühen artgemäß; es scheint fast, als wüssten sie um die Wichtigkeit und Unentbehrlichkeit dieses Körperteils. Jeder hat schon einmal Rinder auf der Weide beobachtet: Gemächliche Bewegungen sind typisch für diese Herdentiere. Wer es genau wissen will: Die normale Fortbewegungsgeschwindigkeit liegt bei zirka 3 km in der Stunde. Klar kommt es mal zu Verletzungen, das streitet keiner der Halter von Hörner tragenden Tieren ab, diese seien jedoch bei weitem nicht so häufig oder so schwerwiegend, um damit eine allgemeine Enthornung als Prophylaxe zu rechtfertigen.

Die Enthornung ist ein äußerst schmerzhafter Eingriff, denn das Horn ist ein lebendiges, durchblutetes, mit Nervenfasern durchzogenes Organ. Bei unsachgemäßer Enthornung besteht ein erhebliches Infektionsrisiko in der Stirnhöhle, Nerven können nachhaltig geschädigt werden. Zum Verständnis für die wichtige Bedeutung der Kuhhörner wird in den Erfahrungsberichten des Bio-Ringes Allgäu auch auf die Anatomie des Hornes eingegangen: Die Kuh besitzt stark ausgeprägte Stirnhöhlen, die sich im Laufe ihres Lebens bis in die Spitzen des Hornzapfens fortsetzen. Dieser Hornzapfen oder Hornknochen ist mit der Hornhülle überzogen. Zwischen Hornzapfen und dem eigentlichen Horn befindet sich eine stark durchblutete wärmende Schicht. Die Temperatur des Hornes wechselt von warm bis kalt je nach Verdauungstätigkeit der Kuh. Auch ihre sonstigen Befindlichkeiten lassen sich an der Horntemperatur abmessen. Beim behaglichen und kräftigen Wiederkäuen wird das Horn spürbar wärmer. Je reicher an Rohfasern das Futter ist, desto größer sind die Hörner. Im Horn finden wichtige, lebendige Prozesse statt. Es kann somit als nach außen gewachsenes Organ betrachtet werden und informiert den einfühlsamen Beobachter über Stoffwechselprozesse und Lebenskraft seines Pfleglings. Schöne, gut durchblutete Hörner sind ein Zeichen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit einer Kuh. Früher gehörten harmonisch ausgebildete Hörner zum Zuchtziel der Bauern. Heute passen Kühe mit Hörnern angeblich nicht in die Laufställe, heute sind Hörner plötzlich zu „gefährlichen Waffen“ geworden, heute müssen sowohl die Bauern als auch die eigenen Artgenossen „vor schlimmen Verletzungen geschützt werden“. Also haben die Hörner – folgt man einer einfachen Logik – zu verschwinden. „Wer heutzutage einen Alpabtrieb bewundern will, sieht nur noch große Schellen an einem kleinen Kugelkopf und wird das Gefühl nicht los: hier kommen behinderte Kreaturen“.

Nimmt man den Kühen ihre Hörner, wirkt sich dieser grausame Akt nicht nur auf ihr Wohlbefinden aus, nimmt ihnen nicht nur ihren Stolz und ihre Individualität, sondern beeinträchtigt in hohem Maße ihre eigene körperliche Wahrnehmung. In den Broschüren „Die Kuh und ihre Hörner“ und „Die Kuh braucht ihre Hörner“ weist der Arbeitskreis auch auf den Zusammenhang zwischen Hörner tragenden Kühen und guter Milchqualität hin. Durch umfangreiche mikroskopische Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die Milch von intakten Kühen feinere Kristalle bildet, was nach anthroposophischer Sicht auf eine harmonische Beziehung zwischen Sinnesorganen und inneren Organen und damit auf eine qualitativ hochwertigere Milch hinweist. Umgekehrt können die Produkte von hornlosen Kühen, die degenerative, zerfetzte und unschöne Strukturen aufweisen, nicht zu einer wertvollen und gesunden Ernährung des Menschen beitragen. Ein Grund für das verstärkte Aufkommen von Kuhmilchallergien könnte durchaus auch in diesem Zusammenhang zu suchen sein.

