Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

01.10.2011 um 04:00 Uhr

Gewürz ?

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Reis - Gries - Zucker - Nudeln - Salz - Mehl - Kümmel - Zimmt - Nelken - Muskat - Gewürz - Pfeffer

Was für ein geheimnisvolles zusätzliches Gewürz mag da wohl gemeint gewesen sein? 

 

Foto (s): Brigitte Stolle

05.09.2011 um 04:00 Uhr

Kanarische Mojo-Saucen

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Mojo (gesprochen Mocho)-Saucen sind seit Jahrhunderten auf den Kanarischen Insel traditionelle und beliebte Begleiter zu Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Fisch. Es gibt sie in grün und rot, mild oder scharf gewürzt. Haupt- und Grundzutaten einer Mojo sind Knoblauch, Öl, Essig. Und darüber hinaus werden noch andere Zutaten beigemischt wie Paprikaschoten, Avocados, Mandeln, Orangen, Käse ...

Ein festes Gespann sind Mojo-Saucen und „Papas arrugadas", die kanarischen Runzelkartoffeln, die mit der Schale gegessen werden und ganz verschrumpelt sind, weil sie mit extraviel Meersalz gekocht wurden.

Oder man isst die Mojos traditionell zu Gofio. Das ist ein Mehl aus geröstetem Getreide, das mit Flüssigkeit (Gemüsebrühe, Milch ...) zu einem festen Teig verknetet wird. Dies war früher ein Brotersatz für die arme Landbevölkerung.

Kreuzkümmel (Cumin) ist ein typisches Gewürz und das Tolle an den Mojos ist, dass alle Zutaten roh, also unerhitzt püriert werden, wobei alle Vitamine erhalten bleiben.

Ich habe ein Grundrezept für eine "Mojo verde", eine grüne Mojosauce zubereitet:

200 ml Olivenöl
50 ml Weißweinessig
1 Bund frischer Kräuter
10 Knoblauchzehen
1 Teelöffel Meersalz
½ Teelöffel Cumin

Als Kräuter kann man alles nehmen, was man gerne mag, Basilikum, Petersilie (Mojo de perejil), Korinanderkraut (Mojo de cilantro) ... Ich habe krause Petersilie, etwas Basilikum und Kresse verwendet.

Außerdem habe ich in meiner „Mojo verde" 1 grüne Paprikaschote beigefügt.

Hier der Mixbecher mit allen Zutaten, die mit dem Zauberstab zu einer Sauce püriert werden.

Aus der Grundsauce habe ich 4 Teile gemacht. In einen Teil wurde noch eine reife Avocado hineinpüriert, wobei eine etwas dickflüssigere cremige Mojo entsteht. In den zweiten Teil wurde eine Handvoll Mandeln püriert - dies ergab eine feste, streichfähige Mojo und in den dritten Teil habe ich eine scharfe grüne Chilisauce untergearbeitet. Zusammen mit der neutralen Grundsauce sind 4 grüne Mojo-Saucen-Varianten entstanden.

Abwandlungen wären die "Mojo de naranjas" aus Gran Canaria mit dem Saft von 2 Orangen (süße oder bittere), wie er zu Fischeintöpfen angeboten wird. Von La Gomera kennt man Käsemojo (mit Fleischtomaten, Chilischoten und Hartkäse).

Und rote Mojo-Sauce macht man mit den Grundzutaten wie oben und püriert noch 2 bis 4 rote Chilischoten und scharfes Paprikapulver hinein, wenn man sie etwas cremiger haben möchte, nimmt man zusätzlich eine rote Paprikaschote.

Was isst man dazu?

Hier z. B. ein ganzes Backblech voller geviertelter Kartoffeln und Zwiebeln, mit Olivenöl, Meersalz und Kräutern: 

Oder Kartoffeln und ganz viel Gemüse (Zucchini, Fenchel, Paprikaschoten ...) vom Backblech:

Da Mojo-Saucen Weißweinessig enthalten, lassen sich Reste davon gut
als Salatmarinade verwenden.

Hier ein Tomatensalat mit Zwiebeln und Mojo verde:

Foto (s): Brigitte Stolle

28.03.2011 um 04:00 Uhr

Bärlauchomelette ...

