Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

20.12.2007 um 04:00 Uhr

Julpepparkakor (Schwedische Lebkuchen)

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Weihnachtsgebäck

Lebkuchen-Variationen

Heute:

Julpepparkakor
(Ein schwedisches Lebkuchenrezept)

140 g Sirup
140 g brauner Zucker
140 g Butter
1 Ei
1 Teelöffel Nelkenpulver
1 Teelöffel fein gehacktes Orangeat
1 Teelöffel Backpulver
400 g Mehl

Sirup und Zucker erwärmen. Butter schaumig rühren. Das Ei und die abgekühlte Zucker-Sirup-Masse sowie die Gewürze nach und nach dazugeben. Mehl und Backpulver miteinander vermischen, zuerst unter die Masse rühren, dann auf der Arbeitsfläche kneten. Teig über Nacht kalt stellen. Dann ausrollen und Plätzchen ausstechen.

Zitat aus meinem alten Skandinavisch-Kochbuch:

„Herzen, Schweine, Männer und Frauen ausstechen, bei 200 °C auf einem gefetteten Blech auf der obersten Schiene 5–7 Minuten backen. Mit Zuckerguss garnieren.“

Daran ist die Herstellung dieses Weihnachtsgebäckes letztendlich gescheitert. Zwar besitze ich eine große Anzahl an Ausstechförmchen. Schweine, Männer und Frauen sind jedoch leider nicht darunter.

Deshalb heute kein Foto zum Thema !

Statt dessen
(auch sehr lecker):



Mandelkuchen
mit Selbstportrait:

 

 

06.07.2007 um 04:00 Uhr

Tradition in Norwegen: Haferbrei

Wir befinden uns in Norwegen, wo Karla Kunstwadl vor einem Getreidefeld fotografiert werden wollte:




Von Oddvar aus Oslo habe ich einige interessante E-Mails über traditionelle Essgewohnheiten in Norwegen erhalten, speziell über Haferbrei. Ich denke, es handelt sich um eine Art Porridge, was man ja als Frühstück auch aus England kennt, eine geeignete Ernährung für kalte Morgen, wärmend, nahrhaft und schnell zubereitet. Ich gebe hier, mit freundlicher Erlaubnis des Informanten Teile des Originalschriftwechsels wieder:

„Vom Honig essen wir wenig, aber verwenden ihn als Süssmittel auf dem Haferbrei, was wir normalerweise am Samstag essen. Das macht ein paar Kilo im Jahre aus.“

Bekanntlich hat Oddvar vor vielen Jahren Deutsch im Schwabenländle gelernt:

„In dr frühara Zeid wenn d’Leut nor a weng Geld gehätt han, wur Brei sehr oft gesse. Brei war billig, gell, ond schnell g’macht. Heut’ isch des net mehr so. Gesund war’s au. “Töt mi gehra, abr net mit Brei“, hot der Knecht uf em Höfle g’sait. Also, nicht Brei zu jeder Mahlzeit!"

Aber auch in der heutigen Zeit ist der Brei in Norwegen noch beliebt:

„Haferbrei zum Frühstück. Billig, gesund, rasch. Zum Haferbrei – Brei überhaupt – wird Milch getrunken. Einige kochen das Hafermehl mit Milch, in unserem Hause wird nur Wasser verwendet. In Norwegen isst man normalerweise zum Frühstück nur Brot, auch beim zweiten Frühstück (im Gegensats zu Schweden und Dänemark) (mit Butter / Margarine + Belag). Nach der Arbeit, gegen 5 bis 6 Uhr abends wird Mittag (middag) gegessen, und dann natürlich warmes Essen. (Auf den Bauernhöfen dagegen isst man normalerweise om zwölfe warmes Essen und om sechse kaltes Essen.)

Generationsunterschiede:

"Meine Generation schmiert morgens ”matpakke” – Essenpakete, die wir mit zur Arbeit bringen. Scheiben Brot mit kaltem Belag mit ”matpapir” – Essenpapier – umgewickelt. Die jüngere Generation schmiert auf der Arbeitsstelle – heute gibt es ja auch auf der Arbeitsstelle oft Kühlschrank. Einige sind auch europäischer geworden und gehen zum Laden und kaufen sich a halbes Göggele, Salate usw.“

Oddvars Familie geht samstags einkaufen, weil man da mehr Zeit hat, „und wenn man heimkommt ist Haferbrei in drei Minuten fertig - und eine Abwechslung vom kalten Brot beim zweiten Frühstück. Dann essen wir etwas Warmes auch am Abend. Normalerweise wird Haferbrei mit Zucker gesüsst, aber nicht im Hause Oddvar – da gönnt man sich Honig.“

An bestimmten Terminen gibt es Rahmbrei:

„An “mid summer“, den 23. Juni wird oft Rahmbrei gegessen (Tradition). Auf den Bauernhöfen wird nach Beendigung der Mahd auch Rahmbrei serviert (onnagraut). Rahmbrei ist ja köstlicher und teurer als Haferbrei.

Aber es gibt auch die billigere Variante:

"Das billigste ist ”vassgraut” = Wasserbrei – Mehl von Gerste im Wasser gekocht. Dieser Brei wird heute weniger gegessen – sehr wenig gegessen, aber es gibt Leute die ihn gern essen – diese frühere Armutsspeise.“

Linguistisches zum Brei:

„Bei uns ist grauthode (Breikopp) ein Schimpfwort – ein dummer, strukturloser Kerle.
Bokmål: grøt / Nynorsk: graut (gespr. gröut) / Dialekt : meistens graut. Fast keiner sagt grøthode eller grauthode. Oslo : gröuthüe / Trøndelag und nordwärts : gröuthöu.“

Früher und heute:

„Früher wurde viel mehr Brei gegessen als heute. Vor und noch ein paar Jahrzehnten nach dem Kriege wurde hauptsächlich Gerste und Hafer in unserem Lande gebaut, Weizen importiert hauptsächlich für Brot und Kuchen. Heute ist Norwegen mit Weizen um etwa 80 % selbstversorgt und das auch total von Korn (Weissbier wird nicht gebraut). Das meiste von Gerste und Hafer bekommen die Viehe. Roggen wird immer mehr gebaut, hauptsächlich für die Brotproduktion. Natürlich kann man auch Brei machen mit gemischten Kornsorten. Heute wird auch Reisbrei gegessen und viele Familien essen zum zweiten Frühstück Reisbrei am Weihnachtsabend."

Diese nette Weihnachtsüberraschung ist uns bereits von Leos Skandinavien-Seite bekannt:

"Darin ist eine Mandel im Brei versteckt und wer diese Mandel in seinem Teller findet, bekommt ein Geschenk, z.B. ein Marzipanschweinchen. (Das wird natürlich immer eines der Kinder).“

Und hier ausnahmsweise mal ein Rezept (und kein Limerick) von Oddvar:

„Da du eine wohlhabende Frau bist („Wer? ICH?), kannst du mit diesem Rezept dir eine Portion Fløyelsgrøt kochen.

