Das Fotografieren von Lebensmitteln und Speisen ist gar nicht so einfach. Dies hier sind lediglich Versuche, die essbaren Objekte in appetitanregendes Licht zu rücken.
Heute geht es um gebratene Zucchiniröllchen, ein Fingerfood wie ich es gerne mag.
Zuerst natürlich die Vorarbeit, das Braten der Fotomodels in Olivenöl:
Die Zucchinistreifen wurden gerollt, mit Zahnstocher zusammengesteckt und mit Oliven, Tomaten und einem Rosmarinzweiglein auf einem Teller drapiert.
Dann der Fototermin !
Fotografiert wurde mit einer Nikon D 40, Stativ, Makroobjektiv, externem Blitz mit Blitzdiffusor - jeweils stark abgeblendet.
1. Versuch:
Tageslicht, Gegenlicht, Blitz ausgeschaltet. Fokussiert wurde auf das vordere Röllchen - the king of the scene - während die übrigen aufgrund der hohen Blendenzahl zu unscharfen Nebenfiguren verblassen. Ergebnis: für meinen Geschmack zu viel Weiß.
Zweiter Versuch:
Ein etwas abdämpfender Rollo vor's Fenster, die Zucchiniröllchen mit einer Lampe angestrahlt, Blitzfunktion. - Gefällt mir schon etwas besser.
3. Versuch:
Ein experimentelles Schrägstellen des Tellers bringt nicht so sehr die gewünschte positive Dynamik als vielmehr ungute Auflösungserscheinungen und allgemeines Verrutschen.
Außerdem ist auf dem Teller zuviel los, ein wahres Zucchiniröllchen-Getümmel:
Weniger ist oft mehr, heißt es. Eventuell vorteilhaft fürs Foto, auf alle Fälle prima für die Fotografin, die zwischendurch ihren Hunger stillen kann.
4. Versuch:
Da waren's nur noch zwei.
Etwas übersichtlicher ist es nun. Mir missfällt, dass man den Stielansatz der Olive sieht. Nicht richtig aufgepasst!
5. Versuch
mit Tomate im Vordergrund:
Nein, diese rote Kugel erschlägt alles.
6. Versuch:
Ein Zucchiniröllchen mit Olive und Rosmarinzweig, Cocktailtomate bescheiden im Hintergrund:
So gefällt's mir jetzt eigentlich am besten.
Oder?
Auf dem ersten Foto wirkt das Zucchiniröllchen
irgendwie plastischer.
???
Für Tipps und Anregungen immer dankbar: