Kulinarisches – Literarisches – Fragmentarisches

24.01.2011 um 04:04 Uhr

Dramatisches Kochen

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Was wird denn das?

Bratkartoffeln !

Einfach und doch geschmacklos.

(Nein, war gut!)

25.10.2010 um 04:00 Uhr

Falafel, Fetakäse ...

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Vegi-Teller
 

Das macht mir Spaß: Ein Gericht von einer Speisekarte abzufotografieren und zu Hause auszuprobieren. Den Vegiteller habe ich in einem türkischen Restaurant in Solothurn entdeckt und ihn dort weder gegessen noch gesehen, wie der Koch das Gericht umgesetzt hat. Höchstwahrscheinlich sieht der Teller dort völlig anders aus als der meinige. Ich wäre neugierig ... vielleicht beim nächsten Besuch in Solothurn !

Der Salat

Ich habe mich für einen Lollo verde entschieden, mit einer roten Paprikaschote und einer Tomate. Angemacht mit einer einfachen Essig-Öl-Marinade, Zwiebelwürfelchen und gepresstem Knoblauch. Granatapfelkerne als Dekoration.

Türkischer Veggiteller_3

Der Schafskäse

Einfach ein Stück Fetakäse auf den Teller legen? Nö, das wäre ja etwas langweilig. Ich hab den Käse in Stückchen geschnitten, mit Knoblauchöl mariniert und die Stückchen anschließend in einer Gewürz-Blüten-Zubereitung gewälzt. So wird die Sache etwas bunter und ist hübsch anzusehen.

Türkischer Veggiteller_1

Die Pommes frittes

Da kann man ja kaum etwas falsch machen. Selbst geschnittene sind es halt geworden.

Die Falafel

Für die Kichererbsenbällchen habe ich heute die schnelle Version gewählt. Üblicherweise werden getrocknete Kichererbsen über Nacht eingeweicht und dann gekocht. Ich habe eine kleine Dose (200 Gramm) fertige Kichererbsen genommen, püriert und gewürzt mit Currypulver, Koriander, Kurkuma, Salz, Pfeffer, Knoblauch. Ein ganzer Bund Petersilie wurde feingehackt untergearbeitet. Die Masse habe ich mit gegartem Bulgur (circa 50 Gramm) vermischt, bis die richtige Konsistenz erreicht war: Es müssen sich mit nassen Händen Falafelkügelchen formen lassen, die nicht kleben und ihre Form behalten.

Türkischer Veggiteller_2

Zuerst wurden die Falafel in einer kleinen Fritteuse in Kokosfett knusprig gebacken, anschließend lässt man sie auf Küchenpapier gut abtropfen. Zum Schluss wurden die Pommes frittes (hergestellt aus 2 mittelgroßen Kartoffeln) frittiert.

Türkischer Veggiteller_7

Türkischer Veggiteller_4

Türkischer Veggiteller_8

Und hier der fertige Teller. MEINE Version des türkischen Vegi-Tellers. Zusätzlich wurde etwas Tahin (Sesampaste) als Dip dazugegeben.

Türkischer Veggiteller_6

Foto (s): Brigitte Stolle

Schmeckt einfach toll !

02.01.2010 um 06:45 Uhr

Öl-Degustation

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Öldegustation


Macadamianuss-Öl:
 
Das Öl aus der Königin der Nüsse, mit leicht süßlichem, lebhaftem Aroma. Schmeckt zu zarten Salaten, Karotten, Ricotta, Mozzarella, zu Obstsalaten, Süßspeisen und Eis.

 
Mandelöl: 
Das Öl aus blanchierten, enthäuteten Süßmandeln betört mit zartem Marzipanduft. Schmeckt zu Blattsalaten, Spargel und Fruchtsalaten.

 

Haselnuss-Öl:

 Das unwiderstehliche, zart-süße Aroma harmoniert mit Salat, Käse und Süßspeisen. 


Olivenöl mit weißen Trüffeln:
 
Kräftiges Trüffelaroma, passend zu Omeletten, Pasta und Reis. 


Olivenöl mit natürlichem Zitronenextrakt:
 
Fruchtiger Geschmack. Passt zu allen Salaten und mediterranen Speisen.


Feldsalat mit gebratenen Pilzen

Der Feldsalat mit gebratenen Pilzen wurde mit aromatischem Haselnuss-Öl verfeinert.

29.11.2009 um 11:09 Uhr

Pilzologie

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Gestern hab ich Kräuterseitlinge, Shiitakepilze und andere wunderbar schmeckende Pilze mit hübschen Namen wie Samtfußrübling und Semmelstoppelpilz („pied de mouton“ = Hammelfuß) gekauft. Pilze heißen ja ganz oft wunderlich-märchenhaft: Purpurfilziger Holzritterling, Nebelgrauer Trichterling, Semmelstoppelpilz, Mairitterlling, Netzstiliger Hexenröhrling, krause Glucke.

Ich muss gestehen: Ich kaufe nach Namen ! 

Die Pilze wurden mit Knoblauch und frischen Kräutern gebraten, dazu gab es Seitan. Ich bin begeistert und der Samtfußrübling ist jetzt mein ausgesprochender Favorit.

