Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

26.03.2007 um 04:10 Uhr

Mittelwände einlöten / Romeo-und-Julia-Kaffee trinken

Fleißarbeit:

50 Wachs-Mittelwände eingelötet!



Bewohnt sieht das später mal so aus:


Naturwabenbau
-  
so würden die Bienen bauen,
wenn man sie ließe!
Einfach schön!




Zur Belohnung gab's zwischendurch
(also für mich) Kaffee und Honigplätzchen:



„Willst du schon gehn? Es ist noch gar nicht Tag:
Es war die Nachtigall und nicht die Lerche;
die drang dir in dein furchterfülltes Ohr.
Allnächtlich singt sie dort auf dem Granatbaum:
Glaub mir, mein Lieb, es war die Nachtigall.“


Die Lerche war’s, des Morgens Herold; nicht
Die Nachtigall. Sieh, Lieb, die neidischen Streifen
Dort am Gewölk, das sich im Osten teilt!
Das Nachtlicht ist verbrannt: der muntre Tag
Reckt sich schon hoch auf dunstigen Bergesspitzen
Mein Leben heißt jetzt Gehen, mein Bleiben Tod.

William Shakespeare (Romeo und Julia III, 5)





14.03.2007 um 04:00 Uhr

Orientalische Honig-Dattel-Creme



Foto: Brigitte Stolle

Orientalische Honig-Dattel-Creme –
ein Rezept aus der Wüste

Man braucht:

300 g getrocknete Datteln
500 g Dickmilch (im Original: Kamelmilch)
2 - 3 Esslöffel Kokosflocken
2 Esslöffel Honig
½ Teelöffel Zimtpulver

Zum Garnieren:

Kokosflocken
Es geht ganz einfach:

Die Datteln werden in Wasser aufgekocht und bei verminderter Temperatur circa 10 Minuten köcheln gelassen. Dattel abkühlen lassen, den Stein entfernen und grob zerkleinern. Sämtlich Zutaten werden in einem Mixer gegeben und zu einer homogenen Masse verarbeitet (das Gleiche leistet ein Pürierstab).

Masse circa eine Stunde lang kühlstellen, damit eine
etwas festere Konsistenz erreicht wird.

In Schälchen anrichten und mit Kokosflocken garnieren.

Übrigens hat sich mein Besuch über die Mini-Kakteen gefreut, die neben den Dessertschälchen standen und mit nach Hause genommen werden durften.



13.03.2007 um 04:30 Uhr

Kurioses aus dem Bienenstock



Foto: Brigitte Stolle

Stöckchen aufgefangen von Prosaria

6 Kuriositäten sollen präsentiert werden.

Meine stammen aus dem Bienenstock:

  1. Für ein Pfund Honig müsste eine Biene 3,5 mal um die Erde fliegen.
  2. Die Winterbiene wird rund 6 Monate alt, die Sommerbiene hat sich bereits nach 6 Wochen zu Tode gearbeitet.
  3. Die Bienenkönigin legt im Mai / Juni bis zu 3.000 Eier am Tag, doppelt so viele wie ihr eigenes Gewicht.
  4. 5.000 Eier wiegen nur 1 Gramm.
  5. Eine Bienenlarve erhält bis zu 2.000 Pflegebesuche.
  6. Die Bienenlarve vermehrt ihr Gewicht innerhalb von 6 Tagen auf das 500-fache (im Vergleich dazu müsste ein menschliches Baby in 6 Tagen 32 Zentner wiegen.

12.03.2007 um 04:05 Uhr

Honigsüßes ...

Honigsüßes ...

Hier erzählt Petz, der Honigschlecker,
Interessantes und Bemerkenswertes
über den Honig ...

29.01.2007 um 04:05 Uhr

Orangenquark

Goethe:

Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,
Im dunklen Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
Dahin! Dahin
Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.


Ein einfaches, leckeres Dessert:

Orangenquark

500 g Sahnequark
1 – 2 Esslöffel Orangenblütenhonig
2 saftige Orangen, feingewürfelt

Alles vermischen - fertig !