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

 ... mit Austernpilzen:

  

Foto (s): Brigitte Stolle

 

17.08.2010 um 04:04 Uhr

Alles Mohn

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Mohnkapsel:

 

Mohnfeld:

Mohnblumen_1 

Mohnbrot:

Mohn

Foto (s): Brigitte Stolle

15.05.2010 um 04:05 Uhr

Salbeimäuschen

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Salbei

Bereits in der Medizinschule von Salerno, die im Mittelalter das medizinische Wissen der Antike bewahrte und weitergab, wusste man von der Kraft des Salbeis zu berichten:

"Cur moriatur homo cui Salvia crescit in horto?"
Warum sollte ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?

Und in Abwandlung dazu sagt ein arabisches Sprichwort:
"Wie kann ein Mensch sterben, in dessen Garten Salbei wächst?"

Ein altes englisches Sprichwort sagt:
"You’ll never die, if you eat sage on may."
Du wirst niemals sterben, wenn du im Mai Salbei isst.

oder:

"Eat sage in May and you'll live for aye!"
Iss Salbei im Mai und du wirst leben für immer und ewig!

Und bei uns heißt es:
"Salbei im Garten, der Tod kann warten."

salvare = heilen, salvere = gesund sein

Die "Schmale Sofie", wie Salbei volkstümlich genannt wird, hat nachweislich eine positive Wirkung auf das Gehirn, die Nerven, die Augen und die Drüsen.

Die Chinesen sagen: "Salbei für das Alter"

(Mein Küchengärtlein)

Eine Salbeikur wurde gegen ein schlechtes Gedächtnis und ein schwaches Hirn verordnet. In England testeten vor einigen Jahren Wissenschaftler verschiedene Auszüge von Heilpflanzen, denen man nachsagt, dass sie eine positive Wirkung auf das Gedächtnis haben. Das Resultat dieser Untersuchung ergab, dass das ätherische Öl des Salbei den Abbau eines Botenstoffes (Acetylcholin) im Gehirn verzögert. U. a. bilden Alzheimerkranke nur sehr wenig von diesem Botenstoff.

Im übrigen war Salbei auch im Mittelalter bereits als Augenmittel bekannt. Salbei schärft nämlich die Sehkraft und stärkt die Augen.

Hieronymus Bock schrieb bereits im Jahre 1577 über den Salbei:
"Unter allen Stauden ist kaum ein Gewächs über dem Salbei, denn es dienet dem Arzt, Koch, Keller, Armen und Reichen".

Und auch Pfarrer Kneipp bezeichnete Salbei auch als "Lebenselixier par excellence".

In "Fähnlein der sieben Aufrechten" beschreibt Gottfried Keller die Zubereitung einer Knabberei aus Salbeiblättern:

".............sie nahm eine tüchtige Handvoll Salbeiblätter, tauchte sie in einen Eierteig und buk sie in heißer Butter zu sogenannten Mäuschen, da die Stiele der Blätter wie Mäuseschwänze aussahen. Sie gingen prächtig auf, dass es eine getürmte Schüssel voll gab, deren Duft mit dem des reinen Kaffees zum Meister emporstieg."

Salbei-Mäuschen

Salbeiblättchen mit Stil abpflücken, waschen und trockentupfen.
Einen Ausbackteig herstellen, süß oder neutral.
Salbeiblättchen am Stil fassen und in den Ausbackteig tauchen.
In heißem Fett geldgelb ausbacken.

Die pikante Variante ist eine originelle Beilage zu Käse und / oder eine aparte Knabberei zu Wein und Bier.

Süße Mäuschen isst man mit Fruchtsauce, Kompott, Obstsalat oder – à la Gottfried Keller – zum Kaffee.

07.08.2007 um 04:07 Uhr

Über "Kräuter der Provence" marschieren

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze   Stichwörter: Karla, Provence, Kräuter

"Was für eine Laus ist Ihnen denn
über die Leber gelaufen?"


In Frankreich fragt man bei entsprechenden Situationen:

„Sur quelle herbe avez-vous marché?“

[Über welches Kraut sind Sie marschiert?]

l'herbe = das Kraut,
aber auch
das Unkraut.

Karla Kunstwadl ist in der Garrigue über viele Kräuter marschiert. Ziel war das Sammeln von wohlriechenden „Kräutern der Provence“.

Übrigens: soJA hat roten Reis mit provençalischem Gemüse zubereitet. Kräuter der Provence würden sehr gut dazu passen !