Fløyelsgrøt / silkegrøt
(Samtbrei / Seidenbrei):


1 1/2 Esslöffel Margarine
1 ½ dl Weizenmehl
3 dl Vollmilch
¼ Teelöffel Salz

Margarine in der dickbodigen Kasserolle schmelzen, dann darin das Mehl – gut umrühren bis alles gleich verteilt ist. Dann 1 dl von der Milch darin – und gut umrühren. Dann wieder 1 dl Milch – gut umrühren. Den letzten dl Milch nai ond wieder gut umrühren. Lass den Brei ein kurzes ”Aufkochen” bekommen und danach 10 Minuten leicht sieden. Zum Schluss Salz darin. Servier mit Zucker, Zimt und ein ”Butterauge” in der Mitte und diesmal keine MiIch, sondern Saft vom Ribiesl (rote Johannisbeeren) dazu.

Guten Appetit wünscht Oddvar!“

Ein interessanter Beitrag zur norwegischen Landeskunde, vielen Dank. Den / die oder das (?) Fløyelsgrøt werde ich auf jeden Fall ausprobieren!
Wer allerdings lieber Fritten mag,
soll sich hier umschauen !

16.02.2007 um 04:00 Uhr

Wir bauen einen vegetarischen Schneemann


Heute zeigt uns Karla, wie man einen

vegetarischen Schneemann baut:

 



Zuerst die Eiskugel -
Vanille, Zitrone, je nach Geschmack!



Heißer Tipp:
Schokoladeneis ist
weniger gut geeignet!



Die Augen des Schneemanns hat
Karla aus zwei Kartoffelscheiben kreiert.

Nase: ein
Essig-Gurkerl.

Fertig ist der vegetarische Schneemann!

Buchzeiger sagt: Danke!

01.02.2007 um 04:00 Uhr

Dänischer Käse

Dänischer Käse

Das fruchtbare Dänemark fließt von Käsen geradezu über. Karoline aus Dänemark, die gesunde „Werbekuh“ mit den großen Kulleraugen und der Blume im Mund machte den dänischen Käse auch bei uns bekannt.

Neben den Klassikern wie Tilsiter, Gouda und Emmentaler „dänische Art“ gibt es aber auch jede Menge eigener Käsesorten. Die größte Gruppe ist die Samsoe-Gruppe. Dazu gehören der Danbo, Elbo, Fynbo, Molbo und Tybo – alles leckere Vollfettkäse, teils mit, teils ohne Löcher, rund, lang, mit brauner, roter oder goldgelber Rinde. Wie der Gouda aus Holland wird Samsoe von den einen frisch und jung, von den anderen gereift geschätzt.

Danbo ist ein delikater Steppenkäse, der am besten zu frischem Obst schmeckt: mit Trauben, Erdbeeren, Kiwis oder Kirschen. Auch zum Überbacken von Aufläufen ist er geeignet.

Danablu und Mycella sind – der Name verrät es schon! – Edelpilzkäsesorten. Danablu ist Dänemarks Käsespezialität schlechthin. Dieser Edelpilzkäse wird aus Kuhmilch hergestellt und sollte möglichst frisch serviert werden. Danablu-Käsewürfel mit Weintrauben und Nüssen – lecker!

Esrom ist ein milder Weichkäse mit winzigen Löchern. Er zergeht wie Butter auf der Zunge und riecht sehr aromatisch. Er schmeckt frisch auf Smorrebrod, dekoriert mit Tomaten und Gurken. Sehr gut schmecken mir auch Champignon-Tomaten-Toasts mit Esrom überbacken. Eine interessante Vorspeise ist Esrom, in Würfel geschnitten, paniert und in heißem Fett schwimmend ausgebacken.

Havarti ist ein würzig-aromatischer Käse, der sich für Käsehäppchen und Käsesalate genauso geeignet wie für gefüllte Tomaten (Fyllde Tomater).

08.01.2007 um 04:05 Uhr

Rårakor med Graslök

Die Schweden und ihre Kartoffel

Als 1772 eine Hungersnot in Schweden ausbrach, erwies sich die Kartoffel als Retterin.

Im Jahre 1840 war „Der Kartoffelfreund, ein unerlässliches Buch für arm und reich in Stadt und Land“ eines der meist gekauften Bücher in Schweden.

Junge Kartoffeln werden in sprudelndes Salzwasser geworfen, dem frischer Dill zugefügt wird. Das schmeckt fast so gut wie Spargel – finden die Schweden.

Für reife Kartoffeln gibt es zahlreiche Zubereitungsarten.

Kartoffelpuffer mit Schnittlauch
Rårakor med Graslök


6 mittelgroße geschälte und geraspelte Kartoffeln
2 Esslöffel gehackter Schnittlauch
Salz und Pfeffer nach Geschmack
2 Esslöffel Butter, 2 Esslöffel Öl

Die geraspelten Kartoffeln schnell mit dem Schnittlauch, dem Salz und dem Pfeffer vermischen. Butter und Öl in der Pfanne erhitzen. Jeweils etwa 2 Esslöffel Kartoffelmasse in die Pfanne geben, etwas breitdrücken und auf beiden Seiten knusprig braten.

Tipp:


Während bei uns Kartoffelpuffer stets mit Ei hergestellt werden, fehlt bei dem schwedischen Rezept (wie bei Schweizer Rösti) dieses Bindemittel. Es ist daher von Vorteil, keine zu großen Puffer zu machen.

19.11.2006 um 07:00 Uhr

Die Wikinger-Kekse sind alle!

"Alle Wikinger-Kekse sind weggegessen" -
freut sich Karla Kunstwadl.
Auch soJAs Zimtschnecken
wurden begeistert gemampft!
Kein Wunder !!!

Ein Murmeltier beim Fressen

Alles weg !?!?

So muss es sein - gelungene Party!

16.11.2006 um 15:30 Uhr

Karjalan Piirakka


In Ergänzung zum Eintrag von LEO
:

Karelische Piroggen
(Karjalan Piirakka)

Ein appetitliches Foto dieser Leckerei
und allerlei Wissenswertes ist
hier
zu entdecken !

Mmmmmhh!


Zuerst wird der Reisbrei zubereitet. Man nimmt circa 80 Gramm Milchreis bzw. Risottoreis (Rundkorn), wäscht ihn und kocht ihn in 120 ml Wasser mit einer Prise Salz. Wenn man in Finnland zuhause ist, nimmt man natürlich puuroriisi-Reis – wie geschaffen für die Karelischen Piroggen. Wenn das Wasser verdunstet ist, kocht man den Reis in 250 ml Milch weiter, bis er ganz weich ist (Reisbrei). Dann lässt man das Ganze abkühlen!

Teig: 160 ml kaltes Wasser, 1 Teelöffel Salz, 160 Gramm Mehl*) und 40 Gramm Butter zu einem Knetteig verarbeiten, etwas ruhen lassen und mit dem Nudelholz zu kleinen, hauchdünnen Teigscheiben ausrollen. In die Mitte jeder Scheibe einen Löffel Reisbrei geben und den Teigrand zur Mitte hin einschlagen.

