Memoriae Ex Aeterna Nocte

30.11.2006 um 22:24 Uhr

Siehe da, es funktioniert wieder:

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Blog, Internet

Über dieses Weblog

Weblog gehört:  AngelInChains
Aktualisiert am:  30.11.2006 um 22:02 Uhr
Weblog online seit:  15.09.2004
Kategorie:  Tagebuch
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cn P 

30.11.2006 um 22:02 Uhr

Jean Sibelius

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Musik, Skandinavien, Sagen, Mythologie

Jean Sibelius, eigentlich Johan Julius Christian Sibelius, geboren am 8.12.1865 in Haemeenlinna, gestorben am 20.10.1957 in Jaervenpaeae bei Helsinki, war ein finnischer Komponist der Spaetromantik im Uebergang zur Moderne, und dazu der einzige, der weltweite Bekanntheit erlangen konnte.

Er wuchs zweisprachig auf (Finnisch/Schwedisch) und lernte spaeter zusaetzlich die deutsche Sprache und studierte bei den Musikprofessorin Richard Faltin, Martin Wegelius, Albert Becker (Berlin) und Karl Goldmann und Robert Fuchs (Wien). Nach seinem Studium war er zuerst Musiklehrer an der Helsinkier Universitaet, erst spaeter, nach dem Erlangen finanzieller Unabhaengigkeit, arbeitete er vollzeitig als Komponist, unter anderem fuer Orchester-Suiten, Kammermusik, Chorwerke und Sinfonische Dichtungen. Auch eine Oper begann er, sie blieb jedoch unvollendet.

Bevorzugte Themen waren finnische Maerchen und Sagen (zB Symphonische Dichtung "Die Waldnymphe"), auch die Kalevala war eine seiner wichtigsten Inspirationsquellen (zB Symphonie "Kullervo", und die Sinphonischen Dichtungen "4 Legenden" mit dem "Schwan von Tuonela" und "Luonnotar"). Ausserdem wurde er von traditioneller finnischer Volksmusik beeinflusst.

Bereits Ende der 1920er Jahre beendete Sibelius sein Schaffen, also ueber 30 Jahre vor seinem Tod. Zu seinen letzten Werken gehoerte Ritualmusik fuer die Freimaurerloge in Helsinki, der er seit 1922 angehoerte und die noch heute existiert.

Heute erinnern an Sibelius unter anderem die Sibelius-Akademie in Helsinki, der Wihuri-Sibelius-Preis der Wihuri-Gesellschaft und die deutsche Jean-Sibelius-Akademie fuer finnische Musik (Website - HIER KLICKEN).

Exemplarisch zum Schluss noch einmal der Text der "Finlandia-Hymne":

Oi, Suomi, katso, sinun päiväs' koittaa,
Yön uhka karkoitettu on jo pois,
Ja aamun kiuru kirkkaudessa soittaa,
Kuin itse taivahan kansi sois'.
Yön vallat aamun valkeus jo voittaa,
Sun päiväs' koittaa, oi synnyinmaa.

Oi, nouse, Suomi, nosta korkealle,
Pääs' seppelöimä suurten muistojen.
Oi, nouse, Suomi, näytit maailmalle,
Sa että karkoitit orjuuden,
Ja ettet taipunut sa sorron alle,
On aamus' alkanut, oi synnyinmaa.

Auf Deutsch:

O Finnland, sieh des Morgens helle Schwingen,
der siegreich Nacht und Trübsal überwand.
Die Lerche hör ich voller Jubel singen,
da Schmach und Kerkersnot endlich schwand.
Ein neuer Tag will neue Freiheit bringen
frei wirst du wieder, mein Vaterland!

Geliebte Heimat, deiner Freiheit Stunde,
dein Volk hat sie erkämpft mit starker Hand!
In alle Welt drang froh die stolze Kunde:
Frei ist nun Wald und See, frei dein Strand!
Der Zwingherr fiel, der einst dir schlug die Wunde,
In Freiheit lebe, mein Vaterland!

Bemerkenswert an dieser Hymne ist, dass ihre Melodie auch ausserhalb Finnlands verwendet wurde, so in England als Kirchenlied "Be still, my soul" und als Nationalhymne der afrikanischen Republik Biafra unter dem Titel "Land of the Rising Sun".

cn P

30.11.2006 um 21:01 Uhr

Kuhmo, Winter 2005

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Fotografie, Skandinavien, Finnland

 

 

30.11.2006 um 15:35 Uhr

Japan ist seltsam

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Asien, Internet, Sexualität, Gesellschaft, Gewalt

Aus Wikipedia:

Chikan (jap. 痴漢, チカン, oder ちかん; „Sittenstrolch, Perverser") bezeichnet eine spezielle Art sexueller Belästigung in Japan.

Die Enge in einer Menschenmenge (vor allem in Pendlerzügen) wird von Männern genutzt, um zufällig in der Nähe stehende Frauen sexuell zu berühren und daraus einen Lustgewinn zu ziehen. Vereinzelt sind auch Chikan-Fälle von Frauen an Männern oder homosexuelles Chikan bekannt.

Obwohl Chikan in Japan eine Straftat ist, kam es lange Zeit kaum zu Anzeigen. Einerseits überwiegt bei vielen Opfern auch heute noch die Scham, sich als solches öffentlich zu erkennen zu geben; stattdessen wird die Belästigung erduldet, oder versucht, unauffällig zu entkommen. Andererseits kommt es auch vor, dass selbst Frauen, die "Chikan" rufen, keine Hilfe von den Umstehenden erhalten. Seit einiger Zeit versuchen aber Polizei, Bahnbetreiber und Medien, das Problem stärker ins öffentlichen Bewußtsein zu bringen und bitten auf Plakaten in den Bahnhöfen und Zügen darum, beim Chikan ertappte Männer sofort einem Bahnangestellten zu überstellen.

Zudem weisen immer mehr japanische Bahngesellschaften zur Hauptverkehrszeit und in den Abendstunden einen Waggon jedes Zuges als Frauenwaggon aus, in den nur Frauen einsteigen dürfen.

In dem extremen Gedränge, das zu den Stoßzeiten in japanischen Pendlerzügen herrscht, sind zufällige Berührungen nahezu unvermeidlich. Täter machen sich dies und das oben genannte Zurückschrecken vieler Opfer vor Aufmerksamkeit zunutze: ein potentielles Opfer wird auf zunächst zufällig wirkende, aber immer zudringlichere Weise berührt. Wehrt sich das Opfer frühzeitig, kann der Täter aufhören, und behaupten, es hätte sich nicht um Absicht gehandelt. Wird die Belästigung jedoch stillschweigend hingenommen, kann der Täter davon ausgehen, daß dies auch bei weiterer Eskalation so bleiben wird.

Gleichzeitig leiden immer wieder Unschuldige unter der Schwierigkeit, Chikan objektiv zu beweisen, und der durch das Bemühen, Chikan zu bekämpfen, teilweise schon wieder übereifrigen Bereitschaft zum drastischen Durchgreifen. Einmal des Chikan beschuldigt, ist es für einen Mann nahezu unmöglich, seine Unschuld zu beweisen. Weigert sich ein Verdächtiger jedoch, seine Schuld einzugestehen, droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe. Um die eigene Familie vor einer gesellschaftlichen Stigmatisierung zu bewahren, bekennen sich die Beschuldigten in den meisten Fällen zur Tat und nehmen damit hohe Geldstrafen in Kauf. Um ungerechtfertigten Chikan-Anschuldigungen vorzubeugen sind manche Männer dazu übergegangen, falls sie sich im Gedränge neben einer Frau wiederfinden, beide Arme gut sichtbar in die Höhe zu strecken.

Der Aufruf zur Denunziation von Chikan-Verdächtigen hat in der jüngsten Zeit seinerseits ein neues Verbrechen hervorgebracht. Jugendgangs schicken Mädchen in volle Züge, die sich gezielt neben wohlhabend aussehende Männer stellen, und unabhängig davon, ob sie angefasst wurden oder nicht, nach einigen Minuten "Chikan" rufen. Die Gang-Mitglieder greifen sofort ein und schleppen den vermeintlichen Täter am nächsten Bahnhof auf den Bahnsteig. Dort fordern sie eine Geldzahlung, damit sie ihn nicht der Polizei übergeben. Aus Scham und Angst zahlen die meisten.

Seit einigen Jahren existieren in Japan spezielle Organisationen, die sich um die Rechte zu Unrecht sexueller Belästigungen in Bahnen beschuldigter Männer kümmern und sie bei ihren juristischen Schritten beraten.

 

30.11.2006 um 13:47 Uhr

Von gestern

von: AngelInChains   Kategorie: Kunst   Stichwörter: Studium, Universität, Kunst

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Hier als erstes die Zeichnung, die ich in der 1. Haelfte der Germanistik-Stunde angefertigt hatte:

Und hier die Links zu dem Unterrichtsstoff bzw wiedereinmal einer Sammlung der wirrsten Behauptungen. Besonders "schoen" ist auf der Rueckseite das Thema "Geschlechterspezifik".

Vorderseite

Rueckseite

cn P 

30.11.2006 um 01:57 Uhr

"Kinder haben Angst vor'm Nikolaus"

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Gesellschaft, Tradition, Religion

"Nikolaus hat in Wiener Kindergärten Hausverbot

Kinder hätten zu große Angst - aus pädagogischen Gründen gibt es statt dessen eine gemeinsame Feier

In Wiens Kindergärten haben Nikolaus und erst recht sein finsterer Geselle Krampus Hausverbot - aus pädagogischen Gründen. Die Kinder würden sich vor den beiden Gestalten zu sehr fürchten, heißt es sowohl aus den städtischen wie auch aus den katholischen Kindergärten. Der traditionelle Besucher von außen ist deshalb meist durch ein gemeinsames Verkleiden mit den Betreuern ersetzt worden.

Früher habe es nach dem Besuch der Gesellen teils extrem verstörte Kinder gegeben, begründet eine Sprecherin von Jugendstadträtin Grete Laska den pädagogischen Paradigmenwechsel. Das Schema "Bin ich brav, oder werde ich bestraft" sei nicht mehr zeitgemäß. Die Abschaffung des Nikolaus sei also nicht aus Rücksicht auf Kinder mit nicht-christlichem Glauben erfolgt, wurde betont.

Auch Christine Spiess, Chefin der rund 360 städtischen Kindergärten, weint dem langbärtigen Besucher keine Träne nach. Er sei durch eine gemeinsame Feier mit Geschenken ersetzt worden, die mit allen Kindern begangen werde - aber eben ohne Nikolaus, der von draußen durch die Tür marschiere. Allerdings sei es möglich, dass sich ein Pädagoge mit den Kindern gemeinsam verkleide. Einer hat in den Kindergärten der Stadt aber definitiv ausgedient: "Der Krampus, der ist tot", konstatierte Spiess.

Renate Gschlad vom Dachverband der privaten Wiener Kindergärten betonte gegenüber der APA, dass man zwar keine einheitliche Regelung habe. Aber auch hier bleibt der Nikolaus meist unsichtbar - zwar klopfe es an der Tür und die Kinder würden dort ein Packerl finden, aber es erscheine kein leibhaftiger Mann. Es gehe nicht darum, Brauchtum zu vernachlässigen, sondern zu vermeiden, dass Kindern vor großen Personen Angst bekommen. Eltern würden allerdings aus Unkenntnis der Materie des öfteren den Wunsch nach einem "externen" Nikolaus äußern, so Gschlad.

Die "Causa Nikolaus" sieht man auch beim katholischen Kindergartenwerk, das der Erzdiözese Wien zugeordnet ist und knapp 150 Einrichtungen betreibt, nicht anders. Generalsekretärin Brigitte Stehlik bestätigte, dass der Nikolaus nicht mehr in ihre Kindergärten kommt: "Das ist schon lange nicht mehr der Fall - Gott sei es gepriesen." Stattdessen werde den Kleinen im Rahmen eines Festes die Legende vom Nikolaus erzählt - eine Variante mit der übrigens auch die Eltern der zahlreichen muslimischen Kinder keine Probleme hätten.

Klar sei jedenfalls: "Der Nikolaus ist keine pädagogische Figur." Es sei zutiefst widersinnig, dass man den Kindern etwas schenke und zuvor Angst mache. Das sei wie bei Erwachsenen, wenn eine Perchte auf sie zukomme: "Da kommt auch der stärkste Mann ins Schwitzen", so Stehlik."

30.11.2006 um 01:49 Uhr

29.11.06 Ende

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Aquarium, Alkohol, Shopping, Werbung, Gesellschaft, Studium, ÖPNV

Den Bus bekam ich nur knapp. In B. angekommen bin ich zuerst mit IHM ins Zoogeschaeft gegangen, wo wir von einer etwas merkwuerdigen Hippie-Frau bedient wurden, was aber auch nett war. Jetzt hoffe ich nur, das Medikament wirkt auch... Danach noch zur Bank, Gebuehren bezahlt (Ja, diese tolle Bank, wo WIR unsere Konten haben, hat natuerlich nirgends hier in der Gegend auch nur eine Filiale :/ ), dann essen gegangen und sehr vielen Asis begegnet... Erschreckend. Und so viele Besoffene. Geschrei, Gepoebel. Ueberall. Dann hinunter in den Supermarkt... Ist das "normal" oder neu so, oder Amerikanisierung, dass ueberall irgendwelche Produktaktionen durchgefuehrt werden? Verkostungen, riesige Aktionsstaende an jeder Ecke, von 50 Kisten Apfelsinen bis hin zu einem ebenso grossen Aktionsstapel Shampoo, und dann war da noch der Jaegermeister-Stand ;) Vielleicht erinnern sich noch einige, wie fuer mich die letzte Sektprobe endete. Okay. Heute einmal Jaegermeister mit Limette. Klang apetitlicher als Jaegermeister mit Kaffee oder Kakao. So wenigstens halbwegs trinkbar. Uebel wurde mir dann doch noch, aber erst spaeter. Irgendwie hat der Alkohol tatsaechlich gewirkt, und das bei so einer kleinen Menge. Beim Gewinnspiel hatte ich auch kein Glueck. Vielleicht stehen sie morgen und uebermorgen nochmals da, dann schau ich nochmal vorbei ;)

Dann die Fahrt heim. Noch mehr Chaoten, ueberall. Noch mehr Besoffene. Die NICHT nach Kraeuterschnaps rochen. Und dann der lange Fussweg heim... Wieder keine wichtige Post. Heute habe ich mal wirklich eine Beschwerde-Email geschickt, kann ja wohl nicht sein, dass die Bestellung nach 16 Tagen noch nicht angekommen ist! Und dann der restliche Postkram... Also Werbung, etc. Und ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Menschen scheinbar zu bloed sind, simple Adressen abzutippen. Wie kann denn bitteschoen jeder 2. Brief, der hier ueberhaupt ankommt, falsch adressiert sein?! Sie ALLE bekommen die Adresse korrekt von uns uebermittelt, und dann schreiben sie sie doch fast alle falsch! Ich frage mich wirklich, was das soll. Zumal die Daten gar nicht kompliziert sind. Dann haben wir erst einmal das Medikament ins Aquarienwasser gegeben. Es scheint zu wirken... Ein wenig gebessert hat es sich sogar schon. Aber es ist noch ein LANGER Weg. Dann setzte ich mich an den PC. Auf die Emails haben die Geschichts-Profs schon geantwortet. Ich habe noch nicht zurueck geschrieben, kann ich ja gar nicht... Natuerlich halten sie sich wieder fuer den Nabel der Welt und haben gefragt, ob ich denn schon alles nachgelernt haette. Wie denn, wo ich die Literaturliste erst GESTERN erhalten habe?! Und dann sinds mehrere 100 Boegen. Super. Ich werde mich morgen den gesamten Tag quaelen muessen, nix mit "freier Tag" :/

Aber dann auch die anderen Aeusserungen... Die eine war extrem unfreundlich, die andere ging so. Die hat nicht gleich herumgeschnauzt... Aber diese Aussagen wie "Ich bin jeden Tag im Institut". Und dann die beruflichen Emails auch erst um 23 Uhr beantworten... Also... Haben diese Menschen gar kein Privatleben? Keine Hobbies? Keine Freunde? Wieso erwartet man von mir, dass ich genauso verkuemmere? Ich moechte das nicht. ICH brauche meine Freizeit. Und bezueglich der muendlichen Pruefung wurde gleich wieder ein ganz anderer Tenor deutlich, im Gegensatz zu dem im Unterricht, paar Stunden zuvor nur. Da hiess es noch, es sei eine Erleichterung fuer die Nachzuegler. Jetzt heisst es, es sei Pflicht, um zu pruefen, dass sie schoen alles Verpasste nachgelernt haben. Das klingt ganz anders. Und es graut mir! Derweil ist auch die Frage noch offen, worueber ich das andere Referat schreibe. Ich habe einen guten Vorschlag bekommen, nur dummerweise gibt es da schon eine Gruppe und ich soll mich irgendwie mit ihnen zusammenfinden. Wie, wo ich sie nicht kenne, nicht einmal weiss, wer in der Gruppe ist? Mir sagt auch kein einziger Name etwas. Das wird noch heiter. Aber auch nichts Neues... *seufz*

Ich habe nicht viel geschafft. Hausaufgaben gemacht, ich werde mich noch totarbeiten... Dann war tatsaechlich schon 23 Uhr, schon wieder Zeit, zu gehen. Wirklich erholt fuehlte ich mich nicht, habe auch weder gedoest, noch geschlafen, war aber muede. Und diese Nacht sollte ich eigentlich noch lesen, morgen auch den gesamten Tag. Was bringt die Zukunft wohl... Es war etwas kuehl, Ungeziefer flogen dennoch noch herum, der Bus kam spaet, war ueberfuellt. Es stank nach Schnaps. Dort sassen auch wieder extrem besoffene Maedchen herum, tranken im Bus auch noch, direkt aus der Vodka-Flasche, immer abwechseln, immer grosse Schlucke... Dabei konnten sie kaum mehr stehen. Sind dann spaeter am Bhf R. hinaus getorkelt. Lagen bestimmt bald irgendwo im Strassengraben. Das finde ich irgendwie merkwuerdig. Konsumieren bis zum Umfallen - Meinentwegen. Aber im Bus und dann auch noch ohne eine Person, die einen zur Not wieder aufsammelt ;) Noe, das wuerde ich nicht tun.

Dann nach Hause gekommen. Gleich wieder Gemecker meines "Vaters". Viel Hektik, viel unnoetiger Aerger. Nur Mist. Online kam ich auch nicht weit. Habe irgendwie viel zu tippen, viel funktioniert auch nicht, nun ist fast 2 Uhr und ich habe dies noch nicht einmal fertig. Mein "Vater" gafft auch immer wieder *wuerg* Muesste noch viel tun. Morgen, an meinem "freien Tag"? Nein, da werde ich mich auch noch totarbeiten. Auch wieder massenhaft zutun. Es graut mir wirklich extrem! Aber da muss man durch... Ich habe nun fast 4 Wochen Studium hinter mir und es ist graesslich. Ich werde mich wohl niemals gewoehnen. Noch 5 Jahre derselbe Scheiss... Und es reicht mir jetzt schon. Wie kann man das ueberstehen...

cn P

30.11.2006 um 01:24 Uhr

Studien-<strike>Wahn</strike>Alltag (29.11.06)

Mein "Vater" laberte auch wieder nur bloedsinnigen Muell. Oberflaechlicher Kram. Schrecklich. Und dann troedelte er auch noch herum, obwohl ich schon sehr spaet dran war. Genau genommen konnte ich nicht einmal zur Haelfte das Mittagessen essen, weil ich dann losgehen musste... Uebel war mich auch noch. Ich fuehlte mich krank, muede. Draussen war es neblig und es regnete, kalt war es aber nicht. Aber viele Strassen waren ueberschwemmt, es gab Sperrungen... Und ich habe mal wieder feststellen muessen, dass Impraegnierspray im Regen kraeftig schaeumt *re* Den Bus bekam ich recht bald. Und auch wieder Nasenbluten, wie schon am Vorabend :/ Und dann all die Gaffer und haufenweise Asis... Draussen eine zerschlagene Glasscheibe. Erinnerunen an meinen einen Unfall, damals war ich wohl in der 3. Klasse, wurden wieder wach. Glassplitter, Scheppern... Das Thema hatten wir schon einmal, oder? Aber auf diesem etwas ueber einstuendigen Weg kamen mir auch viele weitere Gedanken.