Die Garrigue ist eine typische südfranzösische Vegetarionsform mit Pflanzen wie Rosmarin, Thymian, Lavendel, Zwerg-Palme (Chamaerops humilis), Herbst-Seidelbast (Daphne), kleinwüchsige Wacholderarten, Strauchwermuth, Zistrosen (Cistus) und Staudenpflanzen wie Sternanemone, Meerzwiebel, Milchstern, Zwerg-Iris, kretische Hundszunge, Igel-Wolfsmilch, kleiner Aronstab, Affodill, Orchis und Ophrys.

Die Garrigue hat ihren Namen von "Garric",
dem okzitanischen Wort für die Kermes-Eiche.



Nach einem Blick auf das Kloster Frigolet
möchte Karla lieber im Rucksack weiterwandern:

Während des Zweiten Weltkrieges hatte die Garrigue in Südfrankreich eine besondere Bedeutung, da sich in ihrem undurchdringlichen Gestrüpp die französische Résistance vor der deutschen Besatzung versteckte.

30.05.2007 um 04:00 Uhr

Rosmarin

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Mein Kräuterfenster

Heute: Rosmarin (links im Bild)

Rosmarin ist ein kleiner mehrjähriger Strauch aus dem Mittelmeerraum, dessen überaus aromatische Blätter zum Würzen verwendet werden. Seinem lateinischen Namen ros marinus ("Meerestau") entsprechend gedeiht dieses Würzkraut vor allem in Küstennähe. Es wird seit des Altertums nicht nur wegen seines Aromas, sondern vor allem wegen seiner Heilkräfte geschätzt. In Rom und Ägypten sah man die Pflanze sogar als Allheilmittel an. Tatsächlich ist Rosmarin ein ausgezeichnetes natürliches Konservierungsmittel und kann synthetische Antioxidanzien ersetzen.

Rosmarin mit seinem durchdringenden, berauschenden Duft und seinem leicht kampferartigen Aroma sollte immer nur sparsam verwendet werden, da er andere Zutaten leicht überdeckt. In Südfrankreich und Italien, wo er sich besonderer Beliebtheit erfreut, wird er großzügig in Suppen, Füllungen, Saucen und Marinaden verwendet. Rosmarin findet man in der Kräutermischung Herbes de Provence.

Rosmarin wirkt krampflösend, schweißtreibend, antiseptisch und entwässernd; er beruhigt den Magen und regt den Kreislauf an. Es wird ihm sogar nachgesagt, dass er gegen Falten hilft. Für einen Kräutertee kocht man pro Tasse einen Teelöffel getrocknete Blätter 2 bis 3 Minuten und lässt sie 10 Minuten ziehen. Gurgeln mit Rosmarintee hilft bei Hals- und Rachenerkrankungen.

Buchtipp:
Heilkräuter - Rezepte aus der Apotheke der Natur
Mehr dazu -> hier

16.04.2007 um 04:00 Uhr

Eugen von Vaerst: Salat

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

"Mancher Salat will zart behandelt sein,
mancher geknickt und geknackt,
wie die menschlichen Glieder
in einem orientalischen Bade."

  Eugen von Vaerst (1792 bis 1855),
Offizier in der preußischen Armee,
Schriftsteller und Theaterdirektor.
Er verfasste eine zweibändige "Gastrosophie
oder Die Lehre von den Freuden der Tafel" (1851).


05.04.2007 um 04:00 Uhr

Gründonnerstagssuppe

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

In vielen Regionen ist es Brauch, am Gründonnerstag etwas Grünes zu essen, zum Beispiel einen grünen Salat, ein mit vielen Kräutern grüngesprenkeltes Omelette, Spinat mit Salzkartoffeln und Spiegelei.

Hier ein Rezept für eine grüne Gründonnerstagssuppe:

Die Zutaten:

Jede Menge Kräuter
etwas Olivenöl oder Butter
1 Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
2 Esslöffel Mehl
1 Liter Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskat
Sahne

Die Kräuter bzw. grünen Blattgemüse (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch, Löwenzahn, Rauke, Portulak, Spinat ...) putzen, waschen und kleinschneiden. Eine Zwiebel fein würfeln und mit den gepressten Knoblauchzehen in Öl oder Butter andünsten. Zwei Esslöffel (am besten frisch gemahlendes Dinkel- oder anderes) Mehl dazugeben, gut verrühren und mit einem Liter Gemüsebrühe auffüllen und aufkochen lassen. Die Kräuter dazugeben, ein paar Minuten bei kleiner Hitze weichkochen und pürieren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss pikant abschmecken und auf Wunsch mit etwas süßer Sahne verfeinern.

