2.4.08
Zwischen 1:30 und 3 Uhr habe ich mich wieder mit Lyrik beschaeftigt. Und am MI-Morgen ging es fuer mich, wie ueblich, ab 10:30 los. Eigentlich war es ziemlich alltaeglich... In S. kam heute tatsaechlich Post, trotz angeblichen Streiks. Wenn es so weiter geht, ist mir das Recht. Am Nachmittag habe ich eine Weile geschlafen und hatte wieder einen merkwuerdigen Traum: er spielte in relativ naher Zukunft (in ca 10-20 Jahren) und ich tat verschiedenste alltaegliche Dinge, sah unter Anderem auch fern. Einen Beitrag ueber aktuell moderne Hirntransplantationen. Da dachte ich mir bloss "Na endlich haben die Massen erkannt, WAS Prioriaet haben sollte", fragte mich aber gleichzeitig, woher man ein gutes Spenderhirn finden sollte. Ich glaube, sie wurden kuenstlich erzeugt ;) Ob es je soweit kommen wird? Wer weiss, gerade heute habe ich in den Nachrichten gelesen (aber erst NACH dem Traum), dass Chimaeren erschaffen wurden... Mischwesen aus Mensch und Rind. Angeblich wurden die Embryonen nach 3 Tagen alle wieder zerstoert, aber 1. keiner weiss, was WIRKLICH passiert ist, und 2., wenn es einmal geklappt hat, dann haelt diese Leute doch niemand auf, heimlich noch mehr neue herzustellen... Wirklich sinnvoll erscheint mir die Forschung nicht, aber das faellt dann wohl in die Kategorie "Erfindungen, die allein den wissenschaftlichen Groessenwahn bestaetigen sollen".
Ich war heute uebrigens nicht mehr auf der Kirmes. Keine Lust, ins Fernsehn zu kommen, und sowieso... Es hat auch eine Weile geregnet, ich hoffe, es hat wenigstens positive Auswirkungen auf meine Allergiebeschwerden. Und nun bin ich wieder in R.... Als ich hinein wollte, war zuerst die Tuer mit einem Einkaufsrollwagen (keine Ahnung, wie die Dinger heissen, die mit der Ziehstange) versperrt - toll, wie "willkommen" ich scheinbar hier bin. Und nun muss ich mir die ueblichen bloeden, ueberheblichen Sprueche des Herrn "Vater" anhoeren. Unglaublich, was einige Leute fuer daemliche Auffassungen haben. Die Beraterin wegen des Berufsunterrichts hat immernoch nicht meine Email beantwortet. Ich hoffe, es geschieht bald, da ich meine Kurse moeglichst schnell waehlen muss, und das nicht moeglich ist, so lange ich keine Infos von ihr habe. Aber generell bin ich nicht sehr begeistert vom Stundenplan dieses Semesters, weil ALLES zeitlich nicht gut zusammen passt. Ausserdem habe ich einige Dinge berechnet und muss dazu sagen: die neue Studienordnung ist Muell! Die Reihenfolge, in der Kurse absolviert werden muessen, ist viel zu starr.
So muss ich wahrscheinlich nicht nur ein Jahr laenger bis zum Abschluss studieren, wie es nach alter Ordnung erwartet war, sondern zwei. Zur Info das aktuelle System: Im Germanistik-Studium gibt es 3 Straenge: dt. Sprache, alte Literatur, neue Literatur. Klingt einfach, ist es auch. Jeder dieser Straenge hat 3 Stufen: Einfuehrung - Aufbau - Vertiefung. Pro Stufe muss eine bestimmte Anzahl an Kursen bestanden werden, um die naechste Stufe beginnen zu koennen. In alter und neuer Literatur habe ich die 1. und 2. Stufe bestanden, bin jetzt also schon in der 3. und habe demnach recht bald meinen Abschluss (ich kanns kaum glauben...). In Sprache aber habe ich seinerzeit Stufe 1 nicht bestanden. Leider komme ich bisher Stufe 1 auch nicht wiederholen, da der Kurs bloss einmal im Jahr angeboten wird... Das heisst, ich kann fruehstens naechstes Jahr, also in meinem 3. Studienjahr, damit beginnen. Bis ich da alle Stufen durch habe, ist das 5. Jahr um. Ausserdem habe ich dann 2 Jahre lang (oder sogar laenger?) wirklich nur diesen Germanistikkurs und sonst gar nichts mehr in der Germanistik. Gefaellt mir irgendwie gar nicht, aber damit muss ich wohl leben.
In Geschichte habe ich aktuell nicht so recht den Ueberblick, welche Kurse noch fehlen, aber auf jeden Fall habe ich noch einen Wintersemesterkurs ueber die Fruehe Neuzeit nachzuholen, und, wenn ich die Nachklausur am 14.4. nicht bestehe, noch einen zweiten Wintersemesterkurs ueber die Moderne :/ Aber die kann ich dann ja hoffentlich problemlos irgendwann einschieben... Gerade, wenn ich dann 2 Jahre in der Germanistik nur noch einen Kurs habe, muesste ich ja genug Zeit haben. Und die letzte Frage waere, wie sieht es mit Berufsvorbereitung aus... Da habe ich NULL Ahnung, aber da soll mir ja eine gewisse Beraterin, die sich einfach nicht meldet, behilflich sein... (Es ist ja nicht so, dass ich absolut gar nichts wuesste und mich jetzt nach dem Motto "Jetzt erklaert mir mal alles" hinstellen wuerde; zumindest gezielte Fragen habe ich im Kopf und auch schon geaeussert - die muessten eigentlich zur Hilfe ausreichen - ich weiss also, was ich will) Und wie lange das Studium nun tatsaechlich brauchen wird, bis ich meinen Abschluss habe, ist sowieso ein grosses Raetsel. Denn pro Semester kann ich nur eine Stufe besuchen... Und immer, wenn ich eine Stufe NICHT bestehe, muss ich die wiederholen und kann nicht einfach weiter... Da kann man ja jahrelang haengen bleiben O_o Und das dann womoeglich ohne jeglichen Sinn, falls ich dann schliesslich doch abbreche, weil es einfach nicht weiter geht...
Da habe ich fast den Eindruck, ob Herr "Vater" vor oder nach meinem Abschluss stirbt, ist ausschlaggebend dafuer, ob ich je meinen Abschluss mache. Denn so lange er lebt, MUSS ich studieren, aber wenn er stirbt, werde ich sicher nicht noch jahrelang in der Uni haengen. Allein schon, weil ich mir das finanziell gar nicht leisten kann. Ich denke, bis zu einem erfolgreichen Ende wuerde ich mich in dem Fall nur zwingen, falls es sowieso nicht mehr lange bis dahin ist. Aber sollte es relativ bald sein und ich dann noch immer 3 Jahre vor mir haben oder 2... Ich weiss nicht, ob ich das dann wirklich zuende fuehren kann/will, auch, wenn es schade um die bisherigen Jahre ist. Nun bin ich erst 1,5 Jahre dabei und es kommt mir wie eine eklige Ewigkeit vor... Ausserdem muss beachtet werden, dass ER in 3-5 Jahren seinen Abschluss hat. Sollte er danach einen guten Beruf haben, dann wird noch wahrscheinlicher, dass ich nicht weiter studiere. Wobei ich doch hoffe, in 5 Jahren auch schon fertig zu sein... In 3 Jahren koennte knapp werden...
Und nun will ich keine "Unemanzipiert!"- oder "Zu riskant!"-Sprueche zu hoeren bekommen, auch gebe ich mein Leben sicher nicht auf. Es ist einfach so, dass wohl jeder in seinem Leben mal etwas Risikoreiches tut oder sogar tun muss, und ich sehe kein Problem darin, evtl, wenn ER gut verdient, nicht berufstaetig zu sein. Ich faule Kuenstlersau kann mir naemlich ein "geregeltes Berufsleben" kaum vorstellen. Es waere ein ewiger Zwang und auf Dauer wohl nicht gesund. Man sagt ja auch immer "Such dir einen Beruf, der dir auch Spass macht!", aber was soll ICH machen, wo ich Spass eigentlich fast nur bei meiner Kunst habe, und davon kann man nicht leben? Aber gerade, wo ich schon nervenkrank bin, will ich mich nicht auch noch mein Leben lang unter unnoetigen Stress versetzen und dann mit 40 am Herzinfarkt sterben. Denn dazu ist mir mein Leben zu schade. Also wenn ER gut verdient, kann ich versuchen, mich so zu verwirklichen, wie ICH es moechte... Wenn ich damit Geld verdiene, sehr gut, wenn nicht, dann ist es auch nicht schlimm, ER hat ja noch genug, um die Miete zu zahlen... ER hat damit uebrigens (noch) kein Problem.
Nun ist natuerlich immer die Frage, wie es spaeter mal aussieht. Menschen veraendern sich bekanntlich mit der Zeit, und irgendwann koennte man ja auseinander gehen, und ohne Ausbildung stuende ich da schon ziemlich daemlich da. Und mit 35 (oder wann immer es so weit waere) wird man auch sehr schwer noch einen Ausbildungplatz finden. Andererseits ist das wohl das LEBENsrisiko, so kann es einem immer gehen. Beschimpft mich als unvorsichtig, ich gehe meinen Weg und ICH muss spaeter mit den Konsequenzen leben. Ich WILL definitiv nicht dem Sozialamt das Geld abnehmen, ich kann dieses Amt nicht leiden und will damit nichts zutun haben. Lieber suche ich mir IRGENDEINEN Job... Das habe ich in den 2 Monaten beschlossen, in denen ER H4 bekommen hat... Das WILL ich definitiv nicht nochmal erleben muessen.
Und meine "Mutter" war auch schon 30, als sie meinen "Vater" verliess und alleine hier darstand, im fremden Deutschland, mit schlechten Deutschkenntnissen (mein "Vater" hat sie ja auch immer schoen klein gehalten), und ohne Arbeit (In Thailand hatte sie ihren Realschulabschluss gemacht, und eine Ausbildung als Buerokauffrau beendet - was aber hier in Deutschland wenig brachte)... Sie hat sich dann aber einfach welche gesucht. Erst hat sie in einem Reisebuero gearbeitet, dann im Blumenladen, schliesslich hat sie bei einem schweizer Hotel- und Restaurant-Grosskonzern im Restaurant angefangen. Als Kellnerin, schliesslich auch beim aeusseren Eisstand, an der Kasse, und spaeter auch als Koechin. Als sie genug Geld hatte, hat sie Immobilien in Thailand gekauft und dann mit diesen gehandelt. Heute lebt sie dort, hat ein eigenes grosses Haus, noch paar Grundstuecke irgendwo zum Verkauf, und eine eigene Ferienhausanlage direkt am Strand in einem bekannten Badeort. Heute ist sie 46 und Millionaerin (den gesamten Besitz gerechnet, in Euro). Trotzdem will sie ab und zu wieder nach Deutschland kommen, und dann auch wieder im Restaurant in der Kueche arbeiten, weil es ihr einfach Spass macht. Und weil sie als Mitarbeiterin geschaetzt wird, hat der Betrieb tatsaechlich keine Probleme damit, sie pro Jahr nur monatsweise zu beschaeftigen.
Sie hat eine Menge Glueck gehabt, das ist klar. ICH verlasse mich nicht darauf, dass es genauso gut bei mir klappen wuerde. Soetwas ist wirklich immer eine Glueckssache, auf die man sich nicht VERLASSEN sollte. Aber es zeigt, dass es geschehen KANN! Also ist nicht ALLES verloren, nur, weil man ggf irgendwann ohne alles da steht. Es kann immer wieder bergauf gehen. Und Millionaerin werden will ich ja auch nicht unbedingt (auch, wenn es vielleicht geschehen wird, wenn meine "Eltern" irgendwann tot sind... Irgendwann, in ferner Zukunft - ich hoffe, zumindest bei meiner "Mutter" dauert es noch eine Weile! Aber dann werde ich all das erben... In Falle meines "Vaters" gibt es nur eine Halbschwester von mir, die sich seit ueber 20 Jahren nicht mehr gemeldet hat, und meine "Mutter" ist in Thailand neu verheiratet, mit einem bekannteren Musiker uebrigens, aber ich glaube, als einzige leibliche Tochter muesste ich dann ja trotzdem einen groesseren Anteil des Erbes bekommen? - Tut mir Leid, dass das Thema irgendwie makaber ist, aber ich denke eben auch ueber soetwas nach, weil es ja zwangslaeufig irgendwann zum Thema wird und meine Zukunft stark beeinflussen wird).
Es reicht mir schon, wenn ich ohne zu grosse Geldsorgen leben kann und auch Freude an diesem Leben haben kann. Dazu brauche ich nicht viel Geld, wenn dieses auch zum Reisen benoetigt wird und ich gerne viel reisen wuerde... Aber das ist kein MUSS, sondern Luxus, und auf den koennte ich auch verzichten. Meine letzte Reise, die laenger als einen Tag gedauert hat, hatte ich 2001, also vor 7 Jahren, und war eine Klassenfahrt innerhalb Deutschlands. Die letzte lange Auslandsreise ist schon 16 Jahre her. Gestorben bin ich nicht daran, dass ich so selten reise; auch hier in B. fuehle ich mich durchaus wohl, wenn ich einfach machen kann, was ich moechte. Wer das Geld nicht hat, kann eben nicht reisen. Das ist fuer mich einfach so und daher stoere ich mich gar nicht daran.