Wie ich damals mit IHM an der Klosterruine in M. war... Wir hatten so viele Fotos gemacht, und nachher waren alle im Eimer :(( Und dann war ich mal alleine nochmals dorthin gefahren, in 2 Unterrichtsausfallstunden. Das war ein extremes Gehetze, und ich habe es auch nur sehr knapp geschafft. Dennoch sind sehr schoene Fotos dort entstanden. Gehoeren zu den besten, die ich ueberhaupt so produziert habe. Und dann der Tag, an dem ich eines davon abzeichnete. Es war in der Schule, ging auf die Ferien zu, es war nicht mehr viel los. Es war grell und heiss. Die anderen Schueler sassen draussen auf der Wiese und schwatzten. Ich setzte mich im Schulgebaeude in den Schatten, war ja auch allergiegeplagt, und dort zeichnete ich, an einem Schreibtisch, auf dem der einzige oeffentliche Internet-PC der Schule stand, was an dem Tag aber wirklich niemanden kuemmerte. Ich zeichnete hoechstens 2 Schulstunden an dem Bild, und finde es dennoch sehr gelungen. Wer moechte, kann es sich ja mal ansehen: HIER KLICKEN .

Es waren so viele Deppen im Bus, mittlerweile. Dann stieg noch ein Besoffener an, was extrem ekelhaft war. Er groehlte durch den gesamten Bus, schrie herum, poebelte Menschen an, spukte andauernd auf den Fussboden, und schliesslich uebergab er sich auch noch im Bus. Das war wirklich unertraeglich. Aber natuerlich hat der Busfahrer nichts unternommen. Sehr typisch fuer diese Leute hier in B. Wenigstens musste ich kurz darauf sowieso aussteigen.

Zu den Leuten im Kurs passen die Worte "dumm", "unfreundlich", "ahnungslos", "desinteressiert" und "intolerant" wohl noch am besten. Viele gafften, poebelten gar, sogar im Klassenraum, und gelaestert/getuschelt wurde natuerlich auch eine Menge. Kindisch. Und so wenig Fachwissen hatten sie, dass es erschreckend ist. Ich komme mir dort regelmaessig vor, wie sehend unter einer ganzen Horde voellig Blinder... Der Prof gab mir heute aber auch zu denken. Zuerst ging es aber ploetzlich, relativ zusammenhanglos, um Jesus... Wie interpretiert man, dass er die Haendler aus dem Tempel vertrieb? Ist das "Anti-Kommerz"? Ist das ein klarer Verstoss, dass die Kirche, gerade die katholische, danach selbst ziemlich viel Geld kassierte - Andenken, Kerzen, Ablassbriefe? Oder ist es einfach ein "Alles zu seiner Zeit, an seinem Ort"? Viele Moeglichkeiten. Aber was ich eigentlich sagen wollte... Der Prof war fuer die Buchpreisbindung. Das Argument: Massenproduktion wuerde immer das Niveau fallen lassen. Seien Buecher billiger, gaebe es bald "nur noch Schund". Also das finde ich schwachsinnig! Es ist wieder das Elite-Denken, das ich HASSE: Nur die Reichen sollen Bildung bekommen, nur sie sollen Buecher kaufen koennen, die Massen sollen dumm gehalten bleiben, "DUERFEN" nicht lernen, nicht wissen... Wie kann man soetwas bitteschoen gutheissen?! Ich finde das krank. Bloedsinn... Das Niveau faellt dadurch nicht. Goethe, Schiller, usw, wird es weiterhin geben, und wenn die Buecher billiger wuerden. Ich sage sogar: Umso besser! Dann koennten Arme auch mal "Hochwertigeres" lesen. Aber das Befuerworten einer Klassengesellschaft finde ich erschreckend. Statt sich dafuer einzusetzen, dass JEDER Bildung erhalten kann, die Armen auch noch extra ausschliessen. Und da reden alle von Chancengleichheit... Ekliges Geheuchel.

Ich fand einiges an diesem Unterricht mies. Und zum Teil war es einfach nur bloedes Gerede... Und wieder mussten etliche Menschen stehen, da es nicht genug Stuehle gab. Was fuer Zustaende... Zum Schluss mussten wir wieder eine Suchuebung in der Bibliothek machen, was recht rasch ging. Ich arbeitete mit einer 3.-Semester-Studentin zusammen, sie war eigentlich nett, wenn auch etwas sehr hektisch, sogar etwas cholerisch. Aber relativ nett... Also netter, als die anderen Menschen, mit denen ich bislang dort zutun habe. Ich frage mich eh, ob ich je Kontakte dort knuepfen werde... Irgendwie sieht es im Moment nicht so aus. Man hat einfach zu wenig miteinander zutun und ich bin eben auch kein Smalltalk-Mensch. Aber dann erlebte ich wieder eine Ueberraschung... Auch, wenn ich mich nicht verbunden fuehle, MICH scheinen sehr viele Menschen dort zu kennen! Ich werde taeglich von mindestens einer Person angesprochen, die wohl in irgendeinem meiner Kurse ist. Heute wurde ich gar nach einer anderen Person gefragt. Erstaunlich, immer werde ich angesprochen, sogar beim Namen...

Und dann der 2. Unterricht fuer heute. Die Leute hier waren um ein Vielfaches unsympathischer noch als in Kurs 1. Der Unterrichtsinhalt: Daemliche Unterstellungen, rassistischer Muell. Absurd. Ich werde euch meine Mitschrift einscannen und hier online stellen. Koennt ihr vom Blatt lesen, wenn meine Schrift lesbar sein sollte... Ich hoffe es. Kurzer Inhalt: Studenten haben Angst vor Beratungsgespraechen. Sie nehmen sich zu sehr zurueck und verstehen zum Schluss gar nichts mehr. Das wage ich zu bezweifeln. Wie gesagt, die wirrsten Behauptungen habe ich mitskizziert und stelle ich morgen online. Aber nun hatte ich erst einmal Kopfschmerzen. Langweilte mich auch. In der 1. Stunde im Unterricht 2 hatte ich noch gezeichnet... In ca 45 Minuten eine ganze Statue, sieht recht okay aus. Nicht das beste, aber ich habe auch lange nicht mehr gezeichnet. Finde, es sieht gut aus, dafuer, dass ich aus der Uebung bin. Kommt morgen auch online. Und dann ging das leere Geschwafel weiter... Wirklich inhaltsleer! So viel hohles Blahblah... Ueberzogen haben wir auch. Und ich bemerkte oft, dass einige Studis wirklich extrem daemlich zu sein scheinen... Nicht nur so, dass ich ich frage, wie sie ihr Abitur machen konnten, sondern schon, wie sie es ueberhaupt je auf das Gymnasium schaffen konnten. Solche Intelligenz"bestien"...

cn P

30.11.2006 um 00:53 Uhr

Kaum glaubt man, aus dem Schlimmsten heraus zu sein, kommt der naechste Schlag. / Es gibt einige Tage, an denen woellte man am Liebsten nicht mehr die Augen oeffnen.

Alles voller Insekten, das Generve meines "Vaters", saubloede Menschen in einigen Communities - Um 2:30 war es hoechste Zeit, das Wohnzimmer und den PC zu verlassen. Geschlafen habe ich recht schnell... Und sehr viel getraeumt. Von meiner "Mutter", von SEINEN "Eltern", von Freunden, von IHM, von frueheren Mitschuelern, von poebelnden Asis, von Rache ;) Am naechsten Morgen stand ich um 11:30 auf.

Bekam per SMS von IHM gleich die schlimmsten Meldungen... 1. UNSER Kampffisch ist krank. Liegt nur noch am Boden herum, versteckt sich in den kleinsten Loechern, hat Ausschlag am Ruecken. Dummerweise kann so eine Bakterieninfektion ueberall her kommen, vom Futter, von Pflanzen, sogar vom Leitungswasser! Da sieht man mal, wie dreckig dieses ist... Da kann man nur in den Aquaristik-Laden gehen und hoffen, ein Medikament zu finden und dann, dass dieses wirkt...

2. ER hatte heute wieder Niesanfaelle am Arbeitsplatz, was an sich ja nicht weiter schlimm waere. Wenn nicht dieser Choleriker von Ausbilder gleich losschreien wuerde, wenn ER nochmals krank wuerde, wuerde man IHM kuendigen! ER hat sich natuerlich Panik gemacht und ist wieder depressiv geworden. Diese ganzen scheiss Drohungen machen einen erst recht krank! Und ich bin weiter der Meinung, man kann niemandem einfach so kuendigen, wenn er IMMER aerztlich nachweisen kann, dass er wirklich krank war. Die dumme Ausrede des Ausbilders ist nun, dass man bei 2 Wochen Fehlzeit (Uebrigens nicht am Stueck) gar nicht mehr "das Ausbildungsziel" erreichen koenne. Subjektiv sage ich dazu: 2 Wochen Kaffeekochen weniger haben IHN auch nicht duemmer gemacht! Objektiv sage ich: Die Pruefungen sollten entscheiden, ob jemand das noetige gelernt hat, nicht, ob er vielleicht zu selten dort war! Und ER hat bisher immer 1en geschrieben! Also ich sehe da kein Problem, dass ER nicht mitkommen wuerde. Zumal es, wie gesagt, im Moment sowieso nur Kaffeekochen, Werkstadtaufraeumen und diverse hirnlose Loetarbeiten sind. Eigentlich nicht Hauptbestandteile des zu erlernenden Berufs.

Aber es kommt noch schoener. ER hat jetzt abgemacht, mit der Auszubildenden-Vertretung am Freitg einen Termin fuer eine Beratung auszumachen. Also wenn die genauso desinformiert sind, wie die Leute an meiner Uni, dann gute Nacht! Und den Eindruck habe ich. Und jetzt ist die Frage, was man nun machen sollte. Ein Rauswurf sieht auf jedem Lebenslauf beschissen aus, daher plaediere ich ja fuer eine andere Loesung: Zur Not einfach selbst kuendigen. Und zwar vorher zum Allergologen gehen und sich die Werkstoffallergien, unter denen ER leidet, bescheinigen lassen. Und sagen, man kuendigt aus gesundheitlicher Indikation. Hat das dann nicht irgendwelche "Vorteile" gegenueber einer "normalen" Kuendigung? Schliesslich kann man doch auch niemanden zwingen, in einem Beruf weiter zu arbeiten, wenn er davon immer kranker wird, oder? Und ER ist definitiv allergisch gegen das Zeug, bekommt davon immer Ausschlag, ich sehe es doch. Aber die gesamte Sache, um darauf zurueck zu kommen, wird noch suspekter: Denn mehrere Menschen an diesem Betrieb haben dieselben Drohungen erhalten. Das sieht doch sehr nach einem "Herausekeln" oder "Arbeitskraftabbau" aus... Aber es ist doch immer wieder genau gleich beschissen auf dieser Welt: Der Arbeitgeber sitzt am laengeren Hebel und kann sich jeden Mist erlauben, der Arbeitnehmer muss alles erdulden. Aber das Thema hatten wir ja schon haeufiger.

Nicht missverstehen: Ich finde nicht, dass der Arbeitgeber sich alles gefallen lassen sollte. Auch haeufige Fehlzeiten sind definitiv nicht schoen. Aber wenn ein Mensch nun einmal krank wird, ein angeschlagenes Immunsystem hat, im Fruehjahr unter einer starken Pollenallergie leidet, im Sommer dann einmal einen Mageninfekt bekommt, im Winter dann eine Erkaeltung... Sicher, das ist schlecht. Aber denjenigen einfach hinaus zu werfen, auch noch in einer Ausbildung, obwohl er ALLES vom Arzt beweisen laesst?! Also ich weiss ja nicht. Klar, der Arbeitsmarkt ist hart. Aber man sollte einen Menschen, der arbeiten MOECHTE, eigentlich belohnen, und nicht noch mehr frustrierte Arbeitslose schaffen. Denn fuer jemanden, der oft krank ist, der mit diesem Problem immer konfrontiert sein wird, ist das alles so eine Situation, in der man sich langsam denkt, sollen sie ihren Scheiss doch allein machen... ALG ist eben auch bequemer... Ehrlich gesagt, ich werde langsam auch so trotzig, dass ich mir denke "Wieso mache ich diesen Mist ueberhaupt mit?!". Sie koennen 100x meckern, davon wird man auch nicht gesuender. Im Gegenteil. Ich meine, ER sollte den Beruf schmeissen. Es sind zwar gut 1,5 verschwendete Jahre, aber andererseits - Wenn er in der Zeit auf der Warteliste zu einem Studienfach gestanden und gar nichts getan haette? ER sollte sich schnellstens wieder fuer Informatik bewerben, moeglichst an einer Fachhochschule, die sind weniger ueberlaufen, und dann soll er mit dem Studium beginnen. Waere wohl das beste. Da gibt es nur wieder ein Problem: Wer zahlt dann die Wohnung und all das? Geld faellt nicht vom Himmel und bis das Befoeg-Zeug geregelt ist, dauert es vom Amt aus, das habe ich von Betroffenen gehoert, schon einmal ein halbes Jahr. In der Zeit kann man auch nicht verhungern. Was nun?

cn P

30.11.2006 um 00:30 Uhr

Blicke zum Wegesrand

1. Aus Wikipedia entnommen: "Die HipHop-Mode lebt von extrem weiten Schnitten bei Hosen und Oberteilen. Die gesamte Erscheinung wirkt üppig, schon fast barock mit vielen wuchtigen Emblemen und auffälligen Details." Jeder, der auch nur ein wenig mit der Epoche des Barock zutun hatte, dreht sich nun im Grab um oder springt, sofern noch am Leben, von der naechsten Bruecke. Wirre Behauptungen stellen einige Menschen auf - Und ueberaus absurde Vergleiche.

2. Nachrichtenmeldung im Regionalfernsehen: Naturschuetzer gehen in den "Biowald" und suchen dort einen schoenen Weihnachtsbaum zum Umschlagen aus. Ein moeglichst gesunder, schoener, hoher soll es sein. Sie haben ihn gefunden, dummerweise umsaeumt von anderen Baeumen. Wie loest man das Problem? Genau! Die Baeume, die den "Abtransport" behinderten, wurden einfach auch gefaellt. Was hat das mit Naturschutz zutun?! Es ist doch wohl schon seltsam genug, einen vollkommen gesunden, schoenen alten Baum abzuhacken. Eigentlich sollte man das nur tun, wenn man einen wirklichen Nutzen daraus ziehen kann oder wenn ein Baum krank ist... Und dann noch die gesamte Umgebung kleinzuhauen, damit man den Baum besser verschleppen kann... Mir wirklich sehr unverstaendlich, wie das eine Naturschutzorganisation alles tun kann.

3. Neulich im TV: Seltsame AIDS-/HIV-Aufklaerung. Maedchen sieht fremden Jungen. Junge kaut Kaugummi. Maedchen geht auf Jungen zu und fragt in etwa: "Benutzt du auch sonst Gummis?". Er bejaht und sie nimmt ihn mit. Was propagiert die Kampagne? Nimm jeden mit ins Bett, solange er verhuetet? Ich weiss ja nicht, aber ich finde es nicht verantwortlich, den allerersten auf der Strasse aufgegabelten Typen mit nach Hause zu nehmen. Schliesslich gibt es auf dieser Welt auch noch andere Risiken als "nur" (Geschlechts)Krankheiten...

4. Erstaunlich lange haelt die Angst einiger wirrer Menschen vor langen schwarzen Ledermaenteln an. Dabei sind gewisse Zeitungsmeldungen laengst nicht mehr praesent. Und dennoch wird man gerade an der Uni an jeder Ecke angestarrt, als sei man eine wandelnde Zeitbombe. Und man koennte sich noch so laecherlich gebaerden, sie wuerden immernoch Angst haben. Seltsame Menschen. Wahrscheinlich wuerden sie sogar ein Stolpern ueber den viel zu langen Mantel so deuten, dass man versucht habe, sich auf sie zu stuerzen. Andererseits ist das natuerlich eine gute Ausrede, wenn man sich doch mal laecherlich gemacht hat ;)

5. Schaut mal in meine rechte Seitenleiste, relativ weit unten. Laed etwas langsam... Ich habe einen neuen Counter. Erst vor 2 Tagen habe ich ihn auf diese Website eingebunden und es waren schon Besucher aus 23 Laendern hier :) Ich frage mich immer, woher das kommt. Sicher, ich bin bei Google gelinkt, aber was fuer Inhalte biete ich an, dass Menschen aus so vielen Laendern sie gerne sehen wuerden? Songtexte? Gedichte? Ich weiss es nicht. Aber der eine oder andere koennte auch gerne mal einen Kommentar hier lassen ;)

Soviel zum "netten" Teil. Eigentlich war der Tag heute weitaus schlimmer, aber dazu moechte ich separat kommen.

cn P

30.11.2006 um 00:00 Uhr

Andreasnacht

"Die Andreasnacht ist die Nacht zum 30. November (Andreastag), Todestag des Hl. Andreas.

Die Andreasnacht markiert den Beginn eines Kirchenjahres, welches mit dem 1. Advent beginnt. In früheren Zeiten war es der letzte Tag im Jahr (heutiges Silvester).

Nach altem Volksglauben ist diese Nacht (sogenannte Losnacht, wie auch Weihnachten, Silvester oder Hl. Thomas (21.12.)) besonders dazu geeignet, den gewünschten künftigen Ehepartner an sich zu binden oder erstmal herauszufinden, wer es denn sein wird. Dies begründet sich darin, dass der Hl. Andreas nicht nur Schutzheiliger der Fischer, sondern auch der Liebenden und des Ehestandes ist.

Die Bräuche hierzu variieren: man schaut ins Feuer und sagt ein Sprüchlein oder Gebet auf (Andreasgebet), und im Feuer oder Spiegel soll dann Derjenige welcher erscheinen. Oder man aß eine Semmel in drei Bissen und wer einem dann als erster begegnet sollte es sein, usw. Die Brüder Grimm haben es in ihren „Deutschen Sagen" so aufgeschrieben: „Es ist Glaube, dass ein Mädchen in der Andreas-Nacht, Thomas-Nacht, Christ-Nacht und Neujahrs-Nacht seinen zukünftigen Liebsten einladen und sehen kann. Es muss einen Tisch für zwei decken, es dürfen aber keine Gabeln dabei sein. Was der Liebhaber beim Weggehen zurücklässt, muss sorgfältig aufgehoben werden, er kommt dann zu derjenigen, die es besitzt und liebt sie heftig. Es darf ihm aber nie wieder zu Gesicht kommen, weil er sonst der Qual gedenkt, die er in jener Nacht von übermenschlicher Gewalt gelitten und er des Zaubers sich bewusst wird, wodurch großes Unglück entsteht." Ein anderer Brauch ist das Pantoffelwerfen, bei dem ein unverheitatetes Mädchen seinen linken Pantoffel über die Schulter zur Tür werfen soll. Wenn der Pantoffel mit der Spitze zur Tür fiel, bedeutete das, dass sie noch im selben Jahr heiraten wird.

Es gibt aber auch Bräuche, die in anderem Zusammenhang stehen. Das stille Sammeln von Kastanien-, Birken-, Weiden-, Flieder- und Obstbaumzweigen am Andreasabend (sollte im Winter den Frühling ins Haus holen) gehört dazu. Auch liefen die Kinder maskiert, lustige Verse aufsagend, von Haus zu Haus und wurden dafür beschenkt (Halloween)."