Bei circa 220 °C 5 bis 10 Minuten backen (
je nach Größe eben).

Warm servieren. Wird traditionell mit Eibutter gegessen: Eibutter: 3 Eier hart kochen und kleinwürfeln oder mit einer Gabel zerdrücken, dann mit 150 g weicher Butter mischen.

Varianten:
Kartoffelfüllung statt Reisfüllung
Mit Karottenfüllung habe ich's auch mal gesehen!
Tipps:
Mit Käsescheiben belegen.
"Nature" als Snack zu einem Glas Wein reichen.
Mit Salat servieren!
Passt auch zur Suppe.


Es gibt nicht „das“ Piroggen-Rezept.
Wahrscheinlich gibt es in jedem finnischen Haushalt
ein eigenes Lieblingsrezept!

Ursprünglich handelt es sich bei der Pirogge um eine russische Spezialität. Aber Finnland gehörte schließlich von 1808 bis 1917 zum Zarenreich. Dass Piroggen besonders im russisch-finnischen Grenzgebiet, also in Karelien Leibspeise sind, ist somit leicht verständlich.

Eine russisches Sprichwort sagt: „Eine Isba [ein russisches Bauernhaus] ist nicht wegen ihrer Ecken schön, sondern dank ihrer Piroggen.“

13.11.2006 um 04:00 Uhr

Himmelsk Lapskaus

Himmlischer Lapskaus
Himmelsk Lapskaus

Eine Süßspeise aus Norwegen

Mehr zum Thema "
Süßspeisen aus nordischen Küchen
" -> hier !


Wer schon einmal in Dänemark oder Norwegen war, wird sich vielleicht an Süßspeisen erinnern, die den Namen „Fromage“ tragen. Dabei darf nicht an „Käse“ gedacht werden; es handelt sich vielmehr um eine süße Leckerei mit Sahne. Die Norweger kennen sogar eine Süßspeise, die den verwirrenden Namen „Lapskaus“ trägt. Doch wird man darin vergeblich nach Kartoffeln, Pökelfleisch und Salzheringensuchen. Dieser Lapskaus wird kaum in der Kombüse eines Smutjes entstanden sein. Es ist ein Obstsalat mit einer Sauce aus Rum oder Weinbrand. Daher heißt er auch „Himmlischer Lapskaus“.

2 Bananen
2 Äpfel
2 Orangen
200 g Trauben
1 Tasse gehackte Walnüsse


Sauce:

5 Eigelb
2 Eiweiß
5 Esslöffel Puderzucker
5 Esslöffel Rum oder Weinbrand
etwas frische Sahne


Die vorbereiteten Früchte in mundgerechte Stückchen schneiden, die Trauben halbieren.

Für die Sauce wird das Eigelb und das Eiweiß mit dem Mixer schaumig gerührt, nach und nach der Zucker hinzugegeben. Der Rum oder Weinbrand kommt zum Schluss dazu.

Die gut vermischten Früchte werden unter die Sauce gehoben und das Ganze mit frischer Sahne serviert.

Die Mengenangaben sind für circa 4 porsjoner gedacht.
Wer mag, gibt noch Beeren, Kiwi und / oder Ananas dazu.
Wer keine frische Ananas findet, nimmt eben 1 boks ananas i egen saft.

Lecker!

PS: Sauce / Soße heißt auf Norwegisch: Saus

Allerlei Interessantes
aus Skandinavien
findet man hier !

22.10.2006 um 07:15 Uhr

Rød Grød

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Dessert, Früchte

Rød Grød

Zu den schönsten Beiträgen der nordischen Völker zu internationalen Süßspeisen-Karte gehört ein Dessert, von dem man häufig vergisst, dass es ursprünglich nordeuropäischen Ursprungs ist: die dänische Rød Grød, zu deutsch: Rote Grütze. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Morgengrütze als tägliches Frühstück gelöffelt, bis – war es der geniale Einfall eines unbekannten dänischen Hausmannes? – jemand den Einfall hatte, die Grütze mit Zucker und Früchten zu vermischen und sie für seine Lieben als Nachspeise auf den Tisch zu bringen.

Es gibt nicht nur Rote Grütze, die, wenn sie besonders gut schmecken soll, am besten aus Himbeeren, roten Johannisbeeren und sauren Kirschen hergestellt wird, sondern auch Grütze aus Äpfeln, Erdbeeren, Stachelbeeren, schwarzen Johannisbeeren und Rhabarber. Die Finnen, keine geringeren Leckermäuler als die übrigen nordischen Völker, ziehen die Verbindung von Früchten mit Eierschnee vor.

Hier ein Rezept für die Rød Grød aus frischen Früchten:

750 g frische Früchte
(z. B. Himbeeren, Johannisbeeren, Sauerkirschen)
5 Esslöffel Zucker
Kartoffel- oder Stärkemehl
¼ Liter Sahne

Die Früchte waschen, mit wenig Wasser kurz aufkochen, im Mixer oder mit dem Zauberstab pürieren und durch ein Sieb streichen. Der so entstandene Saft, der gerne auch ein paar Obststückchen enthalten darf, wird in einem Edelstahltopf wieder erhitzt (bitte kein Aluminium nehmen).

Pro halben Liter Saft rührt man 3-4 Esslöffel Stärkemehl mit kaltem Wasser an und gibt es zu dem Saft. Das Ganze muss 2-3 Minuten kochen. Die Grütze wird anschließend mit Zucker abgeschmeckt. Noch heiß in Servierschälchen füllen. Damit sich keine Haut bildet, streut man ein bisschen Zucker darüber und lässt alles erkalten.

Die dänische Rote Grütze sollte im Gegensatz zur Hamburger Roten Grütze nicht ganz fest, sondern von leicht cremeartiger Konsistenz sein.

Tipp: Gut gekühlt mit frischer flüssiger Sahne servieren. Man kann zusätzlich Mandelblättchen – oder Mandelsplitter über die Grütze streuen.

Achtung: Wenn man TK-Früchte benutzt, sollten diese zuvor ganz aufgetaut sein.


20.10.2006 um 04:02 Uhr

Eggedosis - Eierschaum

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Eierschaum, Hinweis, auf, Met, und, Wikingerinnen

Süßmäulchen

sind die Nachfahren der alten Wikinger und -innen von jeher gewesen, auch wenn man damals Honig statt Zucker nehmen „musste“. Vergessen wir nicht, dass deren Lieblingsgetränk, der Met, aus vergorenem Honig hergestellt wurde. Noch heute ist es in Gamla Uppsala, nahe der berühmten schwedischen Universitätsstadt, üblich, nach Besichtigung der frühgermanischen Königsgräber im hübschen Gartenhaus daneben ein Glas Met auf das Wohl der alten Wikingerinnen und Wikinger zu trinken.

In loser Folge sollen hier – angeregt durch das "Kulinarische Nordeuropa-Quiz " von LEOSüßspeisen aus nordischen Küchen vorgestellt werden.

Beginnen wir mit "Eggedosis" = Eierschaum

Eggedosis ist, wie ich gelesen habe (denn ich war noch nie in diesem interessanten Land), Norwegens Nationalsüßspeise. Es gibt dazu Rezepte in vielen Variationen, von der einfachen Mischung aus Eigelb und Puderzucker bis hin zu fulminanten Kreationen begeisterter Küchenkünstler.

Passend zu den kühleren Tagen, die jetzt wohl bald ins Haus stehen, habe ich ein Rezept mit Glühwein gewählt. Leider habe ich (noch) kein Foto gemacht. Vielleicht mag ja jemand „nachkochen“ und ein Bild zur Verfügung stellen?

8 Eigelb
1 Eiweiß
8 Esslöffel Puderzucker
etwas Glühwein
Amaretti oder Amarettini

Die Eigelbe und das Eiweiß in einen kleinen Topf (besser in einen Aufschlagkessel) geben, gut vermischen und verrühren. Im Wasserbad erhitzen, dabei immer kräftig mit dem Schneebesen weiterschlagen – bis die Masse dick wird. Beim Schlagen wird der Zucker nach und nach hinzugefügt.

Achtung, Vorsicht, Obacht! Die Temperatur darf nicht zu hoch sein, sonst gerinnen die Eier und die Masse flockt unschön aus.

Etwas Glühwein in Gläser füllen, diese dann bis zum Rand mit Eischaum-Masse füllen und mit Amaretti verzieren.

Variante: Geeiste EGGEDOSIS. Die Masse wird in kleine Näpfchen gefüllt – und bis kurz vor dem Servieren ins Eisfach gestellt. Anschließend mit frischen Früchten und / oder Fruchtsauce verziert.

Wenn man die Masse mit Agar-Agar zum Gelieren bringt, lässt sich das Ganze auch stürzen.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einfach mal ausprobieren.

(Amaretti / Amarettini = italienisches Mandelgebäck)

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Leo hat sich ins Abenteuer "Eggedosis" gestürzt und sich redlich bemüht, diese leckere Nascherei nachzuempfinden. Das obige Rezept hilfreich ergänzend und fachmännisch erläuternd, hat er die einzelnen Schritte der Zubereitung in chronologischer Reihenfolge dargelegt und das fulminate Ergebnis dieser kulinarischen Aktion, welches uns anschaulich zeigt, wie sehr sich die Bastelarbeit gelohnt hat, mit dem Fotoapparat für die Ewigkeit festgehalten. Klicken Sie hier !

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Passend zum Thema:
Ein schönes Wikingerschiff anschauen?
Hier klicken!

10.10.2006 um 04:30 Uhr

An Apple a day ...

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Obst, Apfel, Frosch

„An apple a day keeps the doctor away“

Äpfel sollen gut fürs Herz sein. Es heißt sogar, dass drei Äpfel am Tag das Herzinfarkt-Risiko deutlich reduzieren.

Ein Apfel hat relativ viele Ballaststoffe, sogar doppelt so viel wie eine Scheibe Vollkornbrot. Ballaststoffe aus Obst senken Blutdruck und Cholesterinwerte besonders gut.

Hier ein Rezept aus „nordischen Küchen“:

Apfel auf Schwedische Art
(à la Suédoise)


Geschält, ausgehöhlt, pochiert, ausgekühlt; auf Bisquitboden gesetzt, mit Apfelmus, vermischt mit Vanilleeis gefüllt, nappiert mit Johannisbeergelee, garniert mit Schlagsahne.

Ziemlich kompliziertes Rezept – wie ich meine!

Besonders lecker schmeckt der Apfel "nature“ – einfach von Baum abpflücken und hineinbeißen.

Tipp: Den Apfel unbedingt vor dem Hineinbeißen genau anschauen. Sonst passiert Ihnen dasselbe wie mir: Frosch verschluckt!




Aber halt, das war nur ein kleines Späßchen. In Wirklichkeit lebt das Fröschlein! Schauen Sie, wie munter es auf dem Apfelbaum davonhüpft!

Besuchen Sie doch mal meine
Autorinnen-Homepage !

Über Ihren Besuch würde ich mich freuen ...



25.09.2006 um 04:04 Uhr

Kartoffelsalat - Kartoflersalat

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Kartoffeln, Mayo, Dänemark

 Kartoffel-Vielfalt
Der Kartoffelsalat

– berühmt-berüchtigter Bestandteil vieler Feste. Neben dem noch berüchtigteren Nudelsalat das absolute Muss für jede Bottle-Party, die auf Deutsch „Mitbring-Party“ heißt. Dabei tut man diesen Salaten großes Unrecht. Ein jeder ist so gut oder schlecht wie das zugrunde liegende Rezept. Kartoffelsalat ist nicht gleich Kartoffelsalat. Während er im Süden Deutschlands mit Essig, Öl und sogar oft noch mit viel Gemüsebrühe angemacht ist, wie z. B. der schwäbische Kartoffelsalat, schwören die Norddeutschen auf Mayonnaise. Und wer einmal einen provençalischen Kartoffelsalat mit Olivenöl, Zitronensaft, viel saftigem Knoblauch, schwarzen Oliven und frischen Kräutern aus der Garrigue gegessen hat, wird einen dänischen Kartoffelsalat mit Mayo und Sahne für ein exotisches Produkt halten. Trotzdem – alle Varianten haben ihre Daseins-Berechtigung. Und warum nicht mal ein Geschmacksabenteuer eingehen? Das Leben ist bunt!

Und weil diese Rubik „Aus nordischen Küchen" heißt, stelle ich hier ein Rezept für einen dänischen Kartoflersalat vor. Ich esse dazu am liebsten Grünkernbratlinge oder gebratene Soja-Würfel. Guten Appetit!
500 g Kartoffeln
1 Tasse Mayonnaise
1 Tasse geschlagene Sahne
etwas Essig
etwas Paprikapulver
1 Schuss Worcestersauce
Salz und Pfeffer
frisches Dillkraut

Die "Kartofler" werden in der Schale gekocht, geschält und noch warm in die Sauce geschnitten. Diese lässt sich zwischenzeitlich zubereiten: die geschlagene Sahne unter die Mayonnaise heben, etwas Essig unterrühren und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer, Paprikapulver und Worcestersauce würzen. Fein geschnittener Dill dazu, alles vorsichtig durchmischen und vor dem Servieren nochmals abschmecken. Mit einem Sträußchen Dill verzieren. Fertig!


Ob in Schwaben oder in Dänemark: seien Sie bei Kartoffelsalat sparsam mit Essig! Schon mein alter Ausbildungsmeister, ein unerschöpflicher Quell für Merksprüche aller Art, hat seinerzeit den netten Satz geprägt: „Ein Kartoffelsalat ist kein Säuerling!“ – So etwas merkt man sich dann für alle Zeiten!

 

Fotos: Brigitte Stolle


21.09.2006 um 04:04 Uhr

Sieniskeitto - Finnische Pilzsuppe

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Suppe, Pilze

 Frisch auf den Tisch!

Finnische Pilzsuppe

(Sieniskeitto)


Das braucht man dazu:

500 g Pilze
(z. B. Stein- und Birkenpilze, Reizker, Pfifferlinge, Halimasch)
1 große Zwiebel
80 g Butter
1 Liter Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer
1 Becher saure Sahne

Pilze putzen, schneiden und mit der fein gehackten Zwiebel andünsten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen, einmal kurz aufkochen, dann nur noch ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz vor dem Servieren die saure Sahne unterziehen.



Heißer Tipp:

Jede Menge wertvoller Hintergrundinformationen
über Pilze kann man bei Leo und Aal auf den
Skaninavien-Seiten finden. Klicken Sie hier und erweitern
Sie Ihre Kenntnisse in Mykologie - es lohnt sich!

Und wer sich speziell für die Totentrompete
interessiert,schaut hier rein !

Wer mag noch einen tieferen Blick in
nordische Suppentöpfe tun?

Und hier ein Gedicht
von Joachim Ringelnatz mit dem Titel
"Über Finnland"

Wie ich mich auf die Reise zur See,
Auf Helsingfors und die Finnmark freute!
Und nun erfahre ich heute:
Jenes finnische Variete
Sei pleite gegangen.
Ich könnte Entschädigung verlangen,
Aber die Leute sind restlos bankrott.
Wovon wir beide dann im Mai
Leben sollen, das weiß nur Gott.
Nun bin ich einen Monat lang frei,
Kann abends rechtzeitig schlafen gehn,
Kann wieder einmal ein Theaterstück sehn.
War Geld, wir könnten die ganze Zeit
Mal bürgerlich behaglich zu zweit,
Die Abende zu zweit allein
In mein - dein - unserm Heim verleben.
Ach Helsingfors soll herrlich sein.
Es soll dort ernste Menschen geben,
Für Kunst empfänglich, ehrlich, gut,
So destilliertes Fischerblut -
In Spiritus gesetzte Herzen.
Bezaubernd soll die Landschaft sein. -
Jetzt krieg ich auch noch Rückenschmerzen.
Ein Unglück kommt halt nie allein.

Allerlei Interessantes
aus Skandinavien
findet man hier !


13.09.2006 um 04:04 Uhr

Fyllde tomater

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Dänemark, Käse, Vorspeise, Tomaten


Kleine Vorspeise mit dänischem Käse
für 4 Personen:


Gefüllte Tomaten – Fyllde tomater

Du brauchst:

4 Tomaten
150 g Danablu
125 g Sellerie
Öl
etwas Zitronensaft
Paprikapulver
Kresse

Und damit machst du Folgendes:

  • Sellerie und Danablu fein reiben und mit Öl, Zitronensaft und etwas Paprikapulver gut vermischen.
  • Die Tomaten waschen, die Deckel abschneiden und das Fruchtfleisch vorsichtig mit einem kleinen Löffel herauslösen.
  • Die Tomaten mit der Käse-Sellerie-Mischung füllen, Kresse darüberstreuen und auf grünen Salatblättern (die ruhig etwas angemacht sein dürfen) servieren.


Danablu
ist ein dänischer Blauschimmelkäse, der besonders herzhaft, pikant-würzig und aromatisch schmeckt.
Darin ähnelt er dem französischen Roquefort.


Wer sich nicht nur für die Küche des Nordens,
sondern für Skandinavien im Allgemeinen interessiert,
sollte unbedingt hier klicken!

08.09.2006 um 04:15 Uhr

Finnische Beerentorte

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Süßes, Plätzchen, Kuchen, Torten

Plätzchen, Kuchen und Torten aus Skandinavien

Wie bereits berichtet, ist der Kaffee das Nationalgetränk der nordischen Völker. Die Isländer behaupten gar von sich, dass sie „die größten Kaffeetrinker der Welt“ seien. Um Platz 2 balgen sich die Dänen und die Schweden. Für mich als Nicht-Kaffee- sondern Nur-Tee-Trinkerin wäre der Kaffee, wie er in Nordeuropa zubereitet wird, ohnehin eindeutig zu stark (so wurde mir wenigstens von berufener Seite versichert). Aber wahrscheinlich braut man ihn deswegen so kräftig, dass man ordentlich Plätzchen, Kuchen und Torten dazu vertilgen kann. Denn zu einer richtigen Kaffeetafel-Einladung gehören schon mindestens sechs bis sieben Sorten Kuchen dazu.

Schon zum Frühstückskaffee wird in Dänemark und Schweden „Wiener Brød“ genossen, das ist das, was wir in Deutschland einen „Kopenhagener“ nennen, ein Blätterteiggebäck. Insider wissen, dass es „Deutschen“, „Französischen“ und „Holländischen“ Blätterteig gibt – aber auch der Begriff „Dänischer Blätterteig“ ist weltbekannt. Vor rund 140 Jahren, als die deutschen Bäckergesellen streikten, holte man sich kurzerhand dänische Bäcker ins Land. Diese verstanden es so gut, diesen Teig herzustellen, dass „Dänischer Blätterteig“ berühmt wurde.

Für würziges Kleingebäck, wie es in der Vorweihnachtszeit gerne zubereitet wird, verwendet man auch heute noch gerne Hirschhornsalz (statt Backpulver). Der Name kommt daher, dass früher tatsächlich fein gemahlenes Hirschgeweih verwendet wurde, welches die Plätzchen und Kekse besonders mürbe und unzerbrechlich machte (heute besteht Hirschhornsalz hier wie dort hauptsächlich aus Ammoniumbicarbonat - dem so genannten ABC-Treibmittel).

Einige Backrezepte wie den dänischen „Braunen Kuchen“ (Brune Kager) oder den würzigen schwedischen Weihnachtspfefferkuchen (Julpepparkakor) werde ich in der Adventszeit vorgestellen.

Ein Rezept für die Finnische Beerentorte verrate ich dagegen gleich heute, zumal LEO ein appetitanregendes Foto davon aufgespürt hat.

Natürlich gibt es auch hier nicht das Beerentorten-Rezept, sonders es existieren davon zahlreiche Varianten.

Ich habe mich für eine besonders einfache und schnelle Version entschieden.

Zuerst braucht man einen „Wiener Boden“, das ist ein Bisquit-Boden, der meist aus drei Teilen besteht und den man am schnellsten im Supermarkt kauft. Wer ihn selber machen möchte, kann bei meinem Rezept „Normannische Apfeltorte“ nachschauen. Wenn man dann schon einmal im Supermarkt ist, kauft man gleich noch 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver ein (bzw. mehrere, einzeln gibt’s die – glaube ich – nicht), außerdem Milch, ½ Liter Sahne, 1 Paket TK-Beeren und irgendein kleines Flässchen mit alkoholischer Flüssigkeit (z. B. Likör).

Da ich Pudding ganz selten mit fertig gekauften Pulver anrühre, kann ich hier nicht genau angeben, wieviel Milch dazu nötig ist – das kann man aber im Supermarkt auch gleich nachschauen.