Aber kommen wir zum eigentlichen Thema zurueck: ER koennte mich theoretisch irgendwann verlassen und dann stuende ich ziemlich bloed da. Das weiss ich, dass das passieren koennte. Nun kenne ich IHN sehr gut und habe zumindest bisher immer das Gefuehl gehabt, dass ER sich nun so gar nicht fuer andere Menschen ausser mir interessiert und die Wahrscheinlichkeit, dass er sich also mit einem anderen Menschen naeher befasst, ungefaehr bei Null liegt. Genau genommen hat er sich nie sonderlich fuer andere Menschen interessiert und es grenzt an ein Wunder, dass WIR seit ueber 5 Jahren ein Paar sind. Aber irgendwie sind da wohl zwei Charaktere aufeinander getroffen, die einfach zueinander passen (und die so merkwuerdig sind, dass soetwas kaum noch einmal passieren wird). Auch, wenn man sich SONST fuer Menschen nicht interessiert... Das klingt jetzt hier glatt so, als wuerden wir einander bloss irgendwie dulden, nach dem Motto "Der andere ist einfach da" - So ist es definitiv nicht. Natuerlich liebe ich ihn, und er mich, es ist ein Gemisch sowohl aus tiefer Liebe und untrennbar erscheinender Verbindung, als auch aus merkwuerdigen Leidenschaften ;) Auch nach ueber 5 Jahren noch, ich sehe da kein Problem. Wobei das "Der andere ist einfach da" doch irgendwie passt... Es ist, als seien wir verwachsen, die Idee, dass der andere irgendwie weg sein koennte oder ersetzt werden koennte, existiert gar nicht. Nicht unbedingt die schlechteste Basis einer Beziehung, wenn alle Beteiligten das gleich sehen :P
Natuerlich gibt es auch Menschen, die brauchen staendig irgendwelche Machtkaempfe, irgendwelche Liebesbestaetigungen der extravaganten Art, staendiges Werben und Aufregung... Das ist ihre Sache. Meine Aufregung hebe ich mir fuer IHN auf. :P Gestritten haben wir uns in all den Jahren auch nie sonderlich heftig, bzw wenn heftig, dann nur kurz (nie laenger als einige Stuendchen, und das ist schon ein Extremfall). Die Gruende sind eigentlich fast immer dieselben: die Sippe, die mir auf die Nerven geht und von der ER sich nicht trennen kann. Aber irgendwie geht das in dem Alter und so lange man finanziell abhaengig ist, wohl auch nicht. Da besteht aber die Hoffnung, dass sich das Problem loest, wenn wir aelter sind. Aber nun veraendern sich Menschen natuerlich... WIR haben uns in ueber 5 Jahren sicher auch veraendert, trotzdem kommen wir perfekt miteinander zurecht. Noch. Ich sehe ehrlich gesagt auch kaum einen Grund, dass sich DAS aendern sollte. Natuerlich, passieren kann es immer, das ist das LEBENsrisiko... Darueber will ich mir nicht den Kopf zerbrechen, denn alles auf der Welt ist unsicher, also weiss heute sowieso keiner, was morgen ist... Man kann hoechstens ueber Wahrscheinlichkeiten spekulieren, und die sagen mir, die Beziehung haelt noch lange. Wenn es nicht stimmen sollte, kann ich noch darueber heulen, wenn es soweit ist - nicht jetzt. Ich will mir ja nicht alles miesmachen.
Und dieses WE gehts evlt auf die P.insel im Suedwesten. Und uebernaechstes WE zum Hanami im Asiatischen Garten. Dazwischen muss ich irgendwann noch lernen... Als WIR uns kennen lernten, war ich knapp 16 und ER knapp 18. Ein Alter, in dem man meinen koennte, dass mit wirklich festen Beziehungen sowieso nicht viel los ist... Wenn WIR DIESE Zeit problemlos ueberstanden haben, dann doch sicher auch das "Erwachsenenalter" ;) Wo man mit zunehmendem Alter doch angeblich sowieso steter wird. Andererseits: Das sind "Standardbehauptungen". Ein "Standard" ist aber auch, dass wenige Beziehungen ueber 5 Jahre ziemlich konstant halten. Vielleicht sollten WIR uns also aus irgendwelchen Durchschnittlichkeiten nichts machen...
cn P


selbst, wenn du dein studium beendest - etwas geld nebenbei kann doch eigentlich nie schaden (auch wenn ER einen guten job bekommt) und soweit ich weiß unterliegt man als künstler im sinne einer freiberuflichen tätigkeit auch weniger "komplizierter" steuerlicher regelungen...da hilft aber vermutlich nur ein anruf beim finanzamt, um das genau zu klären...
sooo... loch in der wand hmh... hast dsu sich schon versucht abzu schießen??? die spinen mein ich
Nee, die Spinne war ja verschwunden... Und ist es auch heute noch. Wohin, weiss ich nicht. Auf jeden Fall ist in der Wand kein SICHTBARES Loch...