Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

13.11.2007 um 04:04 Uhr

An einen Freund (deutsch / norwegisch)

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Übersetzung, Norwegisch, Oddvar

Foto: Brigitte Stolle

An einen Freund

Weil du mich, Freund, beschenckst mit dir,
So danck ich billich *) dir mit mir.
Nimm hin deßwegen mich für dich;
Ich sei dir du; sey du mir ich.

Friedrich von Logau
(1605-1655)

Foto: aal&leo14 ©

 

*) Etymologische Anmerkung zu "billich"

mhd. "billich" = „gemäß“

Die frühere Bedeutung „gemäß, recht, passend, angemessen“ ist noch in der Wendung „recht und billig“ erkennbar. „Billiger“ Preis war der „angemessene Preis“. Die spätere Bedeutung „wohlfeil“ entstand erst im 18. Jahrhundert. Unter dem Einfluss der Warenanpreisung im 19. Jahrhundert wurde „wohlfeil“ durch „niedriger Preis“ verdrängt. Das Adjektiv hat also eine Bedeutungsverschlechterung erfahren: Da billige Ware oft minderwertige Ware ist, wurde „billig“ gleichbedeutend mit „minderwertig“.
 
 
Oddvar hat das Gedicht „An einen Freund“ von Friedrich von Logau ins Norwegische übertragen, wobei er drei verschiedene Formen des Norwegischen berücksichtigt hat: Bokmål, Nynorsk und Trøndersk. Oddvar schreibt: "Weisst du dass nynorsk für Poesie sehr oft geeigneter ist als bokmål!"

Oddvar:
Til en venn – Til ein ven (nynorsk)

Bokmål:

Fordi du min venn deg deler med meg (gespr. mej)
så vil også jeg meg dele med deg. (gespr. dej)
Se også på meg som en gave til deg.
Da kan jeg være deg og du kan være meg.

Nynorsk:

Fordi du min ven deg deler med meg (gespr. meeg)
så vil eg óg meg dele med deg (gespr. deeg)
Sjå på meg óg som ei gåve til deg.
Då kan eg være deg og du kan være meg.

Trøndersk:

Fordi du min vænn dele dæ me mæ
så vil æ å del mæ me dæ.
Sje på mæ å som en gave te dæ.
Da kainn æ værra dæ å du kainn værra mæ.

Und hier die Übertragung von der Übertragung:

Weil du, mein Freund, dich teilst mit mir
so teile ich auch mich mit dir.
Betrachte mich auch als ein Geschenk für dich.
Dann kann ich du sein und du ich.


Wunderschön !


11.11.2007 um 18:25 Uhr

Wilhelm Busch_Vogel auf dem Leim

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frißt,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

Wilhelm Busch

09.11.2007 um 19:00 Uhr

Apotheker

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte

Apotheker

Ein Glück, dass wir der Medizinen
Nicht völlig gratis uns bedienen,
Nein, dass das Schicksal, mild und weise,
Schuf hohe Apothekerpreise.

Nicht immer ist ein Arzt dein Retter,
So er dein Schwager oder Vetter
Und ringsum an beherzte Huster
Umsonst verteilt die Ärztemuster.

Im Kostenlosen liegt ein Reiz:
Man frißts hinein aus purem Geiz.
Ja, würden nach gehabten Proben
Die Leute wenigstens noch loben!

Doch sagen sie, es sei ein Dreck
Und habe alles keinen Zweck!
Der hohe Preis als höherer Wille
Schlägt ab den Sturm auf die Pastille.

Denn noch ein jeder hat bedacht sich,
Wenns heißt: "Macht fünf Mark dreiundachtzig."
Es lobt darum ein weiser Seher
Der Säftleinmischer, Pillendreher
Uraltes, heiliges Geschlecht,
Das zwar nicht billig – aber recht!

gefunden in: Der Wunderdoktor
Heitere Verse von Eugen Roth

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08.11.2007 um 18:00 Uhr

Der Zahnarzt von Eugen Roth

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte

Der Zahnarzt

Nicht immer sind bequeme Stühle
Ein Ruheplatz für die Gefühle.
Wir säßen lieber in den Nesseln,
Als auf den wohlbekannten Sesseln,
Vor denen, sauber und vernickelt,
Der Zahnarzt seine Kunst entwickelt.
Er lächelt ganz empörend herzlos
Und sagt, es sei fast beinah schmerzlos.
Doch leider, unterhalb der Plombe,
Stößt er auf eine Katakombe,
Die, wie er mit dem Häkchen spürt,
In unbekannte Tiefen führt.
Behaglich schnurrend mit dem Rädchen
Dringt vor er bis zum Nervenfädchen.
Jetzt zeige, Mensch, den Seelenadel!
Der Zahnarzt prüft die feine Nadel,
Mit der er alsbald dir beweist,
Dass du voll Schmerz im Innern seist.
Du aber hast ihm zu beweisen,
Dass du im Äußern fest wie Eisen.
Nachdem ihr dieses euch bewiesen,
Geht er daran, den Zahn zu schließen.
Hat er sein Werk mit Gold bekrönt,
Sind mit der Welt wir neu versöhnt
Und zeigen, noch im Aug die Träne,
Ihr furchtlos wiederum die Zähne:
Die wir – ein Prahlhans, wers verschweigt –
Dem Zahnarzt zitternd nur gezeigt.

gefunden in:
Der Wunderdoktor
Heitere Verse von Eugen Roth

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07.11.2007 um 18:08 Uhr

Ich geh dahin und lass die Welt zurück im Streit

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Omar, Philosophie, Rubaijat

Von OMAR-I-KHAJJAM sind wunderschöne
Sinnspüche vorhanden, die schon früh in persisch-
sprachigen Ländern Berühmtheit erlangt haben.
Diese RUBAIJAT besitzen eine eigentümliche
Schönheit, eine ansprechende und vollendete Form
von Poesie. Mit Ironie und Skepsis, aber auch mit
gelassener und heiterer Melancholie werden Themen
wie Tod, Liebe und Vergänglichkeit behandelt.

Die Grundaussage lautet in etwa:

Da alles Irdische vergänglich, unser Leben sehr kurz ist und selbst ernsthaftes Bemühen nie zur Erkenntnis der Wahrheit führt, gibt es für den Weisen nichts Besseres, als sein kurzes Dasein zu genießen und sich mit Wein schon auf Erden ein Paradies zu schaffen, das uns sicherer zu sein scheint, als alles, was man uns für das "Jenseits" verheißen mag.

Sinnspruch von Omar dem Zeltmacher:

Ich geh dahin und lass die Welt zurück im Streit
Und hatt von hundert Perlen doch kaum eine aufgereiht. Unausgesprochen blieb so manches tiefe Wort,
Weils doch niemals verstanden hätte meine Zeit.

Die essentiellen Dinge des Lebens in simple 
Worte zu formen, das ist wahre Philosophie!

Mehr Sinnsprüche ?

03.11.2007 um 18:40 Uhr

Jung stirbt, wen die Götter lieben

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Roth

Antike Weisheit

Im Altertum schon steht geschrieben,
Dass jung stirbt, wen die Götter lieben –
Womit sie nicht gleich jeden hassen,
Den sie noch länger leben lassen.

gefunden in: Der Wunderdoktor
Heitere Verse von Eugen Roth

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30.10.2007 um 18:30 Uhr

Blinddarm

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte

Blinddarm

Der Blinddarm lebt im dunklen Bauch,
Ist nicht nur blind, ist taubstumm auch,
Ein armer Wurm, unnütz und krumm
Und, höchstwahrscheinlich schrecklich dumm,
Infolgedessen leicht gereizt,
Sobald sich irgend etwas spreizt.
Wir merkens leider meist zu spät,
Wenn dieser Wurm in Wut gerät.
Denn, ach, er kanns nicht anders künden
Als durch ein heftiges Sich-Entzünden.
Wie wollt man ihn um Ruhe bitten? –
Kurzweg wird er herausgeschnitten.
Und ohne Wurzfortsatz wird jetzt
Das Leben einfach fortgesetzt.

gefunden in: Der Wunderdoktor
Heitere Verse von Eugen Roth

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29.10.2007 um 18:15 Uhr

Freuen wir uns JETZT !!!

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Studentenlied

1.

Gaudeamus igitur,
iuvenes dum sumus!
Post iucundam iuventutem
post molestam senectutem
nos habebit humus!

Freuen wir uns jetzt,
solang wir jung sind!
Nach der angenehmen Jugend,
nach dem beschwerlichen Alter
wird uns die Erde haben.

2.

Ubi sunt, qui ante nos
in mundo fuere?
Vadite ad superos,
transite ad inferos,
ubi iam? Fuere!

Wo sind die, die vor uns
auf der Welt waren?
Geht zu den Himmlischen,
geht in die Unterwelt,
wo sind sie nun? Sie sind gewesen!

3.

Vita nostra brevis est,
brevi finietur,
venit mors velociter,
rapit nos atrociter,
nemini parcetur.

Unser Leben ist kurz,
in Kürze wird es zu Ende sein,
der Tod kommt schnell,
er reißt uns grausam fort,
niemanden wird er verschonen.

(Altes Studentenlied)

25.10.2007 um 20:30 Uhr

Die guten Vierziger

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Roth

Die guten Vierziger

Das Leben, meint ein holder Wahn,
geht erst mit vierzig Jahren an.
Wir lassen uns auch leicht betören,
von Meinungen, die wir gern hören,
und halten, längst schon vierzigjährig,
meist unsre Kräfte noch für bärig.
Was haben wir, gestehn wir's offen,
von diesem Leben noch zu hoffen?
Ein Weilchen sind wir noch geschäftig
und vorderhand auch steuerkräftig,
doch spüren wir, wie nach und nach
gemächlich kommt das Ungemach,
und wie Hormone und Arterien
schön langsam gehen in die Ferien.
Man nennt uns rüstig, nennt uns wacker
und denkt dabei: "Der alte Knacker!"
Wir stehn auf unsres Lebens Höh'n,
doch ist die Aussicht gar nicht schön -
ganz abgesehen, dass auch zum Schluß
wer droben, wieder runter muß.
Wer es genau nimmt, kommt darauf:
Mit vierzig hört das Leben auf.

gefunden in: Der Wunderdoktor
Heitere Verse von Eugen Roth

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06.10.2007 um 07:15 Uhr

Wie benehmen sich manche Menschen nur beim Essen ?!

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Hans, Sachs, Tischzucht, Benimmregel

Heutzutage eine
Selbstverständlickeit ???

Hans Sachs:
Eine Tischzucht

Hör, Mensch! wenn du zu Tisch willst gahn,
dein Händ sollt du gewaschen han.
Lang Nägel ziemen gar nit wohl,
die man heimlich abschneiden soll.
Am Tisch setz dich nit oben an,
der Hausherr wölls dan selber han!
Der Benedeiung nit vergiß!
In Gottes Nam heb an und iß!
Den Ältesten anfahen laß!
Nach dem iß züchtiglichermaß!
Nit schnaufe oder säuisch schmatz!
Nit ungestüm nach dem Brot platz,
daß du kein Geschirr umstoßen tust!
Das Brot schneid nit an deiner Brust!

Nehm auch den Löffel nit zu voll!
Wenn du dich treifst, das steht nit wohl.
Greif auch nach keiner Speise mehr,
bis dir dein Mund sein worden leer!
Red nicht mit vollem Mund! Sei mäßig!
Sei in der Schüssel nit gefräßig,
der allerletzt drin ob dem Tisch!
Zerschneid das Fleisch und brich den Fisch
und käue mit verschlossem Mund!
Schlag nit die Zung aus gleich eim Hund,
zu ekeln! Tu nit geizig schlinken!
Und wisch den Mund, eh du willt trinken,
daß du nit schmalzig machst den Wein!
Trink sittlich und nit hust darein!
Tu auch nit grölzen oder kreisten!
Schütt dich auch nit, halt dich am weisten!

Gezänk am Tisch gar übel staht.
Sag nichts, darob man Grauen hat,
und tu dich auch am Tisch nit schneuzen,
daß ander Leut an dir nit scheuzen!
Geh nit umzausen in der Nasen!
Des Zahnstührens sollt du dich maßen!
Im Kopf sollt du dich auch nit krauen!
Dergleichen Maid, Jungfrau und Frauen
solln nach keinem Floh hinunterfischen.
Ans Tischtuch soll sich niemand wischen.
Auch leg den Kopf nit in die Händ!
Leihn dich nit hinten an die Wänd,
bis daß des Mahl hab sein Ausgang!
Denn sag Gott heimlich Lob und Dank,
der dir dein Speise hat beschert,
aus väterlicher Hand ernährt!
Nach dem sollt du vom Tisch aufstehn,
dein Händ waschen und wieder gehn
an dein Gewerb und Arbeit schwer.
So spricht Hans Sachs, Schuhmacher.


aus:
Sei mir gegrüßt, mein Sauerkraut:
Gedichte und Lieder vom Essen und Trinken

Foto: Brigitte Stolle

29.09.2007 um 07:07 Uhr

Instante - Augenblick

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte

 

In dem Gedicht "Augenblick" zeigt
Miguel Torga, ein großer portugiesischer
Dichter, die Zärtlichkeit, die er Tieren
gegenüber empfindet:

Instante

A cena é muda e breve:
Num lameiro,
Um cordeiro
A pastar ao de leve.

