Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

10.11.2011 um 13:13 Uhr

Lampionblumen

von: buchzeiger   Kategorie: Buchtipps

Foto (s): Brigitte Stolle

02.02.2008 um 14:30 Uhr

Rettet das kleine Ferkel

von: buchzeiger   Kategorie: Buchtipps

Wo bitte geht's zu Gott?, fragte das kleine Ferkel.
Ein Buch für alle, die sich nichts vormachen lassen

"RETTET DAS KLEINE FERKEL!"

GIORDANO BRUNO STIFTUNG UND ALIBRI VERLAG STARTEN KAMPAGNE

Aschaffenburg. Ein Tag nach der Veröffentlichung des Indizierungsantrags des Bundesfamilienministeriums gegen das religionskritische Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" haben die Giordano Bruno Stiftung und der Alibri Verlag eine "Kampagne zur Rettung des kleinen Ferkels" gestartet.

Auf der eigens dafür eingerichteten Website http://www.ferkelbuch.de findet man nicht nur viele Informationen über das heiter-satirische Kinder- und Erwachsenenbuch von Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke, sondern auch eine Petition, die jeder, der mit den Zensurplänen des Familienministeriums nicht einverstanden ist, unterschreiben kann.

Hintergrund: Im Oktober 2007 kam das satirische Kinder- und Erwachsenenbuch „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" von GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon und Helge Nyncke auf den Markt und fand sehr bald eine große Fangemeinde. Auch Pädagogen und Psychologen waren von der frechen, kleinen Geschichte („Dawkins for Kids") angetan. So urteilte der renommierte Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Dr. Peter Riedesser, Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das Buch sei „als Gegengift zu religiöser Indoktrination von Kindern pädagogisch besonders wertvoll".

Ursula von der Leyens Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sieht die Sache jedoch völlig anders: Das Ministerium beantragte die Indizierung des Kinderbuchs als jugendgefährdende Schrift. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wird die mündliche Verhandlung Anfang März stattfinden.

Der Verlag und die Autoren wehren sich entschieden gegen die Vorwürfe des Ministeriums und sprechen von politischer Zensur: Der Indizierungsantrag sei ein durchsichtiger Versuch, Religionskritik aus den Kinderstuben zu verbannen. Folgt auf den Karikaturenstreit nun ein Kinderbuchstreit?

Links:

Erste Meldung des Humanistischen Pressedienstes (hpd) (29.1.08), Großer Ärger um ein kleines Ferkel: http://hpd-online.de/node/3715

Meldung im Onlineportal der Zeit (29.1.08), Zensur: Ministerium will Kinderbuch verbieten: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/29/2465799.xml?from=rss

hpd-Meldung zum Start der Kampagne "Rettet das kleine Ferkel!" (30.1.08): http://hpd-online.de/node/3718

Kampagnen-Website "Rettet das kleine Ferkel!": http://www.ferkelbuch.de

15.11.2007 um 04:05 Uhr

Chicorée-Salat / Bitterstoffe / Honig versüßt das Leben

von: buchzeiger   Kategorie: Buchtipps

Chicorée-Salat
mit Honig-Grapefruit-Walnuss-Dressing

Für 4 Salat-Esser:


5 kleine Chicorée
1 Zwiebel
10 Walnüsse
1 rosa Grapefruit
1 Avocado

Marinade aus:

3 Esslöffeln Öl, 3 Esslöffeln Essig,
1 Esslöffel flüssigem Honig,
etwas Senf, Salz, Pfeffer


Gerne darf auch eine Avocado mit hinein:

Foto: Brigitte Stolle

Früher waren Bitterstoffe in vielen Gemüsen und Getreiden enthalten. Da das Geschmacksempfinden der Verbraucher weitestgehend degeneriert ist und ein süßer und neutralen Grundgeschmack bevorzugt wird, wurden die Bitterstoffe im Laufe der Zeit immer radikaler aus den Pflanzen herausgezüchtet. Noch im Mittelalter galten Bitterstoffe als Lebenselexier, Stimulanz, Therapeutikum, Verdauungshilfe. Inzwischen weiß man, dass uns durch das Fehlen dieser Stoffe etwas Wichtiges verloren gegangen ist, dass Bitterstoffe notwendig sind und dem Körper ganz einfach gut tun. Leider stecken jedoch in Bier, Kaffee und Aperitifs die "falschen" Bitterstoffe, also solche, die keine Heilwirkungen entfalten. Die "echten" Bitterstoffe, die den Darm, die Leber und die Galle gesund erhalten, einer Übersäuerung entgegensteuern und für einen Anti-Aging-Effekt (straffe Haut) sorgen, können heute als Tinktur in der Apotheke gekauft werden ("Bitterstern"-Tinktur), aber auch mit einer gesunden Ernährung gezielt aufgenommen werden. Gute Bitterstoff-Lieferanten sind zum Beispiel die folgenden Lebensmitteln:

  • Artischocken
  • Chicorée
  • Ingwer
  • Rosenkohl
  • Radicchio
  • Rucola (Rauke)
  • Kräuter
  • Grapefruit

 

Ein einfach zuzubereitendes Gemüserezept ist:

Chicorée mit Kartoffel-Karotten-Püree

  • Chicoréegemüse:

Pro Person zwei Chicorée säubern und halbieren.

Die Hälften in eine mit Olivenöl bepinselte backofenfeste Form legen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Etwas Gemüsebrühe (frisch zubereitet oder aus Würfeln/Granulat) angießen und die Chicorée im Backofen weich dünsten. Das dauert je nach Größe circa 20 Minuten.

  • Gemüsepüree:

600 g Kartoffeln und 400 g Karotten schälen und in kleine Stücke schneiden.

Das Gemüse in Salzwasser oder Gemüsebrühe weichgaren.

Mit einem Kartoffelstampfer zu Pürée zerdrücken. Wird eine weichere Konsistenz gewünscht, kann etwas Kochwasser untergerührt werden.

Das Gemüse mit Kräutersalz, Pfeffer und Muskat würzen.

Dazu passt wunderbar ein
Radicchio-Salat
:

Foto: Brigitte Stolle

Mein Favorit:

Kopfsalat mit Radicchiostreifen,
Schafskäsewürfelchen
und Sonnenblumenkernen

Buchtipp zum Thema:

Die Bitterstoffrevolution

von Hannelore Fischer-Reska

Kurzbeschreibung (aus der Amazon-Redaktion):

Seit Jahrtausenden bewährt, für uns wieder entdeckt: Bitterstoffe helfen und heilen bei zahlreichen Krankheiten und Gesundheitsstörungen.

Ob im indischen Ayurveda, in der Traditionellen Chinesischen Medizin oder in der Kräuterheilkunde der heiligen Hildegard – Pflanzen, die so genannte Bitterstoffe enthalten, spielten die herausragende Rolle bei der Vorsorge wie auch bei der Behandlung zahlreicher Krankheiten. Diese heilenden Essenzen und Tinkturen für uns wieder "entdeckt" zu haben, ist das große Verdienst der bekannten Heilpraktikerin Hannelore Fischer-Reska. Hier präsentiert sie ihre Bitterstoff-Therapie, eine wirkliche Revolution in der Naturheilkunde. Damals wie heute erfolgen Vorbeugung und Heilung vor allem über den Darm, in dem sich entscheidende Bereiche des Immunsystems befinden.

24.10.2007 um 20:30 Uhr

Wer zwei paar Hosen hat ...

von: buchzeiger   Kategorie: Buchtipps

"Wer zwei Paar Hosen hat,

mache eins zu Geld

und kaufe sich dieses Buch!"


(Georg Christoph Lichtenberg)

Hier geht's zum Buch !!!