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Soviel zum Thema "Christentum und Aberglaube". Ich persoenlich kenne die Andreasnacht aber eher aus Goethes Faust 1. Ich denke, im Werk selbst wird es nicht zeitlich beschrieben, aber man kann es irgendwie anhand anderer Daten im Werk berechnen: Die Nacht, in der Faust in der Hexenkueche Gretchen gezeigt bekommt, soll die Andreasnacht sein. Ansonsten faellt mir nur noch ein, dass die Andreasnacht traditionell-esoterisch als sehr gute Zeit zum Kristallkugellesen beschrieben wird und dass man irgendwie... Ach, irgendetwas mit Bergkristall war da noch ;) Gehabt euch wohl.

cn P

29.11.2006 um 01:22 Uhr

28.11.06, Teil 2

Ich wartete Ewigkeiten auf den Bus, er kam einfach nicht... Erst irgendwann laengst nach 4... Und dann war der Himmel ploetzlich wieder neonpink - Und ich hatte keine Kamera bei mir! :( Der Spruch "Es bleibt alles in deiner Erinnerung vorhanden" bringt mir da nicht viel. Fotos kann man eben nur von Dingen machen, die sichtbar sind. Und es ist ein Unterschied, ob ich etwas fotografiere, was da ist, oder zeichne, was nur noch in meinem Gedaechtnis oder meiner Fantasie lebt. Und dieser Himmel... Oben hellblau, dann langsam rosa-lila, fast genau gestreift, dann ploetzlich neonpink... So grell. Wie der schwarze Wald davor lag - Diese extreme Silhouette! Und die Kirchtuerme. Die VIELEN Kirchen, gerade hier in D.! Bestimmt an die 7 Stueck... Ich haette heulen koennen. Der Anblick. Die vielen Chancen. Solche starkkontrastiken Silhouetten-Bilder bekommt man selten hin. Gerade diese Kirchtuerme, mit feinen Saeulen, Kuppeln, die Umrisse von Engel-Statuen... Und natuerlich keine Kamera bei der Hand. Wieso ist das Leben meist so gemein?

Dann noch massenhaft Asis im Bus, und andere Gaffer. Anstrengend. Und immer mehr fotogene Objekte zogen am Bus vorbei :/ Aber diese Himmel... Die Winterhimmel, die ich jeden Sommer vermisse. Ueber die Sommermonate ist die Erinnerung daran fast verblichen und jeden Winterbeginn bin ich wieder so gefangen von diesen Farben und diesen Wolkenstrukturen... Ich mag Sommerhimmel nicht. Gewoehnlich sind sie extrem langweilig, einfach nur hellblau - Nein danke. Erst im Herbst, zum Winter hin, wird alles wieder "dramatisch", dunkelrot, dunkelviolett, pink, neonorange... Grell, unwirklich. Manchmal sogar dunkelgruen. Ich liebe ungewoehnliche Farben. Da faellt mir gerade auf: Den gesamten Sommer 2006 gab es irgendwie kein Gewitter. War es bei euch auch so? Aus den Vorjahren war ich Anderes gewohnt. Ich erinnere mich gut daran, durchs Gewitter heim gelaufen zu sein, oder nachts am Fenster gestanden zu haben... Oder in Unterwaesche auf dem Balkon, war ja eh niemand sonst in Sichtweite, und ich bin einfach aus dem Bett gekommen und habe mich auf den Balkon gestellt, die Blitze beobachtet... ;) (Alle die "igitt" schreien: Ich weiss nicht, was daran schlimm sein soll, in Unterwaesche herumzustehen, wo ihr mit Sicherheit, wenn weiblich, auch im Bikini ins Schwimmbad oder an den Strand geht... Da besteht fuer mich kein Unterschied).

Wie dem auch sei. Zuerst stand der Bus im Stau, dann raste der Fahrer los - Wollte er die vergangene Zeit wieder aufholen? Er raste wie ein Selbstmoerder. Wirklich schlimm... Schlaegelte sich zwischen Autos durch, fuhr eindeutig schneller, als erlaubt, hat mehrfach fast Radfahrer um- und Fussgaenger ueberfahren, und Autos gerannt... Zum Teil waren es nur Zentimeter! O_O Dieser Mensch hat mir Sorgen gemacht. Aber das sollte einen hier in B. bei den Busfahrern nicht wundern... Und dann all die Asis, Gaffer, usw. WIR trafen einander am Center, sind gleich Essen gegangen. Jaja, fettiges, ungesundes Zeug, aber ich habe seit dem Morgen nichts mehr gegessen und waere sicher nicht mehr nach Hause gekommen, bei dem Hunger ;) ER hatte auf der Arbeit auch wieder Streit. Das uebliche Gesuelze. Mittlerweile muss er auf der Arbeit nur einmal niesen, da wird er schon angeschnauzt, er solle nicht schon wieder krank werden. Durch diese dummen Unterstellungen und den ganzen Druck wird man doch erst krank! Sie sollten eigentlich froh sein. Dass ER doch noch so oft dort ist. ER hat eindeutig eine Allergie gegen einen ihrer Arbeitsstoffe, und ich stehe davor, dass ich nicht weiss, was ich denken soll. Fuer SEINE Gesundheit waere es wohl besser, mit dem Beruf aufzuhoeren, aber ER will nicht... Es sind doch "nur" noch 1,5 Jahre bis zum Abschluss. Jetzt alles hinwerfen? Aber er wird krank davon... Ich weiss auch nicht. :(

Zuhause habe ich mich den gesamten Abend mit den Hausaufgaben geplant. Okay, nach einem Bad ;) Auch dafuer habe ich noch Zeit. Aber es ist so ein Haufen Arbeit... Einige Dinge habe ich auch nicht hinbekommen. ZB einen Exzerpt ueber einen Text zu schreiben, der aus dem Ordner von Modul 2.2 stammt. Ueber einen kurzen wissenschaftlichen Text nach Wahl. Dummerweise habe ich in dem Ordner nur einen Text ueber 30 Seiten (Zu lang) und einen ueber 1. Der mit der einen einzigen Seite ist so sinnleer, dass man ihn in zwei Saetzen zusammenfassen kann. Darueber kann man kein Exzerpt schreiben. :/ So ist das, passt wieder alles super *zyn* Ich war auch stark erkaeltet. Online funktionierte auch wieder nichts... Die Websites der Uni brachten mich wieder zum Ausrasten! Da gibts zu einer Sache 4 verschieden aussehende Login-Formulare und alle meinen, mein Passwort sei falsch. Irgendwie komme ich damit nirgends mehr rein. Aber bei den Emails funktioniert es. Und dann dieser Mist, dass man sich oft fuer jede Seite neu anmelden muss... So ein Muell! Und ins Uninetz kann man sich von zuhause aus natuerlich nur kostenpflichtig einwaehlen, ich hab schon gedacht, ich spinne! Was fuer ein Dreck! Ich konnte es kaum glauben... Irgendwie funktionierte gar nichts und ich hasse diese Uni noch viel mehr. Nichts klappt, irgendwie ist alles unnoetig muehsam, es gibt immer Fehler, und damit soll man studieren. Ach uebrigens: Ein Buch muss ich auch noch kaufen, dieses kostet aber zum Glueck nur noch 5 Euro als Reclam-Heft. Geht ja noch. Wird alles dermassen teuer. Muehsam. Umstaendlich. *seufz* Ich kann gar nicht alles berichten, wirklich nicht. Es hat sich so viel Kram ergeben, ueber den man sich aergern kann ;)

Die Zeit verging ziemlich schnell und irgendwann gab ich auf. Dann schrieb ich noch zwei Emails an Profs, eine muesste ich noch... Mal sehen, wie die Antworten lauten. Ich bin gespannt. Ob man mich anschnauzt, weil ich die falsche Anrede gewaehlt hab... Auf der Uni-Website steht naemlich NIRGENS, ob ein Dozent Professor, Doktor oder beides ist. Aber ich hoffe, die Emails kommen ueberhaupt an... Denn um die Adressen zu finden, musste man auch ewig suchen, und die Seiten waren zum Teil auch schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden. Diese Uni ist so ein Saustall... Es war schon spaeterer Abend. Ich sah: Franziska hatte mir mal wieder eine SMS geschrieben. Ich frage mich, wie es ihr geht. Immerhin freut es mich sehr, dass sie ueberhaupt noch lebt. Ihr erinnert euch vielleicht: Das Maedchen, das aufgehoert hat, zu sprechen. Vor Jahren. Wir waren mal so gut befreundet... Sie wirkt immernoch verstoert. Aber das wird nichts daran aendern, dass sie mal meine "Schwester" war, und das wird sie auch bleiben. Sie ist es immernoch, wenn wir auch seit Monaten nichts mehr voneinander gehoert hatten. So ist das, wenn man abgeschnitten ist. Sie soll noch immer "krank" sein. Ich weiss nicht, ob sich das je wieder geben wird. Es muss etwas sehr schlimmes geschehen sein. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann doch noch ein wenig Hoffnung, dass sie je wieder heraus kommt aus dem Wahnsinn dort in der Anstalt - Die alles noch schlimmer macht. Irgendwann. Vielleicht. Ich helfe, wo ich kann.