Embevecida,
A mae ovelha deixa de remoer;
E a vida
Pára também, a ver.

Augenblick

Die Szene ist stumm und kurz:
Auf einer Weide
grast ein Lamm
ganz sacht.

Entzückt
unterbricht das Mutterschaf das Wiederkäuen,
und auch das Leben
hält inne beim Schauen.

Empfehlenswert ist das Buch
"Tiere" von Miguel Torga !!!

Aus dem Klappentext:

"Wer seine ausgezeichnete Prosa kennt, kennt auch seine Fähigkeit, jede Kreatur als Ausdruck einer Göttlichkeit zu begreifen, die dem christliche Gott für ihn nicht verkörpert. Die Moderne mit all ihren Ismen ist Torga, dem neugierigen Zeitgenossen und leidenschaftlichen Reisenden, genauso vertraut, wie die Bewußtseinskrisen des modernen Menschen. Doch um literarische Moden und Stömungen kümmert er sich ebensowenig, wie diese sich um seine Welt kümmern. Torgas Autobiographie - sein literarisches Werk überhaupt - ist ein gegen die Vergesslichkeit der Nachwelt gerichtetes Denkmal, für diejenigen, die stumm und unbemerkt unter die Räder der Geschichte geraten. Das schwierige Unterfangen, Torgas kraftvolle, an idiomatischen Wendungen reiche Sprache in ein lebendiges Deutsch zu übertragen, löst Curt Meyer-Clason meisterhaft."

19.08.2007 um 07:15 Uhr

Rätsel - schwer, schwer !!!

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Rätsel

Was ist das?

Süß ist, was ich schaffe,
stechend meine Waffe,
meine Höschen gelb wie Gold -
allen Blumen bin ich hold.

Zur absichtlichen Irreführung
ein Foto aus meinem Archiv:

Das ist das süße Grün-Äugl
- eine ganz liebe Urlaubsbekanntschaft aus Bayern,
so zusagen mit der Ferienwohnung mitgemietet.
Da fällt der Abschied doppelt schwer!
 
 
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Für alle Rätselfreunde:
Noch etwas zum Raten
gibt es bei Nachschlag !
 
 

10.08.2007 um 04:05 Uhr

Omichi, Heinz, Karla und ein Bier

von: buchzeiger   Kategorie: Gedichte   Stichwörter: Gedicht, Biene, Bier


Omichi
hat mal wieder nett an mich gedacht
und mir ein hübsches Gedicht
von Heinz Erhardt gemailt:

Heimliche Liebe

Wenn ich 'ne kleine Fliege wär,
dann hätt' ich es nicht gar so schwer:
Ich würd' mich – ohn' dich zu verletzen –
auf deine roten Lippen setzen.
Und würdest du – ohn' Überlegung –
durch eine kurze Handbewegung
mich kleines Ding verscheuchen wollen –
dann flög' ich fort, ohn' dir zu grollen.
Und fragt mich meine Frau , die Süße:
" Wieso hast du so rote Füße?",
dann würd' ich rot auch im Gesicht –
doch dich verraten – würd' ich nicht.

Leider habe ich kein Bild von einer Fliege.
Aber soJA hat ein passende Foto gemacht.


Außerdem hat Omichi noch einen
selbst gebastelten Limerick mitgeschickt:

Typisch Mann

„Ich geh’“, sprach der Otto aus Celle,
„ein Bier trinken, ganz auf die Schnelle.“
Dann saß er an der Bar
bis sein Kopf nicht mehr klar.
Nur draußen, da ward es schon helle.

Hier habe ich etwas Passendes!

Eichbaum-Bier aus Mannheim
mit Karla Kunstwadl !

Karla_Eichbaum_1

Foto: Brigitte Stolle

Danke für die Post, Omichi !