20.10.2007 um 18:30 Uhr

Jagd auf den Inselmörder / Usedom

von: buchzeiger   Kategorie: Buchtipps   Stichwörter: Kriminalroman, Tenner

Das aktuelle Buch unseres
Blogigo-Kollegen "
Buchfinder"
(nicht mit "Buchzeiger" zu verwechseln):

Jagd auf den Inselmörder
Usedom-Krimi
Der erste Fall für Lasse Larsson

von George Tenner

Ein Regionalkrimi, den man ÜBERALL gerne liest

Auf Usedom wird ein 'Inselmörder' gejagt. Oha, noch ein Regionalkrimi? In den 1980er-Jahren begann der unaufhaltsame Siegeszug dieses Sub-Genres. Von Süd nach Nord, von West nach Ost pflastern Leichen Deutschlands Städte und Regionen. Mit George Tenners 'Inselmörder' treibt die Mordlust jetzt auch in der Ostsee ihr Unwesen.

Was versteht man eigentlich unter einem Regionalkrimi? Spielt nicht jeder Krimi, überhaupt jede Geschichte, in irgendeiner Region? Wichtig scheint bei diesen Romanen der geographische Wiedererkennungswert zu sein: Ach, da bin ich auch schon gewesen, diese Straße, dieses Stück Strand, dieses Gebäude ist mir bekannt. Hier bin ich zu Hause, hier verbringe ich meinen Urlaub, diese Stadt, diese Gegend ist ein Teil meines Lebens.

Was sollte dagegen sprechen, literarische Interessen mit geographischen Vorlieben zu verbinden? Mit Lasse Larssons erstem Fall auf Usedom wird diese Liaison sogar zum Genuss!

Denn wie alle Romane von George Tenner ist auch der 'Inselmörder' gut recherchiert. Der Autor geht akribisch ans Werk. Er schreibt nicht einfach wild darauflos, nein, er plant, er bereitet vor, er erkundet das Terrain. George Tenner geht es in erster Linie darum, seine Leser mit spannender Unterhaltung zu versorgen. Authentisch und stimmig soll die Geschichte sein. Das Appellieren an heimatliche Gefühle kommt erst an zweiter Stelle.

Hauptkommissar Lasse Larsson wird nach Anklam, dem Tor zur Sonneninsel Usedom versetzt. Nach der Trennung von seiner Freundin Chiara und der Erbschaft eines Häuschens auf Usedom fühlt er sich in der Tat 'reif für die Insel'. Gleich darauf wird der Leser in das grausige Geschehen hineingezogen wie in einen Strudel. Er verstrickt sich in das Textgewebe - und kommt nicht mehr davon los ... Leichen mit abgeschnittenen Ohren lassen Leserhaare zu Berge stehen. Gleichzeitig erliegt man bei der Lektüre dem Charme der wundervollen Landschaft. Der Autor versteht es geschickt, den Leser in ein Wechselbad der Gefühle zu tauchen. Die Grausamkeit der Morde lässt ihn erschaudern, ein paar Seiten später läuft ihm ob der genialen Kochkunst des Ermittlers das Wasser im Munde zusammen. Gerade hat man sich an der professionellen Zubereitung von 'Filet in der Salzkruste an frischen Spargel und Spätzle' erfreut, kurz darauf schon liest man Bestürzendes über Neonazis, Satanisten, Fremdenlegionäre. Nach der erbarmungslosen Konfrontation mit den Abgründen der menschlichen Seele nimmt man mit Erleichterung warme zwischenmenschliche Töne wahr.

Ganz besonders dieser Kontrast ist es, der den 'Inselmörder' so faszinierend erscheinen lässt. Neben den stets packenden Dialogen, den politisch aktuellen Themen mit zeitgemäßen Hintergründen und den gekonnt entworfenen, sehr differenzierten Charakteren ist die Einarbeitung von leckeren Rezepten, das Kochen und Genießen ein Markenzeichen nahezu aller Romane von George Tenner.

Alles in allem kann dieser Krimi durchaus dazu beitragen, die Leidenschaft für fremde Gefilde zu wecken. Wichtiger ist allerdings die perfekt erzählte Geschichte. Ein guter Regionalkrimi zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass man ihn nicht nur vor Ort lesen kann. Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und es ausprobiert: Die 'Jagd nach dem Inselmörder' liest man sogar hier, im fernen Mannheim, mit allergrößtem Vergnügen. - Mit einem Wort: Empfehlenswert!

© Brigitte Stolle 2007

Jagd auf den Inselmörder kann im Buchhandel oder über Amazon bestellt werden.

 

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