10.03.2007 um 07:30 Uhr

Bärlauch

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

BÄRLAUCH
(Allium ursinum)



Foto: Brigitte Stolle

Tipps zum Bärlauch-Sammeln:

Die beste Erntezeit für Bärlauch ist Ende März bis Mitte Juni. Bitte aufpassen: Bärlauchblätter ähneln äußerlich den giftigen (!) Maiglöckchenblättern. Zerreibt man jedoch ein Blatt zwischen den Fingern, duftet der Bärlauch kräftig nach Knoblauch, was beim Maiglöckchen nicht der Fall ist. Beim Selbersammeln von Bärlauch ist es wichtig, nur ein paar zarte junge Blätter vorsichtig abzuknipsen, damit die Pflanze im weiterwachsen und Nährstoffe für das nächste Jahr bilden kann. Also nicht die ganze Pflanze ausreißen! Gesammelt wird vor der Blütezeit!



Foto: Brigitte Stolle


Der Bärlauch wächst gerne am Rand von (Buchen)wäldern.

Woher hat der Bärlauch seinen Namen? Der Bärlauch wächst und blüht dann, wenn die Zeit des Winterschlafes vorbei ist. Bären, aber auch andere Tiere, fanden ihn nach dem Aufwachen reichlich vor und machten sich sogleich hungrig darüber her. Im Altertum war der Bär übrigens ein Zeichen der Auferstehung.

Gesundheitliches:

Bärlauch desinfiziert den Darm, wirkt verdauungsfördernd und somit entgiftend und reinigend – ideal für die Frühjahrskur, um den Körper zu entgiften! Die Wirkung des Bärlauchs gegen Arteriosklerose und hohen Blutdruck sind bekannt. In der Volksmedizin gilt er als "Blutreiniger" und wird sehr empfohlen gegen chronische Hautausschläge.

Bärlauch lässt sich in der Küche wunderbar zu leckeren und gesunden Frühlingsgerichten verarbeiten. Die zarten Blättchen werden vorsichtig gewaschen und dann in feine Streifen geschnitten. Weitere Ideen mit Bärlauch:

Ein gesunder Frühlings-Imbiss:
Knäckebrot, Bärlauchquark und Basilikumtomaten:

Foto: Brigitte Stolle

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Bärlauchpesto:

500 g Bärlauch
100 g Pecorino oder Parmesam, gerieben
100 g Pinienkerne, fein gehackt
¼ l hochwertiges Olivenöl
Salz, Pfeffer

Der Bärlauch wird fein gehackt. Mit den Pinienkernen und dem Käse mit dem Zauberstab zerkleinern und vermischen (oder in einem Mörser). Nach und nach das Olivenöl dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zu Spaghetti – oder in festerer Konsistenz – als Brotaufstrich.

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Hier ein Romana-Salat mit viel Bärlauch, angemacht mit einer Essig-Öl-Marinade. "Zugedeckt" wurde der Salat mit Tomaten, Basilikum, Mozzarella und Oliven.

 

Foto: Brigitte Stolle

06.03.2007 um 04:05 Uhr

Ingwer

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Ingwer

Was schon die alten Seefahrer wussten: Ingwer hilft gegen Übelkeit auf hoher See. Deshalb nahmen sie die Knolle mit an Bord. In etwas Erde eingebuddelt ist der Wurzelstock lange haltbar und treibt sogar aus. So war der frische Ingwer immer zur Hand und konnte bei Bedarf gekaut werden.

Die Wirkung beruht im Wesentlichen darauf, dass die Scharfstoffe direkt im Verdauungstrakt beruhigend wirken. Einbuddeln muss man den Ingwer heute nicht mehr. Frischer Ingwer ist mittlerweile fast überall zu haben.