28.12.2006 um 04:05 Uhr

Imker auf Wanderschaft

So gingen österreichische Imker im
19. Jahrhundert auf Wanderschaft:



Foto: Brigitte Stolle

Heute 'wandern' Imker bequem mit dem Auto. Um sicher zu sein, dass auch sämtliche Bienen 'zu Hause', also in ihrer Beute und nicht etwa auf Futtersuche sind, wird zum Wandern in den frühen Morgenstunden oder spät am Abend aufgebrochen. Das Wandern hat die Funktion, den Bienen neue Futterquellen zu bieten und so den Honigertrag zu steigern. Wichtig ist dabei, auf eine Entfernung von mindestens 3 km zu achten. Die Bienen würden sonst an ihren alten Standort zurückfliegen.

Gespenstergleiche Gestalten!

Hier werden Vorbereitungen zum
Bienenwandern getroffen.

Federzeichnung von Pieter Bruegel der Ältere
(Kupferstichkabinett, Berlin-Dahlem)

Und so wurde im alten Ägypten "gewandert":



Foto: Brigitte Stolle

Die Imker segelten mit ihren Schiffen auf dem Nil auf und ab
und ließen die Bienen an geeigneten Stellen an Land fliegen.

Mehr über Bienen und Honig? - Hier

20.12.2006 um 04:00 Uhr

Kein Moltebeerenhonig dabei?

von: buchzeiger   Kategorie: Honig und Bienen / Imkerei   Stichwörter: Karla


Da fällt die Auswahl schwer!

Ob Karla von jedem Honig
ein Löffelchen probieren darf?

06.11.2006 um 04:00 Uhr

Bienenhaus / Orangen-Ingwer-Karotten

Dieses Bienenhaus aus dem Jahre 1889 habe ich in Bayern entdeckt und gleich für meine Sammlung fotografisch festgehalten. Hier hatten seinerzeit rund 100 Völker Platz. So etwas Schönes wird heute leider nicht mehr gebaut! - Wirklich sehr schade!



Orangen-Ingwer-Karotten

500 Gramm Karotten
1 Schalotte
50 Gramm Butter
1/8 Liter Orangensaft
4 Esslöffel Imkerhonig
frisch geriebener Ingwer
(Menge nach Geschmack)
Salz, Pfeffer aus der Mühle

Die Karotten waschen und schälen, in Stifte schneiden und zusammen mit der fein geschnittenen Schalotte und dem frisch geriebenen Ingwer in der Butter anschwitzen. Wenn alles etwas Farbe angenommen hat, wird mit Orangensaft abgelöscht und der Honig dazugegeben.

Die Hitze reduzieren und das Ganze bei geschlossenem Deckel so lange köcheln lassen, bis die Karotten gar sind. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Dazu passt Basmati-Reis mit Mandeln.

 

29.10.2006 um 07:20 Uhr

Bienenstich

von: buchzeiger   Kategorie: Honig und Bienen / Imkerei   Stichwörter: Kuchen, Historisches

Bienenstich

Einer Legende nach planten 1474 die Einwohner von Linz am Rhein einen Angriff auf ihre Nachbarstadt Andernach, da der Kaiser den Linzern den Rheinzoll entzogen und den Andernachern zugesprochen hatte. Am besagten Morgen jedoch gingen zwei Andernacher Bäckerlehrlinge die Stadtmauer entlang und naschten aus den dort hängenden Bienennestern. Als sie die Angreifer sahen, warfen sie die Nester nach ihnen, so dass die Linzer – von den Bienen gestochen – flüchten mussten. Zur Feier wurde ein besonderer Kuchen gebacken – der Bienenstich.


Wussten Sie schon ...

... dass der Kuchen 'Bienenstich' eigentlich nur dann zu Recht diesen Namen trägt, wenn er tatsächlich 'von einer Biene gestochen' wurde, also Honig enthält? Heutzutage hat das Hefegebäck einen knusprigen Belag aus Butter, Zucker und Mandeln – wie auf meinen Foto zu sehen ist.

Ursprünglich wurden aber für den Belag Mandeln und Bienenhonig verarbeitet.

Folgende Belag-Zutaten wie „Anno Dazumal“ habe in einem alten Backbuch gefunden, allerdings noch nicht ausprobiert. Vielleicht hat jemand eigene Erfahrungen gemacht?

200 g Honig, 250 g Mandelblättchen, 125 g Butter, 6 Esslöffel Sahne.


23.10.2006 um 04:10 Uhr

Honig-Thymian-Butter

Honig-Thymian-Butter

Du brauchst:

250 g Butter
1 Esslöffel guten Honig
1 Teelöffel frischen Thymian, fein gehackt
1 Prise Salz

Butter zimmerwarm werden lassen und mit dem Honig und dem Thymian zu einer homogenen Masse verrühren.

Die Masse in ein Buttermodel streichen und anschließend auf ein Tellerchen stürzen – oder zu einer Rolle formen, in Alufolie oder Butterbrotpapier einwickeln und im Kühlschrank fest werden lassen.

Ein raffinierter Brotaufstrich!

Noch mehr leckere Rezepte - mit und ohne Honig, auch VEGETARISCHES gibt es hier !

Für alle Schleckermäulchen:
Ein Blumengruß mit Honigbiene!




Das ist meine Biene Carla!

08.10.2006 um 08:05 Uhr

Pfannkuchenwaffeln "Imkerin"

Pfannkuchenwaffeln "Imkerin"
(ergibt circa 8 Waffeln)

50 g Butter
3 EL Honig
2 Eigelb
300 g Weizenmehl
1 Prise Salz
1 TL Zimt
1 Messerspitze Nelken
1 Teelöffel Backpulver
1/2 Liter Milch
2 Eiweiß

Butter, Honig und Eigelb schaumig rühren. Das Mehl mit den Gewürzen und dem Backpulver vermengen und nach und nach, abwechselnd mit der Milch, darunterrühren.
Das Eiweiß zu sehr festem Eischnee schlagen und zum Schluss unter die Masse heben.
Waffeleisen mit einem Backpinsel einfetten und portionsweise Waffeln backen.

Foto: Brigitte Stolle

 

18.08.2006 um 04:20 Uhr

Honig-Essig

Johann Wolfgang von Goethe:
Bienengedicht

Ein Blumenglöcklein vom Boden hervor
war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor.
Da kam ein Bienlein und naschte fein -
die müssen wohl beide füreinander sein.

Hier gibt's was Leckeres:

 

Foto: Brigitte Stolle

Honig-Essig

4 Esslöffel Honig
Saft und Schale von 1 unbehandelten Zitrone
¾ Liter Apfelessig

Alles vermischen und durchziehen lassen. Vor Gebrauch schütteln. Eine Salat-Marinade mit Honig-Essig passt wunderbar zu knackigen grünen Salaten aller Art.

Mehr Honigsüßes? -> Hier !!!

24.07.2006 um 04:05 Uhr

Honig-Marzipan

Honig-Marzipan

100 g ungeschälte Mandeln
circa 50 g Honig
½ Teelöffel Rosenwasser (Apotheke),
Rum oder anderes (je nach Geschmack!)

Die Mandeln mit kochend heißem Wasser übergießen und circa eine Minute darin liegen lassen. Danach schälen und gut trockentupfen. In einer Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen. Honig und gewünschtes Aroma dazugeben und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Man kann das Marzipan (z. B. in einem Tupper-Gefäß oder Glas) einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Mit der Zeit zieht die Masse etwas an und wird fester.

Honig-Marzipan ist die Basis für Pralinen. Man kann auch Kuchen damit füllen oder überziehen.

Mehr Honigsüßes? -> Hier !!!

Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781):
Die Biene

Als Amor in den goldnen Zeiten
Verliebt in Schäferlustbarkeiten
Auf bunten Blumenfeldern lief,
Da stach den kleinsten von den Göttern
Ein Bienchen, das in Rosenblättern,
wo es sonst Honig holte, schlief.

Durch diesen Stich ward Amor klüger,
der unerschöpfliche Betrüger
Sann einer neuen Kriegslist nach:
Er lauscht in Rosen und Violen;
Und kam ein Mädchen sie zu holen,
Flog er als Bien heraus, und stach.

Dieses Aquarell von Albrecht Dürer kann im kunsthistorischen Museum in Wien bewundert werden. Gemäß Theokrit von Syrakus (305 - 260 v.u.Z.) sagt Venus zu dem von Bienen gestochenen Amor:

"Nun heule nur nicht des Stiches wegen, du fügst mit deinen Liebespfeilen den Menschen genauso Stiche zu."

Wabe mit verdeckelter Brut
und Honigkranz:

Foto: Brigitte Stolle