 

 

 

Kräuterseitling_Samtfußrübling

Pilzpfanne

Seitan-Pilz-Pfanne

Seitan und Pilze_1

Seitan und Pilze_2

 

25.11.2009 um 18:15 Uhr

Angewandte Mathematik für PizzabäckerInnen

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Folgendes Problem wurde an mich herangetragen: 

“Am Wochenende will ich für meine Familie mal wieder eine Pizza machen. Die Pizza mache ich auf dem rechteckigen Backblech. Jetzt das Problem: Immer wird gemeckert, dass eine von 3 Personen von meiner Pizza mehr vom Rand bekommt als die andere. Wie kann man also eine rechteckige Pizza so teilen bzw. schneiden, dass jeder gleichviel Teig und Rand bekommt?”

Fertig

Meine spontane Idee, zur Pizza noch eine vierte Person einzuladen, z.B. MICH, wurde verworfen :-(

Also weiter überlegen: 

Man könnte den Rand abschneiden und zu einer langen Geraden zusammenstückeln, mit dem Lineal abmessen und durch 3 teilen. Die Pizza in drei Teile schneiden und den verhackstückten Randteil außen herumlegen, haha.  

Auch nix !

Flammkuchen_vegetarisch

Da ich die „Formel“ nicht kenne und nicht mehrere Pizzen zu Experimentiergründen wüst zerstückeln wollte, hab ich mit mehreren Blättern Kopierpapier geübt, um die ich mit gelbem Markierstift einen „Pizzarand“ angedeutet habe.

Nächste Idee: 

Einen Mercedesstern hineinschneiden?

 

Mmmmhhh

Oder:

Zweimal diagonal schneiden, dann zwei der gegenüberliegenden Dreiecke nochmal senkrecht zum Rand. Jeder bekommt zwei Stück, macht zusammen je ein Drittel. 

Schon, aber so ganz richtig ist das auch nicht! 

Gerecht, aber wenig mathematisch wäre auch dies: 

Der ERSTE der Hungrigen bestimmt, wer die Pizza teilen soll, der ZWEITE (nämlich der Auserwählte) teilt die Pizza in drei (möglichst gleich große) Teile, der DRITTE darf zuerst auswählen, danach der ERSTE, zuletzt der ZWEITE. 

Also zurück zur angewandten Mathematik: 

Wie wär’s damit? 

Die Zahlen sagen, was Person 1, 2 und 3 bekommt. Was am Rand eingekreist ist, wird noch einmal aufgeteilt:

 

Und so würde es gehen, wenn sich jeder ein kleines und ein großes Stück nimmt. Die Flächen der kleinen Dreiecke sind gleich, weil Grundseite und Höhe gleich sind (F = G x h : 2). Die mittleren gestrichelte Linien haben keine Bedeutung, sondern sind nur Zeichenhilfe:




Diese Berechnung gilt aber nur für eine QUADRATISCHE Pizza und nicht für eine RECHTECKIGE. Aber die gemeinte Pizza ist ja rechteckig, weil Backbleche eben rechteckig sind.

Jöööö, nun fällt mir auch nix mehr ein ! 

Guten Appetit !  

Rotwein

22.11.2009 um 11:54 Uhr

Salat Ziege

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Das war die Vorgabe, abfotografiert von einer Speisekarte:

Salat Ziege


Gegessen habe ich den "Salat Ziege" in diesem Restaurant nicht,
weiß also leider nicht, wie der Koch / die Köchin das Thema umgesetzt hat. Vor allem die Honigpfefferäpfel sind in den
unterschiedlichsten Varianten vorstellbar.



Ich hab die Vorgabe so realisiert:

Zuerst ein gemischter Blattsalat.

Blattsalate

Die Äpfel wurden in Spalten geschnitten,
in Honig karamelisiert gebraten und
anschließend mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle gewürzt.


Honig-Pfeffer-Äpfel

Der Ziegenkäse:


Ziegenrolle

Und so sieht "MEIN" Salat Ziege aus:


24.10.2009 um 12:25 Uhr

Rösti oder ufo-artige Erscheinung ?

von: buchzeiger   Kategorie: Abenteuer Küche

Ein Schweizer Rösti besteht aus vorgekochten, geraspelten Kartoffeln, die in der Pfanne wie Bratkartoffeln angebraten und danach zu einer Omeletteform zusammengedrückt werden.

Die Kartoffelmasse wird gesalzen und gewürzt nach Geschmack (z. B. mit gerieberer Muskatnuss, Pfeffer, Paprika oder wie hier, mit Majoran).

1. Schritt:

Die gewürzte Kartoffelmasse in Butter anbraten:

2. Schritt:

Die angebratene Masse zusammenschieben und -drücken:

Im Gegensatz zu einem Kartoffelpuffer, der seine Bindung
durch die Zugabe von Eiern erhält, wird bei einem Rösti der Zusammenhalt allein durch die knuprige Kruste erzielt. 
Entscheidend und nicht ohne ein gewisses Risiko
ist daher das Umwenden des Röstis, das
entschlossenes und zügiges Handeln erfordert.

3. Schritt:

Das Wenden des Röstis

Dies geschah hier in einer
affenartig
rasenden Überschallgeschwindigkeit,
sodass die Kamera kaum nachkam.

Zack !

Und zack !

Das Ergebnis entschädigt für alle Aufregungen:

Und schließlich das Finish:
Rösti Gärtnerin

 

Rösti Tessiner Art
(mit geschmolzenen Tomatenwürfeln und Käse überbacken)

Rösti mit Spiegelei:

Foto(s): Brigitte Stolle