Der Mond war wunderschoen. Die Weihnachtsdekorationen, mit denen viele Menschen es dieses Jahr extrem uebertreiben, weniger. Viel zu grell, zu knallig, unnatuerlich, belaestigend. Am Schlimmsten finde ich hektisches Geblinke. So sieht das meiste hier aus. Das ist wirklich kein Kerzenersatz mehr. Und die Belaestigung fuer Leute, denen soetwas ins Schlafzimmer blinkt... Bei UNS zum Glueck noch nicht der Fall. NOCH nicht *argh* Die Menschen im Bus gafften eklig, tuschelten, poebelten. Zuhause nervte mein "Vater", war extrem aggressiv - Aber das ist auch ein altes Problem. Genauso, wie GMX spinnt :/ Ich bekomme kaum eine Email geschrieben, wieder funktioniert das Versenden nicht :/ Haette noch so viel Zeug zutun... Viel zu schreiben. Es ist auch schon spaet - Das klappt heute gar nicht. Im Fernsehen zeigen sich wieder Menschen, die in Geld schwimmen. Denen es keinen Unterschied macht, ob sie 500 Euro mehr oder weniger haben. Die immer ausgeben, wie sie wollen, die gar nicht darauf achten muessen, wieviel sie haben oder nicht haben. Ich will mal ganz idealistisch behaupten, waere ich reich, wuerde ich das Geld vernuenftiger ausgeben. Ob das stimmt, wuerde sich wohl erst dann sicher zeigen, aber ich denke schon, es ist ein Unterschied; Man ist dadurch gepraegt, wie man vor dem Reichtum leben musste. Und ich musste schon immer sparen und mag Verschwendung nicht.

cn P

29.11.2006 um 00:50 Uhr

28.11.06, Teil 1

von: AngelInChains   Kategorie: Tagebuch   Stichwörter: Universität, Studium, Gesellschaft, Erinnerung

Um 2:30 offline, am naechsten Morgen um 9:30 aufgestanden. Hatte zuvor irgendwie angenehm getraeumt... Anders, als sonst, aber schon sehr angenehm. Waere das "wahre Leben" bloss halb so schoen :/ Aber nun war ich wieder krank, hatte wieder Brechreiz und Magenprobleme, mein "Vater" laberte nur Muell und schnauzte mich bloed an, und auf den Strassen liefen massenhaft unangenehme Menschen herum. Und sehr viele poebelnde Asis. Der Unterricht war auch schrecklich: Die Dame mit den Sprachfehlern war wieder kaum zu verstehen, und noch dazu heute schrecklich unfreundlich und aggressiv. Eigentlich jammerte und poebelte sie schon genauso schlimm herum, wie mein "Vater". Erstaunlich. Und so viel Bloedsinn hat sie behauptet... Dann folgte noch ein Referat einer Stundetin, das die grausige Stunde auch nicht verbessern konnte. Der Inhalt war nicht gerade informativ, und ich mag starken saechsischen Dialekt irgendwie nicht. Letzteres kann man der Frau nicht zum Vorwurf machen, aber Ersteres sehrwohl... Aber es sollte noch toller werden! Naechsten Dienstag haette ich einen Vortrag halten sollen, in genau diesem Fach hier. Ich bin mal sehr froh ueber meine Faulheit, darueber, dass ich noch nicht damit begonnen hatte - Denn es waere alles umsonst gewesen! Heute, erst eine Woche vor dem Vortragstermin, faellt der Dozentin ploetzlich ein, dass sie den gesamten Plan umschmeissen will! Nun wurden die Vortraege umverteilt und alle Menschen, die erst im Nachrueckverfahren an die Uni gekommen sind, muessen kein Referat mehr halten, sondern Ende Maerz in eine muendliche Pruefung - Ich haette kotzen koennen!

Ich protestierte und gab vor, den Vortrag schon geschrieben zu haben. Wurde angeschnauzt, Extrawuerste gaebe es nicht. Und sowieso solle ich doch froh sein, dass ich noch bis Ende Maerz Zeit haette. Das sei der spaeteste Termin ueberhaupt. Dennoch finde ich eine muendliche Pruefung, gerade bei der Person, viel schlimmer, als einen Vortrag! Bei einem Vortrag ist man vorbereitet und muss im Grunde nur noch vom Zettel vorsprechen, und in der Pruefung - Man ist nicht nur ahnungslos und muss alles auswaendig lernen, nein! Die Referenten behandeln nur ein Thema, in der muendlichen Pruefung kommen alle Themen des ganzen Semesters vor - Also mittlerweile verstehe ich sehr viel besser, wie einige Schueler Amok laufen koennen! Ich haette die Frau auch sehr gerne erwuergt. Ne muendliche Pruefung... Ein Grund mehr, das Studium zu schmeissen *re* Aber irgendwie schleppe ich mich weiter. Nur: Spass macht es garantiert nicht. Und ich weiss auch gar nicht, wie es weitergehen soll... Soll ich ueberhaupt lernen? Nachher faellt denen nur noch ein, dass sie wieder alles umordnen wollen und wieder alles umsonst war... *re*

Viele der Aufgaben der naechsten Zeit werde ich gar nicht machen koennen, da mir die Grundlagen fehlen. Und durch die muendliche Pruefung bzw das Herausfallen aus der Vortragsreihe verliere ich irgendwie ganz die Bindung an den Plan und an all die Leute. Gaebe es keine Anwesenheitsliste, wuerde ich wohl gar nicht mehr hingehen. Ganz im Ernst: Ich denke, wuerde ich nur nach dem Ordner oder nach bestimmten Buechern lernen, waere ich besser dran! Das hier ist doch alles eklig... Diese Uni ist schrecklich. 5 Jahre muss ich diesen Scheiss noch mitmachen... *seufz* Noch eine Sache, die die muendliche Pruefung betrifft: Details muesse man bei der Prof erfragen. In ihrer Sprechstunde. Die zu einer Zeit stattfindet, wo ich Unterricht habe, also nicht hingehen kann. Auf meine Frage an die Prof, ob man nicht einen anderen Termin finden koennte: "Ach, irgendwann werden Sie schon Zeit haben!" - Super, wie entgegen kommend! Ich werde garantiert nicht noch einen anderen Unterricht schwaenzen, damit ich zu dieser bloeden Sprechstunde kann... Derweil stank der gesamte Raum stark nach Rauch. Der ganze Flur stank so, das Treppenhaus, das gesamte Gebaeude! Kein Wunder, befindet sich doch ein Rauchercafe darin, ALLES stinkt nach Rauch, und ausser mir scheint sich niemand daran zu stoeren. Kein Wunder, der Grossteil raucht selbst...

Der andere Geschichtsunterricht ging so. Langsam, anstregend, unfreundlich Haufenweise Hausaufgaben! Ich weiss gar nicht, wie ich damit zurecht kommen soll. Zumal ich eigentlich noch viel nachholen muss, was ich verpasst hatte, durch meine spaete Immatrikulation... Ich denke oft, ich kann bis zu den Weihnachtsferien gar nichts tun, kann bis dahin nie mitarbeiten - Muss erst dann in diesen Ferien mich bloed arbeiten, alles durcharbeiten, bis ich endlich auf dem aktuellen Stand bin. Immerhin: Ich hole schon langsam auf, habe viel abgeschrieben. Es wird noch viel Arbeit, sicher, aber... Was man nicht alles ueberlebt (Und wieder muss ich an die 3 Male denken, die ich bislang fast gestorben war; Besonders an das schwere Tropenfieber in Thailand, bei dem ich schon im Sterbebett lag, bis ploetzlich nach ueber einer Woche das Fieber langsam wieder abnehm; Und dann dieser Unfall auf der Klassenfahrt im September 2000, Krankenhaus, und... Schizophrenie, was weiss ich noch... Man ueberlebt erstaunlich viel - Der Mensch muss zaeh sein). Nach dem Unterricht lief ich mit der Studenten, die neben mir gesessen hatte, nach D. Sie war nicht wirklich freundlich, wir moegen einander nicht - Eigentlich verstehe ich mich mit niemandem aus dem Kurs sonderlich gut. So ist es eben, wenn man spaet in eine schon aufgebaute Gesellschaft hinein kommt. Sie haben sich schon aneinander gebunden. Naja, mal sehen, was noch kommt. Wir sprachen nur miteinander, weil es wohl bloed "aussieht", wenn man in einem Kurs ist, zusammengearbeitet hat, und dann nebeneinander laeuft und kein Wort miteinander redet... Einige Leute haben dann den Zwang, zu reden, irgendetwas, und ich bin so freundlich, darauf zu antworten.

cn P

28.11.2006 um 21:30 Uhr

Die wirre Welt der Dozentin M.

von: AngelInChains   Kategorie: Gedanken / Essays   Stichwörter: Studium, Universität, Literatur, Zitate

Wie versprochen hier die wirren Zitate meiner Professorin von letztem Freitag, mit meinem Kommentar:

1. "Das Ich kann nicht zur Sprache werden": Angeblich kann ein Mensch nicht so ueber eigene Gefuehle schreiben oder sprechen, dass sie verstaendlich werden. Bei der Behauptung waere ich, wie bei allen Verallgemeinerungen, sehr vorsichtig.

2. "Vor dem Wort war die Welt nicht da, beides ist zeitgleich entstanden": Auch das wage ich zu bezweifeln. Ich denke doch sehr, dass die Welt auch schon eine Welt war, als auf ihr nur Pflanzen und Bakterien lebten, die noch keinerlei Sprache kannten.

3. "Das Nichtfunktionieren der Sprache ist ihre Funktion. Nur dies zeigt uns, dass wir es mit Sprache zutun haben": Sicher ist Sprache nicht perfekt, aber zu behaupten, sie sei der allerletzte Muell, finde ich schon uebertrieben. Und es ist fragwuerdig, dass solche Behauptungen von einer Deutsch-Professorin stammen. Auch finde ich es falsch, Sprache daran zu definieren, dass sie imperfekt ist. Ich denke doch, die FUNKTION von Sprache ist Verstaendigung.

4. "Die Tiefe ist nichts Anderes als die Oberflaeche": Bei der Behauptung wundert es mich nicht, dass der Grossteil der Gesellschaft oberflaechlich und dumm ist!

5. "Die Abwesenheit der Anwesenheit von XY ist relevant": Haette es nicht gereicht, zu sagen, es sei relevant, dass XY nicht anwesend ist?

6. "Viele Menschen fuerchten sich vor Reisen an das Meer, da es die Gefuehle nicht ausloesen kann, die in poetischen Texten ueber das Meer beschrieben sind": Auch hier wuerde ich nicht verallgemeinern. Ausserdem finde ich es krank, ANGST vor dem Meer zu haben, nur, weil man meint, es koennte nicht so schoen sein, wie in Buechern beschrieben. Ich finde das Meer definitiv schoen. Vielleicht kann ich einfach mehr empfinden, als das gros der Menschen?

cn P

 

28.11.2006 um 00:54 Uhr

27.11.06

Stimmung: Bis auf Bauchschmerzen - die Rache fuer diesen Tag - okay.
Musik: Keine.