Das chemische Wegätzen des Hornansatzes im Kälberalter oder das „Ziehen“ von Hörnern bei erwachsenen Tieren ist kein „notwendiges Übel“, sondern schlicht Tierquälerei. Die Domestizierung des Rindes gilt als große kulturelle Leistung in der Geschichte der Menschheit. Das Rind ist seit jeher ein dienendes, Pflug und Wagen ziehendes Tier. Man verspeist sein Fleisch. Aus seinen Knochen werden Werkzeuge, Blasinstrumente, Trinkgefäße hergestellt. Unsere Schuhe sind aus seiner Haut gemacht. Aus der Milch der Kuh stellt man Butter, Sahne, Käse her. Der Ackerbau, die Grundlage der menschlichen Ernährung und Zivilisation wäre ohne die Mithilfe des Rindes nicht möglich gewesen. Wir danken es den Tieren durch gnadenlose Ausbeutung. Nicht nur für den französischen Philosophen René Descartes, der den stolzen Satz prägte: Cogito ergo sum (Ich denke, also bin ich) waren Tiere eine Art von Automat. Auch noch heute werden sie meist als reine Fleisch- und/oder Milchmaschinen angesehen. Es geht in erster Linie um die Maximierung von Fleisch- und Milchleistungen, um Minimierung von Kosten, also um rein betriebswirtschaftliche Belange. Man hält Kühe in lebenslanger Anbindehaft oder in so genannten Laufställen, die keinen Sicherheitsabstand, keine Rückzugsmöglichkeiten für rangniedrige Tiere, keinen ausreichenden Auslauf ermöglichen. Statt ihnen für ihre „Dienste“ eine angemessene Entschädigung zu bieten (durch artgerechte Haltung, durch Bewegungsmöglichkeiten mit eigenem Grasrupfen, durch liebevollen Umgang, durch wiederkäuergerechte Ernährung, Würde und Unversehrtheit), betrachten wir sie als unser Eigentum, halten sie wie Sklaven und vernachlässigen so unsere Schutz- und Unterhaltspflichten. Sie gehören uns Menschen „mit Haut und Haaren“.

Die Enthornung ist nicht das einzige Übel, welches wir unseren Schutzbefohlenen antun. Allgemein ist in der industrialisierten Landwirtschaft – und nicht nur dort! – eine zunehmende Entmenschlichung im Umgang mit (Nutz)Tieren zu beobachten. Die Kuh muss jedoch „als Ganzes“ gesehen und als einzigartiges Individuum akzeptiert werden. Sie besteht nicht nur aus Fleisch und Euter! Jeder sollte sich darüber im Klaren sein oder es sich wieder neu ins Bewusstsein rufen: Kühe sind von Natur aus Hörner tragende Wesen! Das Horn gehört zum Organismus der Tiere wie jedes andere Organ auch. Werden der Kuh die Hörner weggenommen, fehlt ihr ein Teil ihres Wesens, ein wichtiges Organ im Haushalt der Natur. Ihre Lebensenergie wird geschwächt, sie neigt zu Infektionen und leidet an den unterschiedlichsten Störungen. Nicht nur äußerlich wirkt sie unproportioniert und disharmonisch (hornloser, kleiner Kopf – übergroßes Euter), auch ihre Seele nimmt Schaden. Nach der barbarischen Verstümmelung büßen vormals ranghohe Tiere häufig ihre Funktion als Leitkuh ein; weitere Anzeichen dieses Traumas sind Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Hornlose Kühe fühlen sich einfach „traurig“.

Viele Informationen für diesen Artikel habe ich den Broschüren „Die Kuh und ihre Hörner“ und „Die Kuh braucht ihre Hörner“ des Arbeitskreises „Hörner tragende Kühe, Bio-Ring Allgäu“ entnommen. Auch die meisten der als solche gekennzeichneten Zitate entstammen dieser Quelle.

Meine Ausführungen möchte ich mit drei weiteren „bemerkenswerten“ Gedanken abschließen:

„Das Enthornen von Kühen stellt für mich eine Entwürdigung dar, ähnlich wie das Kahlscheren von KZ-Häftlingen. Die Rechtfertigungen der Täter – Unfallsicherheit bzw. Kopfläuse – halten vor den Grundsätzen menschlicher Kultur nicht stand.“
(Erwin Kessler, Gründer und Präsident des Vereins gegen Tierfabriken Schweiz)

„Grobheit gegen das Tier ist eine der am meisten hervortretenden Eigenschaften eines niedrigen und unedlen Volkes.
(Alexander Freiherr von Humboldt, Naturforscher)

„Man ist, was man isst, denn die Kuh, der Boden, die Pflanze und der Mensch hängen unmittelbar zusammen – und voneinander ab. Fehler kommen auf uns zurück. Die BSE-Problematik wurde dafür zu einem dramatischen Beispiel. LASST DER KUH IHRE RUH!“
(Susanne und Walter Schwärzler, Arbeitskreis Hörner tragende Kühe, Allgäu)

Brigitte Stolle © 2004