Kunst in Krefeld
Museum Haus Lange
Museum Haus Esters
Kleine feine Kunstmuseen in Krefeld
Fotos ohne Namen, Kommentare, Beschreibungen ...
... nur zum Gucken und Wirkenlassen.
Museum Haus Lange
Museum Haus Esters
Kleine feine Kunstmuseen in Krefeld
Fotos ohne Namen, Kommentare, Beschreibungen ...
... nur zum Gucken und Wirkenlassen.
Was braucht ein Mensch, um glücklich zu sein?
Fortschritt ist Rückschritt, und der Rückschritt wird zum Fortschritt.
Meine Malerei ist, glaube ich, deshalb völlig anders, weil es eine vegetative Malerei ist.
Ein Grund, warum die anderen Leute nicht vegetativ malen wollen oder eine vegetative Lebenshaltung einschlagen wollen, ist, weil sie zu unscheinbar beginnt, weil sie keinen Eclat hat und keinen Paukenschlag, sondern weil sie ganz langsam und unscheinbar eben wächst, und das entspricht nicht unserer Gesellschaftsordnung, man will sofortige Leistung, die auf Raubbau beruht.
Ich möchte, das mache ich auch ganz instinktiv, vorleben, den Menschen vorleben, vormalen ein Paradies, das jeder haben kann, er braucht nur zuzugreifen.
Das Paradies ist ja da, wir machen es nur kaputt.
Ich will zeigen, wie einfach es im Grunde ist, das Paradies auf Erden zu haben.
Und alles das, was die Religionen und die Dogmen und die verschiedenen politischen Richtungen versprechen, das ist alles Nonsens.
Und da komme ich natürlich in Konflikt mit der Gesellschaft, die das völlig mißversteht.
Die glauben, daß das eine Exzentrik ist, nur um Publicity zu machen, dabei vergessen sie, daß das ein Teil meiner selbst ist, daß das meine natürliche Ausdrucksform ist.
Warum darf ein Mensch, so wie eine Blume, nicht das tun, was ihm entspricht?
Das Bunte, das Vielfältige, das Mannigfaltige, ist auf alle Fälle besser als das Graue, das Durchschnittsgrau.
Nur wer schöpferisch denkt und lebt, wird überleben im Diesseits und im Jenseits.
Friedensreich Hundertwasser, Venedig 1975
Es ist ein Wildschwein ...
... hat aber wegen der Nase irgendwie
etwas Pavianartiges an sich.
Finde ich!
«Tableau Piège» / Fallenbild
Daniel Spoerri gab folgende Definition:
„Gegenstände, die in zufälligen, ordentlichen oder unordentlichen Situationen gefunden werden, werden in genau der Situation, in der sie gefunden werden, auf ihrer zufälligen Unterlage (Tisch, Schachtel, Schublade usw.) befestigt. (..) indem das Resultat zum Bild erklärt wird, wird Horizontales vertikal. Beispiel: Die Reste einer Mahlzeit werden auf dem Tisch befestigt und mit dem Tisch an der Wand aufgehängt. (…)“
Daniel Spoerri in der Kunsthalle Mannheim:
Zeitungsannoncen von Karl Valentin:
Ein stehendes Messer,
welches jedenfalls jetzt irgendwo liegt, ging verloren.
Vor dem ehrlichen Finder wird gewarnt.
***
Gutes Johannisbrot,
leicht beschädigt, jedes Quantum abzugeben.
Solange der Vorrat reicht, werden auch Schlittschuhe vernicktel.
***
Opel-Limousine, fast neu,
nur einmal an einen Baum gefahren,
wegen Geistesaufgabe des Besitzers
billig zu verkaufen.
***
Tüchtige Verbrecher werden ständig gesucht.
Staatsanwaltschaft München
***
Seltene Gelegenheit für Zigarrenraucher!!
Eine Astra-Zigarette Nr. 6 mit Mundstück
wegen Platzmangel zu verkaufen.
***
Stricke zum Aufhängen liefert
Seilermeister Huber.
Viele Dankschreiben und Anerkennungen
liegen auf.
***
Schöner Papagei, gut sprechend,
samt Messing-Käfig entflogen.
Dortselbst ist auch eine leere
Badewanne zu verkaufen.
***
Toilettenfrau, die gut bürgerlich kochen kann,
zum Kegelaufsetzen gesucht.
***
Akrobat der Moderne
"In Kooperation mit dem Kunstmuseum Winterthur (Schweiz) präsentiert die Kunsthalle Mannheim eine Werkschau des bedeutenden italienischen Bildhauers Fausto Melotti (1901-1986). Magier oder Seiltänzer nannten ihn seine Freunde, und tatsächlich: Fausto Melotti balancierte mit Leichtigkeit zwischen Stilen und Bewegungen, Gattungen und Disziplinen - ohne sich je von ihnen vereinnahmen zu lassen. In Verbindung von Mathematik und Musik vereinte er das scheinbar Widersprüchliche. Geometrisch abstrakte Gebilde und figürliche Poesien verschmelzen zu einem weit ausgreifenden Werk der italienischen Moderne. In einem retrospektiven Überblick mit über 100 Werken zeigt die Ausstellung Fausto Melottis künstlerisches Jonglieren zwischen Figuration und Abstraktion - die faszinierende Welt des Akrobaten der Moderne."
Das Werk des Künstlers,
Poesie, Malerei, Musik,
beginnt immer "per Zufall".
Fausto Melotti
Verglichen mit dem, was nicht ist,
ist alles, was ist, ein Wunder.
Fausto Melotti
Il Canal Grande:
Den Genuss ausschalten,
die Lust an der Materie.
Was bei der Skulptur zählt,
ist die harmonische Besetzung des Raums,
in der Malerei ist es
ds eindringliche zwischen Zeichnung und Farbe.
Fausto Melotti
1944 erscheint Melottis erster Gedichtband:
Il triste Minotauro
(Der traurige Minotaurus)
Die Plätze, verödete Seiten, im Traum
den Mauern entlang verbunden,
verfolgen im Schatten die Stille.
Die Obeliske öffnen einen Durchgang zum Himmel.
ich höre nicht, doch erkenne
das Gebet zum jungfräulichen Gott Zwitter;
aus seinen Fingern schimmern die dünnen,
harmonischen Fäden der Geometrie.
Fausto Melotti