Gestern Abend las ich noch irgendwo eine Meldung ueber irgendeinen Bischof, der behauptete, das Internet wuerde Menschen im Allgemeinen aggressiver machen. Es ist doch immer wieder dreist, wie einige Menschen, die besonders viel von sich halten, sich ueber Dinge aeussern, von denen sie scheinbar keinerlei Ahnung haben. Aber das ist ja leider auch nichts neues... Mein "Vater" hat auch wieder nur gepoebelt und der PC stuerzte noch mehrfach ab, oder zumindest der Browser, was schon nervig genug war. Weiter verdrehten die Medien etliche Tatsachen, so wird es wohl auch fuer immer und ewig bleiben. Anthropologische Konstante? Dann wollte ich eigentlich um 2:30 offline, aber nun blockierte mein "Vater" das Bad schon wieder :/ Als wenn das heute Morgen nicht schon genug gewesen waere. Ich hatte Kopf- und Augenschmerzen, war muede. Sah dann noch in den Brief meiner Mutter... Doch kein Geld, nur ein auf die Groesse eines 5-Euro-Scheins gefaltetes Stueck Papier. Also wenn sie mir bescheid sagen moechte, wann ich vorbei kommen kann, haette sie auch anrufen koennen. Wobei, wenn man die Telefongebuehren betrachtet: Ist ein Brief da nicht schon billiger? So sehr eilt es ja auch nicht.

Bevor ich um 3 Uhr schlafen gegangen war, musste ich mich leider noch uebergeben. Sollte ich jetzt wirklich wieder krank werden, schon wieder? Ich wuenschte, ich haette jetzt schon Ferien, aber genau 4 Wochen muss ich noch ueberstehen. Das wird hart, wenn ich bedenke, dass ich bisher erst 3 hinter mich gebracht habe, die alle muehsam waren. Und dass es, in Unterrichtsstunden gerechnet, eigentlich nur 2 waren, den Rest war ich krank ;/ Wobei man bedenken muss, dass davon 4 Stunden sowieso keine Anwesenheitspflicht bestanden... Die anderen 8... Nunja... Dieser Montag ist uebrigens schon mit einberechnet, damit verrate ich schon, was diesen Montag los war... Wie dem auch sei. Diesen Montag also stand ich um 10 Uhr auf, hatte wieder Aerger mit meinem "Vater". Der blockierte wieder das Bad, wieder eine halbe Stunde, und behauptete natuerlich, er haette ja gar nicht lange gebraucht, bzw es seien nur noch "ein paar Minuten", in der Realitaet waren es 20. Ich hatte am gesamten Koerper Schmerzen, war krank. Der Tag begann eigentlich schon schrecklich. Und dann dieser Gestank hier in der Wohnung... Und dumme vorurteilsbeladene und gar rassistische Sprueche toenten aus dem Radio! So viel Muell. Mein Handy-Akku sponn ebenfall. Mein "Vater" motzte weiter herum. Das Essen war schrecklich, mir wieder oder immernoch uebel. Sehr uebel. Krank, einfach nur krank. Und ich habe erschreckend viel verdraengt. Evtl auch besser so?

Ich wurde nur noch angeschnauzt und bekam dumme Vorurteile zu hoeren. Dann ging ich... In R. steht alles voller Weihnachtsbaeume. Manchmal denke ich mir schon, was das fuer ein finanzieller Aufwand ist und ob es Sinn macht, jedes Jahr so viele Baeume abzuhacken. Aber die Tradition ist vielen Menschen eben wichtig... Dennoch bin ich der Meinung, in R.s Hauptstrasse wird uebertrieben. Nicht nur alle Laternenmasten sind dekoriert, nicht nur alle Baeume mit Lichterketten behangen, nicht nur alle Fenster leuchten, nicht nur alle Schaufenster - Nein, jedes Geschaeft (Und diese Strasse ist voll kleiner Geschaefte) hat einen eigenen grossen Weihnachtsbaum vor der Tuer stehen! So stehen sie dort, ein ganzer "Wald", ein Baum neben dem anderen, mit immer vielleicht 2 Metern Hoechstabstand, alles mit Lichterketten und Lametta, Plastikkugeln und leeren Geschenken behangen, es sieht schon sehr ueberladen aus. Ich ging zur Bushaltestelle, die Menschen starrten - Was kuemmert es mich! Im Bus stank es, der Fahrer benahm sich auch irgendwie asozial. Die Wartezeit hatte uebrigens auch ueber 10 Minuten betragen. Zuhause schaute ich in den Briefkasten: Wie gesagt, Post aus Finnland. Hat mich sehr gefreut.

Den restlichen Tag habe ich erst einmal am PC gesessen und Musik gehoert, dann einige Videoaufzeichnungen gesehen, war ganz okay. Ich hatte noch einige Stunden Zeit, bis ich los sollte. Habe etwas gesungen, noch mehr Musik gehoert (Vintersorg, Borknagars "Origin", das neue Album von Entwine, Lacrimas Profundere ("My velvet little darkness"), usw), und dann bekam ich leider eine depressivere Stimmung. Und ich habe getrunken. Ein paar Glaeser Wein. Angeblich 0,5 Promille... Ich habe keine Ahnung davon, fahre ohnehin nicht Auto. Fuer mich lautet die Hoechstgrenze beim Alkoholkonsum, wenn nicht "So lange, wie es mir schmeckt", "So lange, wie ich noch problemlos laufen kann und mich geistig relativ in Ordnung fuehle". Nur setzt bei mir eine seltsame Stimmung schon lange vor anderen Vergiftungserscheinungen ein... Ich habe mich nie von Alkohol uebergeben muessen. Da koennte ich flaschenweise trinken. Ich habe oft bemerkt, dass Alkohol generell keine einzige Auswirkung auf mich zu haben scheint (Okay, sicher, wenn ich es SEHR uebertreibe, dann wird mir schon schwindelig, aber das passiert eigentlich nie), ausser die, dass meine Stimmung sehr seltsam wird.

So wurde der Gesang auch heute lauter und ich bekam melancholisch-positive Anfluege, aber nicht so extreme, wie das eine Mal... Ich erinnere mich sehr gut an einen Weinrausch, der fast - Es mag traurig klingen - zu den schoensten Momenten meines Lebens gehoeren koennte. Aber ich habe nicht getrunken, um mich wohl zu fuehlen, sondern einfach nur so, abends, mir war nach Wein, so trank ich und ploetzlich war "ein Hebel umgelegt". Ich habe ploetzlich Heulanfaelle bekommen, habe sehr lange nur geweint, wusste nicht, woher es kam und wieso ich es ueberhaupt tat, aber ich weinte immer weiter und fuehlte mich dabei extrem gluecklich, so gluecklich, wie selten in meinem Leben. Ich weiss auch nicht, was das war. Seltsam. Aber eben fuer diese Momente angenehm. Aber sollte ich nun noch zur Uni? Sicher! Ich fuehlte mich in Ordnung. Aber es sollten noch 1-2 Stunden sein, bis ich losgehen musste. Und ich war muede. So stellte ich mir den Wecker und legte mich hin. Denkste! Ich erwachte erst, als ER heimgekommen war und da hatte der Unterricht schon angefangen :/ Ich spare mich das Gefluche. Eigentlich ist es mies, eigentlich WOLLTE ich ja endlich mal wieder zur Uni, aber... Es ist eben passiert :/ Morgen MUSS ich aber! DEFINITIV! *seufz* Ich bin schlimm, ich weiss. Nochmals: Ich bin KEIN Vorbild und gebe somit die Verantwortung ab! ;)

Habe bisschen weiter Videos gesehen, Musik gehoert wohl nicht mehr, dann schaute ich noch eine ganze Weile sehr intensiv ins Aquarium und bastelte an Fotos. Und schaute mir alte Fotos an =) Das war auch wieder sehr positiv. Ich sollte mal einige einscannen :) Da waren dermassen schoene bei... Und wie WIR damals aussahen... Das ist schon ein Unterschied. Dass man sich zum Teil in nur einem Jahr so veraendern kann... *re* Ich bin alt geworden ;) ER hatte vor einem Jahr noch schwarz gefaerbtes Haar. Kann mich kaum mehr daran erinnern... An den restlichen Abend aber wohl auch nicht mehr. *re* Ich weiss nur, dass er zu schnell verging und ich gar nicht weiss, wie das so sein konnte. Dann aber war schon nach 23 Uhr und WIR mussten gehen. Schnell noch Sachen gepackt, Fotos zum Abzeichnen mitgenommen (Vielleicht komme ich ja im Unterricht dazu, nachdem ich die verpassten Sachen abgeschrieben habe?!), oder einfach zum Ansehen... Dann losgehetzt. Schade, dass das Leben so imperfekt ist, dass ich so... Gar nicht wirklich so leben kann, wie ich leben woellte. Und ich haette wieder so viel tun muessen, Hausaufgaben machen, usw, ich bin wieder nicht dazu gekommen. Wird sowieso schrecklich: Morgen nach 16 Uhr, dh ich bin nicht vor 17:30 zuhause, auch noch Hausaufgaben machen... Und irgendwie und irgendwann essen. Wie immer kann ich nur eines sagen: Ich freue mich schon auf das Wochenende! Traurigerweise lebe ich eigentlich nur noch auf das jeweils naechste Wochenende hin. Quaele mich durch den Uni-Alltag, um endlich wieder frei zu haben. Von Spass kann man da nicht reden. Ich glaube, es ist klar, dass es so sehr schwer fuer mich ist, das Studium zu bewaeltigen. Aber kann mir irgendjemand sagen, wie ich versuchen kann, mich zu motivieren?