Zuerst wird der Pudding nach Packungsangabe gekocht. Während er abkühlt (Achtung: Ab und zu rühren, sonst bildet sich eine Haut), werden die Tortenböden vorbereitet, die Sahne geschlagen und die Beeren angetaut. Zuerst werden die Böden mit der gewünschten Flüssigkeit mazeriert. Ideal wäre hier natürlich der finnische Multbeerenlikör LAKKA; nehmen Sie aber einfach einen anderen Likör, den Sie mögen. Dann wird die Hälfte des fast abgekühlten Puddings auf die erste Teigplatte gestrichen. Darauf kommt 1/3 der Beeren und darüber – ebenfalls 1/3 der geschlagenen Sahne. Dann den zweiten Boden daraufsetzen und das Ganze wiederholen, dann den dritten Boden aufsetzen; leicht andrücken. Mit der restlichen Sahne kann man jetzt die Torte oben und an den Seiten einstreichen und anschließend nach Herzenslust dekorieren: nicht nur mit den übrig gebliebenen Beeren, sondern mit allem, was man vielleicht sonst noch so im Haus hat (Nüsse, Mandelplättchen, Schokoladenstreusel, Minzblätter) – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Geschickte Dekorateure / innen bestreichen die Torte nicht nur mit der Sahne, sondern arbeiten kreativ mit der Spritztülle und bringen hübsche Tupfer darauf an.

Wie auf dem Foto zu sehen ist, wird die Beerentorte in Finnland gerne mit Multbeeren gefüllt und dekoriert. Wir nehmen hier einfach das, was wir kriegen können: Erdbeeren, Waldfrucht, Himbeeren.

Guten Appetit!

Wer sich für Skandinavien im Allgemeinen interessiert, klickt hier !

Beim Wühlen in meinen Unterlagen bin ich auf
diese Beerentorte gestoßen.
Da sie aus Blätterteig hergestellt ist,
habe ich sie kurzerhand
in "Dänische Beerentorte" umgetauft.

Sieht auch recht lecker aus, oder?

 

06.09.2006 um 04:30 Uhr

Skål!

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Kaffee, Bier, Likör, usw

Trinken in Skandinavien
Skål, Leo !

Kaffee ist das beliebteste Getränk in Skandinavien. Auf dem Fuß folgen Bier und Schnaps; in Dänemark, Norwegen und Schweden letzterer meist als Aquavit (Brännvin) und in Finnland – hier zeigt sich wie auch in der Küche der russische Einfluss – häufig als Wodka (Ryyppi). Es gibt sogar eine Mischung aus Kaffee und Schnaps, der in Dänemark „kleiner Schwarzer“ und in Schweden „Kaffee Kuckuck“ genannt wird. Früher wurde dieses Getränk so hergestellt: man legte ein Zehn-Öre-Stück in eine Tasse, goss so viel Kaffee darüber, bis das Stück nicht mehr zu sehen war und schüttete dann Schnaps darauf, bis die Münze wieder zum Vorschein kam. Nichts für schwache Naturen!

Das Bierbrauen hat eine alte Tradition und wird in Norwegen in bäuerlichen Kreisen noch heute ausgeübt. Weltberühmt ist das dänische Bier, vor allem das der beiden großen Kopenhagener Brauereien Carlsberg und Tuborg. Dass Bier auch kunstfördernd sein kann, zeigt die Carlsberg-Glyptothek in Kopenhagen. Aber auch die beiden Brauereien freuen sich über zahlreiche Besucher. Dänisches Bier schmeckt übrigens aufgrund seines kräftigen Hopfengehaltes eher herb, während die norwegischen und schwedischen Biere milder ausfallen.

Der Schnaps wird stets vor dem Bier getrunken. Mit ihm prostet man sich zu; ein Zutrinken mit Bier ist nicht üblich. Beim Zuprosten kommt das Wörtchen „Skål“ ins Spiel, welches mit unserem Wort „Schale“ verwandt ist. Früher genügte also nicht wie heute ein schmales Gläschen mit oder ohne Stiel – die alten Germanen brauchten hierfür schon eine ausgewachsene Schale – skål! Das „Skålen“ ist Freundschaftsbeweis und Gunstbezeugung.

Bis nach dem zweiten Weltkrieg bestand eine Art Teilprohibition, die jedem Bürger nur eine bestimmte Menge von Spirituosen zubilligte. Dies ist heute aufgehoben, dennoch ist der Einkauf von alkoholischen Getränken, z. B. in Schweden, starken Beschränkungen unterworfen. Die Preise sind hoch. Ein Schnäpschen ist ein teures Vergnügen, weil „Vater Staat“ recht gut mitverdient.

Der mit mancherlei Kräutern, vor allem mit Kümmelsamen aromatisierte Aquavit, das "Lebenswasser", ist zum beliebtesten Schnaps geworden. Die Verwendung von Kräutern hatte früher den Zweck, den starken „Fuselgeschmack“ durch das Überdecken von Aromen abzumildern. Über den berühmten norwegischen Linie-Aquavit hat bereits LEO ausführlich berichtet – Klick !

Zu erwähnen wäre noch der Schwedenpunsch, ein süßer Likör. König Gustav Adolf, der 1632 bei Lützen fiel, soll ihn nach Deutschland gebracht haben. Und König Oskar, der zweite Bernadotte auf dem schwedischen Thron, soll gesagt haben, dass seiner Dynastie keine Gefahr drohe, so lange Fässer mit Schwedenpunsch zu ihren Füßen lagere.

Ein weiterer Likör wird in Finnland aus Multbeeren hergestellt; die Finnen nennen ihn – wie auch die Beere selbst – Lakka. Wenn Sie sich für dieses köstliche Getränk interessieren, schauen Sie bei LEO nach, der mit gewohnter Sorgfalt allerlei Wissenswerte darüber zusammengetragen hat.

Doch wie sagte schon Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil?

Alle Theorie ist grau,
und nur der Wald und die Erfahrung sind grün.


Hier können Sie Leo beim Erfahrungen-Sammeln,
sprich: Lakka-Verkosten im Hotelli KÄMP zuschauen
ein Besuch lohnt sich!

Skål, Leo !

In Finnland gibt es neben dem „Lakka“ einen weiteren bekannten Likör, den „Mesimarja“, hierzulande „Ackerbeerlikör“ genannt. Von dem „Mesimarja“ wird nach dem Essen ein Gläschen zum Kaffee getrunken.

Der „Sima“ dagegen, eine Art Zitronenmet, mundet zu Maikringeln. Und mit einem „Glögg“ im Leib kann man der größten lappländischen Kälte widerstehen.

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Land und Leute, für Kultur und Küche ?
Hier der ultimative Klick-Tipp:
AAL@Skandinavien[für Anfänger] !

03.09.2006 um 06:30 Uhr

Blick in nördliche Suppentöpfe

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Suppen, und, Kaltschalen

Blick in nördliche Suppentöpfe

Wer die skandinavischen Länder im Urlaub kennen lernt und nur auf die Angebote in Restaurants und Hotels zurückgreifen kann, wird leicht den Eindruck gewinnen, dass Suppen (mit Ausnahme von Fischsuppen vielleicht) dort wenig vertreten sind. Suppe ist in den traditionellen Küchen seit jeher hauptsächlich eine der Hauptspeise der Landbevölkerung gewesen. Der Anteil der Bevölkerung an der Landwirtschaft ist in allen Industrienationen stark zurückgegangen. So sind auch in Skandinavien eine große Zahl von altüberlieferten bäuerlichen Suppen und Eintöpfen in Vergessenheit geraten. Heute ist es z. B. schwer, das Øllebrød, eine dicke Biersuppe, die das Lieblingsessen König Christians X. war, selbst in ländlichen Gaststuben zu erhalten. Dagegen sind die Fruchtsuppen nach wie vor beliebt.

Hier ein Rezept für die dänische „Dicke Biersuppe" Øllebrød:

Du brauchst:

250 g altbackenes Vollkornbrot
½ Liter dunkles Bier
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 TL Zitronensaft
Abgeriebenes von 1 unbehandelten Zitrone
1 Stange Zimt
1 Eigelb
süße Sahne

Und so
geht’s:


Das Brot circa 1 Stunde in ½ Liter Wasser einweichen. Zum Kochen bringen, dabei rühren, so dass eine dicke Masse entsteht. Bier, Zucker, Salz, Zitronenschale, Zitronensaft und Zimt nach und nach unter Rühren zugeben. Nochmals aufkochen lassen. Dann vom Feuer nehmen und das Eigelb unterziehen. Die Suppe wird in tiefe Teller gefüllt und in jeden Teller ein Esslöffel Schlagsahne gegeben.

Das ist eine original dänische Øllebrød-Terrine:


Beispiel für eine Fruchtsuppe:


Aus Norwegen kommt die HEIDELBEER- ODER BLAUBEERSUPPE = Blåbaersuppe

Circa 500 g Beeren werden mit 125 g Zucker in 1 Liter Wasser kurz gekocht. 1 gehäufter Esslöffel Stärkemehl wird mit etwas Wasser verrührt und mit dem Schneebesen untergerührt. Die Suppe mit einer Prise Salz und etwas Zitronensaft abschmecken und warm oder kalt als Nachspeise auftischen.

Dazu wird traditionell gereicht:
Kleine Zwiebäcke oder geschlagene Sahne oder geröstete Mandeln.



Nach meinen Recherchen heißt Suppe
auf Finnisch: keitto
auf Schwedisch: soppa
auf Norwegisch: suppe
auf Dänisch: ???


Süße kalte Suppen, eine wunderbare Erfrischung an heißen Sommertagen, werden bei uns „Kaltschalen“ genannt. Die dänische Entsprechung: „koldskål“.

Hier ein Rezept für eine Erdbeer-Buttermilch-Kaltschale:
125 g Erdbeeren
3 EL Zucker
1 Liter Buttermilch
150 ml Sahne
Erdbeeren, Zucker und ein Drittel der Buttermilch im Mixer verrühren. Mit dem Rest der Buttermilch und der Sahne in einer Schüssel vermischen und kaltstellen.

Dazu isst man in Dänemark "kammerjunkere" (Vanille-Kekse).

Von den Suppen bzw. Kaltschalen ein kleiner Ausflug in die germanische Etymologie:

Wie man leicht erkennen kann, ist das Wort „skål“, das beim Zuprosten mit alkoholischen Getränken verwendet wird, zweifellos mit unserer „Schale“ verwandt. Früher genügte also nicht wie heute ein schmales Gläschen mit oder ohne Stiel – nein, die alten Germanen, brauchten hierfür schon eine ausgewachsene Schale – skål!

Damit sich der Kreis schließt – wieder zurück zur Suppe. Auch
"Die Köchin" in meinem gleichnamigen Buch lässt sich mit Begeisterung über das Thema Suppe aus. Hier ein Textauszug:

„Suppen sind ein Thema für sich. Die französische Suppenkunde ist eine Wissenschaft, was man schon an den verwirrenden Bezeichnungen sehen kann: Bouillon, Consommée, Potage, Marmite, Bisque, Croûte, Pot-au-feu, Soupe, Créme, Püree und und und. Das muss richtig gehend studiert werden! Im Deutschen gibts für diese Vielfalt nur zwei Wörter: Brühe und Suppe. Suppe hört sich ein bisschen ordinär an. Vor allem, wenn man weiß, dass das Wort ganz nah mit „saufen“ verwandt ist. Suppe und saufen haben die gleiche sprachliche Wurzel. Deshalb hat dieser österreichische Kapellmeister und Komponist Franz von Suppé ein elegantes französisches Akzentzeichen über seinem Namen angebracht und schnell noch ein „von“ davorgesetzt. Schon von Kindesbeinen an hatte der unter seinem Namen gelitten.“

Begeistert sich sehr über ihren kleinen Scherz. Platzt heraus und prustet los und kann sich nur schwer wieder beruhigen.

„Also das stimmt jetzt nicht! Das hab ich mir nur ausgedacht. Aber wer weiß? Vielleicht wars ja doch so? Aber das stimmt jetzt: Dass man früher ganz andere Benimmregeln hatte als heute. Wenns schmeckte, sollte mans auch hören. Ein bekannter Ausspruch am mittelalterlichenTisch war deshalb: „Warum schmatzet und rülpstet Ihr nicht, hat es Euch nicht geschmacket?“ Nach sprachhistorischer Deutung ist eine Suppe ja eine Speise, die man mit lauten Sauggeräuschen schmatzend in sich hineinsäuft. Heute macht ein kultivierter Gast so was nicht mehr. Suppe wird leise gegessen! Eines der wichtigsten Sozialisierungsprinzipien! Die einzigen, die heute in der Öffentlichkeit noch solche Geräusche von sich geben, sind Hunde und professionelle Weintester.“



Neugierig geworden? - Das Buch kann hier angeschaut und bestellt werden!

Und wer sich für Skandinavien interessiert, klickt hier !


01.09.2006 um 04:04 Uhr

Sienisaalati

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Salat, Pilzbrote, Vielfraß

Finnischer Pilzsalat / Sienisaalati

Das brauchst du:

250 Gramm frische Pilze
(nach Belieben Champignons, Steinpilze, Pfifferlinge, Reizker, Birkenpilze usw.)
1 Tasse Wasser
1 Esslöffel Zitronensaft
¼ Liter geschlagene Sahne
eine kleine Zwiebel, fein gehackt (wer’s aushalten kann: reiben!)
Salz, Pfeffer
eine Prise Zucker
Salatblätter zum Ausgarnieren
fein gehackter Dill


Und das machst du:

Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Zwischenzeitlich eine Tasse Wasser mit dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Die Pilze hineingeben und den Topf mit einem Deckel gut verschließen. Nach einem erneuten kurzen Aufkochen die Kochtemperatur stark reduzieren und das Ganze nur noch ziehen lassen (2 bis 3 Minuten). Pilze mit einem Schaumlöffel herausnehmen, gut abtropfen und erkalten lassen. Geschlagene Sahne mit Zwiebel, Salz, Pfeffer und Zucker verrühren. Die Pilze in das Sahnegemisch geben. Abschmecken! Auf Salatblättern anrichten und mit dem Dill betreuen. Gleich servieren!