28.02.2007 um 04:00 Uhr

Thymian

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Mein Kräuterfenster

Thymian
(links im Bild)


Der aus der Mittelmeerregion stammende Thymian ist in warmen Klimazonen ein mehrjähriger Strauch, in gemäßigten Zonen eine einjährige Pflanze und wird 10 bis 30 cm hoch. Seit der Antike wird Thymian wegen seines Duftes (griechisch thumos = Duft) und seiner Heilkräfte geschätzt. Die Ägypter benutzten ihn zum Einbalsamieren ihrer Toten, in den Tempeln der Griechen wurde er wie Weihrauch verbrannt, und die Römer weihten ihn der Göttin Venus. Im Mittelalter sprachen die Menschen ihm die Kraft zu, Mut zu verleihen. Es gibt über 60 verschiedene Thymiansorten, darunter den Gartenthymian, den Feldthymian und den Zitronenthymian.

Frischer Thymian passt besonders gut zu Hülsenfrüchten, Saucen, Eiern, Tomatenpüree und Füllungen. Zusammen mit Petersilie und Lorbeerblatt ist Thymian ein Bestandteil des Bouquet garni. Man findet ihn auch in "Kräuter der Provence-Mischungen". Thymian gibt Essig eine besondere Note (einfach einige Zweige in die Flasche geben und ziehen lassen).

Thymian wirkt antiseptisch. Er heilt und tötet Bakterien ab. Dies bewirkt das in der Pflanze enthaltene Thymol. Früher nannte man den Thymian deshalb auch das "Antibiotikum der armen Leute".

Buchtipp:
Heilkräuter - Rezepte aus der Apotheke der Natur
Mehr dazu -> hier


26.12.2006 um 07:40 Uhr

Basilikum-Penne

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Basilikum-Penne

Zutaten für 4 Personen:

400 g (Vollkorn-)Penne
1 Bund Basilikum
200 g Feta
1 Bund Frühlingszwiebeln
4 Knoblauchzehen
100 g Crème fraîche
Salz, Pfeffer
kalt gepresstes Olivenöl

  • Basilikumblättchen abzupfen, waschen, im Sieb gut abtropfen lassen und in kleinschneiden. Ein paar Blättchen zur Dekoration aufbewahren.
  • Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden.
  • Die Nudeln in Salzwasser al dente kochen, in ein Sieb schütten und mit kaltem Wasser abschrecken.
  • Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Frühlingszwiebeln und den gepressten Knoblauch darin anschwitzen und weich dünsten. Bei verminderter Temperatur die Crème fraîche dazurühren, Nudeln hinzugeben, salzen und pfeffern nach Geschmack und alles gut miteinander verrühren. Den in Würfel geschnittenen Feta zusammen mit dem Basilikum unter die Nudeln heben. Auf tiefen Tellern anrichten und mit Basilikumblättchen garnieren.

Basilikum stammt ursprünglich aus Indien. Schon die alten Griechen schätzten das Kraut sehr und nannten es "basilikon" = "königlich". Basilikum wird besonders in der Mittelmeerküche geschätzt. Es passt sehr gut zu Tomaten. Zusammen mit Knoblauch, Zwiebeln, Oliven und Käse lassen sich unzählige Nudelgerichte zaubern.

Und hier mein Basilikum-Lieblingsbuch:
Kochen, Heilen, Zauberei.
Rund um Basilikum und Bohnenkraut.
Empfehlenswert !

27.11.2006 um 04:05 Uhr

Salat mit gaaanz viel Basilikum

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

 Das letzte Basilikumtöpfchen wurde abgeräumt !

24.06.2006 um 08:30 Uhr

Basilikum

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Mein Kräuterfenster

Heute: Basilikum (Mitte)

Buchtipp:

Die aus Indien stammende einjährig, stark duftende Pflanze ist seit uralter Zeit bekannt und beliebt. Vor allem die Griechen schätzten sie sehr und nannten sie deshalb basilikon, was königlich bedeutet. In der Mittelmeerküche, aber auch in Thailand, Vietnam und Laos wird Basilikum sehr häufig eingesetzt.

Basilikum ist für Tomaten das Würzkraut schlechthin. Es passt aber auch gut zu Knoblauch, Zwiebeln und Oliven und belebt Nudelgerichte, Salate, Käse, Gemüse. Es bildet die Grundlage für die Soupe au pistou. Dies ist eine Spezialität aus der Provence: Basilikum wird zusammen mit Knoblauch und Olivenöl zu einer Paste zerrieben und am Ende des Kochvorgangs der Suppe beigefügt. Pistou ist ein vom lateinischen Wort pestare abgeleitetes Wort, das zerstampfen oder zerquetschen bedeutet. In Italien werden dieser Paste noch Pinienkerne und geriebener Pecorino hinzugefügt; hier nennt man das Ganze pesto.