Der Bus war wieder ueberfuellt und massenhaft gafften Menschen. In R. war die Baumbeleuchtung wieder abgeschaltet... Ich frage mich, was daraus wird? Aber immer mehr Menschen haben nun schon dekoriert, nicht nur in R.s Hauptstrasse, es ist bunt geworden, manchmal kitschig, manchmal irgendwie schon schrecklich hektisch... Und Insekten waren auch noch unterwegs, auch bei den Temperaturen noch :/ Ist ja kaelter geworden... Mein "Vater" jammerte gleich wieder herum und der PC haengt ein wenig, aber das wird schon. Gehabt euch wohl! Ich haette eigentlich noch zutun. Mal sehen, wie viel man in einer Stunde bewaeltigen kann.

cn P

27.11.2006 um 20:12 Uhr

Nackte Tatsachen ;)

von: AngelInChains   Kategorie: Bilder   Stichwörter: Internet

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cn P

27.11.2006 um 15:40 Uhr

Beeren in Finnland

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Finnland, Skandinavien, Natur

Heidelbeeren


Lateinischer Name Vaccinium myrtillus
Erntezeit Ende Juli bis Anfang September
Standorte vor allem in Fichtenwäldern
Sammelmenge pro Jahr 15 Millionen Kilo (ca 5 davon kommerziell)
Charakteristisches Dunkelblaue Beeren an hellgrünen Stielen, die süßlich schmecken
Aufbewahrung Einfrieren, Trocknen, Püree und Saftzubereitung
Nahrstoffe viel Karotin, Vitamin B6, Magnesium und auch Vitamin C (15 mg/100 g Beeren)
Verwertung Kuchen, Suppen, Saft, Pudding und Grützen

Vogelbeeren


Lateinischer Name Sorbus aucuparia
Erntezeit August bis September
Standorte ganz Finnland
Sammelmenge pro Jahr jedes 2. Jahr 10 - 30 Kilo Beeren pro Baum
Charakteristisches in großen Ständen wachsende Beeren, die sich beim Reifen von grün in rot färben
Verwertung mit Karotten oder Äpfeln für Säfte oder Gelees, junge Ebereschenblätter und Knospen auch für Salate, ältere Blättern für Kräutertee trocknen

Beides schon gegessen und fuer gut befunden ;) Fotos von mir, Text entnommen bei Finnland Online, die wirklich auch die seltsamsten Dinge behandeln, sobald man sie mit Finnland irgendwie in Zusammenhang bringen kann. Hat uebrigens eine zum Teil auch sehr nette Zitat-Sammlung: HIER KLICKEN .

cn P

27.11.2006 um 13:43 Uhr

Elis - Die Stadt (Griefshire)

von: AngelInChains   Kategorie: Kunst   Stichwörter: Lyrik, Gothic, Metal, Musik

Verloren ist die Stadt
Die einst wie Gold geschimmert hat
Verlassen ist die Stadt
Die mich so lang beherbergt hat

Vernichtet ist die Stadt
Seit ein kranker Geist gewütet hat
Dunkel liegt die Stadt
Seit die Liebe sie verlassen hat

Ein klagender Wind durch dunkle Gassen weht
Seufzend einzig er mein tiefes Leid versteht
Im Tode vereint mit der einst stolzen Stadt
Die ein kranker Geist vernichtet hat

Lieblich war die Stadt
An die ein sanfter Hügel sich geschmiegt hat
Golden lag die Stadt
Wenn ich sie von dort oben erblickt hab'

Geliebt hab ich die Stadt
Wenn sie mich auch ausgestossen hat
Verbunden mit der Stadt
Selbst als ich sie verlassen hab

~*~

Einfaches Reimschema, aber meines Erachtens trotzdem irgendwie schoen.

cn P

27.11.2006 um 12:16 Uhr

Liebesgruesse aus Kuusamo

von: AngelInChains   Kategorie: Skandinavien   Stichwörter: Skandinavien, Finnland, Reisen

Ich wusste, dass ein Freund von mir im Moment eine Skandinavien-Rundreise macht. Und, dass er mir eine Karte schreiben wollte... Nur von wo, das sollte immer eine Ueberraschung bleiben. Heute ist sie angekommen :)

Ich weiss, das Foto ist schlecht geworden... Wer es nicht lesen kann: Es ist Ruka/Kuusamo. Der Poststempel traegt das Datum "22.11.06". An dem Tag sollen es dort -1 Grad gewesen sein, also nicht zu kalt... Hell soll es dort von ca 8:30 - 15 Uhr sein. Also auch nicht viel anders, als hier. Die anderen Details sollten eher nicht an die Oeffentlichkeit ;) Ach Quatsch. Nur wuerden sie niemanden interessieren.

cn P

27.11.2006 um 01:38 Uhr

26.11.06

Relativ frueh erwacht, aus einem Traum, der angenehm und eindeutig ein Wunschtraum war: Ich befand mich auf Reisen in Finnland und verstand alle Menschen, als spraechen sie in meiner Muttersprache. Es war diese typische Ambivalenz, die ich oft in Traeumen haben, in denen mehrere Sprachen vorkommen: Ich hoere die Menschen zwar in der Fremdsprache reden, spreche selbst so, aber verstehe es dennoch als sei es alles auf Deutsch ausgesprochen worden. Leider erinnere ich mich an die genauen Worte kaum, bis auf die paar, die ich sowieso aus dem Finnischen beherrsche... Gerne haette ich herausgefunden, wieviel des Finnisch aus dem Traum wirkliches Finnisch war und wieviel pure Fantasie. Aber wie dem auch sei. Zum restlichen Tag laesst sich auch nicht viel sagen: Wieder habe ich nicht viel unternommen. Etwas fern gesehen, Musik gehoert, online gewesen. Nichts gezeichnet, nicht viel geschrieben, etwas gedoest und geschlafen. Und mir den Tag schon durch die Gedanken, morgen wieder in die Vorlesung zu muessen, versauen lassen.

Ueberspringen wir Irrelevantes und kommen gleich zum Abend: Mir war schlecht, ich hatte Kopfschmerzen, der Bus kam zu spaet und war vollkommen ueberfuellt. Menschen gafften, poebelten, draengelten - Die reinsten Asis, und blockierten Sitze mit ihrem Gepaeck. Richtig sauer wurde ich, als die ganzen Koffer dann natuerlich trotz vorhandener Gurte alle ungesichert waren... Und durch eine schnelle Bremsung dann alle durch den ganzen Bus flogen, dabei zahlreichen Menschen gegen die Beine schlugen. Natuerlich hat das NIEMANDEM von den Kofferbesitzern auch nur im Geringsten interessiert. Typisch. Haetten wir dann nicht wieder das Klischee davon, dass Schwarzgekleidete "boese" seien, gehabt, haette ich sehr gerne gegen den Koffer, der mir gegen die Waden geschlagen ist, gegen getreten. Schoene Schlieren auf dem weissen Stoff hinterlassen. Aber was man sich so alles unterdrueckt... Dann war zum Glueck endlich Zeit, auszusteigen.

Insektenplage, auch noch hier in der Wohnung. Eklig. Mein "Vater" hat auch wieder Mist gebaut, aber das kann ich ihm 1000x sagen, da hoert er mir NIE zu... Und es mieft hier so eklig wie immer. Und dann das bloede Gelaber... Post habe ich uebrigens auch mal wieder bekommen. Einen Brief von meiner Mutter - Wieso ruft sie nicht einfach an? ;) Ich denke, es ist ein Geldschein drin, das haette ich nicht getan, die Post klaut hier sowieso staendig - Ein Wunder, dass der Brief ungeoeffnet hier angekommen ist. Und dann noch ein Brief von meiner Versicherung. Ich habe zwar immernoch keine Karte und keine Bestaetigung, angenommen worden zu sein, aber das Geld ab Immatrikulationsbeginn wollen sie nun... Und dann war in dem Brief auch noch ein tolles Praemienheft. Super! *Zyn* Die Beitragsgebuehren werden fuer mich guenstiger, wenn ich bestimmte Dinge, die auf ihrer Liste stehen, tue. Nur lohnt es sich wohl nicht, erst einen Yoga-Kurs fuer ueber 100 Euro zu machen, um dann 1 Euro weniger pro Monat zu zahlen... Da koennen sie mir meinentwegen auch noch 100 Kaffeemaschinen als Zusatzpraemie anbieten! Das sind die absolut merkwuerdigen Preise: Kinderwagen, Kaffeemaschinen, Gummibaelle.

Und auch diese Dinge, die Bonuspunkte bringen sollen, sind sehr merkwuerdig. So macht es kaum Sinn, in meinem Alter (19) und als Nicht-Schwangere eine Osteoporose-Untersuchung fuer Frauen ab 50, einen Schwangerschafts-Gymnastikkurs, eine Wechseljahrsberatung fuer Frauen ab 40 oder einen Kurs ueber Mineralstoffbedarf fuer Senioren zu machen. Sowieso irgendwie daemlich, dass Sportkurse gewuenscht sind, bei denen man mehrere 100 Euros ausgeben muss... Zumal Sport ja wohl nicht unbedingt gesund macht, sondern auch ein hohes Verletzungsrisiko bedeutet! Aber ich sehe es schon kommen: Mein "Vater" wird mich zwingen wollen, irgendwelche Sportkurse zu machen, um vermeintlich Gebuehren zu sparen, obwohl ich Sport - So ehrlich bin ich - wirklich hasse. Und ich bin sogar so ein egoistisches Schwein, dass ich ganz offen sage: Dann verrecke ich eben an Herzverfettung, aber Sport werde ich nicht regelmaessig machen, zumindest in keinem Verein, und schon gar nicht einen Sport, fuer den ich mich gar nicht interessiere. Dann lieber draufzahlen, aber meine ungesunde Befindlichkeit ist mir wichtiger, meine Bequemlichkeit. Das Leben ist schon unangenehm genug, wozu dann auch noch alles erschweren... NEIN, danke.

So, jetzt noch schnell diesen Beitrag losgeschickt, bevor ich wieder abstuerze. Ist heute wirklich unangenehm hier... Was sehe ich da? Bei Arte - Ein Fernsehbeitrag ueber Sexualitaet in Skandinavien? O_o Ich wusste es doch schon immer: Alle Skandinavier sind maennlich und schwul und legen Eier. Und als Kind dachte ich immer, Skandinavier wuerden sich genauso fortpflanzen, wie andere Menschen ;)

cn P