Was heißt eigentlich „Guten Appetit“ auf Finnisch?
Leo weiß es! - Schauen Sie hier!

Dieses Rezept hat Lust gemacht, gleich etwas mit Pilzen zu kreieren. Angeregt durch mein Smørrebrøder-Aufsätzchen habe ich Brotscheiben im Backofen leicht angeröstet, eine Mischung aus fein geschnittenen Champignons, saurer Sahne und geriebener Zwiebel mit Salz und Pfeffer pikant abgeschmeckt, auf den Brotscheiben verteilt und das Ganze im Backofen gegart.

Sehen meine Pilzbrote nicht zum Anbeißen aus?




Da könnte man glatt zum Vielfraß werden!

Und was meint "Die Köchin"
aus meinem gleichnamigen Buch dazu?

"Von wegen Vielfraß! Vielfraße fressen in Wirklichkeit gar nicht so viel. Das ist bloß wieder eine falsche Übersetzung. In den nordeuropäischen Sprachen heißen diese Tiere unter anderem Filfras, Veelvratz oder Fjeldfross, je nachdem. Was soviel wie Felskater bedeutet. Zuviel fressen, das tun nur die Menschen."

Ob das wohl alles so stimmt? Skandinavienkundige Sprachforscher werden sich es wohl genauer wissen und sich - hoffentlich - entsprechend äußern.

30.08.2006 um 04:05 Uhr

Skandinavische Küche?

Skandinavische Küche?

Skandinavier scheinen ausgeprägte Individualisten zu sein. Nur so kann ich es mir erklären, dass mir ein Norweger, den ich darum bat, mir einige Rezepte aus der skandinavischen Küche zu verraten, eine abschlägige Antwort bescherte: Nein, es gäbe keine „skandinavische“ Küche! Es gäbe eine dänische, eine finnische, eine isländische, norwegische, schwedische, ja sogar eine grönländische und faröische Küche, aber eben keine „skandinavische“.

Alle nordeuropäischen Völker – bis auf die Finnen – gehören zu den Germanen. Man versteht sich, auch wenn die Sprachen verschieden sind. Viel Gemeinsames gibt es in Vergangenheit und Gegenwart. Aber die Völker sind doch eigene Wege gegangen – und kulinarisch lassen sie sich, wie es scheint, nur ungern in einen Topf werfen.

Dennoch: Gemeinsam ist die Freude an üppigen, mit viel Liebe und Phantasie zubereiteten Vorspeisen, Appetithäppchen und Butterbroten. Gemeinsam ist auch die reichliche Verwendung von Butter und Sahne. Überall im Norden liebt man Obstsuppen und Obstgrützen. Gemeinsam ist auch die Lust auf ein Schnäpschen vor, zum oder nach dem Essen. Gemeinsam ist die Vorliebe für Dill als würzendes Kraut.

Auch folgende Behauptung ändert nichts an diesen Gemeinsamkeiten: dass nämlich der Däne lebe, um zu essen, der Norweger esse, um zu leben, der Schwede esse, um zu trinken und der Finne ein bisschen von allen drei Völkern habe.

Warum? so fragt man sich, ist die Küche des Nordens bei uns so wenig bekannt? Wahrscheinlich liegt es daran, dass die deutsche Küche sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr in Richtung Frankreich und Italien orientiert hat. Na gut, man darf von der „skandinavischen“ Küche (ich nenne sie der Einfachheit halber hier trotzdem so) keine raffinierten Rezepte "à la Haute Cuisine" erwarten. Dennoch gibt es Spezialitäten, die sich sehen lassen können. Es handelt sich um eine eher bäuerliche Küche – von Völkern entwickelt, bei denen in der Vergangenheit oft Schmalhans Küchenmeister war.

Auch wenn es sich heute um hochzivilisierte Industrie- und damit auch Konserven- und Tiefkühlnationen handelt – wenn in den riesigen Wäldern die Pilzzeit gekommen ist und auf den Hochmooren des Gebirges die wilden, gelben Multbeeren reifen, dann bricht die ganze Familie mit Körben bewaffnet zum Sammeln auf. Zivilisation und die Liebe zur Natur schließen sich – wie bei uns – auch bei den Nordländern nicht aus.


Multbeeren - was'n das?


Multbeeren, auch Moltebeeren genannt, sind in Nordeuropa äußerst beliebt. Es sind wahre Vitamin-C-Bomben, sehen ein bisschen aus wie Brombeeren – die Farbe ist aber eher als gelb-orange bis blass-rot zu bezeichnen. Sie werden zu Desserts aller Art, Saft, Marmeladen, Joghurt und Gebäck verarbeitet. Außerdem wird ein Likör aus ihnen hergestellt, den die Finnen – wie auch die Beere selbst – Lakka nennen.

Von soJa konnte man erfahren, dass es auch hier bei uns Multbeermarmelade zu kaufen gibt. Bei IKEA! Allerdings teurer als in den Herkunftsländern.


Wer mehr über Skandinavien im Allgemeinen
erfahren möchte, klickt mit Gewinn
hier drauf!

Und wer sich für die Multbeeren
im Besonderen interessiert, wird hier fündig!


28.08.2006 um 04:10 Uhr

Smørrebrød

von: buchzeiger   Kategorie: Aus nordischen Küchen   Stichwörter: Smørrebrød, usw



Smorrebrod: tutto da scoprire!

In Dänemark gibt es leckeres Bier. Weltberühmt sind zum Beispiel Tuborg und Carlsberg. Auch der nach Kümmel schmeckende Aalborg-Aquavit ist beim Essen in aller Munde. Denn Bier und Aquavit gehören zu einer Platte mit Smørrebrødern unbedingt mit dazu. Nicht nur die Schweden haben ihr Smørgåsbord, auch die Dänen lieben ihr Smørrebrød. Bei ihnen heißt das entsprechende Buffet aber „Kolde Bord“. In Norwegen findet man das „Koldt Bord“ und in Finnland das „Voileipäpoyta“. Dabei handelt es sich um verschiedene Leckereien, die auf Tabletts und in Schüsseln angerichtet werden. Die berühmten Butterbrote sind übrigens nur die Grundlage. Wichtiger ist der „Paalaeg“, also das was auf die Brote oben draufkommt. Die meisten Smørrebrøder sind leicht säuerliche Roggenbrotscheiben. Pro Scheibe rechnet man 5 Gramm Butter. Beim „Paalaeg“ wird viel Phantasie entwickelt. Fast alles eignet sich als Brotbelag. Auch Kartoffeln oder rote Rüben kommen zum Einsatz. Nicht zu vergessen die vielen leckeren dänischen Käse! In Kopenhagen soll es ein Restaurant geben, dessen Smørrebrød-Liste gut zwei Meter lang ist. Da findet sogar der Vegetarier seine Lieblingsspezialität!

Sie möchten wissen,
was LEO über Aquavit zu sagen weiß?

Dann klicken Sie mal hier !



Wo ist der Paalaeg?