Ahnt die freundliche Museumsaufseherin,
wer sie hinter der Wand beobachtet?
Es ist die "Große Gottesanbeterin" (la mante religieuse)
der französischen Bildhauerin Germaine Richier.
Eine surreale Bronzefigur - halb Mensch, halb Tier.
Kunsthalle Mannheim
Dezember 2010
Diese bedrückende Installation habe ich heute in der Kunsthalle Mannheim entdeckt. Es handelt sich um die erste Folge einer Ausstellungsserie mit Namen Premiere 1. Der spanische Künstler Enrique Marty hat 80 in Tarnuniform gekleidete Menschen geschaffen, Körpergröße circa 90 cm, lauter Klone, die „80 Fanatiker" genannt (The eigthy fanatics). Sie stehen herum, blutend, sich übergebend, robben und schlängeln sich in einer Prozession (Demonstration?) durch die Räume der Mannheimer Kunsthalle auf eine Wand zu, wo sie von einem spiralförmigen Gebilde förmlich eingesogen (eingestrudelt) und vereinnahmt werden.
Ein beängstigendes, aber faszinierendes Szenario mit Gesichtern, die Angst, Panik, zum Teil auch eine gewisse Verzückung ausdrücken.






Der Lifesaver-Brunnen in der Duisburger Innenstadt (Königstraße)
zeigt ein von Niki de Saint Phalle geschaffenes
vogelartiges Fabelwesen, von den Duisburgern als
"unser Geier" bezeichnet.
Bei meiner Anwesenheit (Anfang Oktober 2010)
war der Brunnen leider ohne Wasser.
Und hier ein YouTube-Filmchen mit Wasser:
Im August / September 2010 fanden in St. Blasien die "15. Internationalen Holzbildhauer-Tage" statt.
Sie stehen in jedem Jahr unter einem bestimmten Motto. Das Motto dieses Jahres hieß "Die Welt der Oper". Jeder Holzbildhauer erhält ein etwa gleich großes Stück Baumstamm - und dann geht's los mit Kettensäge und Meißel.
Diese Objekte haben mir besonders gefallen:
Eine Flasche, Gläser,
Trauben, ein Sack Kaffee ...
Dieses Bild (Öl auf Leinwand)
ist im Kunstmuseum Basel zu sehen.
Kubismus - Der Kaffeesack
Das Stillleben stammt aus dem Jahre 1920. Es ist stammt von dem 1887 in Madrid geborenen und 1927 in Paris verstorbenen Künstler Juan Gris (eigentlich: José Gonzales). Titel: Der Kaffeesack.
Juan Gris schrieb über sein Bild:
"Ein Tisch ist für mich ganz einfach das Zusammenspiel von flächigen und farbigen Formen. [...] Wer beim Malen einer Flasche daran denkt, ihre Stofflichkeit auszudrücken, statt ein Zusammenspiel von farbigen Formen zu malen, der sollte Glasmacher sein und nicht Maler."
Die "Affen als Kunstrichter" habe ich in der
Neuen Pinakothek in München abfotografiert.
Das Bild stammt von dem Maler Gabriel Cornelius Ritter
von Max, der 1915 in München gestorben ist.
Seine gesamte wissenschaftliche Sammlung
von über 60.000 Objekten wurde vollständig
von der Stadt Mannheim aufgekauft und
Teile davon im Rahmen der Ausstellung
"Darwin - Kunst und die Suche nach den Ursprüngen"
im Jahre 2009 in den Reiss-Engelhorn-Museen gezeigt.
Vincent van Gogh
Sternennacht:
Nachtcafè:
Sonnenblumen:

Salvador Dalí im Schaufenster
"Ohne Schnurrbart", hat er einmal gesagt,
"ist ein Mann nicht richtig angezogen".