Basilikum wirkt krampflösend, antiseptisch, tonisierend und magenberuhigend und soll außerdem bei Migräne und Schlaflosigkeit helfen. Für einen Kräutertee übergießt man pro Tasse einen Esslöffel getrocknete Blätter mit kochendem Wasser und lässt die Infusion 10 Minuten ziehen.

Heilkräuter - Rezepte aus der Apotheke der Natur
Mehr dazu -> hier

15.05.2006 um 04:30 Uhr

Kleine Salatkunde

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

"Salat will Salz vom Künstler, Essig vom
Geizhalz und Öl vom Verschwender."

(
Florentinisches Sprichwort)

Kleine Salatkunde

Kopfsalat ist nicht nur der bekannteste, sondern nach wie vor auch der beliebteste Blattsalat. Im Treibhaus gezogene Köpfe sind zartgrün, im Freiland gewachsene farbintensiver und etwas fester. Kopfsalat hat einen zarten Geschmack und sollte, weil er leicht lappig wird, erst kurz vor dem Servieren angemacht werden.

Endiviensalat: Man unterscheidet die krause Endivie, die besser unter dem Namen Frisée bekannt ist, und die glatte Endivie, auch Eskarol oder Eskariol genannt. Die glatte Endivie hat breite, gezahnte Blätter und einen herben, leicht bitteren Geschmack. Man schneidet die Blätter in Streifen und kann sie kurz in der Sauce ziehen lassen, um ihnen etwas von ihrer Herbheit zu nehmen.

Feldsalat hat je nach Region verschiedene Namen: Ackersalat, Rapunzel und, wegen seines nussigen Geschmacks, auch Nüsschen oder Nüsslisalat. Seine runden kleinen Blättchen sind dunkelgrün. Beim Putzen soll das Pflätzchen erhalten bleiben, es wird nur das Wurzelende entfernt. Feldsalat ist sehr zart und sollte gleich nach dem Anmachen serviert werden.

Eichblattsalat ist ein Verwandter der Endivie, kommt aus Frankreich und hat als einziger Vertreter dieser Pflanzenfamilie nicht den typischen Bittergeschmack. Die lockeren Salatköpfe haben rötlich angehauchte Blätter, die Eichenlaub ähnlich sehen. Der Geschmack ist nussartig-würzig. Eichblattsalat eignet sich besonders für feine Vorspeisensalate und wird dann in kleinere Stücke zerpflückt.

03.04.2006 um 04:01 Uhr

Arzneipflanze des Jahres 2006: der Echte Thymian

von: buchzeiger   Kategorie: Kräuter und Gewürze

Arzneipflanze des Jahres 2006: der Echte Thymian

Die Wahl fiel auf die beliebte Pflanze mit dem wissenschaftlichen Namen Thymus vulgaris.

"Das Kraut zählt zu den wertvollsten Pflanzen bei Erkältungskrankheiten", begründet der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg seine Entscheidung.

Thymian wird seit jeher bei Verdauungsproblemen, Kopf- und Gliederschmerzen eingesetzt. Heute nutzt man seine krampflösenden Eigenschaften besonders in Hustenmitteln und verwendet das Kraut gern in der Küche.

Thymian ist auch ein Hauptbestandteil der Kräutermischung "Herbes de Provence" (Kräuter der Provence).

 

Honig-Thymian-Butter – ein etwas ausgefalleneres Rezept!

 

Du brauchst:

250 g Butter
1 Esslöffel guten Honig
1 Teelöffel frischen Thymian, fein zerbröselt
1 Prise Salz

Butter zimmerwarm werden lassen und mit dem Honig und dem Thymian zu einer homogenen Masse verrühren.

Die Masse in ein Buttermodel streichen und anschließend auf ein Tellerchen stürzen – oder zu einer Rolle formen, in Alufolie oder Butterbrotpapier einwickeln und im Kühlschrank fest werden lassen.

Ein raffinierter Brotaufstrich!